Inhaltsverzeichnis
1. Geschäftsverlauf des Unternehmens
Die Geschäftsentwicklung des Jahres 2025 war von einer weiteren Verringerung des Gesamtumsatzes gegenüber dem Vorjahr gekennzeichnet.
Der Umsatz (inkl. sonstiger Umsätze) im Geschäftsjahr 2025 sank um -6,5% auf 26,0 Mio. € (2024: 27,8 Mio. €; 2023: 30,7 Mio. €). Der Auftragseingang 2025 war um EUR +0,6 Mio. höher als der Umsatz 2025, so dass zum Jahresende ein Auftragsbestand von rund 13,6 Mio. € ausgewiesen wurde – dieser lag im Vorjahr bei rund 13,0 Mio. €. Der im Berichtsjahr über dem Umsatz gelegene Auftragseingang war vorwiegend das Ergebnis höherer Auftragseingänge in den Branchen Holz, Metall und auch Papier. Ergänzend zeigt der Vergleich des Auftragseinganges der Jahre 2025 zu 2024 einen positiven Trend (2025: 26,7 Mio. €; 2024: 22,2 Mio. €) die absolute Höhe des Auftragseingangs betreffend.
Das Produktportfolio und die resultierende Kundenstruktur der TKM Austria GmbH ist sehr vielfältig, unsere Produkte bedienen verschiedenste Branchen. Damit kann ein konjunktureller Einbruch in einer Branche oftmals mit Zuwächsen in anderen Segmenten normalerweise kompensiert werden.
Auch im Jahr 2025 waren Unterschiede über die Branchen hinweg zu beobachten. Nachfolgend die verschiedenen Anderungsraten der einzelnen Branchen:
Umsatz nach Branche*
• Anstiege verzeichneten die Branchen Holz und Metall. • Einbußen verzeichneten die restlichen Branchen.
| Branche (in TEUR) | 2025 | 2024 | %-Änderg. 25/24 |
|---|---|---|---|
| Papier | 5.133 | 5.656 | -9.2% |
| Holz | 5.673 | 5.521 | 2,8% |
| Metall schneidend | 5.319 | 5.264 | 1,0% |
| Maschinenelemente u. -werkzeuge | 8.488 | 9.291 | -8.6% |
| Kunststoff/Gummi/Recycling | 1.184 | 1.518 | -22,0% |
| Sonstige Produkte | 143 | 380 | -62.4% |
| GESAMT | 25.940 | 27.630 | -6,1% |
*ohne sonstiger Umsätze
Umsatz nach Regionen 2025
Beim Umsatz nach Regionen stellt sich im Berichtsjahr die Entwicklung wie folgt dar:
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Inland | 23% | 23% |
| EU-Länder | 67% | 69% |
| Übriges Europa | 1% | 1% |
| Übrige Länder | 9% | 7% |
Der Anteil Inland blieb im Jahr 2025 stabil auf 23%. Der Anteil der restlichen EU-Länder sank von 69% auf 67%. Im Gegenzug stieg der Anteil der übrigen Länder von 7% auf 9%. Der Umsatz- Schwerpunkt auf die EU-Länder ist unverändert stark ausgeprägt.
2. Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr (wie im Vorjahr) keine Zweigniederlassungen.
3. Lage des Unternehmens
Vermögenslage und Finanzlage:
Das Anlagevermögen lag am Ende des Geschäftsjahres 2025 bei 6,7 Mio. € (Vorjahr: 6,3 Mio. €) oder 41% der Bilanzsumme (Vorjahr: 38%). Trotz striktem Working Capital Management und Lean Production stiegen die Vorräte um +0,1 Mio. € auf 6,2 Mio. €.
Die Nettoverschuldung der Gesellschaft stieg um +0,34 Mio. € auf 7,9 Mio. €. Der Netto- Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich auf +0,64 Mio. € (Vorjahr: -0,15 Mio. €). Der positive Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit resultierte im Wesentlichen aus der Reduktion der externen Lieferforderungen und aus stichtagsbezogenen Effekten bei anderen Working-Capital-Positionen. Die Gesellschaft befindet sich in einer soliden Liquiditätslage, mit einer immer noch gesunden Eigenkapitalquote von rund 38% (Vorjahr: 43%). Alle kurz- und langfristigen Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern konnten termingerecht erfüllt werden.
Investitionen:
Im Jahr 2025 wurden 1,2 Mio. € investiert (VJ: 1,8 Mio. €). Dies war ein weiterer Schritt in Richtung Schaffung der für das geplante Wachstum nötigen Kapazitäten bzw. der sukzessiven Erneuerung des Maschinenparks.
Ertragslage:
Der zu geringe Umsatz und demzufolge die zu geringe Bruttomarge im Berichtsjahr ließen das Betriebsergebnis um -2,35 Mio. € auf -0,6 Mio. €, was -2,3 % des Umsatzes entspricht (Vorjahr: 6,3 %), sinken. Die wichtigsten Maßnahmen zur Verbesserung des Betriebsergebnisses sind unter Punkt 6. angeführt.
4. Finanzrisikomanagement
Die TKM Austria GmbH ist diversen Finanzrisiken ausgesetzt, insbesondere dem Kreditrisiko, dem Bonitäts-/Ausfallsrisiko und dem Liquiditätsrisiko. Neben der Identifizierung, Analyse und Bewertung der Finanzrisiken erfolgen auch Entscheidungen über den Einsatz von Finanzinstrumenten zum Management dieser Risiken durch die Geschäftsführung. Im Bereich der Forderungen wird das Bonitäts-/ Ausfallsrisiko durch eine entsprechende Versicherung abgedeckt. Zusätzlich werden Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe gebildet. Das Währungsrisiko im Bereich der Forderungen ist als gering einzustufen, da aufgrund der TKM- Gruppenstruktur lediglich rund 1 % des gesamten Umsatzes in Fremdwährungen erzielt werden, der Rest über europäische Schwesterunternehmen.
Der Marktwert der flüssigen Mittel und der Verbindlichkeiten entspricht aufgrund der täglichen oder kurzfristigen Fälligkeit im Wesentlichen dem Buchwert.
Das Risiko betreffend Guthaben bei Kreditinstituten ist als gering anzusehen, weil die Veranlagung ausschließlich bei österreichischen und deutschen Banken mit hoher Bonität erfolgt.
Die Kredite sind teilweise durch Haftungen der Österreichischen Kontrollbank sowie durch EU- Förderungsprogramme abgedeckt.
Die Gesellschaft finanziert sich sowohl durch den operativen Cash Flow als auch durch geförderte Kredite. Das Liquiditätsrisiko ist in Summe als gering einzustufen.
5. Forschung und Entwicklung
Auch im Bereich Forschung und Entwicklung stand das Jahr 2025, wie bereits die Vorjahre, im Zeichen von Verbesserungsmaßnahmen. Dadurch konnten zahlreiche Fertigungsfolgen verbessert, überarbeitet und optimiert werden, um auch in Zukunft Produkte gleichbleibend hoher Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen herstellen zu können.
Unsere Produkte werden in der Regel in Maschinen eingebaut, deren Geometrie vom Maschinenhersteller vorgegeben wird. Daher ist die Entwicklung von Neuprodukten stark eingeschränkt. Aus diesem Grund konzentrieren sich die Forschungsaktivitäten hauptsächlich auf die Erhöhung der Standzeiten und die Verbesserung der Verschleißeigenschaften in den einzelnen Anwendungen sowie Machbarkeitsstudien.
6. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Mit Blick auf das Jahr 2026 gehen wir von einer leichten Verbesserung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aus. Die EZB-Zinsen sind stabil auf reduziertem Niveau. Trotz des unverändert schwierigen Planungsumfelds ist der Ausblick für die TKM Austria GmbH positiv.
Ein um rund TEUR 600 höherer Auftragseingang im Vergleich zum Umsatz im Jahr 2025 lässt uns positiv auf das Jahr 2026 blicken. Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2026 mit einem Umsatz von über 28,6 Mio. €.
Die Vorteile aufgrund der Übernahme durch die Groz-Beckert-Gruppe (sowohl beim Absatz als auch in der Beschaffung und Organisation) werden unverändert durch zusätzliche Prozess-
Anlage 4
verbesserungen im Rahmen von internen Lean-Management-Projekten ergänzt und damit verstärkt.
Somit wird auch das Jahr 2026 ein herausforderndes Jahr werden. Aufgrund der guten (internen) Rahmenbedingungen und der stabilen Liquiditätslage sehen wir uns gut gerüstet für die kommenden Aufgaben.
Unsere fachkundige Belegschaft am Standort sowie die langjährige und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Kunden stellen das Fundament für eine stabile wirtschaftliche Weiterentwicklung dar.
Böhlerwerk, am 25.Februar 2026
Die Geschäftsführung
D. Dr. Thomas Kumpen