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Greenyard Fresh Austria GmbH, Wien
Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft konzentrierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf den allgemeinen Fruchthandel sowie den Handel mit Bananen. Neben den klassischen Handelsaktivitäten übernimmt das Unternehmen auch die Rolle eines Dienstleisters, vor allem in den Bereichen Reifung, Verpackung und Sortierung und Logistik. Diese Dienstleistungen stehen entweder im Zusammenhang mit an Kunden des Unternehmens gelieferte Waren, werden aber auch im Rahmen eines eigenen Geschäftsmodells erbracht, wenn für externe Marktteilnehmer Fremdware bearbeitet oder ausgeliefert wird. Der Hauptabsatzmarkt ist Österreich.
1. Wirtschaftsbericht
1.1. Branchenentwicklung
Das Geschäftsjahr 2025/2026 war weiterhin von einem anspruchsvollen und volatilen Marktumfeld innerhalb der europäischen Frischwaren- und Lebensmittelbranche geprägt. Wesentliche Einflussfaktoren waren anhaltende geopolitische Unsicherheiten, volatile Energie-, Transport- und Rohstoffkosten sowie zunehmende Anforderungen an Versorgungssicherheit, Qualität, Nachhaltigkeit und operative Effizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Zusätzlich führten globale Wetterextreme in relevanten Beschaffungsregionen sowie Unsicherheiten in internationalen Logistik- und Beschaffungsmärkten weiterhin zu erhöhtem Druck auf Verfügbarkeiten, Planbarkeit und Kostenstrukturen. Gleichzeitig blieb der europäische Lebensmitteleinzelhandel unverändert stark preisorientiert, wodurch sich der Wettbewerbs- und Margendruck innerhalb der Branche auf hohem Niveau fortsetzte.
Parallel dazu setzte sich die strukturelle Konsolidierung innerhalb der europäischen Frischebranche fort. Kunden erwarten zunehmend integrierte und skalierbare Lösungen entlang der gesamten Supply Chain – von Beschaffung, Reifung, Verpackung und Logistik bis hin zu datenbasierten Planungs-, Service- und Steuerungskonzepten. In diesem Zusammenhang gewinnen insbesondere Automatisierung, Digitalisierung, Transparenz, Rückverfolgbarkeit sowie resiliente Lieferkettenstrukturen weiter an strategischer Bedeutung.
Darüber hinaus nahmen regulatorische Anforderungen im Berichtszeitraum spürbar zu. Insbesondere Entwicklungen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsberichterstattung, Verpackungsregulierungen (PPWR), erweiterten Herstellerverantwortungen (EPR) sowie steigenden Compliance- und Transparenzanforderungen führten branchenweit zu zusätzlichem Anpassungsbedarf und erhöhten administrativen Aufwendungen.
Der österreichische Markt zeigte im Geschäftsjahr 2025/2026 weiterhin eine stabile Nachfrage nach frischen, qualitativ hochwertigen und gleichzeitig preislich wettbewerbsfähigen Produkten. Gleichzeitig veränderten sich Konsumverhalten und Kundenanforderungen weiter in Richtung hohe Warenverfügbarkeit, Nachhaltigkeit sowie effizienter und flexibler Versorgungskonzepte.
Vor diesem Hintergrund fokussierte sich das Unternehmen im Geschäftsjahr 2025/2026 konsequent auf die Stabilisierung und Weiterentwicklung der operativen Prozesse, die Sicherstellung resilienter Lieferketten, die Steigerung von Effizienz und Transparenz sowie die kontinuierliche Optimierung kundenorientierter und digital unterstützter Abläufe. Ziel war es, den steigenden Anforderungen des Marktes nachhaltig gerecht zu werden und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit langfristig weiter auszubauen.
Zusätzlich wurde innerhalb der Greenyard Gruppe im Geschäftsjahr 2025/2026 das konzernweite Transformations- und Wertsteigerungsprogramm „North Star“ initiiert. Ziel des Programms ist die nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch operative Exzellenz, Effizienzsteigerungen, eine stärkere Kundenorientierung sowie die weitere Digitalisierung und Standardisierung zentraler Geschäftsprozesse. Im Rahmen des Programms werden organisatorische und operative Initiativen entlang der gesamten Wertschöpfungskette umgesetzt. Schwerpunkte bilden insbesondere die Optimierung von Supply-Chain-Prozessen, die Weiterentwicklung von Service- und Qualitätsstandards, die Erhöhung der Transparenz durch datengetriebene Steuerungssysteme sowie die nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft. Das Programm stellt einen wesentlichen Bestandteil der strategischen Weiterentwicklung der Gruppe dar und unterstützt die Anpassung an die steigenden Anforderungen des europäischen Frischemarktes.
1.2. Geschäftsverlauf
Im Vertrieb entwickelte sich das Geschäftsjahr 2025/2026 trotz eines weiterhin anspruchsvollen Marktumfeldes insgesamt stabil. Die Umsätze beliefen sich auf EUR 85,9 Mio. nach EUR 89,1 Mio. im Vorjahr, was einem Rückgang von 3,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die abgesetzte Menge lag mit rund 52,6 Mio. Kilogramm ebenfalls leicht unter dem Vorjahresniveau von 53,8 Mio. Kilogramm und erreichte damit 97,9 % des Vorjahreswertes.
Die Entwicklung ist insbesondere auf bewusst gesetzte Maßnahmen zur Ergebnis- und Sortimentsoptimierung, einen verstärkten Fokus auf profitable Geschäftsbereiche sowie auf marktbedingte Mengenverschiebungen zurückzuführen. Trotz leicht rückläufiger Absatzmengen konnte durch konsequentes Kostenmanagement, operative Effizienzsteigerungen sowie eine stabile Kundenbasis eine deutliche Verbesserung der wirtschaftlichen Gesamtsituation erzielt werden. Gleichzeitig blieb die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen, sowie nachhaltigen Produkten auf einem stabil hohen Niveau.
Die wesentlichen Erfolgsgrößen, die für die Unternehmensentwicklung von Bedeutung sind, fasst folgende Tabelle zusammen:
| Net Revenues | FY |
|---|---|
| 2024/25 | 89.060.365 € |
| 2025/26 | 85.910.319 € |
| YoY | 96,5% |
| Sold kg | FY |
|---|---|
| 2024/25 | 53.761.121 |
| 2025/26 | 52.609.238 |
| YoY | 97,9% |
1) Tonnage inkl. Servicesgeschäft in den Sold Kg ausgewiesen
Trotz des leichten Rückgangs bei Umsatz und Absatzmenge konnte insgesamt eine erfreuliche Verkaufslage verzeichnet werden. Insbesondere regionale Produkte, saisonale Schwerpunkte sowie qualitativ hochwertige und nachhaltige Sortimente erfreuten sich weiterhin einer stabil hohen Nachfrage. Gleichzeitig wurde verstärkt auf profitable und strategisch relevante Geschäftsbereiche fokussiert.
Die Kundenzufriedenheit konnte im Berichtszeitraum weiter gesteigert werden, was sich sowohl in positiver Kundenresonanz als auch im Ausbau langfristiger Geschäftsbeziehungen widerspiegelte. Wesentliche Erfolgsfaktoren waren dabei eine hohe Warenverfügbarkeit, flexible und leistungsfähige Logistiklösungen, stabile operative Prozesse sowie eine konsequente Ausrichtung auf die Anforderungen und Bedürfnisse der Kunden.
Das im Geschäftsjahr 2022/2023 eingeführte ERP-System bildet mittlerweile die zentrale digitale Plattform für die wesentlichen Unternehmensprozesse. Die neue Systemlandschaft trägt wesentlich zur Verbesserung von Transparenz, Datenqualität und Prozesssteuerung bei und unterstützt die weitere Digitalisierung des Unternehmens. Im Berichtszeitraum konnten zusätzliche Optimierungen und Weiterentwicklungen umgesetzt werden, wodurch die Effizienz der operativen Abläufe weiter gesteigert werden konnte. Vor allem durch die erhöhte Transparenz durch das BI-Tool können Verkaufserfolg und Marge effizient bewertet werden und entsprechend Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden.
So konnte das Geschäftsjahr 2025/2026 erstmals seit mehreren Jahren wieder mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden.
Das Ergebnis des Geschäftsjahres liegt auf Basis des Jahresabschlusses bei TEUR 232 (Vorjahr TEUR -563).
Die positive Ergebnisentwicklung basiert neben dem erhöhten Transparent auf den konsequent umgesetzten strategischen und operativen Maßnahmen der vergangenen Jahre, einer verbesserten Kostenstruktur, Effizienzsteigerungen in den operativen Prozessen sowie einer insgesamt stabilen Marktentwicklung. Trotz weiterhin herausfordernder Rahmenbedingungen, insbesondere volatiler Beschaffungsmärkte, hoher regulatorischer Anforderungen sowie anhaltendem Wettbewerbs- und Preisdruck, zeigen die eingeleiteten Transformations- und Optimierungsmaßnahmen eine nachhaltig positive Wirkung und bilden eine solide Grundlage für die weitere Unternehmensentwicklung.
1.3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind insbesondere Umsatzerlöse, Produktmarge, EBITDA sowie die Entwicklung des Nettoumlaufvermögens. Diese Kennzahlen bilden die Grundlage für die Steuerung der operativen und wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens.
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 15.166 auf TEUR 14.357 reduziert.
Das Sachanlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 149 auf TEUR 716 verringert.
Die Warenvorräte haben sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um TEUR 88 reduziert. Geringfügige Schwankungen sind dispositiven Gründen geschuldet. Unmittelbar vor dem Stichtag liegende Kundenplanungen machten eine verhältnismäßige, geringere Bevorratung notwendig.
Die Eigenkapitalquote weist einen Wert von 17,4% (31.3.2025: 14,9%) auf.
Das kurzfristige Fremdkapital hat sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um TEUR 1.042 auf TEUR 11.503 reduziert.
Das Nettoumlaufvermögen (Umlaufvermögen zuzüglich aktive Rechnungsabgrenzungsposten abzüglich kurzfristigen Fremdkapitals) weist einen negativen Wert von TEUR 3.752 aus (31.3.2025: negativer Wert von TEUR 4.616).
Im Geschäftsjahr gab es einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit vor Steuern in Höhe von TEUR 58 und einen negativen Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 88. Der Stand der flüssigen Mittel besteht aufgrund des Cash Pooling Agreements nur mehr aus dem Bargeldbestand. Die Position weist zum Bilanzstichtag einen Betrag von TEUR 19 aus.
Durch das mit der Greenyard Fresh NV bestehende „Intercompany Cash Pooling Agreement“ wird die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sichergestellt. Der täglich maximale Kreditrahmen ist nicht limitiert.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im abgeschlossenen Geschäftsjahr deutlich durch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen geprägt.
Investitionen
Die Investitionen im Berichtsjahr in das Anlagevermögen belaufen sich insgesamt auf TEUR 88 (Vorjahr TEUR 106).
Mitarbeiter
Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 72 Dienstnehmer (Vorjahr: 71 Dienstnehmer), was bei einem Personalaufwand von TEUR 5.211 (Vorjahr TEUR 4.679) einen Personalaufwand von TEUR 72 pro Dienstnehmer bedeutet (Vorjahr TEUR 66).
Derzeit bildet der Betrieb 2 Lehrlinge aus.
Derivative Finanzinstrumente
Die Gesellschaft hat zum 31. März 2026 keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. Durch Übertragung über ein „Intercompany Account Agreement-Amendment I“ sind alle Finanzierungsentscheidungen an die Konzernmutter abgetreten.
2. Bericht über Zweigniederlassungen
Das Unternehmen betreibt keine Zweigniederlassungen.
3. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens.
3.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Im Geschäftsjahr 2026/2027 wird der Fokus weiterhin auf der Stabilisierung und kontinuierlichen Optimierung der bestehenden Prozesse liegen. Ziel ist es, die Wettbewerbsposition der Gesellschaft im europäischen Markt sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Vertriebsseite nachhaltig zu stärken. Strategische Partnerschaften, insbesondere auf Ebene des Lebensmitteleinzelhandels (LEH), werden weiter ausgebaut und intensiviert. Zudem werden durch die fortschreitende Zentralisierung innerhalb der Greenyard Gruppe zusätzliche Synergien realisiert und bestehende Strukturen weiter effizient gestaltet.
Die Neuausrichtung von Aufgaben und Abläufen zielt darauf ab, die Kundenorientierung sowie die Ergebnisqualität weiter zu verbessern. Parallel dazu werden sämtliche wesentlichen Kostenblöcke laufend analysiert und optimiert.
Auf der Absatzseite wird neben der Festigung des Bestandsgeschäfts der Ausbau des Direkt- und Dienstleistungsgeschäfts weiter vorangetrieben. Ein zunehmender Anteil der Warenströme soll künftig direkt von der Produktion zum Kunden geliefert werden, wodurch das Lager in Wien gezielt entlastet wird. Das margenstärkere Dienstleistungsgeschäft wird im Geschäftsjahr 2026/2027 weiter ausgebaut und trägt zunehmend zur Ergebnisverbesserung bei.
Im operativen Bereich sind gezielte Investitionen zur Effizienzsteigerung vorgesehen. Dazu zählt insbesondere die Weiterentwicklung der logistischen Steuerung sowie die Optimierung der Importströme. Diese Maßnahmen dienen dazu, dem anhaltenden Kostendruck sowie inflationsbedingten Belastungen entgegenzuwirken. Darüber hinaus wird die Nachhaltigkeitsstrategie weiterverfolgt, mit dem Ziel, den Einsatz von Plastikverpackungen weitestgehend zu reduzieren.
Für das Geschäftsjahr 2026/2027 wird auf Basis des Budgets ein moderates Umsatzwachstum +2,3% erwartet. Die Kosten bleiben insgesamt stabil, wobei gezielte Optimierungsmaßnahmen zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung führen sollen.
Aufgrund dieser Entwicklungen wird für das Geschäftsjahr 2026/2027 eine Verbesserung des EBITDA erwartet.
Die Steuerung des Unternehmens erfolgt weiterhin durch zeitnah verfügbare monatliche Ergebnisberichte sowie tägliche Auswertungen der Umsatz- und Ertragsentwicklung. Diese ermöglichen es der Geschäftsleitung und den wesentlichen Entscheidungsträgern, frühzeitig auf Veränderungen im Marktumfeld zu reagieren und gezielte Maßnahmen zur Gegensteuerung einzuleiten.
Im Beschaffungsbereich wird die enge Zusammenarbeit innerhalb der Greenyard Gruppe weiter intensiviert. Der Fokus liegt auf der Nutzung bestehender, risikoarmer Beschaffungswege. Übersee-Direktimporte mit erhöhtem Risikoprofil werden weiterhin bewusst vermieden, um potenzielle Waren- und Preisrisiken zu minimieren.
Insgesamt erwartet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2026/2027 eine positive Ergebnisentwicklung bei gleichzeitig stabiler Geschäftsausweitung und weiter verbesserter Kostenstruktur.
3.2. Risikobericht
Operative Risiken
Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist mit verschiedenen operativen Risiken verbunden, die insbesondere aus der Natur des Fruchthandels resultieren. Dazu zählen insbesondere Risiken in der Warenverfügbarkeit, Qualität sowie in der Logistik.
Die Beschaffung von frischen Produkten unterliegt naturbedingten Schwankungen, insbesondere durch Witterungseinflüsse, Ernteausfälle sowie saisonale und regionale Verfügbarkeiten. Dies kann zu kurzfristigen Engpässen, Qualitätsschwankungen oder erhöhten Beschaffungskosten führen.
Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch eine enge Abstimmung mit Lieferanten und Kunden, durch standardisierte Prozessabläufe, laufende Qualitätskontrollen sowie durch die Nutzung etablierter Beschaffungsstrukturen innerhalb der Greenyard Gruppe.
Strategische Risiken
Strategische Risiken ergeben sich insbesondere aus Veränderungen im Marktumfeld sowie aus der Positionierung der Gesellschaft innerhalb der Wertschöpfungskette.
Die zunehmende Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel führt zu einer steigenden Verhandlungsmacht einzelner Großkunden. Daraus können Abhängigkeiten sowie erhöhter Preisdruck resultieren. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Lieferfähigkeit, Servicequalität, Nachhaltigkeit und Transparenz entlang der gesamten Supply Chain.
Externe Risiken
Die Gesellschaft ist externen Risiken ausgesetzt, die außerhalb des direkten Einflussbereichs liegen und die Geschäftstätigkeit wesentlich beeinflussen können.
Dazu zählen insbesondere makroökonomische Entwicklungen wie Inflation, Energie- und Transportkostensteigerungen sowie allgemeine konjunkturelle Schwankungen. Diese können sich sowohl auf die Kostenstruktur als auch auf das Konsumverhalten auswirken.
Geopolitische Spannungen und militärische Konflikte, insbesondere im Nahen Osten, wie etwa der aktuelle Konflikt mit Iran-Bezug, können negative Auswirkungen auf internationale Handelsund Lieferketten haben. Mögliche Folgen sind insbesondere steigende Transportkosten, Verzögerungen in der Logistik sowie indirekte Effekte auf Beschaffungspreise, insbesondere durch Energiepreisschwankungen. Eine konkrete wesentliche Auswirkung auf die Gesellschaft ist zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts nicht ersichtlich, eine weitere Entwicklung wird jedoch laufend beobachtet.
Ein wesentlicher Faktor stellt zudem die zunehmende regulatorische Dynamik dar. Insbesondere im Bereich Nachhaltigkeit, Verpackungen (z. B. PPWR), Lieferkettenanforderungen sowie Compliance entstehen laufend neue gesetzliche Rahmenbedingungen, die zusätzlichen Anpassungsbedarf sowie administrative Aufwendungen verursachen.
Kreditrisiko
Das Kreditrisiko stellt das Risiko dar, das aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen durch Geschäftspartner entsteht und zu Vermögensverlusten führen kann. Auch wenn die Bonität der Vertragspartner erstklassig ist, wird das im Grundgeschäft immanente Ausfallsrisiko durch Kreditversicherungen so weit wie möglich abgesichert.
Zur Beurteilung des Gesamtrisikos werden die jeweils bestehenden Versicherungsdeckungen berücksichtigt.
Eine signifikante Kreditrisikokonzentration besteht in Bezug auf die Veranlagungen in Höhe von TEUR 7.490.546,94 bei dem den Cashpool der Greenyard-Gruppe führenden verbundenen Unternehmen. Ein konkretes Ausfallsrisiko wird derzeit von der Geschäftsführung als gering eingeschätzt. Die daraus resultierende Forderungsposition ist zudem durch eine Patronatserklärung abgesichert.
Liquiditätsrisiko
Ein Liquiditätsrisiko, dass die Gesellschaft nicht in der Lage ist, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber verbundenen Unternehmen zu bedienen, ist als gering zu betrachten.
Darüber hinaus ist die Gesellschaft in das Konzern-Cashpooling-System einbezogen. Durch diese Vereinbarung werden der Gesellschaft die Mittel zur Verfügung gestellt, die die Gesellschaft
benötigt, um ihren fälligen Verpflichtungen nachkommen zu können. Dadurch ist die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft sichergestellt. Nicht benötigte Liquidität stellt die Gesellschaft über das Cashpooling dem zentralen Treasury zur Verfügung.
Durch dieses Cash Concentrating Agreement ist das Unternehmen in das Konzern-Cash Management eingebunden. Um laufende Zahlungen zeitgerecht durchführen zu können, wurde der Gesellschaft seitens der durchführenden Bank ein entsprechender Rahmen in ausreichender Höhe eingeräumt.
Währungsrisiko Es besteht kein Währungsrisiko.
4. Forschung und Entwicklung
Es wurde im Berichtsjahr vom Unternehmen weder Forschung noch Entwicklung betrieben.
Wien, am 23.06.2026
Franz Josef Mühlgrabner