Inhaltsverzeichnis
1. Der Telekommunikationsmarkt in Österreich
Im Geschäftsjahr 2024 wurden in Österreich insgesamt 4,807 Mrd. Euro mit Mobilfunk, Breitband, Festnetz und Mietleitungen umgesetzt und lag damit um 0,8 % über dem Niveau des Vorjahres. Die Umsätze bei Endkund:innen stiegen auf 4,273 Mrd. Euro und setzten damit ein moderates Wachstum von 2,0 % fort.
Der Mobilfunk bleibt dabei eindeutig der wichtigste Umsatzträger: mit 2,901 Mrd. Euro entfallen rund zwei Drittel auf dieses Segment, was einem Anstieg von 3,3 % gegenüber 2023 entspricht. Auch der Breitbandmarkt entwickelte sich positiv und erreichte mit 1,053 Mrd. Euro ein leichtes Plus von 1,3 %. Deutlich rückläufig war hingegen erneut die Festnetz-Sprachtelefonie, deren Umsätze um 10,2 % auf 224 Mio. Euro sanken und damit den strukturellen Bedeutungsverlust klassischer Festnetztelefonie weiter verdeutlichen.
Im Jahr 2025 zeigt sich der Marktverlauf insgesamt verhaltener. Die kumulierten Umsätze liegen leicht unter dem Niveau des Vorjahres, wobei insbesondere das Endkund:innensegment geringe Rückgänge verzeichnete. Lediglich im Bereich der Mietleitungen lässt sich weiterhin ein moderater Umsatzanstieg beobachten.
Parallel dazu setzt sich die bereits in den Vorjahren erkennbare Entwicklung weiter fort: Die Gesprächsminuten gehen über alle Kommunikationskanäle hinweg zurück. Während das Gesprächsvolumen im Mobilfunk um rund 1,4 % unter dem Vorjahreswert liegt, reduziert sich das Festnetzvolumen im selben Zeitraum um gut 10 %. Dieser Rückgang spiegelt den anhaltenden Übergang von klassischen Telefondiensten hin zu internetbasierten Kommunikationsformen wider.
Gegenteilig verhielt es sich beim Datenverkehr. Sowohl im festen als auch im mobilen Breitband stieg das verbrauchte Datenvolumen weiterhin deutlich an. Dieser Zuwachs verdeutlicht den fortlaufenden strukturellen Wandel hin zu datenintensiven Anwendungen sowie die stetig steigende Nachfrage nach leistungsfähigen, insbesondere mobilen Breitbandanschlüssen. (Quelle: RTR Telekom Monitor Report Ausgabe Jahresbericht 2024 sowie RTR Telekom Monitor Q3-2025).
Der österreichische Telekommunikationsmarkt war auch im Jahr 2025 von intensivem Wettbewerb geprägt. Dazu trug weiterhin die Präsenz zahlreicher Mobile Virtual Network Operators (MVNOs) bei, die das Tarifangebot verbreiterten und den Markt insgesamt vielfältiger gestalteten. Parallel dazu setzte sich der längerfristige Trend fort, dass breitbandige und datenintensive Anwendungen an Bedeutung gewinnen, während klassische Sprachdienste weiter zurückgehen. Insgesamt zeigt sich der Markt in einem
fortlaufenden strukturellen Wandel, der durch technologische Entwicklungen, steigenden Bedarf an leistungsfähigen Internetzugängen und verändertes Nutzungsverhalten geprägt ist.
2. Geschäftsverlauf und Wirtschaftslage 2025
Im Geschäftsjahr 2025 konnte die Gesellschaft ihre starke Position im österreichischen Geschäftskund:innenmarkt weiter festigen. Im connect professional Kundenbarometer Mobilfunk B2B wurde sie bereits zum fünften Mal hintereinander als beliebtester Mobilfunkanbieter bei Businesskund:innen in Österreich ausgezeichnet. Neben Kategoriensiegen für Service, Marke/Anbieter und Service-App, überzeugte auch das Drei Netz bei Stabilität/Zuverlässigkeit und Netzabdeckung. Die neuerliche Spitzenplatzierung unterstreicht, dass die Gesellschaft ihre Leistungen im Business-Segment erfolgreich an den Bedürfnissen ihrer Geschäftskund:innen ausrichtet und damit ihre Wettbewerbsstellung weiter stärkt.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260226_OTS0093/connect-
kundenbarometer-drei-erneut-beliebtester-business-mobilfunkanbieter-in-oesterreich
Neben dem Business-Bereich konnte die Gesellschaft im Jahr 2025 auch bei Privatkund:innen ihre starke Stellung bestätigen. In der connect Zufriedenheitsstudie Mobilfunk 2025 erreichte sie in Österreich den ersten Platz und wurde insbesondere für Marke und Anbieter, Preis-Leistungs-Verhältnis sowie ihre Service-App ausgezeichnet. Die hohe Zufriedenheit ist ein wesentlicher Indikator für eine stabile Marktposition in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. Dies spricht für eine erfolgreiche Kombination aus attraktiven Angeboten, gut wahrgenommenem Service und einer klaren Positionierung im Markt.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20250505_OTS0090/drei-beliebtesternetzbetreiber-bei-der-connect-zufriedenheitsstudie-mobilfunk-2025
Im Sommer 2025 führte die Gesellschaft mit der „Handyfreiheit“ ein neues Modell ein, das die Anschaffung hochwertiger Smartphones leistbarer gestalten und zugleich nachhaltigere Nutzungszyklen unterstützen soll. Hintergrund war eine in Auftrag gegebene Studie, wonach viele Konsument:innen hohe Investitionen in Smartphones tätigen, ihre Geräte aber zunehmend länger nutzen. Mit dem neuen Angebotsmodell reagiert die Gesellschaft auf dieses veränderte Kaufverhalten und schuf ein Produkt, das sowohl wirtschaftliche Leistbarkeit als auch aktuelle Bedürfnisse der Konsument:innen adressiert. Dadurch wurde die Attraktivität des Angebotsportfolios gesteigert und die Bindung bestehender sowie neuer Kund:innen unterstützt.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20250626_OTS0111/drei-neue-handyfreiheitmacht-smartphones-wieder-leistbarer-und-nachhaltig
Mit dem Start der neuen Internet-Produktwelt „Boost!“ setzte die Gesellschaft im Jahr 2025 einen weiteren wesentlichen Impuls. Das neue Angebot kombiniert je nach Standort unterschiedliche Zugangstechnologien und stellt dabei Qualität, laufende Optimierung sowie Service stärker in den Vordergrund. Damit reagierte die Gesellschaft auf die steigenden Anforderungen der Kund:innen an leistungsfähige und zugleich einfach nutzbare Internetlösungen.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS20250910OTS0056/drei-startet-neuesinternet-zeitalter-mit-boost
Zur weiteren Stärkung ihrer Marktpräsenz setzte die Gesellschaft im Jahr 2025 auch auf einen umfassenden Marken-Refresh mit neuem visuellen Auftritt und neuer Kampagne. Der neue Marktauftritt verbindet emotionale Ansprache mit klaren Nutzenversprechen und unterstützt damit die Positionierung der Gesellschaft in einem hart umkämpften Telekommunikationsmarkt. Aus Sicht des Geschäftsverlaufs ist dies bedeutsam, weil ein starker und moderner Markenauftritt die Wiedererkennbarkeit erhöht, die Ansprache neuer Zielgruppen unterstützt und damit mittelbar zur kommerziellen Entwicklung beitragen kann.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20250626_OTS0119/drei-mit-marken-refreshneuem-look-und-neuer-kampagne
| Finanzielle Leistungsindikatoren (in TEUR, %)* | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.008.507 | 1.082.288 |
| EBIT | 72.274 | 94.396 |
| Umsatzrentabilität | 7,2 % | 8,7 % |
| Investitionsrate | 82,9 % | 101,6 % |
| Anlagenabnutzungsgrad | 69,4 % | 66,8 % |
| Working Capital | 141.046 | 150.290 |
| Eigenkapitalquote | 76,5 % | 76,9 % |
| Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 323.751 | 297.345 |
| Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit | -198.954 | -232.832 |
| Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit | -105.529 | -130.161 |
Der Rückgang des EBIT resultiert im Wesentlichen aus einem niedrigeren Umsatzniveau gegenüber dem Vorjahr sowie einem Anstieg der planmäßigen Abschreibungen, die aus dem bereits in den Vorjahren forcierten Ausbau der Netzinfrastruktur herrühren.
Der Rückgang des Working Capitals ist im Wesentlichen auf niedrigere Forderungsbestände zurückzuführen, die im vergangenen Geschäftsjahr im Rahmen der allgemeinen Optimierungen im Forderungsmanagement erreicht wurden.
Der Anstieg des Cash‑Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert entsprechend aus diesen positiven Working‑Capital‑Effekten, insbesondere dem Rückgang der Forderungen sowie einem geringeren Lagerstand.
Der Rückgang im Cash‑Flow aus Investitionstätigkeiten ist darauf zurückzuführen, dass die bereits in den Vorjahren erreichte hohe 5G‑Netzversorgung im aktuellen Geschäftsjahr nur noch geringere, aber gezielt geplante Erweiterungsinvestitionen erforderlich machte.
Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit erklärt sich durch eine Dividendenzahlung in Höhe von 105,5 Mio. Euro (Vorjahr: 130,2 Mio. Euro).
* Die Kennzahlen wurden entsprechend dem Fachgutachten KFS/BW 3 des Fachsenats für Betriebswirtschaft und Organisation bzw. gemäß der Stellungnahme des Austrian Financial Reporting and Auditing Committee (AFRAC) zur Bilanzierung von Zuschüssen bei Betrieben und sonstigen ausgegliederten Rechtsträgern im öffentlichen Sektor berechnet. Die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Zinsen zu Finanzkrediten sowie die Veränderungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Cash- Flow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten. Kreditverbindlichkeiten in Höhe von 103,4 Mio. Euro resultieren aus einem echten Factoring-Vertrag, welcher aufgrund des Working-Capital-Charakters ebenfalls im Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten ist.
3. Netzabdeckung
Seit 2024 betreibt die Gesellschaft gemeinsam mit Magenta eine Regional‑Roaming‑Vereinbarung auf 4G‑Basis, die eine nahtlose Versorgung sicherstellt und Kund:innen weiterhin den uneingeschränkten Zugriff auf die volle Servicequalität der Gesellschaft ermöglicht.
Im Berichtsjahr setzte die Gesellschaft den Ausbau ihrer Mobilfunkinfrastruktur konsequent fort und erhöhte die Versorgung mit 5G auf rund 95 % aller österreichischen Haushalte und Unternehmen. Besonders hervorzuheben ist, dass im Laufe des Jahres insgesamt rund 740 zuvor unterversorgte Katastralgemeinden erschlossen werden konnten, wodurch die Reichweite des Netzes nochmals deutlich erweitert wurde. Damit wurde der Netzausbau nicht nur fortgeführt, sondern sichtbar an klar definierten Ausbau- und Qualitätszielen ausgerichtet, was den Anspruch der Gesellschaft unterstreicht, eine moderne und flächendeckende Kommunikationsinfrastruktur im gesamten Bundesgebiet bereitzustellen.
Weiters setzt die Gesellschaft den Ausbau ihrer verfügbaren Breitbandinfrastruktur über strategische Glasfaser-Kooperationen weiterhin fort. Mit dem Start der Partnerschaft mit der BBOÖ Breitband Oberösterreich GmbH wurde das bestehende Kooperationsmodell gezielt erweitert. Dadurch wurde die Glasfaser-Reichweite österreichweit auf rund 1,4 Mio. Haushalte und Unternehmen ausgebaut. Gleichzeitig stärkt sie insbesondere in Oberösterreich die Verfügbarkeit leistungsfähiger Festnetz- und Unternehmenslösungen. Die weitere Ausweitung bestehender und neuer Infrastrukturpartnerschaften trägt damit zur Verbesserung der Netzabdeckung und zur Ergänzung des Mobilfunknetzes durch leistungsfähige Glasfaseranschlüsse bei.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20251126_OTS0057/drei-baut-glasfaserkooperationen-weiter-aus-start-der-partnerschaft-mit-bbooe-breitband-oberoesterreichgmbh
Zur weiteren Verbesserung der Netzqualität in dicht besiedelten Gebieten arbeitet die Gesellschaft gemeinsam mit Ericsson an der Erprobung neuer W-Band-Frequenzen im Bereich von 100 GHz. Im Rahmen eines Feldtests im kommerziellen Netz wurde das Potenzial dieser Technologie als hochkapazitive Backhaul-Lösung für urbane Räume erfolgreich nachgewiesen. Die Tests zeigen, dass durch den ergänzenden Einsatz des W- Bands die Transportnetzkapazität in stark ausgelasteten Stadtgebieten erhöht und damit die 5G-Konnektivität weiter verbessert werden kann. Dies unterstützt insbesondere Anwendungen mit hohen Anforderungen an Geschwindigkeit, Stabilität und geringe Latenzzeiten und stellt einen wichtigen Beitrag zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung der Netzinfrastruktur der Gesellschaft dar.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20250326_OTS0026/drei-und-ericsson-testenw-band-frequenzen-zur-verbesserung-der-staedtischen-5g-konnektivitaet
4. Regulatorisches Umfeld
Mit August 2024 ist die europäische Verordnung über Künstliche Intelligenz in Kraft getreten. Im Geschäftsjahr 2025 wurde die Implementierung der daraus resultierenden Anforderungen innerhalb der Gesellschaft weitergeführt, um die gestaffelt anzuwendenden Verpflichtungen nach dem europäischen Regelwerk zu erfüllen. Nach dem von der Europäischen Kommission dargestellten Zeitplan gelten seit Februar 2025 bereits erste Bestimmungen, während weitere Verpflichtungen ab August 2025 anwendbar wurden, wie etwa für General-Purpose-AI-Modelle. Der überwiegende Teil der Anforderungen, insbesondere für High-Risk-KI-Systeme, gilt ab August 2026. Vor diesem Hintergrund war das Berichtsjahr durch die strukturierte Vorbereitung auf die schrittweise Umsetzung dieses neuen europäischen Rechtsrahmens geprägt.
Die regulatorischen Anforderungen aus dem österreichischen Barrierefreiheitsgesetz, das den European Accessibility Act (Richtlinie (EU) 2019/882) umsetzt, wurden im ersten Halbjahr 2025 innerhalb der Gesellschaft weiter implementiert. Die Vorgaben sind seit 28. Juni 2025 anwendbar und verpflichten insbesondere Anbieter bestimmter digitaler Dienstleistungen, darunter E‑Commerce‑Angebote, zur barrierefreien Ausgestaltung gemäß den gesetzlichen Vorgaben.
Ein weiterer Schwerpunkt des regulatorischen Umfelds lag im Bereich der Cyber- und Informationssicherheit. Die NIS‑2‑Richtlinie verfolgt das Ziel, ein hohes gemeinsames Cybersicherheitsniveau in der EU sicherzustellen. In Österreich wurde das nationale Umsetzungsgesetz, das NISG 2026, im Dezember 2025 kundgemacht und tritt ab Oktober 2026 in Kraft.
Obwohl die wesentlichen Verpflichtungen damit erst in Zukunft gültig sind, hat die Gesellschaft bereits im Berichtsjahr umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Diese stehen im Einklang mit weiteren einschlägigen EU‑Rechtsakten im Bereich der Cyber‑ und Informationssicherheit, einschließlich des Cyber Resilience Act, des Cybersecurity Act, des Cyber Solidarity Act, der Critical Entities Resilience Directive sowie des Digital Operational Resilience Act (DORA).
5. Risikomanagement
Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements des Unternehmens, welches in den Buchhaltungs- und Bilanzierungsmethoden seinen Niederschlag findet. Außer den bereits im Jahresabschluss und im Anhang adressierten Risiken bestehen keine weiteren Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditäts- und Cashflow-Risiken. Zudem sind neben den in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumenten keine weiteren Finanzinstrumente, wie z.B. derivative Finanzinstrumente, eingesetzt worden.
Das interne Kontrollsystem (IKS) des Managements über die Finanzberichterstattung entspricht allen Anforderungen des Unternehmensgesetzbuches und soll ausreichende Sicherheit in Bezug auf die Verlässlichkeit und Richtigkeit der externen Finanzberichterstattung in Übereinstimmung mit internationalen und nationalen Standards gewährleisten.
Die hohe Inflation der letzten Jahre, insbesondere die Teuerungseffekte im Energiebereich, sind Risiken, die es einzugrenzen gilt. Diesen Risiken wird durch ständige Abstimmung der betroffenen Bereiche sowie der laufenden Beobachtung der Marktsituation in Zusammenarbeit mit Beratungsexperten entgegengewirkt.
Neben den aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultierenden operativen und finanzwirtschaftlichen Risiken gilt es in den letzten Jahren vermehrt Risiken wie Datenverlust, Cyberangriffen oder auch Verstößen gegen die – seit 2018 gültige – Datenschutz-Grundverordnung entgegenzuwirken.
Zur Begrenzung dieser Risiken kommt bei der Gesellschaft ein umfassendes Risikomanagement in den Bereichen Enterprise Security sowie allen Technikbereichen zum Einsatz, welches auf Grundlage von strikten Zugriffskontrollen sowie verschlüsselter Datenübertragung fundiert und laufend entsprechend den aktuellen Vorschriften und Sicherheitsstandards adaptiert wird. Auch die Anpassungen regulatorischer Maßnahmen sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene werden von der Gesellschaft schnellstmöglich geprüft und umgesetzt, so auch die Vorgaben des neuen Telekommunikationsgesetzes.
Um den Unternehmensschwerpunkt Compliance immer im Fokus zu behalten, werden von der Gesellschaft sowohl intern als auch extern regelmäßige Maßnahmen, wie etwa die Implementierung einer eigenen Compliance-Community oder auch die Durchführung von regelmäßigen Schulungen der Mitarbeiter:innen zu diversen Compliance Themen gesetzt.
6. Umweltbelange
Die Gesellschaft verfolgte im Geschäftsjahr 2025 ihre lokale Klimastrategie unverändert weiter. Diese orientiert sich an den Emissionsreduktionszielen der CK Hutchison Group Telecom Holdings Ltd. und umfasst weiterhin das Ziel, bis 2030 die Emissionen für Scope 1 und Scope 2 um 50 % zu senken sowie die Scope 3-Emissionen um 42 % zu reduzieren. Ergänzend dazu werden weitere Maßnahmen zur Dekarbonisierung des operativen Betriebs verfolgt, darunter den schrittweisen Umstieg der Firmenwagenflotte auf E-Fahrzeuge bis Ende 2030 sowie die Ausweitung des Bezugs von Energie aus erneuerbaren Quellen mit dem Ziel, 100 % Grünstrom zu erreichen.
Mit dem Tarif „Handyfreiheit“ wurde ein Angebotskonzept eingeführt, das die verlängerte Nutzung hochwertiger Smartphones fördert und damit die Wiederverwendung bestehender Geräte unterstützt. Kund:innen profitieren, wenn sie ihre Geräte länger in Verwendung behalten, während retournierte Smartphones über eine Partnerfirma professionell aufbereitet und erneut in den Verkauf gebracht werden. Durch diesen Ansatz werden wertvolle Ressourcen geschont und ein nachhaltiger Beitrag zur Reduktion von Elektroschrott geleistet.
Gemeinsam mit dem Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverband wurde eine strategische Kooperation zum Aufbau eines flächendeckenden Wettermessnetzes in Niederösterreich gestartet. Ziel ist die Errichtung von rund 100 neuen Wetterstationen an Feuerwehrstandorten in der Region als Teil eines österreichweiten Netzes von rund 1.000 professionellen Wetterstationen.
Durch die Verbindung von Mobilfunk, Digitalisierung und Meteorologie ermöglicht das Projekt eine präzisere Erfassung lokaler Wetterereignisse in Echtzeit sowie eine verbesserte Beobachtung der jeweiligen Wettersituation. Die gewonnenen Messdaten leisten insbesondere bei regionalen Extremwetterereignissen einen wichtigen Beitrag zur frühzeitigeren Einschätzung potenzieller Risiken und schaffen damit eine fundiertere Grundlage für Lagebeurteilungen und Einsatzentscheidungen. Gleichzeitig erhöht das Projekt die Verfügbarkeit belastbarer lokaler Wetterdaten und unterstützt die praktische Weiterentwicklung digitaler Wetter‑ und Warnsysteme.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260127_OTS0081/drei-undniederoesterreichischer-landesfeuerwehrverband-starten-neue-aera-derwetterdatenerfassung
Nach Auslaufen der Lizenzverträge müssen die Sendemasten aufgrund vertraglicher Verpflichtungen rückgebaut werden. Dieser Verpflichtung wird mit einer Rückstellung für Rekultivierung Rechnung getragen.
7. Personalbelange
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer:innen im Jahr 2025 betrug 1.665. Zum Bilanzstichtag waren 1.647 Arbeitnehmer:innen bei der Gesellschaft beschäftigt, was einer Reduzierung von 2,5 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Die Gesellschaft setzte im Geschäftsjahr 2025 weiterhin auf ihre Positionierung als attraktive Arbeitgeberin. Dies spiegelt sich auch in externen Bewertungen wider: Auf der Arbeitgeberplattform kununu wurde die Gesellschaft zum fünften Mal in Folge mit dem Siegel „Top Company“ ausgezeichnet. Diese externe Wahrnehmung unterstreicht die Arbeitgeberattraktivität der Gesellschaft und unterstützt ihre Positionierung im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter:innen.
Bereits zum dritten Mal wurde der Gesellschaft vom Institute of Research & Data Aggregation aus Hamburg der Leading Employers Award verliehen. Damit zählt die Gesellschaft zu den Top 1 % der beliebtesten Arbeitgeber in Österreich.
8. Forschung und Entwicklung
Wie auch schon in den Jahren zuvor konnte die Gesellschaft innovative Themen durch eigene Entwicklungen vorantreiben, um die Qualität und Benutzerfreundlichkeit kontinuierlich zu verbessern.
Die Gesellschaft optimiert mit Hilfe ihrer Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft die Qualität von Sprach- und Datendiensten und bietet ihren Kund:innen somit landesweit innovativste Produkte auf Basis neuester Technologie an.
Im Jahr 2025 setzte die Gesellschaft mit ihrer Digitalisierungsstudie auch Impulse im Bereich der Markt- und Technologieforschung. Die in Auftrag gegebene Studie zeigt eine deutlich steigende Nutzung von KI, Cloud, IoT und Data Analytics im österreichischen Mittelstand und identifiziert diese Technologien zugleich als wesentliche Investitionstreiber. Für die Gesellschaft liefern solche Erkenntnisse eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung ihres Produkt- und Lösungsportfolios im Geschäftskund:innenbereich.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20251204_OTS0131/drei-
digitalisierungsstudie-2025-schon-zwei-von-drei-unternehmen-nutzen-ki
Ein weiterer Schwerpunkt lag 2025 in der technologischen Weiterentwicklung der Kernnetzinfrastruktur. Im Rahmen einer mehrjährigen Partnerschaft mit Ericsson vereinbarte die Gesellschaft die Modernisierung ihres Core Networks durch einen cloudnativen Dual-Mode-5G-Kern, der 4G- und 5G-Dienste auf einer einheitlichen Infrastruktur ermöglicht. Damit werden die Voraussetzungen für eine höhere Automatisierung, bessere Skalierbarkeit und die schnellere Einführung neuer digitaler Services geschaffen. Zugleich bildet diese Modernisierung die Grundlage für weiterführende Anwendungen wie massive IoT-Lösungen, Network Slicing und andere fortgeschrittene 5G-Funktionalitäten.
https://digital-strategy.ec.europa.eu/de/miscellaneous/ericsson-and-drei-austria-partnermodernise-core-network-infrastructure
Auch im Business-Bereich setzte die Gesellschaft im Berichtsjahr auf die Weiterentwicklung innovativer digitaler Lösungen. Mit der Partnerschaft mit LANCOM Systems und T&N wurde das Angebot um eine SD-WAN-Lösung erweitert, die eine sichere, automatisierte und flexible Vernetzung von Unternehmensstandorten, Homeoffice- Arbeitsplätzen und Cloud-Anwendungen ermöglicht. Dabei werden gemeinsam mit Kund:innen individuelle Netzwerkkonzepte entwickelt und technisch umgesetzt. Damit trägt die Gesellschaft zur Entwicklung neuer, skalierbarer Vernetzungslösungen bei, die auf die zunehmende Digitalisierung und Dezentralisierung von Unternehmensstrukturen ausgerichtet ist.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20250108_OTS0055/drei-schliesst-sd-wanpartnerschaft-mit-lancom-systems-und-tn
9. Zweigniederlassungen
Das Unternehmen unterhielt im Jahr 2025 keine Zweigniederlassungen.
10. Prognose
Die fortschreitende Digitalisierung wird auch in den kommenden Jahren ein wesentlicher Treiber für wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen bleiben. Datengetriebene Anwendungen, Automatisierung und KI-basierte Technologien werden die Nachfrage nach leistungsfähiger, sicherer und flächendeckender Konnektivität weiter erhöhen. Ein stabiles und zukunftsfähiges Mobilfunknetz bildet daher weiterhin die Grundlage der Unternehmensstrategie.
Vor diesem Hintergrund plant die Gesellschaft, den bereits weit fortgeschrittenen 5G‑Ausbau weiter zu optimieren und die Netzqualität gezielt zu steigern, um ein durchgehend hochperformantes 5G‑Standalone‑Erlebnis für Haushalte und Unternehmen sicherzustellen. Ergänzend sollen Maßnahmen zur Verbesserung von Latenz, Kapazität und Versorgungstiefe umgesetzt werden, um den steigenden Anforderungen digitaler Dienste auch langfristig gerecht zu werden.
Im Privatkund:innensegment wird die Gesellschaft verstärkt auf digital konzipierte Produkte und Angebote setzen, die insbesondere junge und technologieaffine Zielgruppen ansprechen. Ergänzend dazu wird die Gesellschaft das weiterhin wachsende Discount- Segment gezielt adressieren. Dieses Marktsegment gewinnt zunehmend an Bedeutung, weshalb die Gesellschaft ihren Marktanteil durch den Aufbau einer zusätzlichen eigenen Discount-Marke, deren Markteinführung im März 2026 erfolgte, ausbauen wird. Dadurch soll eine nachhaltige Preisführerschaft in diesem Teilmarkt erreicht und die Wettbewerbsfähigkeit im unteren Preissegment langfristig abgesichert werden.
LAGEBERICHT ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. DEZEMBER 2025
Es gilt weiterhin, die Rolle als leistungsstarker Telekommunikationsanbieter zu stärken und damit einen Beitrag zu leisten, dass Österreich auch künftig zu den führenden Standorten für moderne digitale Infrastruktur zählt.
Wien. am 2. Juni 2026
CP ES
Dlui AG
Es gilt weiterhin, die Rolle als leistungsstarker Telekommunikationsanbieter zu stärken und damit einen Beitrag zu leisten, dass Österreich auch künftig zu den führenden Standorten für moderne digitale Infrastruktur zählt.
Wien. am 2. Juni 2026
C ES
| Dlui | AG |
|---|
LAGEBERICHT ZUM JAHRESABSCHLUSS PER 31. DEZEMBER 2025
Anlage 4/11
Es gilt weiterhin. die Rolle als leistungsstarker Telekommunikationsanbieter zu stärken und damit einen Beitrag zu leisten, dass Österreich auch künftig zu den führenden Standorten für moderne digitale Infrastruktur zählt.
Wien, am 2. Juni 2026
CF
Dlas AG