Inhaltsverzeichnis
1. Geschäftsverlauf
1.1 Entwicklung des Ergebnisses
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die Synflex Elektro GmbH, Umsatzerlöse von insgesamt 32,7 Mio. EUR (Vorjahr: 30,2 Mio. EUR) und konnte damit den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 8,42% steigern.
Der Materialaufwand erhöhte sich auf 27,9 Mio. EUR (Vorjahr: 26,0 Mio. EUR), wodurch sich der Rohertrag zwar absolut verbesserte, aber die Marge unter anhaltendem Wettbewerbsdruck stand, besonders im Bereich der Kupferdrähte.
Der Personalaufwand inklusive Sozialabgaben belief sich auf 1,42 Mio. EUR (Vorjahr: 1,36 Mio. EUR), und ist im Wesentlichen auf höhere Personal- und Lohnnebenkosten zurückzuführen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Bereich der Transport- und Versicherungsaufwendungen gestiegen und sind durch den höheren Gesamtumsatz erklärbar.
Das Betriebsergebnis (EBIT) lag 2025 bei 0,57 Mio. EUR (Vorjahr: 0,60 Mio. EUR) und bleibt damit auf einem stabilen Niveau.
2. Lage der Gesellschaft
2.1 Vermögenslage
Die Bilanzsumme erhöhte sich per 31.12.2025 auf 8,48 Mio. EUR (Vorjahr: 7,62 Mio. EUR). Das Anlagevermögen ging auf 96 TEUR (Vorjahr: 142 TEUR) zurück, was vor allem durch planmäßige Abschreibungen und geringe Neuinvestitionen begründet ist.
Das Umlaufvermögen stieg auf 8,33 Mio. EUR (Vorjahr: 7,42 Mio. EUR) und wurde maßgeblich durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von rund 3,90 Mio. EUR geprägt. Der Bestand an liquiden Mitteln (Kassa und Bankguthaben) betrug zum Bilanzstichtag 85 TEUR (Vorjahr: 154 TEUR) und liegt damit unter dem Vorjahresniveau.
Aktive latente Steuern werden mit 31,5 TEUR (Vorjahr: 29,1 TEUR) ausgewiesen und resultieren im Wesentlichen aus Differenzen bei Rückstellungen.
Vermögenslage
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | +/- | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| kurzfristiges Umlaufvermögen | ||||
| Vorräte | 3 919 | 4 011 | -92 | -2,3 |
| Lieferforderungen | 3 900 | 2 865 | 1 035 | 36,1 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 7 | 0 | 7 | k. A. |
| sonstige Forderungen | 413 | 385 | 28 | 7.2 |
| flüssige Mittel | 85 | 154 | -68 | -44,4 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 27 | 30 | -3 | -11,1 |
| Aktive latente Steuern | 32 | 29 | 2 | 8,5 |
| 8 383 | 7 475 | 909 | 12,2 | |
| kurzfristiges Fremdkapital | ||||
| kurzfristige Rückstellungen | 329 | 270 | 59 | 21,9 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3 102 | 2 001 | 1 101 | 55,0 |
| Lie ferverbindlichkeiten | 94 | 52 | 43 | 82,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2 161 | 2 736 | -575 | -21,0 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 270 | 310 | -40 | -12,9 |
| 5 956 | 5 369 | 587 | 10,9 | |
| Working Capital (Netto-Umlaufvermögen) | 2 427 | 2 106 | 322 | 15,3 |
| Anlagevermögen | ||||
| Immaterielles Vermögen | 15 | 28 | -13 | -46,0 |
| Sachanlagen | 81 | 114 | -33 | -28,6 |
| 96 | 142 | -46 | -32,1 | |
| langfristiges Fremdkapital | ||||
| langfristige Rückstellungen | 299 | 257 | 43 | 16,6 |
| Reinvermögen (Eigenkapital) | 2 225 | 1 991 | 233 | 11,7 |
| Stammkapital | 109 | 109 | 0 | 0,0 |
| Bilanzgewinn | 2 116 | 1 882 | 233 | 12,4 |
| Summe Eigenkapital | 2 225 | 1 991 | 233 | 11,7 |
| Summe Fremdkapital | 6 255 | 5 625 | 630 | 11,2 |
| Bilanzsumme | 8 480 | 7 617 | 863 | 11,3 |
2.2 Finanzlage
Das Eigenkapital erhöhte sich durch den Jahresüberschuss auf 2,22 Mio. EUR (Vorjahr: 1,99 Mio. EUR), womit sich die Eigenkapitalquote moderat verbessert hat.
Dem steht ein Fremdkapital von 6,26 Mio. EUR gegenüber, wobei die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 3,10 Mio. EUR (Vorjahr: 2,00 Mio. EUR) den größten Anteil ausmachen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 2,16 Mio. EUR (Vorjahr: 2,74 Mio. EUR) und sind kurzfristig einzustufen. Sonstige Verbindlichkeiten von 270 TEUR betreffen hauptsächlich Abgaben- und Sozialversicherungsverbindlichkeiten.
Die Rückstellungen beliefen sich zum Stichtag auf 628 TEUR (Vorjahr: 527 TEUR), davon 299 TEUR für Abfertigungen und 54 TEUR für Ertragsteuern.
Finanzlage
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Ergebnis vor Steuern | 304 | 290 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des | ||
| Bereichs Investitionstätigkeit | ||
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 61 | 52 |
| Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des | ||
| Bereichs Investitionstätigkeit | ||
| Buchwert ausgeschiedener Anlagen | 0 | 2 |
| Beteiligungserträge, Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen | ||
| des Finanzanlagevermögens sowie sonstige Zinsen und ähnliche | ||
| Erträge/Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 0 | 0 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 269 | 309 |
| 269 | 309 | |
| Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis | 635 | 653 |
| Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und | ||
| Leistungen sowie anderer Aktiva | ||
| Vorräte | 92 | -602 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -1 035 | 420 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | -7 | 3 |
| sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | -28 | -28 |
| aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 3 | 4 |
| -975 | -202 | |
| Zunahme/Abnahme von Rückstellungen | ||
| Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen | 43 | -45 |
| sonstige Rückstellungen | 36 | -45 |
| 78 | -90 | |
| Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| sowie anderer Passiva | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 43 | -40 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | -575 | 559 |
| sonstige Verbindlichkeiten | -40 | 93 |
| -572 | 612 |
| Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern | -834 | 973 |
|---|---|---|
| Zahlungen für Ertragsteuern | ||
| Steuern vom Einkommen | -71 | -68 |
| aktive latente Steuern | -2 | 5 |
| Ertragsteuerrückstellungen | 23 | 13 |
| -50 | -50 | |
| Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | -884 | 923 |
| Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) | ||
| Zugänge It Anlagenspiegel | -16 | -23 |
| Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und Wertpapiererträgen | ||
| sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 0 | 0 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -16 | -22 |
| Einzahlungen/Auszahlungen für die Aufnahme/Tilgung von Finanzkrediten | 1 101 | -642 |
| Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -269 | -309 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 832 | -952 |
| zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | -68 | -51 |
| Zahlungsmittel am Beginn der Periode | 154 | 204 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 85 | 154 |
2.3. Ertragslage
Die Synflex Elektro GmbH erwirtschaftete 2025 ein Ergebnis vor Steuern von 304 TEUR (Vorjahr: 290 TEUR) und bestätigte damit ein stabiles positives Ergebnisniveau.
Nach Ertragssteuern in Höhe von 71 TEUR (Vorjahr: 68 TEUR) verbleibt ein Jahresüberschuss von 233 TEUR. Der Bilanzgewinn beträgt 2,12 Mio. EUR (Vorjahr: 1,88 Mio. EUR) und soll nach Vorschlag der Geschäftsführung in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Ertragslage
| 2025 | 2024 | +/- | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| Umsatzerlöse | 32 693 | 30 153 | 2 540 | 8,4 |
| Betriebsleistung | 32 693 | 30 153 | 2 540 | 8,4 |
| Aufwendungen für Material und sonstige bezogene | ||||
| Leistungen | ||||
| Materialaufwand | 27 941 | 25 990 | 1 951 | 7,5 |
| Rohertrag I | 4 752 | 4 163 | 589 | 14,1 |
| Personalaufwand | ||||
| Gehälter | 1 089 | 1 115 | -26 | -2,4 |
| soziale Aufwendungen | 331 | 246 | 85 | 34,4 |
| davon Aufwendungen für Abfertigungen davon Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene | 41 | -45 | 86 | k. A. |
| Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und | ||||
| Pflichtbeiträge | 264 | 265 | -1. | -0,3 |
| 1 420 | 1 361 | 58 | 4,3 | |
| Rohertrag II | 3 332 | 2 802 | 530 | 18,9 |
| sonstige betriebliche Erträge | 32 | 14 | 18 | 126,0 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | 2 729 | 2 165 | 564 | 26,1 |
| Finanzerträge | ||||
| sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 0 | 0 | 0 | -94,5 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen | ||||
| (EBITDA) | 635 | 651 | -17 | -2,6 |
| Abschreibungen | 61 | 52 | 9 | 17,4 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 573 | 599 | -26 | -4,3 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 269 | 309 | -40 | -13,0 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 304 | 290 | 15 | 5,0 |
| Steuern vom Einkommen | 71 | 68 | 3 | 4,4 |
| Jahresüberschuss | 233 | 222 | 12 | 5,2 |
Umsatzrentabilität
Die Umsatzrentabilität entspricht dem Verhältnis aus Ergebnis vor Steuern und den Umsatzerlösen.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) x 100 | ||
| Umsatzerlöse | 0,9 % | 1,0 % |
Die Umsatzrentabilität gibt in Prozent an, welcher Anteil des Umsatzes als Gewinn verbleibt und dient somit als Indikator für die Ertragskraft des Unternehmens. Sie zeigt, wie viele Cent Gewinn je Euro Umsatz erwirtschaftet werden. Eine höhere Kennzahl spricht für eine verbesserte Ertragslage. Der geringfügige Rückgang um 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf einen moderaten Anstieg der Material- und Personalaufwendungen im Verhältnis zur Betriebsleistung zurückzuführen.
Eigenkapitalrentabilität
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnis vor Steuern zum Eigenkapital.
| Berechnung: | 2025 | 2024 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 7 und | |||
| Z 10)x 100 | 13,7 % | 14,6 | % |
| Eigenkapital zum 31.12.2025 | |||
Die Eigenkapitalrentabilität dient als Kennzahl zur Beurteilung der Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals und gibt Auskunft über die durchschnittliche Rendite für die Eigenkapitalgeber. Der im Vorjahr erzielte Gewinn wurde nicht ausgeschüttet, sondern thesauriert und auf neue Rechnung vorgetragen, wodurch sich die Eigenkapitalbasis entsprechend erhöht hat.
Gesamtkapitalrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital.
| Berechnung: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100 | ||
| Gesamtkapital zum 31.12.2025 | 6,8 % | 7,9 % |
Die Gesamtkapitalrentabilität misst die Verzinsung des gesamten im Unternehmen eingesetzten Kapitals und ist unabhängig von der Höhe des Fremdkapitalanteils. Sie ermöglicht somit – losgelöst von der Finanzierungsstruktur der Bilanz – eine Beurteilung der Ertragskraft des Gesamtkapitals. Als Richtwert wird für diese Kennzahl in der Regel eine Bandbreite von etwa 8 % bis 15 % angesehen.
3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres
Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Entwicklung der Marktstellung
Die Synflex Elektro GmbH ist im Wesentlichen den üblichen Branchenrisiken wie konjunktureller Nachfrageschwankung, Preis- und Margendruck ausgesetzt.
Es zeigt sich ein positives Bild in der Branche Energieverteilung, ein leicht positives Bild im Bereich der Industriemotoren und ein weiterhin durchwachsenes Bild im Bereich der Transformatoren. In Summe überwiegt jedoch der positive Trend.
Zur Abdeckung von Forderungsausfällen besteht weiterhin eine entsprechende Versicherung, und es wird ein laufendes Forderungs- und Liquiditätscontrolling durchgeführt.
Chancen ergeben sich aus dem Zugang zu einem breiten Kundenstamm und durch konsequente
Marktbearbeitung die Profitabilität weiter zu steigern.
Nach dem 31.12.2025 sind bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung eingetreten, die die Vermögens–, Finanz– oder Ertragslage der Gesellschaft maßgeblich verändern würden.
Für das Geschäftsjahr 2026 wird trotz eines weiterhin herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfelds von steigenden Umsätzen ausgegangen. Die Gesellschaft fokussiert sich auf die Stärkung der Kundenbeziehungen, die Optimierung der Lagerbestände und ein striktes Kostenmanagement, um die Ertragskraft weiter zu sichern.
Risikobericht
Die Synflex Elektro GmbH verfügt über ein angemessenes Risikomanagementsystem, das darauf ausgerichtet ist, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu identifizieren und gegenzusteuern. Dies umfasst ein monatliches Berichtswesen, ein aktives Forderungsmanagement sowie eine laufende Überwachung der Lagerbestände.
Marktspezifische und konjunkturelle Risiken:
Die Abhängigkeit von der allgemeinen Wirtschaftslage in Europa bleibt bestehen. Schwankungen bei der Auftragslage unserer Kunden können die Absatzlage direkt beeinflusse. Bei der Marktbearbeitung wird zur Risikominimierung darauf geachtet, dass keine Branche einen zu hohen Umsatzanteil aufweist. Die entsprechenden Umsatzanteile werden laufend überwacht und fliesen direkt in die Vertriebsaktivität ein.
Beschaffungsrisiken entstehen im Wesentlichen durch unterbrochene Lieferketten, oder Versorgungsengpässe bei Rohstoffen. Dem wird entgegengewirkt durch Aufbau von „second source“ bei der Lieferantenauswahl von Vormaterialien und/oder der Bezugsmöglichkeit aus unterschiedlichen Ländern und Regionen.
4. Forschung und Entwicklung
Im Geschäftsjahr 2025 wurden keine Forschungs– und Entwicklungstätigkeiten durchgeführt.
Datum, Unterschriften der Geschäftsführer