← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2025

Norske Skog Bruck GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 28. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
Werte in TEUR20252024
Umsatzerlöse227.021226.310
EBITDA (Betriebsergebnis vor Abschreibungen)-708-6.406
Bilanzsumme272.676276.657
Eigenkapital56.09269.406
Eigenmittelquote (%) gem. URG21,2 %25,8%
Investitionen in Sachanlagevermögen3.0052.191
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit-6.5201.226
Cashflow aus der Investitionstätigkeit-1.014-2.179
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit5.204911
Cashflow gesamt-2.330-42
Arbeitssicherheit (Anzahl der Unfälle mit
Arbeitszeitausfall)64
Abwesenheitsrate (%)5,46 %6,06 %
Umweltindex (E-Index)0,940,89
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt455463

1 Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens

1.1 Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Containerboard-Maschine war bis auf 13 Stillstandstage das ganze Berichtsjahr im Betrieb und es wurden im Jahr 2025 insgesamt 186.741 Tonnen produziert (162.183 Tonnen im Vorjahr).

Im Zuge der Redimensionierung der Produktionskapazitäten wurde die LWC Papiermaschine ab April 2025 auf ein 4-Schicht-System umgestellt. Die Absatzmenge war daher bei LWC um 8,1 % niedriger als im Vorjahr.

Verkaufspreisseitig waren die Preise sowohl für LWC als auch für Containerboard ca. 1 % unter jenen des Jahres 2024.

Auf der Beschaffungsseite gab es einen Rückgang der Preise bei Altpapier, Zellstoff und Chemikalien, während die Preise für Energie gestiegen sind.

1.2 Geschäftsergebnis, Ertragslage

Im Berichtsjahr verzeichnete das Unternehmen in Summe eine leichte Erhöhung der Umsatzerlöse. Die Umsatzserlöse der Containerboard Maschine und die Nebenerlöse wurden gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert. Dieser positive Effekt wurde durch die Kapazitätsanpassung der LWC Maschine fast zur Gänze egalisiert. Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse auf TEUR 227.021 (Vorjahr: TEUR 226.310).

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen um TEUR 7.093 über dem Vorjahreswert. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der CO2-Kompensation sowie aus Erträgen aus der Auflösung von Emissionszertifikaten.

Der Material- und Leistungsaufwand verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.895. Ausschlaggebend hierfür waren positive Preisentwicklungen bei Altpapier, Zellstoff und Chemikalien. Dieser Effekt wurde jedoch durch den gestiegenen Verbrauch von Emissionsrechten sowie höhere Energiepreise teilweise wieder vermindert.

Der Personalaufwand lag mit TEUR 40.853 um TEUR 1.701 unter dem Vorjahresniveau. Hauptursächlich hierfür war der Rückgang der Mitarbeiterzahl aufgrund eines konzernweiten Programms zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Mitarbeiterreduktion erfolgte weitgehend durch nicht nachbesetzte Pensionierungen. Die Erträge aus der Auflösung von Personalrückstellungen sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Das EBITDA (Betriebsergebnis vor Abschreibungen) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr als Folge der Entwicklung der Umsätze und Aufwendungen und betrug TEUR -708 (Vorjahr: TEUR -6.406).

Die Zinsaufwendungen gingen durch laufende Kredittilgungen und rückläufige Zinsentwicklung auf TEUR -7.304 (Vorjahr: TEUR -8.644) zurück.

Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug dem Geschäftsverlauf und der Entwicklung des Nettoumlaufvermögens folgend TEUR -6.520 (Vorjahr: TEUR 1.226).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verringerte sich auf TEUR -1.014 (Vorjahr: TEUR -2.179).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich aus dem Saldo von Kreditrückzahlungen, Konzernfinanzierung und Gesellschafterzuschüssen und betrug TEUR 5.204 (Vorjahr: TEUR 911).

Somit ergab sich als Cashflow gesamt eine zahlungswirksame Veränderung auf TEUR -2.330 gegenüber TEUR -42 im Vorjahr.

1.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Norske Skog Bruck GmbH verringerte sich durch laufende Abschreibungen des Sachanlagevermögens bei gleichzeitig etwas geringeren Investitionen zum Bilanzstichtag auf TEUR 272.676 (Vorjahr: TEUR 276.657).

Die Kundenforderungen betrugen TEUR 6.889 (Vorjahr: TEUR 4.180).

Die Sachanlagen verminderten sich durch die planmäßigen Abschreibungen auf TEUR 209.115 (Vorjahr: TEUR 216.677)

Das Eigenkapital veränderte sich durch einen Gesellschafterzuschuss einerseits und einen Jahresfehlbetrag andererseits auf TEUR 56.092 (Vorjahr: TEUR 69.406).

Die Konzernverbindlichkeiten, die im Wesentlichen aus dem Cash Pooling resultieren, erhöhten sich im Jahr 2025 auf TEUR 76.202 (Vorjahr: TEUR 56.053).

Zum Bilanzstichtag ergibt sich eine Eigenmittelquote gem. URG von 21,2 % (Vorjahr: 25,8 %).

1.4 Zweigniederlassungen

Für die Norske Skog Bruck GmbH bestehen keine Zweigniederlassungen.

1.5 Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2025 konzentrierten sich die Aktivitäten weiterhin auf die Weiterentwicklung der Produktqualität und des Sortenspektrums für die PM3. Neben den schon etablierten Produkten Strato Liner (Testliner 3) und Strato Fluting wurden Versuchserzeugungen für Testliner 2 und High-Performance-Fluting produziert.

Die Optimierung der Faserausbeute und der Reinheit des Stoffes aus der OCC-Anlage wurde 2025 fortgeführt und dazu neue und/oder auch verbesserte Anlagenteile getestet. Beide Entwicklungsziele sind notwendige Voraussetzungen für zukunftsweisende Produkte und für unsere Kunden, die Zusammenarbeit und unser gutes Service schätzen.

An der Papiermaschine PM3 selbst wurden technische Versesserungen vorgenommen, die ebenfalls die Erweiterung des Portfolios ermöglichen, da vor allem die Erweiterung des Flächengewichtsspektrums.

1.6 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens (Prognosebericht)

Grundsätzlich wurde für das Jahr 2026 eine leichte Belebung der Wirtschaftslage respektive zartes Wiedererstärken der Kaufkraft erwartet.

Der kürzlich ausgebrochene Iran Krieg wird Einfluss auf Produktionskosten, Preisgestaltung, Inflation und Konjunktur haben. Wie stark die Auswirkungen sind, wird von der Dauer des Konflikts abhängen.

Norske Skog möchte seinen Marktanteil trotz eines unsicheren Umfelds und herausfordernder Märkte weiter steigern. Das Unternehmen erwartet anhaltende Volatilität der Rohstoff-, und Energiepreise, überschüssige Kapazitäten im Markt und sich häufig ändernde Betriebsbedingungen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, legt Norske Skog großen Wert auf die Reduzierung der Produktionskosten und des Nettoumlaufvermögens.

Norske Skog überwacht die Kapital- und Liquiditätslage genau und hat mehrere laufende Initiativen, um die finanzielle Performance und die Wettbewerbsposition künftig zu sichern.

2 Risikoberichterstattung

Nach zwei Jahren der Rezession 2023-2024 konnte man auch im abgelaufenen Wirtschaftsjahr nur von einer Stagnation in Österreich und umliegenden Ländern sprechen. Das hatte weiter gravierende Auswirkungen auf die Beschäftigung vieler Wirtschaftszweige, so auch auf die Segmente Publikationspapiere und Verpackungspapiere am Standort von Norske Skog Bruck.

Durch das anhaltende Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage für beide Produktionssegmente waren Preiserhöhungen nicht möglich. Die Marktpreise sind gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen.

In diesem schwierigen Umfeld konnten die Mengen für Verpackungspapiere gemäß der Hochfahrkurve weiter gesteigert werden (+15 % gegenüber Vorjahr). Die Mengen für Publikationspapiere gingen um 8% gegenüber dem Vorjahr zurück, was aber auf die Redimensionierung der Produktionskapazitäten auf Vollkostendeckung zurückzuführen ist.

Auf der Beschaffungsseite war der größte Kostentreiber Energie inklusive erwarteter Stromkostenkompensation im Vorjahresvergleich zwar rückläufig, bewegte sich aber immer noch auf deutlich höheren Niveaus verglichen mit vor Corona.

Um diesen negativen Entwicklungen zu begegnen, laufen seit 2024 verschärfte Sparprogramme.

Die Kernelemente dieser Programme waren neben Mengensteigerungen Verpackungspapier, Einsparungen im Fixkostenbereich, Einkaufspreisreduktionen und Margenoptimierungen.

Der Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen EU-Ländern durch die bisherige, nicht dauerhafte Einführung der Strompreiskompensation, wurde ab 2025 zum Teil reduziert. Ab inklusive 2025 bis 2029 ist in Österreich im Zuge des Standortabsicherungsgesetzes (SAG) eine Strompreiskompensation für die energieintensive Industrie angekündigt, wenn auch mit stark reduzierten Budgets.

Dem Ausfallsrisiko bei Forderungen wird durch entsprechendes Forderungsmanagement Rechnung getragen. Darüber hinaus werden entsprechend dem Vorsichtsprinzip Einzelwertberichtigungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Forderungsbeträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallrisiko dar. Geschäfte werden prinzipiell nur mit Kunden ausreichender Bonität nach einer internen Prüfung abgeschlossen.

Die laufende Überwachung der betrieblichen Abläufe, der Einsatz zuverlässiger Software und die Auswahl und Schulung von qualifiziertem Personal versetzt die Gesellschaft in die Lage, mögliche Risiken und Planabweichungen zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden von der Norske Skog Bruck GmbH keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten einen kontokorrentmäßig geführten Cashpool-Saldo gegenüber Norske Skog ASA, Norwegen, i.H.v. EUR 76.112.105,37 (Vorjahr: TEUR 51.523), welcher im Wesentlichen aus der vereinbarten Abdeckung des Eigenmittelanteils für die strategischen Großinvestitionen sowie aus Ein- und Auszahlungen aus dem laufenden Geschäft stammt. Diese Verbindlichkeiten sind grundsätzlich kurzfristig, die Rückführung erfolgt jedoch vereinbarungsgemäß ohne Tilgungsplan entsprechend den laufenden, durch die Projektumsetzung gesteigerten Cashflows.

3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wie schon in der Vergangenheit wurde den Themen Sicherheit, Gesundheit und Umwelt auch 2025 die höchste Priorität eingeräumt.

3.1 Sicherheit und Gesundheit

Im Jahr 2025 hatte die Gesellschaft 6 Unfälle mit Ausfallszeit zu verzeichnen (Vorjahr: 4 Unfälle mit Ausfallszeit).

Die Abwesenheitsrate lag 2025 bei 5,46 %, was einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (6,06 %) darstellt. Das 2024 gestartete Programm zur betrieblichen Gesundheitsförderung wurde 2025 mit Gesundheitszirkeln zur Maßnahmenerarbeitung fortgesetzt. Einige dieser Maßnahmen wurden bereits umgesetzt bzw. befinden sich in der Umsetzungsphase. Damit konnte unter Einbeziehung der Mitarbeiter ein wesentlicher Schritt zur Verbesserung der Gesundheit und Arbeitszufriedenheit gesetzt werden.

3.2 Umwelt

Der konzerninterne Umweltindex (E-Index), der die Umweltleistungen des Standortes reflektiert, setzt sich aus mehreren Kennzahlen für Wasser-, Abfall- und Luftemissionen sowie dem Energieverbrauch zusammen. Gemessen wird dabei das Verhältnis der Emissionswerte bzw. Umweltdaten des Unternehmens im Vergleich zu den europäischen BAT-Werten, die den Stand der besten verfügbaren Technologien reflektieren.

Der E-Index lag im Berichtsjahr bei 0,94 (BAT=1) und damit im Bereich des Vorjahres. Die gesteigerte Produktionsmenge der Papiermaschine 3 konnte auch umweltseitig gut abgedeckt werden. Die Reststoffverbrennungsanlage lieferte den Großteil der Dampfversorgung für den Standort und trug damit auch 2025 zu einer Verringerung des CO2 Ausstoßes bei. Aufgrund der erhöhten Strompreise im Winter wurde die Gasturbine wieder verstärkt im Winter zur Stromerzeugung eingesetzt.

Erfolgreich absolvierte Überwachungsaudits bestätigen die Normkonformität der Unternehmensprozesse nach ISO 14 001:2015, sowie ISO 45001:2018 und ISO 9001:2015. Der Einsatz von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft wird mittels PEFC und FSC CoC-Zertifizierung nachgewiesen und bestätigt.

3.3 Qualität

Für beide Maschinen galt es bei Kostenoptimierung der Prozesse das Qualitätsniveau aufrecht zu halten. Vor allem die spezifischen Reklamationskosten für die Containerboard-Produkte im Geschäftsjahr 2025 lagen bei dem sehr guten Wert von 0,12 EUR/Tonne und spiegeln damit gleichzeitig die Produkt- und Servicequalität wider.

An der PM4 wurde eine wesentliche Verbesserung der Qualität und der optischen Erscheinung erreicht, indem alle Sorten auf eine Produktion ohne Deinkingstoff umgestellt wurden. Neben Optimierungen in der Faserstoffbleiche wurden auch wichtige Parameter im Papiermaschinenbetrieb und bei den Satinagebedingungen erarbeitet.

3.4 Mitarbeiter und Organisation

Die durchschnittliche Anzahl von Mitarbeitern im Geschäftsjahr sank von 463 auf 455 Mitarbeiter.

Bruck an der Mur, den 28. April 2026

Der Geschäftsführer:

Dipl.-Ing. Enzo Zadra

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.