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Lagebericht 2025

Obst Stelzer GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 20. Okt. 2026

Inhaltsverzeichnis

I. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Geschäftsverlauf

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des Unternehmens liegt in dem Betreiben eines Großhandels mit Obst, Gemüse und Südfrüchten. Der Schwerpunkt liegt dabei im Handel mit Beeren-, Kern- und Steinobst, das von inländischen und ausländischen Lieferanten bezogen wird. Kunden sind vorwiegend Großabnehmer des Lebensmittelhandels.

Das Unternehmen besteht aus zwei Betrieben:

1. Wien

2. Stubenberg

Der Hauptstandort sowie die Geschäftsleitung des Unternehmens befinden sich in der Laxenburgerstraße 365 in 1230 Wien. Die weitere Betriebsstätte befindet sich in Vogenberg 52 in 8223 Stubenberg.

Zusätzlilch unterhält das Unternnehmen einen landwirtschaftlichen Betrieb, der in der Gemeinde Stubenberg am See leigt. Die gepachteten Flächen betragen rund 30ha, welche sich ausschließlich in der Region rund um Stubenberg befinden. Auf diesen Flächen werden insbesondere Beeren kultiviert, die ebenfalls über den Handelsbetrieb vertrieben werden.

Der Einsatz modernster Langzeitlagersysteme für Beeren- , Kern- und Steinobstfrüchte, die Nutzung speziell automatisierter Verpackungs- und Sortieranlagen, sowie eine sorgfältige und fachgerechte Produkthandhabung von unseren Mitarbeitern steht für unser Obst- und Logistiklager in Stubenberg.

Mit mehr als 40 Jahren Erfahrung zählt die Obst Stelzer GmbH am Großmarkt in Wien Inzersdorf zu den beständigsten Händlern im Obstsegment.

Seit 2021 wird in Stubenberg zusätzlich ein Tiefkühllager für Obst, das an Produzenten von Säften und Konfitüren verkauft wird, betrieben.

Das Unternehmen erzielte im Berichtsjahr 2025 einen Umsatz von EUR 40822 573,60, was eine

Steigerung gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr von 7,8% bedeutet.

Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 32,35% erhöht.

Abschreibungen und übrige Aufwendungen haben sich insgesamt vergleichbar zum Vorjahr entwickelt.

Das Ergebnis vor Steuern betrug im laufenden Wirtschaftsjahr EUR 122 830,88 und das Jahresergebnis EUR 95 962,23. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages errechnet sich somit ein Bilanzgewinn per 31.12.2025 von EUR 1 775 218,38.

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen

Rentabilitätskennzahlen

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
20252024
EGT x 100 Umsatzrentabilität in %:
Umsatz (inkl. BV)0,30 %2,44 %
EGT x 100 Eigenkapitalrentabilität in %:
Ø Eigenkapital5,75 %52,74 %
Gesamtkapitalrentabilität in %: (EGT + FK-Zinsen) x 100
Ø Gesamtkapital2,17 %19,05 %

Die Umsatzrentabilität besagt, wie viele Prozente des Umsatzes inklusive Bestandsveränderung als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbleiben.

Die Eigenkapital- und die Gesamtkapitalrentabilität geben die Verzinsung des Eigen- bzw. des Gesamtkapitals an.

Vermögenslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
20252024
Eigenkapital x 100 Eigenmittelquote:
Gesamtkapita36,38 %38,31 %
Verschuldungsgrad in %: Σ Fremdkapital x 100
E Passiva63,47 %61,57 %
Eigenkapital x 100 Anlagendeckungsgrad I in %:
Anlagevermögen146,98 %138,11 %

Die Eigenmittelquote gibt an, in welchem Ausmaß (zu Buchwerten) sich der Eigentümer selbst am Risiko und an der Finanzierung beteiligt.

Der Verschuldungsgrad gibt an, zu wie vielen Prozenten das Unternehmen fremdfinanziert ist.

Der Anlagendeckungsgrad gibt das Verhältnis zwischen Eigenkapital und Anlagevermögen an. Der Anlagendeckungsgrad sollte über 100 % liegen, da das langfristige Vermögen auch langfristig finanziert werden sollte.

Finanzlage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
20252024
Working Capital (in TEUR):Σ kfr. Aktiva - Σ kfr. Passiva154483
Working Capital Ratio: kfr. Aktiva
Σ kfr. Passiva1,041,15

Das Working Capital stellt das kurzfristige Finanzierungspotential dar. Das Working Capital steht zur Deckung der durch die Geschäftstätigkeit bedingten Baraufwendungen zur Verfügung.

Das Working Capital Ratio stellt das Verhältnis von kurzfristigen Aktiva zu kurzfristigen Passiva dar.

Die Kapitalflussrechnung zeigt folgende Entwicklung:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Nettogeldfluss aus der betrieblichen TätigkeitEUR357 073
Nettogeldfluss aus der InvestitionstätigkeitEUR-263 502
Nettogeldgluss aus der FinanzierungstätigkeitEUR-483
Aufbau (+) / Abbau (-) liquider Mittel gem. § 224 UGBEUR93 088

II. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Tendenzelle Entwicklung von Umsatz und Ergebnis

Die betriebswirtschaftlichen Auswertung für den Zeitraum 01.01.2026 bis 31.07.2026 zeigen eine Umsatzreduktion in Höhe von rund 7,60% gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. Diese Umsatzreduktion ist im wesentlichen auf die außergewöhnliche Trockenheit im Jahr 2026 zurückzuführen. Dadurch kam es sowohl in der eigenen Produktion als auch bei den zulieferenden landwirtschaftlichen Betrieben zu Ernteeinbußen von bis zu 25%. Die daraus resultierenden geringer verfügbaren Warenmengen wikrten sich entsprechnd auf die Umsatzentwicklung aus.

Der Wareneinkauf und der Personalaufwand entwickelt sich in den ersten Monaten im Verhältnis zum Umsatz ähnlich wie im Vorjahr und sind sogar leicht gesunken. Allerdings ist die weitere Entwicklung für die verbleibenden Monate des Jahres 2026 nur schwer vorhersehbar. Insbesondere zum Jahresende ist es schwierig eine verlässliche Einschätzung vorzunehmen, da sowohl im Verkauf als auch beim Wareneinkauf erfahrungsgemäß mit stärkeren Schwankungen und spürbaren Preissteigerungen zu rechnen ist.

IIl. Forschung und Entwicklung, Zweigniederlassungen

Forschung und Entwicklung wird im Unternehmen nicht durchgeführt.

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

IV. Risikoberichterstattung, Finanzinstrumente

Dem Ausfallsrisko von Forderungen wird durch ein entsprechendes Mahnwesen entgegengewirkt.

Operative Risiken werden durch die Erstellung von monatlichen Ergebnisberichten kontinuierlich überwacht.

Die weitere Entwicklung der Umsätze im Wirtschaftsjahr 2026 ist derzeit schwer abzuschätzen. Neben den Auswirkungen der Inflation und den erwartenten Preissteigerungen beim Wareneinkauf zeigt sich zunehmend, dass auch der Verkauf schwieriger wird, da die Kunden bewusster und preisorientierter einkaufen. Sollte diese Entwicklung zunehmen, wird die Gesellschaft zusätzlich gezielte riskominimierende und kostensparende Maßnahmen ergreifen, um den steigenden Kosten entgegenzuwirkden und die Ertragslage zu stabilisieren.

Wien am 09.10.2026

Ma

an Stelze

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