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Die ACTEMIUM Cegelec Austria GmbH plant, errichtet und betreut elektro- und automatisierungstechnische Anlagen für ihre Kunden. Die Leistungen gliedern sich in zwei zentrale Bereiche mit jeweils eigenen fachlichen Schwerpunkten:
Kommunale Infrastruktur (Außenauftritt unter der globalen Konzernmarke „Actemium“ seit Anfang 2025)
– Schienengebundener Nahverkehr – Smart City-Lösungen = Optimierung öffentlicher Plätze mit den Schwerpunkten „Klima“, „Sicherheit“, „Datenerfassung und -verarbeitung“, sowie „Beleuchtung“
Industrielle Infrastruktur (Außenauftritt unter der globalen Konzernmarke „Actemium“)
– Öffentliche Energienetze (Strom, Öl & Gas, Fernwärme. Wasser- und Abwasser) – Mittel- und Niederspannungsverteilungen – Technisches Service und Instandhaltung, inkl. Überlassung von Fachkräften
Die ACTEMIUM Cegelec Austria GmbH ist Teil des international tätigen VINCI Konzerns, der im Jahr 2025 einen Gesamtumsatz von 74,6 Milliarden Euro erwirtschaftete und weltweit rund 293.786 Mitarbeiterlnnen beschäftigt.
Geschäftsentwicklung
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte ein Auftragseingang von Mio. € 16,8 (VJ Mio. € 16,3) und ein Umsatz in Höhe von Mio. € 23,1 (VJ Mio. € 24,9) erzielt werden. Des Weiteren wurde das Geschäftsjahr mit einem Betriebsergebnis in Höhe von Mio. € 0,2 (VJ Mio.-0,7 €) abgeschlossen.
Das Budget für das Geschäftsjahr 2026 wurde im Herbst des vergangenen Jahres gemäß Konzernvorgaben erstellt und gemäß den Richtlinien des VINCI-Konzerns verabschiedet.
Die Geschäftsbereiche der ACTEMIUM Cegelec Austria GmbH werden innerhalb des VINCI Konzernumfeldes als sogenannte „Business Units” (= BU) geführt und haben eine starke Ausrichtung auf ihr jeweiliges Kerngeschäft und Kundensegment. Die Manager dieser Business Units sind strategisch, operativ und personell verantwortlich, und verfügen über sämtliche erforderliche Kompetenzen.
Der einheitliche Auftritt der Geschäftsbereiche „Verkehrstechnik“ und „Beleuchtung“ unter „Actemium City Solution“ stärkt unsere Marktposition im Thema „Smart City“ und wächst weiterhin kontinuierlich. Der Geschäftsbereich verfügt über einen stabilen und langfristigen Auftragsbestand. Die regelmäßigen Abrufe aus gewonnenen Rahmenaufträgen für Adaptierungs- und Instandhaltungsarbeiten des Wiener Verkehrsnetzes gewährleisten eine stabile Basisauslastung sowie einen engen Kundenkontakt. Der Großauftrag „Wiener Linien – Elektrotechnische Ausrüstung der Erweiterung U2 und des Neubaus U5“ sichert die zukünftige Auslastung der Business Unit sowie weiterer Einheiten. Trotz des hohen Auftragsbestands verzeichnet das Unternehmen weiterhin einen starken Auftragseingang, ergänzt durch den Abschluss neuer Rahmenverträge und Erweiterungen bestehender Aufträge.
Seit Anfang 2025 treten alle drei operativen Business Units unter der gemeinsamen Marke Actemium auf, um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen und die Wahrnehmung unserer Qualität zu stärken. Das Jahr 2025 war geprägt vom Wechsel in der Geschäftsführung: Herr Ing. Roman Tarnawski, bisher erfolgreicher Leiter der Business Unit ACS, übernahm die Position des neuen Geschäftsführers. Mit seinen umfassenden fachlichen und Managementkenntnissen setzt er gezielt auf die Gewinnung neuer Kunden, die Erweiterung des Wartungsspektrums und die Sicherstellung einer nachhaltigen Auslastung.
Die im vergangenen Jahr umgesetzten Anpassungen und organisatorischen Umstrukturierungen haben das Unternehmen spürbar gestärkt und führten letztlich zu einer positiven Entwicklung des Betriebsergebnisses.
Risikomanagement
Die_ Verantwortung für die Umsetzung eines internen Kontroll-und Risikomanagementsystems liegt bei der Unternehmensleitung sowie den jeweiligen Business Units. Dieses System stellt ein umfassendes Managementinstrument dar, das aus Mitteln, Verfahren, Richtlinien und Maßnahmen besteht, die gezielt auf die Besonderheiten und Anforderungen des jeweiligen Geschäftsfeldes abgestimmt sind. Ziel ist es, die Werte, das Vermögen und die Reputation des Unternehmens sowie des Konzerns nachhaltig zu sichern, fundierte Entscheidungen zu unterstützen und Prozesse effizient abzusichern. Gleichzeitig ermöglicht das System eine angemessene Steuerung operativer, finanzieller und rechtlicher Risiken, fördert die Optimierung von Abläufen und den effektiven Einsatz von Ressourcen und schafft ein gemeinsames Verständnis der wesentlichen Risiken innerhalb der Mitarbeiterschaft. Darüber hinaus trägt es dazu bei, Arbeitsunfälle zu vermeiden, die Gesundheit aller eigenen Mitarbeitenden sowie der eingesetzten Mitarbeitenden von Partnerunternehmen und Lieferanten zu schützen und umweltschädliche Auswirkungen unternehmensbezogener Tätigkeiten nachhaltig zu minimieren. Auf diese Weise stellt das Risikomanagementsystem sicher, dass Unternehmensmaßnahmen und -entscheidungen im Einklang mit den Werten und der Strategie des Konzerns stehen und langfristig zum Erfolg des Unternehmens beitragen.
Die Überwachung des Systems erfolgt insbesondere durch Eigenevaluierungen unter Einsatz der internen Control Tools von VINCI Energies. Dadurch wird die Einhaltung der Konzernrichtlinien und -prozesse kontinuierlich überprüft und sichergestellt. Abweichungen werden systematisch durch Action-Pläne analysiert und korrigiert. Ergänzend führt der Konzern stichprobenartige Prüfungen durch, um die Wirksamkeit der Kontrollen zusätzlich zu validieren.
Der Planungsprozess wird viermal jährlich durchgeführt: Neben der Budgeterstellung im vierten Quartal des vorherigen Geschäftsjahres erfolgt eine dreimalige Aktualisierung in Form von Forecasts. Die Besprechung des Budgets und der entsprechenden Forecasts erfolgt in enger Abstimmung mit den Führungskräften der ACTEMIUM Cegelec Austria GmbH sowie des Konzerns.
Während der Angebots- und Projektabwicklungsphase wird dem Risikomanagement besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die Einhaltung der Konzernrichtlinien über alle Projektphasen hinweg, die Integration in das konzernweite Management-Informationssystem „Quartz“ sowie gezielte Schulungen der Mitarbeitenden im Projekt- und Qualitätsmanagement sind hierbei von zentraler Bedeutung.
Die laufenden Aufträge werden im Rahmen monatlicher Projekt-Reviews kontinuierlich auf potenzielle Risiken und Abweichungen hin überprüft. Dabei kommen die dafür vorgesehenen Werkzeuge und Reporting-Systeme des Konzerns zum Einsatz. An den Review-Meetings nehmen die Projektleitung, das Projektcontrolling sowie das Management der ACTEMIUM Cegelec Austria GmbH teil. Ziel dieser Überprüfungen ist es, Projektrisiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu definieren, die den Risiken gezielt entgegenwirken bzw. vorhandene Potenziale optimal ausschöpfen.
Das Thema „Compliance“ und „Anti-Korruption“ ist nicht nur in unserem Unternehmen, sondern auch in unserem Konzern von höchster Wichtigkeit. Mitte 2018 wurde die VINCI Ethic-Charta überarbeitet und elektronisch an alle bestehenden Mitarbeiterlnnen verteilt. Darüber hinaus wurde ein „Verhaltenscodex gegen Korruption“ erstellt und mittels e-Learning-Modulen den Führungskräften und Mitarbeiterlnnen nähergebracht. Beide Dokumente sind, neben dem Management-Handbuch, fixer Bestandteil bei Neueintritten und sind von allen neuen Mitarbeiterlnnen zu bestätigen. 2020 wurde eine Whistleblower-Hotline zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer-Vertretung verhandelt und plangemäß eingeführt. Die Umsetzung läuft über eine Ombudsstelle, an die Verstöße gegen das Gesetz oder die im Konzern geltenden Richtlinien gemeldet werden können. Zusätzlich ist das anonyme, internationale System „VINCI Integrity“ für alle Mitarbeiterlnnen verfügbar.
Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente fanden in der Gesellschaft weiterhin keine Verwendung. Die in der Bilanz ausgewiesenen originären Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements der Gesellschaft, welches in den Buchhaltungs- und Bilanzierungsmethoden seine Berücksichtigung findet.
Kennzahlen
| Kennzahl | 1-12/2025 | 1-12/2024 |
|---|---|---|
| Umsatzrentabilität (= Betriebsergebnis / Umsatzerlöse) | 1,07% | -2,74% |
| Eigenkapitalrentabilität (= Betriebsergebnis / Eigenkapital) | 6,35% | -19,53% |
| Eigenmittelquote (= Eigenkapital / Bilanzsumme) | 25,04% | 22,46% |
| Jahresüberschuss | T€ 398 | T€-577 |
| Betriebsleistung pro Dienstnehmer | T 253 | T€ 185 |
Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen operativen Cashflow von T€ -1.745 (VJ T€ 1.822). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug 2025 T€ -447 (VJ T€ -899) und ergibt sich aus der E-Flotte Erweiterung. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug 2025 T€ -0 (VJ T€ 0€).
Die Betriebsleistung (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung + sonstige betriebliche Erträge) pro Dienstnehmer erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr.
Nachdem das Betriebsergebnis des Jahres 2024 durch den Abschluss von drei Großprojekten geprägt wurde, konnte nach erfolgter Restrukturierung und Stabilisierung der Projektsituation das Betriebsergebnis – wie angekündigt – im Jahr 2025 deutlich verbessert werden. Ab 2026 wird zudem eine weitere Annäherung an ein nachhaltig stabiles Ergebnisniveau erwartet.
Investitionen
Investitionen betrafen 2025 hauptsächlich Fuhrpark und diverse Ersatzinvestitionen von Betriebsmitteln.
Mitarbeiterlnnen
Mit Ende des Geschäftsjahres 2025 waren bei der ACTEMIUM Cegelec Austria GmbH 97 (VJ 101) Mitarbeiterlnnen, darunter 47 Arbeiter, 42 Angestellte und 8 Lehrlinge beschäftigt.
Forschung & Entwicklung
Die Entwicklungstätigkeit der ACTEMIUM Cegelec Austria GmbH spiegelt sich vor allem in maßgeschneiderten Kundenlösungen wider, die sich häufig zu innovativen Systemlösungen weiterentwickeln. Diese bedarfsorientierten Ansätze stärken die Positionierung in den jeweiligen Marktsegmenten und erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit im Kerngeschäft. Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auf der Zusammenarbeit mit Konzernschwestern und externen Partnern, um die Innovationskraft gezielt zu steigern – insbesondere im Hinblick auf Lösungen für die digitale Transformation von Städten („Smart City“) und der Industrie („Smart Industry“)
Qualität & Arbeitssicherheit
Zusammen im Verbund der VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH (Colmarer Straße 11, 60528 Frankfurt) bescheinigt die Zertifizierungsstelle TÜV SÜD Management Service GmbH, dass die ACTEMIUM Cegelec Austria GmbH und ihr integriertes Managementsystem sich zu Qualität, Umweltbewusstsein, Informationssicherheit, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz verpflichtet haben und dieses auch nachweislich angewendet wird.
Die Einhaltung der Anforderungen des Qualitäts-Managementsystems nach DIN EN ISO 9001:2015 ist ein Standardverfahren für höchste Qualitätsstandards in all unseren Prozessen (Engineering, Fertigung, Installationen) sowie für Serviceleistungen unseres Unternehmens (u.a. um Kundenzufriedenheit durch kontinuierliche Verbesserung und die Einhaltung von Kundenanforderungen zu erhöhen); die TÜV SÜD Zertifikat-Registrier-Nr. lautet: 12 100 57000/70 TMS.
Unser nachahmenswertes sowie ehrgeiziges Engagement für umweltbewusstes und nachhaltiges unternehmerisches Handeln nach DIN EN ISO 14001:2015 spiegelt sich in unseren Unternehmenszielen sowie in unserem integrierten Managementsystem wider; die TÜV SÜD Zertifikat-Registrier-Nr. lautet: 12 104 57000/70 TMS.
Die Einhaltung der Anforderungen des Informationssicherheitsmanagements nach ISO/IEC ISO 27001:2022 hinsichtlich Einrichtung, Implementierung, Aufrechterhaltung und kontinuierliche Verbesserung unseres Managementsystems gewährleistet die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen; die TÜV SÜD Zertifikat-Registrier-Nr.1 lautet: 951 24 5965.
Unser Arbeits- & Gesundheitsschutz-Managementsystem nach DIN ISO 45001:2018 trägt prozesshafterweise zur nachhaltigen Verringerung von Arbeitsunfällen sowie arbeitsbedingten Erkrankungen bei; wir haben darüber hinaus Maßnahmen zur Erhaltung von gesunden sowie altersgerechten Arbeitsplätzen implementiert; die TÜV SÜD Zertifikat- Registrier-Nr. lautet: 12 117 57000/70.
Unser Sicherheits-, Gesundheitsschutz- und Umweltschutz-Managementsystem nach SCC* (uneingeschränkt gültig für die Petrochemie) gemäß dem Zertifizierungsprogramm „Sicherheits Certificat Contractoren – SCC-VAZ 2021“ bestätigt unsere hohen Anforderungen an unsere technischen Dienstleistungen sowie hinsichtlich der Sicherheit unserer Mitarbeitenden und unsere Umweltverträglichkeit; die TÜV SÜD Zertifikat-Registrier-Nr. lautet: 12 106 57000/70.
Im ersten Halbjahr 2024 fand das Erstzertifizierungsaudit durch die externe Zertifizierungsstelle TÜV SÜD Management Service GmbH für ISO/IEC ISO 27001:2022 statt; zur Vorbereitung dieser Erstverbundzertifizierung wurden alle neuen Standorte bzw. neuen Business Units innerhalb unseres Pôles „VINCI Energies Deutschland – Industrielle Energie Projekte“ (kurz: VED IEP) im vorangegangenen Geschäftsjahr 2024 intern auditiert und sämtliche Aktionspläne mit Fristen zur Umsetzung implementiert; für die externe Auditnachweisliste sowie Standortbegehung im Jahr 2025 wurde ACTEMIUM Cegelec Austria GmbH nicht ausgewählt. Zur Sensibilisierung der „Cyber Security Awareness“ der Mitarbeitenden werden Online-Trainings für alle Mitarbeitende jährlich durchgeführt. Zur Vorbereitung für die internen ISO 27001 Audits innerhalb unseres VED IEP Pôles wurde eine VINCI Energies Risikodatenbank (Webplattform, gemäß den Anforderungen des PISO unseres Pôles) programmiert und diese wird vom ISMS-Beauftragten der jeweiligen Geschäftseinheit (Business Unit) gemeinsam mit der Bereichsleitung hinsichtlich Risiken und Chancen jährlich aktualisiert.
Darüber hinaus erfüllt die ACTEMIUM Cegelec Austria GmbH auch die Fachfirma- Anforderungen für Brandmeldeanlagen nach ÖNORM F 3070:2010; dieses externe Audit findet alle zwei Jahre durch die externe Stelle ÜBZERT Überwachungs- und Zertifizierungsstelle der Beratungsstelle für Brand- und Umweltschutz GmbH (kurz: ÜBZERT der BFBU) statt; hierbei handelt es sich 2024 um ein Überwachungsaudit, welches im Juli positiv abgeschlossen wurde.
¹ Anmerkung: Zertifikatshalter ist VINCI Energies Deutschland Industry & Infrastructure GmbH in Frankfurt;
gültig auch am Standort ACTEMIUM Cegelec Austria GmbH / Seite 9).
Zur Absicherung und laufenden Evaluierung der Rechts-Konformität wurde eine elektronische Rechtsdatenbank (Webplattform „e2ris“) ins Managementsystem implementiert, die für unsere Organisation (so genannte „Baumstruktur“ mit Rechtsanforderungen an den Standort und jenen an die jeweilig Verantwortlich Beauftragten) maßgeschneidert wurde. Dieses System gewährleistet, dass alle verantwortlichen Führungskräfte (d.h. Divisions- & Bereichsleitung) im Evaluierungsprozess eingebunden sind, und Aktualisierungen der rechtlichen Vorgaben systemisch verarbeitet werden können.
Das etablierte Intranet-Tool zur kontinuierlichen Verbesserung („KVP-Tool“) wird stetig weiterentwickelt und soll innerhalb unseres VED IEP Pôles neu aufgesetzt werden. Die festgelegten Abläufe gewährleisten eine durchgängige Bearbeitung und Umsetzung von Verbesserungs-, Vorbeuge- oder auch Korrekturmaßnahmen sowie „Best-practise“- Meldungen.
Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete die ACTEMIUM Cegelec Austria Gmbh leider 2 Arbeitsunfälle (ohne Ausfallstage) in der Business Unit „Actemium City Solutions Austria“ und einen Arbeitsunfall (verbunden mit einem Krankenstand) in der Business Unit „Actemium Industrial Solutions Austria“.
Sämtliche Unfallereignisse wurden mit den beteiligten Personen im Rahmen eines „Return of Experience“-Meetings (kurz: REX-Meeting) im Detail analysiert und die abgeleiteten Maßnahmen evaluiert. In diesen Gesprächen sind alle Beteiligten, alle relevanten Führungskräfte – inklusive der Geschäftsleitung – und die extern beauftragten Präventivkräfte (Arbeitsmedizin, Sicherheitsfachkraft) eingebunden. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen wurden bzw. werden in Form von Sicherheitsimpulsen (A4-Factsheet mit „What happened“ & „Lessons learned“) zur Risikovorbeugung bzw. Unfallvermeidung an alle Mitarbeiterlnnen via MS Teams kommuniziert.
Das definierte Ziel der VINCI-Gruppe ist „Null Unfälle“, hier wird intensiv auf die Bewusstseinsbildung der Mitarbeiterlnnen fokussiert. Zusätzlich wird verstärkt auf die Vertiefung einer sogenannten, konzernweiten „Safety Excellence Kultur“ gearbeitet. Unsichere Situationen sowie „Beinaheunfälle“ sollen laufend erkannt, über die „SafetyUp“- Handy-App gemeldet und ausgewertet werden, um frühzeitig Risikosituationen zu vermeiden. Zusätzlich werden Unfälle und wichtige „Beinaheunfälle“ konzernweit geteilt, um auch die Lerneffekte nutzen zu können. Bei der alljährlichen Sicherheitsunterweisung („Montageworkshop“) werden u.a. die für unser Projektgeschäft relevanten SafetyUp- Meldungen aus dem vorherigen Geschäftsjahr innerhalb der VINCI Energies Osteuropa durch die interne Sicherheitsfachkraft unseres Pôles besprochen.
Auswirkungen der Corona Pandemie
Die Corona Pandemie der Vorjahre hatte 2025 keine wesentlichen Auswirkungen mehr.
Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts
Die anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine sowie die weiterhin bestehenden Sanktionen gegen die Russische Föderation und Belarus können grundsätzlich Einfluss auf die europäischen Volkswirtschaften und die globale Wirtschaftsentwicklung haben. Das Unternehmen unterhält keine direkten Geschäftsbeziehungen in diesen Regionen. Auch wenn sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin volatil zeigen, hat sich die Lage aus heutiger Sicht im Vergleich von 2024 auf 2025 nicht wesentlich oder sprunghaft verändert, insbesondere im Hinblick auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Dennoch können sich mittelbare Effekte ergeben, die eine Anpassung von Annahmen und Schätzungen erforderlich machen. Hierzu zählen insbesondere das weiterhin erhöhte Energiepreisniveau sowie eine tendenziell zurückhaltende Investitionsbereitschaft seitens der Kunden. Gleichzeitig kann sich nach Beendigung des Konflikts auch ein Chancenpotenzial ergeben, insbesondere durch einen erwarteten erhöhten Investitionsbedarf in den Wiederaufbau und die Modernisierung der Infrastruktur. Die konkreten Auswirkungen lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch noch nicht abschließend quantifizieren. Langfristig können sich daraus Effekte auf das Handelsvolumen, den Cashflow sowie die Rentabilität des Unternehmens ergeben.
Auswirkungen des Israel-Iran-Konflikts
Die Eskalation im Nahen Osten hat dazu geführt, dass auch der Iran in den Konflikt involviert ist. Die Allianz zwischen Israel und den USA hat militärische Angriffe auf iranisches Territorium durchgeführt.
Infolge der Schließung der Straße von Hormus sind die Energiepreise deutlich gestiegen, da ein wesentlicher Teil des globalen Öltransports über diese Route abgewickelt wird.
Obwohl das Unternehmen keine direkten Geschäftsbeziehungen zu den beteiligten Staaten unterhält, können sich diese Entwicklungen dennoch indirekt auswirken. Insbesondere die gestiegenen Energie- und Treibstoffpreise stellen einen relevanten Einflussfaktor dar.
Da der Fuhrpark des Unternehmens überwiegend elektrisch betrieben wird, ist die direkte Betroffenheit zwar begrenzt. Dennoch besteht das Risiko, dass Kunden infolge steigender Kosten ihre Aufträge verschieben oder reduzieren, was sich mittelbar negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken kann.
Dank an die Mitarbeiterlnnen
Die Geschäftsführung dankt dem Gesellschafter, allen Mitarbeiterlnnen, sowie den Betriebsräten für die konstruktive und engagierte Zusammenarbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Seit Jahresbeginn 2026 konnten bereits Auftragseingänge über 5,4 Mio € verbucht werden.
Frau Mag. Ulrike Komposch schied mit Wirkung zum 31.03.2026 aus dem Management in ihrer Funktion als CFO aus. Herr Miroslav Nesic, BSc, hat mit 01.04.2026 die Rolle des CFO übernommen. Herr Nesic ist ein erfahrener Senior Controller und seit längerer Zeit im Unternehmen tätig. Durch seine fundierte Kenntnis der internen Strukturen und Prozesse konnte eine reibungslose und geordnete Übergabe der Agenden sichergestellt werden.
Ausblick
Die österreichische Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2025 nach zwei Jahren des Rückgangs wieder ein leichtes Wachstum. Das reale BIP stieg um 0,6 %, während das nominale BIP auf 512,8 Mrd. Euro anwuchs (Statistik Austria, 2026). Besonders der Dienstleistungssektor trug zur Erholung bei und erzielte ein reales Wachstum von 1,0 %.
Im Produktionssektor zeigte sich ein gemischtes Bild: Während die Warenherstellung um 1,2% zulegte, blieb die Bauwirtschaft mit -2,9% deutlich im Minus, was die Gesamtentwicklung belastete (Statistik Austria, 2026). Der Außenhandel wirkte dämpfend, da die Importe (+1,7 %) stärker stiegen als die Exporte (+0,3 %). Die Konsumausgaben erhöhten sich real um 1,0 %, wobei der private Konsum moderat um 0,5 % zunahm.
Die durchschnittliche Inflationsrate (VPI) betrug im Jahr 2025 laut Statistik Austria 3,6 % und lag damit über dem Niveau von 2024, jedoch deutlich unter den außergewöhnlich hohen Teuerungsraten der Jahre 2022 und 2023; zugleich übertraf sie den EU-Durchschnitt von rund 2,9 % im Jahr 2025, wie Eurostat ausweist.
Der Net Cash-Stand der ACTEMIUM Cegelec Austria GmbH, der sich beinahe ausschließlich aus Konzern-Cashpool-Forderungen ergibt, betrug per Ende 2025 Mio. € 4,1 (VJ Mio. € 6,3) und zeigt damit eine Verschlechterung zu 2024. Die entstandene Differenz wurde jedoch bereits Anfang 2026 ausgeglichen.
Die Umsatzerwartung für 2026 liegt bei rund Mio. € 21,0. Der gesamte Auftragsstand belief sich Ende 2025 auf Mio. € 31,7 (VJ: Mio. € 35,9) und ist im Geschäftsbereich „Cegelec City Solutions Vienna“ durch langfristige Projektlaufzeiten von bis zu fünf Jahren geprägt. Für 2026 liegt der Schwerpunkt auf der Stabilisierung des Industriegeschäfts, der Absicherung des Auftragsbestands für die kommenden Jahre sowie dem Aufbau einer Personalstruktur, die den zukünftigen Anforderungen nachhaltig gerecht wird.
Das seit Ende 2011 eingesetzte Management-Informationssystem (MIS) „Quartz” des VINCI-Konzerns wird weiterhin konsequent genutzt. Es umfasst unter anderem Markt- und Segmentierungskriterien, Planungs- und Reportinginstrumente, Kalkulationsrichtlinien sowie vorgezogene Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse („Fast Close“). Das konzernweit harmonisierte Berichts- und Rechnungswesen wird über eine SAP-basierte Oberfläche abgebildet. Die Methodik zur Kennzahlenermittlung blieb unverändert, wodurch eine konsistente und mit den Vorjahren vollständig vergleichbare Berichterstattung gewährleistet ist.
Wien, 27. Juli 2026
Die Geschäftsführung:
Ing. Roman Tarnawski
pl.-Ing4Bernhard Legner