Inhaltsverzeichnis
1 Geschäftsmodell
Delta Managing & Consulting Engineers GmbH ist ein Unternehmen der DELTA Gruppe mit Standorten in Wien, Wels und Gleisdorf.
Über die DELTA Gruppe
Die DELTA Gruppe ist ein führendes internationales Architektur-, Ingenieur- und Beratungs-Unternehmen mit einem holistischen Dienstleistungs-Portfolio im Immobilienbereich. Mit über 400 Mitarbeiter:innen an mehreren Standorten in Osterreich, Tschechien, der Slowakei und der Ukraine betreut die DELTA Gruppe aktuell Immobilienprojekte in Osterreich, CEE, SEE und Eurasien mit einem Projektvolumen von über 5 Mrd. EUR pro Jahr. DELTA hat zahlreiche erfolgreiche Bau- und Immobilienprojekte in den Bereichen Industrie & Office, Handel & Entertainment, Kultur & Bildung, Wohnbau, Gesundheitswesen, Hotel & Wellness und Infrastruktur fertiggestellt. Partnerschaftlichkeit, der Einsatz neuester digitaler Tools, der starke Fokus auf den Lebenszyklus und die Nachhaltigkeit von Gebäuden zeichnen die DELTA Gruppe aus.
DELTA Vision und Werte
Die DELTA Gruppe löst die Komplexität, die bei der Planung von Gebäuden entsteht, in den Dimensionen Architektur, Mensch, Management, Umwelt und Ethik. Vernetztes Denken und die ganzheitliche Betrachtung von Lebenszyklen prägen das Handeln.
Als kooperatives Expert:innen-Team und in strategischen Allianzen nutzt die DELTA Gruppe ihr Wissen und ihre Erfahrung, um einen nachhaltigen positiven Einfluss auf unseren Planeten zu leisten. Das ist Antrieb und Anspruch zugleich.
Die DELTA Gruppe versteht die DNA von Gebäuden – mit ihren Menschen, ihrer Ökologie und ihrem Design.
Der Anspruch: Exzellenz, denn Planung und Bau wirken über Generationen hinaus.
Das Credo lautet: besser gemeinsam – gemeinsam besser.
In diesem Sinne, ist die Vision der DELTA, Wegbereiter:innen für bessere Welten zu sein.
Abgeleitet von dieser Vision, wurden folgende fünf DELTA Werte abgeleitet:
- Soziale Verantwortung - Förderung & Entwicklung - Wertschätzung - Nachhaltigkeit - Begeisterung
Delta Managing & Consulting Engineers GmbH
erbringt Dienstleistungen in folgenden Bereichen:
- im Bereich Baumanagement, wozu Projektsteuerung und Projektleitung, begleitende Kontrolle, Projektmonitoring, Kooperationsmanagement sowie Vergabe- und Vertragsmanagement zählen. Diese Dienstleistungen werden vorrangig in Österreich erbracht. - die Division Consulting (DDC) steht für integrale Beratung mit Fokus auf Technischer Due Diligence, Bestandsanalysen, Sanierungskonzepten einschließlich Energiedesign, Gebäudezertifizierungen und Gutachten, Im Zentrum stehen zukunftsfähige Gebäude und die nachhaltige Transformation des Bestands – europaweit. - im Bereich International Development Consulting (IDC) wozu Dienstleistungen in den Bereichen Projektmanagement, Unterstützung der PlU / PMSU, Machbarkeitsstudien, Entwurfs-, Einreich- und Ausführungsplanung, Ausschreibungsunterlagen und Unterstützung während des Ausschreibungsverfahrens, Vertragsverhandlungen und -vergabe, Entwurfsprüfung, Bauüberwachung, Bauvertragsmanagement und Inbetriebnahme, Umwelt- und Sozialverträglichkeit, Finanzanalyse und -management, Energiepolitik und Energieeffizienz zählen. Die Dienstleistungen werden für Finanzinstitutionen (EIB, EBRD, WB usw.) und Geldgeber:innen sowie für Regierungen, Ministerien und andere öffentliche Behörden auf internationaler Ebene, in der EU und in den ost- und südosteuropäischen Ländern erbracht.
2
Unternehmensstruktur
Die Delta Managing & Consulting Engineers GmbH bestand im Geschäftsjahr 2025 aus 3
Organisationseinheiten – den „Divisions":
• Management (DDM) • Consulting (DDC) • International Development Consulting (IDC)
Die Division Management betreut u.a. auch sehr große Projekte (bis zu 1 Mrd. EUR) – um die umfangreichen Aufgaben zu schaffen und die Ressourcen dafür bereit zu stellen, ist es in diesem Bereich üblich, in einem Teil der Projekte, mit Marktbegleitern ARGEN zu gründen und so die Projekte mit hoher Qualität und einem großen Ressourcenpool abzuwickeln.
3 Geschäftsverlauf
Division Management
Im Jahr 2025 hat sich die Lage des Jahres 2024 prolongiert. Die Kombination aus weiterhin erhöhten Baukosten, rückläufigen, dennoch spürbaren Zinsen und einer verhaltenen Nachfrage belastete im Speziellen die Auftraggeber im frei finanzierten / privaten (nicht öffentlichen) Segment, wo die Anfragen aus diesem Bereich tendenziell niedrig blieben.
Die Kerngeschäfte in Gesundheit, Industrie, Life Science & Biotech, Bildung und Kultur zeigten sich stabil, wobei im Industriebereich weiterhin eine leichte Zurückhaltung bei Investitionsprojekten spürbar ist. Für Delta Managing & Consulting Engineers GmbH hat sich das in sehr schleppenden Angebotsphasen, teilweise ohne klare Entscheidungen, bemerkbar gemacht.
Hotel & Wellness sowie Retail tendierten laut Medien zu einer Erholung, vor allem in gefragten Lagen, während weniger attraktive Standorte zurückhaltende Entwicklungen verzeichneten. Aufgrund begrenzter Aktivität von Delta Managing & Consulting Engineers GmbH in diesen Bereichen blieben klare Aussagen
schwierig.
Zusätzlich setzte sich der Trend von 2024 fort, dass private Anfragen rückläufig sind, öffentliche Ausschreibungen blieben vorerst stabil. Wobei gleichzeitig mehrere öffentliche Aufträge gestoppt / pausiert bzw. reduziert wurden. Hier besteht die Hoffnung, dass im Jahr 2026 ein Teil dieser Projekte wieder fortgesetzt werden.
Die klare Strategie der Division Management ist es, den österreichischen Markt zu bedienen. Kooperation mit ausländischen DELTA Standorten zu Projekten erfolgen im konkreten Anlassfall (z.B. Philharmonie Prag). Eine weitere Option ist es auch, dass wir Stammkunden bei Projekten außerhalb von Osterreich begleiten.
Division Consulting
Der Bereich Technische Due Diligence profitierte im Jahr 2025 insbesondere in den ersten drei Quartalen von der fortschreitenden Stabilisierung des österreichischen und europäischen Immobilienmarkts. In diesem Zeitraum war eine positive Nachfrageentwicklung zu verzeichnen, vor allem bei privaten Auftraggebern mit hoher bzw. gesicherter Eigenkapitalquote. Im vierten Quartal schwächte sich die Nachfrage hingegen ab.
Der Bereich Gutachten entwickelte sich 2025 insgesamt stabil. Veränderungen bei Zuständigkeiten und Neuausrichtungen auf Auftraggeberseite führten jedoch vereinzelt zu rückgehenden Aufträgen.
Die Nachfrage im Bereich der Nachhaltigkeitsberatung blieb im Jahr 2025 insgesamt konstant. Diese zeichnete sich aber fast durchgängig durch einen überdurchschnittlich hohen Aufwand aus. Auch Gebäudezertifizierungen bewegten sich weiterhin auf stabilem Niveau, da sie bei neuen Immobilienprojekten zunehmend Standard in der Finanzierung und bei der Verkaufsfähigkeit sind.
Ein Schwerpunkt lag auch 2025 weiterhin in der Unterstützung von Architekturwettbewerben innerhalb der DELTA Gruppe. Darüber hinaus wurden verstärkt Leistungen für andere Divisions und Unternehmensbereiche erbracht bzw. werden diese Expertisen in den Projekten mittlerweile gezielt gesucht. Die Division Consulting war auch 2025 ausschließlich vom Standort Wien aus tätig und konnte von dort die Einheiten und Projekte der DELTA Gruppe auch in den Auslandsstandorten effizient unterstützen.
Division IDC
Im Jahr 2025 war das internationale Projektumfeld der Division International Development Consulting (IDC) weiterhin stark von geopolitischen Unsicherheiten, regulatorischen Anforderungen internationaler Finanzinstitutionen sowie einem intensiven Wettbewerb geprägt. Insbesondere der anhaltende Krieg in der Ukraine stellte weiterhin eine besondere Herausforderung für die operative Projektabwicklung dar. Gleichzeitig eröffneten internationale Wiederaufbauprogramme sowie Förderprogramme multilateraler Entwicklungsbanken zusätzliche Projektchancen. Trotz dieser Rahmenbedingungen konnte IDC mehrere Projekte erfolgreich weiterführen und wichtige strategische Schritte für zukünftige Projektentwicklungen setzen. Insgesamt entwickelte sich die Division operativ positiv und erzielte ein über den Erwartungen liegendes Ergebnis. Nachfolgend ein Auszug der drei wesentlichen Projekte:
Das Projekt „EIB-TVET Phase 2 & 3" in der Ukraine stellte auch im Jahr 2025 eines der zentralen Projekte der Division dar. Nach der erfolgreichen Konzeptphase konnte das Projekt gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank weiterentwickelt werden. Das Projektteam führte mehrere Startmissionen durch und erstellte den erforderlichen Startbericht, der vom Auftraggeber positiv bewertet wurde. Darüber hinaus wurde eine Vorauszahlung in Höhe von rund 1,46 Mio. EUR durch die Europäische Investitionsbank geleistet, wodurch eine solide Projektbasis für die weitere Umsetzung geschaffen wurde. Die Zusammenarbeit mit den beteiligten Institutionen verlief konstruktiv und unterstreicht die strategische Bedeutung dieses Programms für die Weiterentwicklung der beruflichen Bildung in der Ukraine.
Das Projekt „EIB Lutsk TS" stellte weiterhin ein anspruchsvolles Projektumfeld dar. Während die technische Projektarbeit grundsätzlich erfolgreich umgesetzt werden konnte, führten administrative Prozesse sowie Verzögerungen bei der Bearbeitung von Zahlungsunterlagen zu erheblichen Verzögerungen bei der Rechnungslegung und Mittelrückflüssen, Im Laufe des Jahres wurden intensive Gespräche mit den zuständigen Entscheidungsträgern geführt, um praktikable Lösungen für die offenen Zahlungsforderungen zu erarbeiten. Erste Rechnungen konnten bereits beglichen werden, während weitere Zahlungsbelege weiterhin in Bearbeitung sind. Trotz dieser Herausforderungen bleibt das Projekt ein wichtiger Bestandteil der internationalen Projektpipeline der Division.
Weitere Projekte im internationalen Umfeld, insbesondere im Rahmen international finanzierter Infrastrukturund Bildungsprogramme, konnten im Jahr 2025 erfolgreich weitergeführt werden. Die Division war dabei insbesondere in Projekten mit internationalen Finanzinstitutionen sowie internationalen Organisationen aktiv. Gleichzeitig wurden mehrere neue Projektmöglichkeiten vorbereitet und Vorqualifizierungen für zukünftige internationale Ausschreibungen durchgeführt.
4 Darstellung der Vermögens- und Finanzlage
| Vermögenslage | ||
|---|---|---|
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| TEUR | TEUR | |
| kurzfristiges Umlaufvermögen | 11 976 | 7 883 |
| kurzfristiges Fremdkapital | 10 067 | 6 765 |
| Working Capital (Netto-Umlaufvermögen) | 1 908 | 1 118 |
| Anlagevermögen | 392 | 481 |
| langfristiges Umlaufvermögen | 16 | 0 |
| langfristiges Fremdkapital | 197 | 189 |
| Reinvermögen (Eigenkapital) | 2 119 | 1 409 |
| Stammkapital | 50 | 50 |
| Bilanzgewinn | 2 069 | 1 359 |
| Summe Eigenkapital | 2 119 | 1 409 |
| Summe Fremdkapital | 10 264 | 6 954 |
| Bilanzsumme | 12 383 | 8 364 |
Finanzlage
| - Liquidität und Verschuldungsgrad | |||
|---|---|---|---|
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | |
| Liquidität | 0,49 | 0,28 | 0,07 |
| Verschuldungsgrad in % | 484,32 | 493,47 | 1 201,05 |
- Kapitalflussrechnung
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Ergebnis vor Steuern | 2 689 | 1 536 |
| Überleitung auf den Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | 2 520 | 1 617 |
| Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | 5 209 | 3 153 |
| Zahlungen für Steuern | -295 | -548 |
| Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 4 914 | 2 605 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | 55 | -199 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -1 350 | -1 260 |
| zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 3 619 | 1 146 |
| Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 2 211 | 1 065 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 5 830 | 2 211 |
Ertragslage
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Umsatzerlöse | 11 665 | 14 463 |
| Bestandsveränderungen | 8 918 | 2 981 |
| Betriebsleistung | 20 583 | 17 444 |
| Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen | 7 573 | 5 384 |
| Rohertrag I | 13 010 | 12 059 |
| Personalaufwand | 6 792 | 7 079 |
| Rohertrag II | 6 218 | 4 981 |
| sonstige betriebliche Erträge | 542 | 684 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | 4 024 | 4 146 |
| Aufwendungen aus Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens | 6 | 2 |
| Finanzerträge | 86 | 200 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 2 817 | 1 717 |
| Abschreibungen | 127 | 149 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 2 689 | 1 568 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 0 | 32 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 2 689 | 1 536 |
| Steuern vom Einkommen | 629 | 365 |
| Jahresüberschuss | 2 060 | 1 171 |
| Veränderung von Rücklagen | 0 | 178 |
| Jahresgewinn | 2 060 | 1 350 |
Umsatzrentabilität
Die Umsatzrentabilität entspricht dem Verhältnis aus Ergebnis vor Steuern und den Umsatzerlösen.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) x 100 | ||
| Umsatzerlöse+ Veränderg. nnaL | 13,1 % | 8,8 % |
Eigenkapitalrentabilität
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 8 und Z 13) zum Eigenkapital.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 8 und | ||
| Z 13) x 100 | 190,8 % | 127,0 % |
| Eigenkapital zum 01.01.2025 |
Gesamtkapita lrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100 | ||
| Gesamtkapital zum 01.01.2025 | 32,2 % | 23,5 % |
5 Bericht über die Entwicklung, Risiken und Unsicherheiten
5.1 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des
Unternehmens
Voraussichtliche Entwicklung
Die Marktsituation im Bereich Bau- und Immobilienbereich war 2025 weiterhin stagnierend.
Geopolitische Unsicherheiten sowie die Zinslandschaft bremsten weiterhin Investitions- und damit Bauaktivitäten in den Hauptmärkten der Delta Managing & Consulting Engineers GmbH. Aufgrund der breitgestreuten Auftraggeberschaft von DELTA (öffentlich als auch privat) als auch der diversen Produktpalette konnte dem gut entgegengewirkt werden.
In der Division Management konnte mit dem Abschluss von Rahmenverträgen mit öffentlichen Auftraggebern (z.B. WiGev, Land NO, BIG) eine gute Basis für die langfristige Auslastung der kommenden Jahre geschaffen werden.
Ziel der Division Consulting ist es, zum einen das Geschäft in Osterreich kontinuierlich weiterzuentwickeln und um fehlende Leistungsbausteine zu erweitern (u.a. TGA und FM-Beratung,) oder zu verstärken
(Liegenschaftsbewertung), aber auch zum andern das Leistungsportfolio der Integralen Beratung an den internationalen Standorten insbesondere in Tschechien und Slowakei zu implementieren sowie lokales Personal dafür aufzubauen. Auf diese Weise soll Kunden der Delta Managing & Consulting Engineers GmbH in allen Ländern ein ganzheitliches Beratungsleistungsspektrum angeboten und eine höhere Qualität gesichert werden.
Für das Jahr 2026 wird weiterhin mit einer steigenden Zahl international finanzierter Projekte gerechnet, insbesondere im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau der Ukraine sowie mit Infrastrukturprogrammen in der Region. Gleichzeitig bleibt das internationale Projektumfeld aufgrund geopolitischer Entwicklungen und administrativer Rahmenbedingungen weiterhin anspruchsvoll. IDC sieht dennoch gute Chancen, seine Marktposition im Bereich internationaler Beratungs- und Infrastrukturprojekte weiter auszubauen und zusätzliche Projektmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit internationalen Finanzinstitutionen zu erschließen.
Allgemeine Risiken und Unsicherheiten
Das Risiko Management wurde im Jahr 2025 in der DELTA Gruppe weiterentwickelt und systematisch vertieft. Die gruppenweite Implementierung ist im Jahr 2026 vorgesehen.
Potentielle Risiken waren Projektstopps, Insolvenz von Auftraggebern, Verlust von Schlüsselpersonal, Klumpenrisiko im Bereich von Auftraggeberkonzentration, Wechselkursrisiko EUR/UAH.
Es wurden 2025 für die DDM verschiedene der o.a. Risken schlagend, durch die breite Basis an Geschäftsfeldern, Auftraggeber:innen, Steuerungsmaßnahmen und das Engagement des Teams konnten diese jedoch ohne bedrohliche Auswirkungen für das Unternehmen bewältigt werden.
Durch das internationale Geschäftsumfeld der Division IDC sind die Risiken und Chancen weiterhin im geound sicherheitspolitischen Umfeld zu finden. Auf eine Analyse des Marktumfelds wird im Rahmen dieses Berichts verzichtet.
5.2 IT Security
Angesichts der weiter zunehmenden Professionalisierung von Cyberangriffen und der steigenden regulatorischen Anforderungen lag der Schwerpunkt der IT-Sicherheitsmaßnahmen der DELTA Gruppe im Jahr 2025 verstärkt auf der Weiterentwicklung von Prozessen, Automatisierung und organisatorischer Resilienz. Ziel war es, bestehende Sicherheitsmaßnahmen nicht nur technologisch, sondern auch strukturell und nachhaltig zu stärken.
Optimierung von Sicherheitsprozessen und Incident Response
Im Jahr 2025 wurden bestehende IT-Sicherheitsprozesse überprüft, standardisiert und weiter professionalisiert. Insbesondere im Bereich Incident Response wurden klare Abläufe, Rollen und Eskalationsmechanismen definiert, um im Sicherheitsfall rasch, koordiniert und nachvollziehbar reagieren zu können.
Automatisierung zur Reduktion von Fehlerquellen
Zur Minimierung manueller Eingriffe und potenzieller Fehlkonfigurationen wurde der Automatisierungsgrad in sicherheitsrelevanten Bereichen weiter erhöht. Automatisierte Uberwachungs-, Prüf- und Reaktionsmechanismen trugen dazu bei, Sicherheitsvorfälle frühzeitig zu erkennen und standardisierte Gegenmaßnahmen zuverlässig einzuleiten.
Vorbereitung auf regulatorische Anforderungen (NIS2)
Im Hinblick auf die bevorstehende Umsetzung der NIS2-Richtlinie wurden erste organisatorische und technische Vorbereitungsmaßnahmen gesetzt. Dazu zählten Risikoanalysen, die Evaluierung bestehender Sicherheitsmaßnahmen sowie die strukturierte Dokumentation sicherheitsrelevanter Prozesse und
Verantwortlichkeiten.
Weiterentwicklung des IT-Sicherheitsbewusstseins
Das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter:innen blieb auch 2025 ein wesentlicher Bestandteil der
IT-Security-Strategie. Schulungsmaßnahmen wurden weiterentwickelt und stärker praxisorientiert gestaltet, um aktuelle Bedrohungsszenarien realitätsnah zu vermitteln und die Handlungssicherheit im Arbeitsalltag zu erhöhen.
Stärkung von Resilienz und Notfallvorsorge
Die bestehenden Backup- und Disaster-Recovery-Konzepte wurden regelmäßig überprüft und durch Tests ergänzt. Ziel war es, nicht nur die technische Wiederherstellung von Systemen sicherzustellen, sondern auch die organisatorische Handlungsfähigkeit im Krisenfall weiter zu verbessern.
6 Bericht über Forschung und Entwicklung
Nachhaltigkeits- und Digitalisierungsprojekte im Fokus
Die DELTA Gruppe konzentrierte sich 2025 auf die Entwicklung und Implementierung neuer Technologien und Methoden im Bereich Nachhaltigkeit und Digitalisierung.
Die Maßnahmen und Projekte zeigen das Engagement von DELTA für die Förderung nachhaltiger und innovativer Lösungen, die den aktuellen und zukünftigen Bedürfnissen und Herausforderungen der Bau- und Immobilienbranche gerecht werden.
Neben der Zusammenarbeit mit Start-ups und Arbeitsgruppen in externen Netzwerken und
Innovationsplattformen, wie „Habitat2030", „Digital findet Stadt" oder „IG-Lebenszyklus“, fokussierten sich auch weiterhin interne DELTA-Arbeitsgruppen 2025 an agilen Entwicklungsvorhaben, sowie auch an Digitalisierungsprojekten in der Nachhaltigkeitsbewertung.
Forschungsprojekte im Bereich kreislauffähiges Bauen und Künstliche Intelligenz:
DELTA beteiligt sich seit 2024 als Partner an zwei geförderten Forschungsprojekten, gemeinsam mit einem multidisziplinären Konsortium.
Das FFG-Projekt „Re:stock Industry" beschäftigt sich mit einem digitalen Framework zur kreislauforientierten Wiederverwendung von Bestandstragwerken für vertikale Produktionen. In diesem Projekt teilt DELTA ihre Expertise in den Rahmenbedingungen für Industrieplanung, Okobilanzierung und unterstützt bei der Entwicklung von Bewertungsindikatoren.
Der Antrag für das Sondierungsprojekt „LiveDetail“ im Rahmen der FFG-Ausschreibung „TECHNOLOGIEN UND INNOVATIONEN FÜR DIE KLIMANEUTRALE STADT AUSSCHREIBUNG 2025“ wurde positiv bewertet und startet mit Anfang 2026. Hier arbeitet ein Konsortium gemeinsam mit DELTA an einem neuartigen Ansatz zur digitalen Erschließung, Strukturierung und Wiederverwendung konstruktiver 2D-Planungsdetails.
Delta Managing & Consulting Engineers GmbH beteiligt sich seit 2024 als Partner an einem geförderten Forschungsprojekt, gemeinsam mit einem multidisziplinären Konsortium.
Im BMIMI-Leitprojekt „Kr(ai)sbau“ arbeiten 32 Partner daran, mithilfe künstlicher Intelligenz kreislauffähige und skalierbare Lösungen im Umgang mit Gebäudebestand zu schaffen. DELTA wirkt hier unter anderem an der Umsetzung der entwickelten Strategien und Lösungen an realen Demoprojekten mit.
Eine laufende Evaluierung und Validierung aller Projekte und Maßnahmen erfolgt durch die verantwortlichen Projektleiter:innen mit Unterstützung des Innovationsmanagements.
Wien, am 28. Mai 2026 Dipl.-Ing. (FH) Wolfgang Gomernik
Por
Wien, am 28. Mai 2026 Dipl.-Ing. (FH)Evelyn Pahnigoni
Wien, am 28. Mai 2026 Wien, am 28. Mai 2026 Wien, am 28. Mai 2026 Ing. Andreas Dopplmair Marc Höhne Dipl.-Ing. Ingo Hilber
Wien, am 28. Mai 2026 Ing., Dipl.-Ing. (F) Ano/Ging! MSc, MA