← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2025

SEMA Maschinenbau GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 31. Juli 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Unternehmensprofil und Geschäftstätigkeit

Die SEMA Maschinenbau GmbH ist ein spezialisierter Anbieter im Nischenmarkt des Sondermaschinenbaus. Der Fokus liegt auf der Entwicklung und Fertigung hochautomatisierter Lösungen, insbesondere in den Produktbereichen Multi-Transfer-Anlagen (MT), Multi-End-Anlagen (ME), Multi-Handling–Anlagen (MH), Multi-Custom-Anlagen (MC) sowie die C–SYS-Reinigungsbox.

Die starke Marktposition des Unternehmens basiert auf einem konsequent modular aufgebauten Baukastensystem, hoher technischer Kompetenz, langjährigem firmeneigenem Know-how sowie zertifizierten Qualitätsstandards nach ISO 9001 und ISO 14001. Diese Kombination ermöglicht maßgeschneiderte, wirtschaftliche und technologisch ausgereifte Kundenlösungen.

Zentrale Steuerungsgröße für die operative Unternehmensführung ist die monatlich ermittelte Betriebsleistung, welche eine transparente Beurteilung der Geschäftsentwicklung sicherstellt.

SEMA zählt zu den führenden Anbietern im Bereich der Endenbearbeitungs- und Rundtaktanlagen.

2. Geschäftsverlauf und Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die SEMA Maschinenbau GmbH ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 619 (Vorjahr: TEUR 500). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf projektbezogene Umsatz- und Ergebnisverschiebungen zurückzuführen.

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 515. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 5.618 ergibt sich ein Bilanzgewinn von TEUR 6.133.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
Kennzahl20252024
Betriebsergebnis (TEUR)9611.030
Betriebsergebnis in % vom Umsatz4,56%2,88%
Ergebnis vor Steuern (TEUR)619500
Ergebnis vor Steuern in % vom Umsatz2,94%1,4%

3. Vermögens–, Finanz– und Liquiditätslage

Die Bilanzsumme beläuft sich per 31.12.2025 auf TEUR 15.924 (Vorjahr: TEUR 17.843). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf projektbedingte Veränderungen im Umlaufvermögen zurückzuführen.

Vermögensstrukturkennzahlen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
Kennzahl20252024
Anlagenintensität0,360,34
Sachanlagenintensität0,320,30
Lagerintensität0,070,07

Die Finanzierungsstruktur des Unternehmens konnte weiter verbessert werden. Die Eigenkapitalquote stieg deutlich auf 44,6% (Vorjahr: 38,88 %), der Verschuldungsgrad reduzierte sich entsprechend auf 55,4%.

4. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung haben bei der SEMA Maschinenbau GmbH einen hohen Stellenwert und sind klar anwendungsorientiert ausgerichtet. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten gliedern sich – wie bereits in den Vorjahren – in mehrere zentrale Schwerpunkte:

• Virtuelle Maschine 4.0 • Maschinenarchitektur für Rundtaktanlagen • Maschinenarchitektur für Bearbeitungsanlagen • Automatisierung und Systemintegration • Digitale Maschinendatenerfassung und Datenanalyse-System • KI-Unterstützung der verschiedenen Abteilungsprozesse

Langfristig begegnet das Unternehmen dem steigenden Wettbewerbs- und Preisdruck sowie den zunehmenden Anforderungen der Kundschaft durch die konsequente Weiterentwicklung hoch modularer Baukastensysteme, den gezielten Einsatz firmeneigenen Know-hows sowie die Sicherstellung hoher Qualitäts– und Prozessstandards. Modulare Systeme ermöglichen eine hohe Flexibilität in der Auslegung kundenspezifischer Lösungen und bieten zugleich den Vorteil einer vereinfachten und schnelleren Servicierung durch den Austausch einzelner Komponenten bei minimierter Stillstandszeit und optimierter Anlagenverfügbarkeit.

Im Berichtsjahr ist zudem eine deutlich steigende Nachfrage nach automatisierten Lösungen zu verzeichnen. Insbesondere im Zusammenhang mit neuen Kundenprojekten gewinnen Automatisierungskonzepte, integrierte Handling–Systeme sowie durchgängige Prozesslösungen zunehmend an Bedeutung. Diese Entwicklung bestätigt die strategische Ausrichtung des Unternehmens und unterstreicht die Relevanz der bestehenden F&E-Schwerpunkte.

Ergänzend wurde im Geschäftsjahr 2024 das interne Entwicklungskonzept „Daisy“ entwickelt und in die operative Arbeitsweise überführt. Ziel ist eine effizientere Unterstützung der Kundschaft und eine höhere Wiederverwendbarkeit von technischem Know-how. Dies ermöglicht uns ein schnelleres Handeln bzw. kürzere Reaktions- und Umsetzungszeiten in Entwicklung, Anpassung und Service.

Darüber hinaus befindet sich eine KI-basierte Unterstützung in Arbeit, die gemeinsam mit externen Forschungs- und Technologieinstituten geschaffen wird. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der Arbeitserleichterung für Mitarbeitende.

5. Risikobericht

Nach Einschätzung der Geschäftsleitung besteht derzeit keine bestandsgefährdende Risikolage.

Rechtliche, wirtschaftliche und operative Risiken werden laufend identifiziert, bewertet und durch geeignete Maßnahmen gesteuert.

Das unternehmensweite Risikomanagementsystem ist in der Geschäftsführung und dem Controlling verankert und erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Fach- und Projektabteilungen.

Wesentliche Risikokategorien umfassen insbesondere:

• Branchen– und marktbezogene Risiken • Projekt– und Beschaffungsrisiken • Personal- und Know-how-Risiken • IT- und Datensicherheitsrisiken

Risikosteuerung und Maßnahmen

• Markt- und Branchenrisiken werden durch laufende Marktbeobachtung, einen engen Kundenkontakt, die Pflege eines diversifizierten Kunden- und Branchenmix sowie eine vorausschauende Angebots- und Kapazitätsplanung adressiert. • Projekt- und Beschaffungsrisiken werden über standardisierte Projektprozesse, Termin- und Kostencontrolling, regelmäßige Projektreviews sowie ein aktives Lieferanten- und Beschaffungsmanagement reduziert. • Personal- und Know-how-Risiken werden durch gezielte Aus- und Weiterbildung, strukturierten Wissenstransfer, Nachwuchsförderung (insbesondere Lehrlingsausbildung) migriert. • IT- und Datensicherheitsrisiken werden durch definierte Berechtigungs- und Zugriffskonzepte, regelmäßige Datensicherungen, laufende Aktualisierung/ Wartung zentraler Systeme sowie Sensibilisierung der Mitarbeitenden für IT-Sicherheit adressiert.

Ergänzend wird das Risikomanagement durch ein internes Kontrollsystem (IKS) unterstützt, insbesondere durch Vier-Augen-Prinzip, Funktionstrennung und verbindliche Richtlinien.

Das Unternehmen setzt keine Finanzinstrumente ein.

6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Umweltbelange

SEMA verfolgt eine verantwortungsvolle Umweltstrategie. Die Produktion am Standort Traunkirchen erfolgt unter Einsatz moderner, ressourcenschonender Technologien. Ein umfassendes Abfallkonzept mit Fokus auf Vermeidung, Trennung und fachgerechte Entsorgung ist implementiert.

Verpackungen werden – soweit technisch möglich – aus umweltfreundlichen Materialien wie Holz und Karton ausgeführt. Es bestehen keine nennenswerten Emissionen in Luft oder Wasser sowie keine über das übliche Maß hinausgehenden behördlichen Auflagen.

SEMA verfolgt im Bereich Kreislaufwirtschaft einen lebenszyklusorientierten Ansatz für seine Maschinen und Anlagen. Diese sind modular aufgebaut und auf eine langfristige Nutzung ausgelegt, wobei Retrofit-Maßnahmen, Ersatzteilverfügbarkeit und technische Upgrades die Nutzungsdauer verlängern. Ergänzend werden recycelbare Materialien eingesetzt sowie Energieund Betriebsdaten systematisch erfasst, um die Ressourcen- und Energieeffizienz im Betrieb zu verbessern.

Am Standort werden Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduktion des Ressourcenverbrauchs umgesetzt. Dies umfasst insbesondere den Einsatz moderner Gebäudetechnik, ein strukturiertes Energiemanagement sowie laufende Optimierungen der internen Prozesse im Hinblick auf Umweltverträglichkeit und Betriebseffizienz.

Belange der Beschäftigten

Ergänzend zur finanziellen Berichterstattung werden auch nichtfinanzielle Kennzahlen herangezogen. Dazu zählen insbesondere Kennzahlen zur Personalstruktur und -stabilität:

• Frauenanteil gesamt: 9,8 % weiter steigend; dies weist auf eine zunehmende Diversität in der Belegschaft hin und zeigt insbesondere ein wachsendes Interesse von weiblichen Lehrlingen an technischen Ausbildungswegen. • Lehrlinge: 28 Lehrlinge; diese Anzahl zeigt die Bedeutung der eigenen Ausbildung für die zukünftige Fachkräftesicherung und den systematischen Aufbau von Know-how im Unternehmen.

Diese Kennzahlen dienen der laufenden Beobachtung der personellen Nachhaltigkeit und fließen in personalwirtschaftliche Maßnahmen zur Sicherung von Know-how, Kontinuität und Arbeitgeberattraktivität ein.

Für das kommende Geschäftsjahr sind Personalmaßnahmen gezielt und bedarfsorientiert vorgesehen, mit Schwerpunkt auf Qualifizierung und langfristiger Fachkräftesicherung.

7. Prognosebericht und Ausblick

Die aktuelle Auftragslage ist von einer erhöhten Nachfrage nach individuelleren Anlagenkonzepten geprägt. Insbesondere ausgefallenere Lösungen und Endenbearbeitungen gewinnen wieder an Bedeutung; parallel steigt die Nachfrage nach Automatisierungslösungen sowie Reinigungsboxen. Ergänzend bleiben auch Projekte im Bereich von Nachbau– und Ersatzanlagen relevant, insbesondere dort, wo bestehende Anlagen das Ende ihrer Nutzungsdauer erreichen. Zudem ist Retrofit (Modernisierung und technisches Upgrade bestehender Anlagen) wieder stärker gefragt. Zur Sicherstellung des nachhaltigen Wachstums setzt das Unternehmen insbesondere auf:

• Schulungen in Lean-Methoden • Weiterentwicklung der Produktionsplanung und Termintreue • Optimierung von Prozessen und Abläufen

Weiters ist die Kontinuität der Unternehmensführung sichergestellt: Seit Oktober ist Frau Lena Schacherleitner in die Geschäftsführung eingetreten. Die Geschäftsführung wird in der Übergangsphase weiterhin gemeinsam mit dem bisherigen Geschäftsführer und Gründer Hern Adolf Schacherleitner wahrgenommen, wodurch eine geordnete Übergabe und eine kontinuierliche strategische und operative Steuerung gewährleistet ist.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz– oder Ertragslage haben könnten, sind nicht eingetreten.

Traunkirchen, am 15. Juni 2025

Die Geschäftsführung

Andelstrugbr

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.