Inhaltsverzeichnis
zum Jahresabschluss 31.03.2025
der Möstl Anlagenbau GmbH 8162 Passail, Arzberg 104 FN 140542f
erstellt durch die Geschäftsführung
Inhaltsverzeichnis
Seite 1. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis. ..3 1.1. Unternehmensentwicklung, Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft . .. 3 1.2. Geschäftsergebnis und Ertragslage. ..4 1.3. Entwicklung Rohertrag, Auftragsentwicklung, Produktion . .. 4 1.4. Analyse von finanziellen Leistungsindikatoren . .. 5 1.5. Investitionen . ..6 1.6. Personalbereich . ..6 1.7. Zukünftige Entwicklung des Unternehmens. ..7 2. Lage des Unternehmens, Prognose . ..7 3. Risikoberichterstattung . ..7 4. Forschung und Entwicklung. ..8 5. Bestehende Zweigniederlassungen. ..8 6. Die Verwendung von Finanzinstrumenten. ..8
1. GESCHÄFTSVERLAUF UND GESCHÄFTSERGEBNIS
1.1. Unternehmensentwicklung, Entwicklung der Branche und der Gesamtwirtschaft
Die Möstl Anlagenbau GmbH ist in der Anlagenplanung und im Anlagenbau sowie Behälterbau der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie, der Milchwirtschaft und der Pharma- sowie Chemieindustrie tätig.
Das Produkt- und Servicespektrum reicht von der Bestandsaufnahme und Betriebsdatenerfassung über die Gesamtplanung von Anlagen (Molkerei-, Käserei-, Joghurtanlagen udgl.), die Produktion und Montage dieser Anlagen bis hin zur Programmierung. Der Kernmarkt liegt in Osterreich, Südtirol, Deutschland, Schweiz und Südosteuropa. Das Unternehmen beschäftigt derzeit über 107 Mitarbeiter und ist in 8162 Passail, Arzberg 104, angesiedelt.
Das Unternehmen war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/2025 in einem herausfordernden, aber insgesamt stabilen konjunkturellen Umfeld tätig. Die gesamtwirtschaftliche Lage im Euroraum war von moderatem Wachstum, weiterhin erhöhten Zinsen und einer spürbaren Beruhigung der Inflation geprägt. Für die anlagenintensive Industrie – insbesondere im Lebensmittel-, Getränke-, Milch- und Pharmasektor – zeigte sich ein weiterhin solides Investitionsverhalten, wobei sich die Investitionsentscheidungen aufgrund hoher Kostenstrukturen und wirtschaftlicher Unsicherheiten mehrfach zeitlich verzögerten. Die Auftragslage im Bereich der Getränkeindustrie sowie der Pharmaindustrie ist zufriedenstellend.
Die Branche ist geprägt von volatilen Rohstoffpreisen, steigenden Energiekosten und einem Fachkräftemangel. Chancen ergeben sich durch die zunehmende Automatisierung und den Trend zu nachhaltigen Produktionsanlagen, insbesondere in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Die Möstl Anlagenbau GmbH ist gut positioniert, um von diesen Entwicklungen zu profitieren.
1.2. Geschäftsergebnis und Ertragslage
Die Entwicklung des Geschäftsergebnisses der letzten drei Jahre stellt sich wie folgt dar:
| 2025 | 2024 | 2023 | |
|---|---|---|---|
| EBITDA | 1.223.254 | 702.955 | 1.400.437 |
| Abschreibungen | -747.363 | -800.055 | -920.181 |
| Betriebsergebnis | 475.891 | -97.100 | 480.256 |
| Finanzergebnis | -177.855 | -203.854 | -39.248 |
| Ergebnis vor Steuern | 298.035 | -300.953 | 441.008 |
Nach dem schwachen Vorjahresergebnis entwickelte sich das Geschäftsergebnis im Berichtsjahr positiv. Sowohl das EBITDA als auch das Betriebsergebnis konnte wieder auf ein ähnliches Niveau wie im Jahr 2022/2023 gehoben werden. Die Großinvestitionen sind im Wesentlichen abgeschlossen, wodurch die Abschreibungen kontinuierlich zurückgehen.
1.3. Entwicklung Rohertrag, Auftragsentwicklung, Produktion
Im Geschäftsjahr 2024/2025 konnte damit auch der Rohertrag deutlich gesteigert werden. Mit EUR 12.125.185 liegt dieser 10,77% über dem Vorjahreswert und so hoch wie nie zuvor. Nach einer rückläufigen Betriebsleistung im Vorjahr zeigt sich damit eine klare Erholung der Geschäftstätigkeit. Die operative Ertragskraft verbesserte sich spürbar, getragen von gestiegenen Umsätzen, leicht gesunkenen Materialaufwendungen in Relation zur Betriebsleistung und einer verbesserten Kapazitätsauslastung in der Produktion.
Die Entwicklung der letzten drei Geschäftsjahre wird in folgender Grafik dargestellt:
| Rohertrag | ||
|---|---|---|
| 13.500.000,00 | ||
| 12.500.000,00 | ||
| 11.500.000,00 | ||
| 10.500.000,00 | ||
| 9.500.000,00 | ||
| 8.500.000,00 | ||
| 7.500.000,00 | ||
| 6.500.000,00 | ||
| 5.500.000,00 | ||
| 4.500.000,00 | ||
| 3.500.000,00 | ||
| 2.500.000,00 | ||
| 1.500.000,00 | ||
| 500.000,00- | ||
| 2025 | 2024 | 2023 |
Aufgrund der laufenden Auftragseingänge kann weiterhin von einer kontinuierlich guten Entwicklung der Auftragslage gesprochen werden. Die Einkaufspreise für Zukauf- Komponenten wie Pumpen, Ventile und Niro-Material sind berechenbar.
1.4. Analyse von finanziellen Leistungsindikatoren
Hinsichtlich der Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren wurden nachfolgend die wesentlichen Kennzahlen ermittelt.
Eigenmittelquote und fiktive Schuldentilgungsdauer gem. URG
Die Eigenmittelquote gem. § 23 URG wird wie folgt ermittelt:
Eigenkapital / (Gesamtkapital abzgl. InvestZuschüsse abzgl. erh. Anzahlungen) * 100 Für 2025 ergibt sich aufgrund dieser Berechnung eine Eigenmittelquote in Höhe von 18,09% (VJ 15,51%).
Die fiktive Schuldentilgungsdauer gem. § 24 URG ermittelt sich wie folgt:
Schulden gem. URG / Mittelüberschuss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gem. URG
Für 2025 ergibt sich aufgrund dieser Berechnung eine fiktive Schuldentilgungsdauer von 11,2 Jahren (VJ 29,3).
Die Kennzahlen zeigen, dass ein Reorganisationsbedarf gem. § 23 Abs. 1 Z 1 URG nicht vorliegt. Dies wäre der Fall, wenn die Eigenmittelquote unter 8% und die fiktive Schuldentilgungsdauer über 15 Jahren liegt.
Gesamtkapitalrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität ermittelt sich wie folgt:
Betriebsergebnis / Gesamtkapital * 100
Für 2025 ergibt sich aufgrund dieser Berechnung eine Gesamtkapitalrentabilität in Höhe von 3,46% (VJ -0,73%).
Geldflussrechnung gem. AFRAC-Stellungnahme 36
| 24/25 | 23/24 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit | 636.142 | 1.108.694 | -472.552 |
| Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit | 327.148 | 262.648 | 64.500 |
| Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit | -948.990 | -1.389.718 | 440.728 |
| Summe der Cash-Flows | 14.300 | -18.375 | 32.675 |
1.5. Investitionen
Im Geschäftsjahr 2025 wurden rund EUR 218.313 ins Sachanlagevermögen investiert. Die Schwerpunkte lagen in Betriebs- und Geschäftseinrichtungen sowie im Fuhrpark.
1.6. Personalbereich
Der Personalaufwand lag mit EUR 7.897.837 moderat über dem Vorjahresniveau. Der Mitarbeiterstand blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Möstl Anlagenbau GmbH beschäftigte im Wirtschaftsjahr 2025 durchschnittlich 104 Mitarbeiter (VJ 104). Aufgrund des anhaltenden Fachkräftemangels in den Bereichen Konstruktion, Schweißtechnik und Automatisierungstechnik bleibt die Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte herausfordernd.
1.7. Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Für das kommende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen eine weiterhin stabile Nachfrage in den Zielbranchen. Die Investitionsbereitschaft der Kunden dürfte aufgrund der konjunkturellen Stabilisierung und branchenspezifischer Markttrends – wie Automatisierung, Energieeffizienz und Qualitätssicherung – weiter positiv bleiben. Das Unternehmen sieht Potenzial insbesondere in folgenden Bereichen:
• Ausbau der Filtrationslösungen für Getränke- und Lebensmittelbetriebe, • steigende Nachfrage nach Anlagen für Milchverarbeitung und Tofu-Produktion, • verstärkte Nachfrage nach Sonderlösungen in Pharma und Chemie.
Auf Basis des Auftragsbestands und der aktuellen Marktlage wird eine stabile bis leicht steigende Betriebsleistung erwartet.
2. LAGE DES UNTERNEHMENS, PROGNOSE
Aufgrund der Investitionen sowie Modernisierung in den vergangenen Jahren ist die wirtschaftliche Lage des Unternehmens stabil. Die Verbesserung des operativen Ergebnisses, der positive Cashflow sowie der solide Auftragsbestand bilden eine gute Grundlage für kommende Geschäftsjahre. Eine gesicherte Nachfolge der Unternehmensführung wird nachhaltig für Stabilität sorgen. Die permanente Flexibilität im Bereich der Auftragsgewinnung lässt auch für die kommenden Jahre eine stabile Ertragsund Finanzlage prognostizieren.
3. RISIKOBERICHTERSTATTUNG
Das Unternehmen ist branchenbedingt entsprechenden Gewährleistungsrisiken aus den durchgeführten Projekten ausgesetzt. Bilanziell wurde für diesbezügliche Gewährleistungsrisiken entsprechend Vorsorge in Form einer unternehmensrechtlichen Gewährleistungsrückstellung getroffen. Zum Bilanzstichtag 2025 beläuft sich die Rückstellung auf EUR 418.300. Aktuell sind keine Gewährleistungsfälle größeren Ausmaßes anhängig. Darüber hinaus sind keine untypischen Risiken aus heutiger Sicht gegeben.
Im Personalbereich ist man mit Engpässen bei qualifizierten Fachkräften in Technik und Produktion konfrontiert.
4. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Das Unternehmen betreibt innerbetriebliche Forschung und Entwicklung im Bereich Filtration, Anlagen und Verfahren für Tofu-Produktion. Ziel dieser Maßnahmen ist die Erhöhung des Kundennutzens, die Erweiterung des Produktspektrums, die Verbesserung der Anlagenleistung und die Entwicklung neuer Speziallösungen. Die F&E wird ausschließlich innerbetrieblich betrieben, es bestehen keine aktivierten Entwicklungskosten.
5. BESTEHENDE ZWEIGNIEDERLASSUNGEN
Das Unternehmen verfügt über keine Zweigniederlassungen.
6. DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN
Das Unternehmen tätigt keine Transaktionen mit Finanzinstrumenten. Es bestehen weder Derivate noch komplexe Finanzierungsinstrumente. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich operativ über klassische Bankkredite. Währungsrisiken bestehen nicht.
Passail, am 18.12.2025
I am illed)
Franz Mösti /
Gernot Möstl