Inhaltsverzeichnis
für das Geschäftsjahr 2025
UGB
er
rügleer Recycleing - und Transport - GmbH
it Sitz in
8741 Weißkirchen in Steiermark, Fisching 50
Matthias Moser, MSc.
ag. Markus Santner
Saubermacher
eite 1 von 10
1 Produkte und Dienstleistungen
ie „Trügler Recycling - und Transport - GmbH“ wurde als „Trügler Gruppe“, bestehend aus der „Trügler Recycling - und Transport - GmbH“, der „Altstoff und Abfall Behandlungsanlage GmbH“ und der „Achaz GmbH“ im Jahr 2007 zu 74,9 % von der Saubermacher Dienstleistungs-AG akquiriert. Die restlichen 25,1 % wurden im Jahr 2009 übernommen. In weiterer Folge wurden die Gesellschaften „Trügler Recycling - und Transport - GmbH“, „Altstoff und Abfall Behandlungsanlage GmbH“ und „Achaz GmbH“ im Jahr 2009 zur „Trügler Recycling - und Transport - GmbH“ verschmolzen. Die „Trügler Recycling - und Transport - GmbH“ verfügt zurzeit über zwei Standorte: einen in Fisching und einen weiteren Standort in Unternberg.
rügler Recycling - und Transport - GmbH bietet Dienstleistungen für Privatkunden, Verbänden und Gemeinden, Gewerbe, Handel und Industrie entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Abfallwirtschaft für Sammlung, Entsorgung, thermische und stoffliche Verwertung im Bereich nicht gefährlicher und gefährlicher Abfälle an und besitzt eine eigene Transportlogistik inkl. zugehörigen Fuhrpark und eigene Aufbereitungs-, Sortier- und Verwertungsanlagen. Zusätzlich verfügt Trügler Recycling - und Transport - GmbH auch über ein umfassendes Netz von Aufbereitungs- und Verwertungspartnern, um flächendeckende Lösungen in den Bezirken Lungau, Murau und Murtal anbieten zu können.
Folgende Dienstleistungen umfasst das aktuelle Angebot von Trügler Recycling - und Transport GmbH an seine Kunden:
• Abfallwirtschaftskonzept • Akten- und Datenträgerlogistik • Altholzsammlung • Altreifenentsorgung • Baustellenentsorgung • Behälterreinigung • Bioabfallsammlung • Demontagen und Abbrüche • Elektroaltgeräteentsorgung • Entrümpelungsservice • Entsorgung gefährlicher und nicht gefährlicher Abfälle • Entsorgung gewerblicher Abfälle • Event-Services • Grün-, Strauch- und Baumschnittentsorgung • Klärschlammverwertung • Kommunale Entsorgung • Küchen- und Speiseabfallentsorgung • Altlampenentsorgung • Metall- und Schrottsammlung • Mobile WC-Anlagen • Restmüllentsorgung • Sperrmüllsammlung • Verpackungssammlung
ie oben angeführten Dienstleistungen beziehen sich auf den sogenannten „Inputmarkt“, der die ammlung und Entsorgung von Abfällen umfasst. Zusätzlich bedient die Trügler Recycling - und Transport - GmbH am „Outputmarkt“ auch Verwerter von Wertstoffen, wie z.B. Schrott, Metalle, Kunststoffe, Karton, Holz etc.
2 Marktumfeld
Im Geschäftsjahr 2025 war die Abfallwirtschaft in Österreich nach zwei rezessiven Vorjahren von einem lediglich marginalen Wachstum geprägt. Die konjunkturelle Schwäche war insbesondere im Industrie- und Gewerbesegment deutlich spürbar. Einerseits führte dies zu rückläufigen Abfallmengen, andererseits zu einer signifikant erhöhten Preissensibilität seitens der Kunden. In Kombination mit den geringeren Mengen intensivierte sich der Wettbewerb im Markt spürbar.
Die angespannte finanzielle Situation vieler öffentlicher Auftraggeber führte zudem zu einer Zunahme von Ausschreibungen und einem entsprechend höheren Preisdruck. Parallel dazu kam es durch zusätzliche Importmengen thermisch verwertbarer Abfälle zu einer deutlichen Verknappung der thermischen Verwertungskapazitäten in Österreich. Diese Situation wurde durch konjunkturbedingt reduzierte Produktionsmengen in der Zementindustrie weiter verschärft, wodurch der Bedarf an Ersatzbrennstoffen zurückging.
Diese Entwicklungen hatten unmittelbare Auswirkungen auf Entsorgungswege und -kosten verschiedener Abfallströme und machten in erhöhtem Ausmaß Zwischenlagerungen erforderlich. Insgesamt blieb das Marktumfeld somit von hoher Volatilität, steigenden Anforderungen an Flexibilität sowie einem intensiven Wettbewerbsumfeld geprägt.
2.1 Konjunkturelle Entwicklung
Im Jahr 2025 verzeichnete das Wirtschaftswachstum in der Europäischen Union (EU 27) mit ,4 % gegenüber 2024 eine leicht positive Entwicklung (2024: 0,9 %). Das Wachstum innerhalb des Euroraums (Eurozone (20) liegt 2025 mit 1,2 % ebenfalls über dem Vorjahr (2024: 0,8 %)). Österreich lag mit 0,3 % über dem Vorjahreswert (2024: -0,6 %).1 Die Inflationsrate der EU 27 betrug 2025 2,5 % (2024: 2,6 %), in Österreich betrug die Inflation 2025 im Jahresdurchschnitt 3,5 % (2024: 2,9 %).2
Die Arbeitslosenquote innerhalb der Eurozone lag 2025 bei 6,4 %, in Österreich bei 5,6 % 2024: Eurozone 6,5 % / AT 5,3 %).3
2.2 Rohstoffmärkte
Die Preiserhöhungen für die thermische Verwertung sind vom Jahr 2024 auf 2025 deutlich über dem VPI gelegen. Grund dafür war der Hochwasservorfall im September 2024, dieser hat zu großen Mengen und zu massiven Kapazitätsengpässen (Ausfall der größten MVA über Monate) geführt. Die Verbrennungskapazitäten waren konjunkturbedingt das gesamte Jahr 2025 eingeschränkt, dies hat oftmals zu größeren Lagermengen geführt. Die Entsorgungssicherheit konnte für unsere Kunden immer gewährleistet werden. Der Markt für Sekundärrohstoffe war auch im Jahr 2025 von diversen Einflussfaktoren geprägt und durchaus volatil. Generell ist anzumerken, dass die Sekundärrohstoffmärkte auf Grund der vielfältigen Einflussfaktoren und der immer stärkeren internationalen Vernetzung und auch politischen Auswirkungen auf Börsen immer schwerer prognostizierbar werden und oft sehr kurzfristig starken Schwankungen unterliegen.
1 Quelle WKO http://wko.at/statistik/eu/europa-wirtschaftswachstum.pdf
2 Quelle WKO https://wko.at/statistik/eu/europa-inflationsraten.pdf 2
3 Quelle WKO http://wko.at/statistik/eu/europa-arbeitslosenquoten.pdf
Im Stoffstrom Altholz gab es 2025 bis auf vereinzelte regionale Ereignisse ein eher ruhiges Jahr. Die Nachfrage ist weiterhin etwas niedriger, jedoch hat dies zu keinen größeren Anpassungen im Preisniveau geführt.
Im Bereich Altpapier und Karton entwickelte sich der Markt zu Jahresbeginn auf ein starkes Preisniveau welches ab Q2 stetig abnahm. Hintergrund ist hier hauptsächlich die sinkende Nachfrage nach Altpapier und damit verbundenen Werksstillständen und teilweise sogar -schließungen. Zusätzlich etablierte sich weiter der internationale Import, weshalb es teilweise zu einem regelrechten Überangebot an billigem Material gekommen ist. Aufgrund der schwachen Wirtschaft in Europa sinkt auch die Nachfrage nach Verpackungsmaterialien. Der Markt für Kunststoffe erlebt im Verlauf der zweiten Jahreshälfte einen außerordentlich starken Verfall hinsichtlich des Preises und der Nachfrage. Durch die schwächelnde Wirtschaft reduziert sich der Bedarf an Verpackungen. Vor allem auch bei technischen Kunststoffen ist der Recycling- Markt fast am Stillstand, da einerseits kaum Material für neue Produkte benötigt wird und anderseits billige Neu- und Recyclingware aus den ferneren Regionen angeboten wird.
Im Bereich der Nichteisenmetalle zeigte sich der Marktverlauf über weite Strecken des Jahres 2025 relativ stabil, begleitet von marktüblichen Schwankungen, bis im vierten Quartal eine deutliche Preisrallye einsetzte. Eisenschrotte befanden sich hingegen überwiegend in einem abwärts gerichteten Trend und verzeichneten einen Wertverlust. Konjunkturelle und wirtschaftliche Einflüsse führten branchenübergreifend zu rückläufigen Anfall- sowie Produktionsmengen, was sich spürbar auf die Nachfrageseite auswirkte. Insbesondere Nichteisen- und Edelmetalle konnten ab Q4/2025 einen starken Aufwärtstrend an den internationalen Börsen verzeichnen.
2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen
Das Jahr 2025 bringt in Österreich vor allem im Bereich der Verpackungsabfälle wesentliche Änderungen: die bundesweite Vereinheitlichung der Sammlung von Leicht- und Metallverpackungen sowie die Einführung eines Einwegpfandsystems für PET-Flaschen und Getränkedosen. Ergänzend ergeben sich Anpassungen im Abfallwirtschaftsrecht zur Umsetzung und Kontrolle dieser Systeme sowie neue Impulse durch EU-Vorgaben.
Laufende Diskussionen über weitere Novellierungen des AWG zur Vereinfachung und Förderung kreislaufwirtschaftlicher Modelle und eine beabsichtigte Schwerpunktsetzung auf Reduktion administrativer Hürden und Verbesserung der Vollzugsstrukturen prägen den rechtlichen Diskurs.
Vereinheitlichung der Sammlung von Leicht- und Metallverpackungen (ab . Jänner 2025)
• Bundesweit einheitliche Sammlung von Leichtverpackungen (Kunststoff) und Metallverpackungen. • Entsorgung in der Gelben Tonne bzw. im Gelben Sack (je nach Region). • Ziel: Vereinfachung für Haushalte, höhere Sammel- und Recyclingquoten, effizientere Sortierung.
Einführung eines Einwegpfandsystems für Getränkeverpackungen (ab 1.
Jänner 2025)
• Pfandpflicht für Einweg-PET-Flaschen und Getränkedosen im Größenbereich von 0,1 bis 3 Litern. • Pfandhöhe: 0,25 EUR pro Verpackung. • Rückgabe über den Handel; Kennzeichnungspflichten für pfandpflichtige Verpackungen. • Ziel: deutlich höhereRRücklaufquoten,RwenigerRLittering,RhochwertigeresRRecycling.R
Anpassungen im Abfallwirtschaftsgesetz (AWG) und Vollzug
• Erweiterte Regelungen zur Umsetzung, Kontrolle und Berichterstattung im Zusammenhang mit dem Pfandsystem. • Stärkere Digitalisierungstendenzen (z. B. Datenmeldungen, Nachweis- und Berichtspflichten). • Fokus auf bessere Transparenz und effizientere Verwaltungsabläufe.
EU-Rechtliche Entwicklungen mit Auswirkungen ab 2025
• Weiterer Umsetzungsdruck durch EU-Vorgaben zur Kreislaufwirtschaft und zu Verpackungsabfällen. • Stärkung der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) und Anforderungen an Recyclingfähigkeit. • Neue EU-Verpackungsregelungen (PPWR) als Rahmen für künftige nationale Anpassungen.
Sonstiges
Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) ermittelt seit 2021 gegen eine größere Anzahl an Unternehmen aus der Abfallwirtschaft wegen kartellrechtlichen Verstößen. Die Saubermacher Dienstleistungs-AG hat von Anbeginn der Untersuchungen vollumfänglich mit der BWB kooperiert. Das hat die Aufklärung deutlich erleichtert bzw. in etlichen Bereichen sogar erst ermöglicht.
Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat die Untersuchungen gegen mehrere Entsorgungsunternehmen abgeschlossen, u.a. die Saubermacher Dienstleistungs-AG.
Das Unternehmen Saubermacher hat im Rahmen dieses Verfahrens vollumfänglich kooperiert und maßgeblich zur Aufklärung des Sachverhalts beigetragen. Saubermacher akzeptiert die von der BWB beantragte Geldbuße in der Höhe von EUR 7.085.000,00 und hat diese bereits bezahlt. er Beschluss des Kartellgerichts ist rechtskräftig.
Im Rahmen des Verfahrens hat Saubermacher eine Vielzahl von Maßnahmen getroffen, die darauf abzielen, potenzielle Rechtsverstöße sowie kartell- und wettbewerbsrechtliche Verfehlungen in der Zukunft bestmöglich zu verhindern.
Beispielhaft angeführt sind der Aufbau einer eigenen Compliance Organisation, ein Compliance Management System (CMS), die Etablierung von Compliance Regelwerken, Policies, Richtlinien und Abläufen, sowie umfassende verpflichtende Schulungsmaßnahmen. Das CMS von Saubermacher wurde als erstes Unternehmen in der Entsorgungswirtschaft erfolgreich nach ISO 37301 (internationale Norm für Compliance Management Systeme) zertifiziert (Zertifikat beiliegend) und bei der Trügler Recycling - und Transport - GmbH eingeführt.
3 Geschäftsentwicklung
3.1 Allgemeiner Geschäftsverlauf
Der Umsatz der Trügler Recycling - und Transport - GmbH sank gegenüber 2024 um EUR 659.394,39 auf EUR 13.658.622,48. Der Rückgang begründet sich unter anderem durch die deutliche Mengenreduktion im Bereich der FE-Metalle, welche v.a. auf die allgemeine negative wirtschaftliche Entwicklung zurückzuführen ist.
Der Mengenrückgang setzte sich auch 2025 fort. Aufgrund von erhöhten Instandhaltungs- und Personalkosten, die durch verstärkten Mitarbeiterwechsel zustande gekommen sind, sowie allgemein gestiegenen Kosten, konnte das gewünschte Jahresergebnis nicht erreicht werden.
Bereits 2025 wurden deshalb Maßnahmen zur Reduktion der Kosten für das Geschäftsjahr 2026 gesetzt. Personalabgänge wurden nicht nachbesetzt. In der Disposition konnte eine Mitarbeiterin die Instandhaltungskosten gezielt senken, Urlaube und Überstunden konnten abgebaut werden. Eine Pachtfläche mit Kosten von ca. 25TEUR wurde ab Februar 2026 gekündigt. Bei nicht profitablen Kunden wurden die Preise ab Jänner 2026 um ca. 110TEUR erhöht und zusätzlich wurde eine Brandschutzabgabe im Wert von ca. 70TEUR eingeführt, um die entstanden Investitionen zu kompensieren.
Das Forderungsmanagement und regelmäßige Kunden-Bonitätsprüfungen wurden 2025 fortgesetzt, um mögliche Insolvenzen frühzeitig zu erkennen.
Die Wertberichtigungen wurden gemäß den Konzernrichtlinien im erforderlichen Umfang orgenommen.
Die Trügler Recycling - und Transport - GmbH hat im Geschäftsjahr 2025 keine Forschung und Entwicklung betrieben. Trügler Recycling - und Transport - GmbH verstärkte jedoch die Bearbeitung der Schrott-Sortierung und Aufbereitung und hat einige Investitionen in die Erlangung zusätzlicher Aufbereitungsbefugnisse getätigt.
3.2 Ergebnis
as Ergebnis vor Steuern (EBT) beträgt im Jahr 2025 EUR 352.743,37 (2024: EUR 545.505,72) nd reduzierte sich demnach um EUR 192.762,35.
Das Finanzergebnis beläuft sich 2025 auf EUR -63.367,74 (2024: EUR -70.018,18).
Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2025 belief sich auf EUR 6.928.212,48 (2024: EUR 5.592.060,54).
Das Umlaufvermögen wurde um EUR 170.767,49 erhöht (primär durch den Eintritt in die Cashpooling Gruppe, was zur Erhöhung der Forderungen um EUR 383.088,92 bei gleichzeitiger Reduktion der liquiden Mittel in Höhe von EUR -338.241,94 führt, sowie durch den Aufbau von Vorräten um EUR 125.920,51).
as Guthaben bei Kreditinstituten mit EUR +61.739,47 reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Cashpoolings (2024: EUR +399.981,41).
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden 2025 in Höhe von EUR 88,20 (2024: EUR 0,00), ein seit dem Jahr 2023 bestehendes Intercompany Darlehen wurde um EUR 1.088.000 erhöht. (2025: EUR 1.888.000,00, 2024: EUR 800.000,00).
Die Eigenkapitalquote betrug per 31. Dezember 2024 47,1 % und sank 2025 auf 39,02 %.
as Geschäftsjahr 2025 schließt mit einem Jahresüberschuss von EUR 280.507,43 (2024: EUR 425.298,72).
3.3 Finanzielle Leistungsindikatoren
Folgende wesentliche Kennzahlen stellen die Entwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2025 dar:
Lagebericht | Einzelabschluss 2025 I Trügler Recycling - und Transport - GmbH |
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Anlagenintensität (AV/GV) | 67,3 % | 61,8 % |
| igenkapitalquote (EK/GK) | 39,2 % | 47,1 % |
| Fremdkapitalquote (FK/GK) | 60,8 % | 52,9 % |
| Umsatzrentabilität (EBT/Umsatzerlöse) | 2,58 % | ,8 % |
| Eigenkapitalrentabilität (EBT/EK) | 3 % | 21 % |
Lagebericht | Einzelabschluss 2025 I Trügler Recycling - und Transport - GmbH |
3.4 Zweigniederlassungen
itz der Gesellschaft ist Weißkirchen.
as Kerngebiet umfasst die Bezirke Lungau, Murau und Murtal.
Die Trügler Recycling - und Transport - GmbH unterhält neben dem nternehmenssitz in Fisching 50, 8741 Weißkirchen in Steiermark, folgenden weiteren Standort:
Gewerbegebiet 71, 5585 Unternberg
4 Risikomanagement
Ein leistungsfähiges und strategisch verankertes Enterprise Risk Management (ERM) sowie ein Internes Kontrollsystem (IKS) dienen der systematischen Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung wesentlicher Risiken und Chancen, die die Zielerreichung der Organisation gefährden oder fördern können.
Im Einklang mit unserer Governance-Vision verankern wir exzellente Unternehmenssteuerung als Rückgrat unseres Handelns. Wir verstehen ein ganzheitliches Risikomanagement (ERM) und interne Kontrollsysteme (IKS) als fundamentale Bestandteile für nachhaltigen Unternehmenserfolg, um ein Höchstmaß an Transparenz, Integrität und Zukunftsorientierung sicherzustellen.
Im Rahmen des Risikomanagements werden Risiken im Konzern (auf Segmentebene) laufend identifiziert und bewertet sowie durch entsprechende Maßnahmen gesteuert. Zweimal jährlich werden die von den Risk Owner identifizierten Risiken dem Vorstand präsentiert sowie die definierten Maßnahmen und deren Umsetzung evaluiert. Zweimal pro Jahr wird im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates über die wesentlichsten Risiken und die Entwicklungen im Risikomanagement berichtet. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses überprüfen die Wirksamkeit des Risikomanagements.
Nachfolgende Risiko-Cluster werden bei Saubermacher im strategischen Risikomanagement beobachtet und aktiv gemanagt:
• Strategische Risiken Risiken, die sich aus langfristigen Entscheidungen und der Ausrichtung des Unternehmens ergeben, z. B. durch Marktveränderungen, Wettbewerbsdruck, Fehlausrichtungen der nternehmensstrategie, etc. • Risiken für die Geschäftskontinuität Risiken, die die Fähigkeit des Unternehmens gefährden, den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten, z.B. durch Naturkatastrophen, IT-Ausfälle, Brände, etc. • Finanzielle Risiken Risiken, die finanzielle Verluste verursachen können, z. B. durch Währungs-, Zins- oder Kreditrisiken, Liquiditätsprobleme, Budgetüberschreitungen, Forderungsausfälle, etc.
• Compliance-Risiken Risiken, die zu Strafen, Reputationsschäden oder Haftung führen können, z.B. durch Verstöße gegen Gesetze, regulatorische Vorgaben, interne Richtlinien, etc. • Projektrisiken Risiken, die innerhalb eines Projekts auftreten können, z. B. durch Terminverzögerungen, Ressourcenengpässe, Zielabweichungen, unklare Anforderungen, etc.
Risiken, die zu Kostensteigerungen, Qualitätsverlusten oder operativen Störungen führen können, z.B. durch ineffiziente oder fehlerhafte Abläufe, etc.
• Prozessrisiken • Investitionsrisiken
Risiken im Zusammenhang mit Kapitalanlagen, bei denen Investitionen nicht den erwarteten Nutzen bringen, z. B. durch Fehlinvestitionen oder Marktveränderungen, etc.
• Vertragsrisiken
• M&A-Risiken Risiken, die sich aus bestehenden oder geplanten vertraglichen Vereinbarungen ergeben, z. B. durch unklare Klauseln, Haftungsregelungen, Vertragsverletzungen, etc. Risiken im Zusammenhang mit Unternehmensübernahmen oder -fusionen, z. B. durch Integrationsprobleme, Bewertungsfehler, kulturelle Konflikte, etc.
• ESG-Risiken Risiken, die aus Umwelt-, Sozial- oder Governance-Aspekten entstehen - z. B. durch nicht nachhaltige Geschäftspraktiken, soziale Konflikte in der Lieferkette, Reputationsschaden durch Umweltverstöße, Klimaveränderungen, etc.
• Technologie-Risiken
• Chancen
Risiken, die aus dem Einsatz, Versagen oder der Abhängigkeit von Technologien resultieren -etwa durch KI, Cyberangriffe, technologische Rückständigkeit, etc. Positive Abweichungen vom Erwartungswert, die bei Eintritt zu einem Nutzen für das Unternehmen führen - z. B. durch Effizienzsteigerungen, neue Märkte, Innovationen, neue Partnerschaften, etc.
5 Nachhaltigkeit
In der Saubermacher-Gruppe sind nachhaltiges Handeln und damit Verantwortung gegenüber den Menschen, der Gesellschaft und der Umwelt wahrzunehmen seit jeher ein zentrales Anliegen und integraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Dies spiegelt sich unter anderem in der soliden Verankerung des Nachhaltigkeitsgedankens in den Saubermacher Unternehmenswerten wider.
Die Gesellschaften des Saubermacher-Konzerns konzentrieren dabei ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten auf die folgenden vier zentralen Handlungsfelder, die eng mit der Vision „Enabler der Kreislaufwirtschaft“ gem. Strategie 2030 verknüpft sind:
• Für unsere Umwelt
Für unsere Kunden • Für unsere Mitarbeiter • Für die Gesellschaft
Engagement für Umwelt- und Klimaschutz, das Wahrnehmen sozialer Verantwortung sowie eine zukunftsgerechte Unternehmensführung sind somit wesentliche Eckpfeiler für die Saubermacher Dienstleistungs-Aktiengesellschaft sowie deren Töchterunternehmen.
6 Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens nehmen könnten, haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet.
7 Ausblick
ktuelle Prognosen erwarten für das Jahr 2026 eine „matte Konjunktur“. Es ist daher davon auszugehen, dass die Mengenentwicklung bei Metallen und Schrotten aus der Industrie sich auch im Jahr 2026 nicht signifikant verbessern wird.
Ein zentraler Fokus liegt daher in der Vertiefung der Wertschöpfung, welche durch gezielte Sortierung und Nachbearbeitung einzelner Schrottsorten gelingen soll.
Auch werden laufend große Anstrengungen zur Absicherung der Liquidität (notwendige Rahmen und strenges Forderungsmanagement) unternommen, um sicher durch die unklare Wirtschaftsentwicklung zu kommen.
In Summe blickt das Unternehmen optimistisch in die Zukunft. Die bisherige Entwicklung belegt die Wirksamkeit des eingeschlagenen Kurses. Durch einen klaren Fokus auf Marktpositionierung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und operative Exzellenz bestehen gute Voraussetzungen, um die strategischen und operativen Ziele der kommenden Jahre zu erreichen und langfristig Wert für alle Stakeholder zu schaffen.
Weißkirchen in Steiermark, 26.03.2026
Matthias Moser, MSc
ag. Markus Santner
⁴ Quelle WIFO: https://www.wifo.ac.at/wp-content/uploads/upload-7090/mb_2026_02_01_konjunkturbericht.pdf