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Lagebericht 2025

EHG Stahlzentrum GmbH & Co OG

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 10. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

EHG Stahizentrum GmbH & Co OG

1. Wirtschaftsbericht

1.1. Wirtschaftsumfeld und Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2025 war weiterhin von einem herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld geprägt. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine sowie der instabilen Lage im Nahen Osten, wirkten sich belastend auf die wirtschaftliche Entwicklung in Europa aus. Darüber hinaus bestanden handelspolitische Unsicherheiten zwischen wesentlichen Wirtschaftsregionen, vor allem in Bezug auf die Zollpolitik der US- Regierung.

Nach den rezessiven Entwicklungen der Vorjahre zeigte sich die Konjunktur im DACH-Raum im Berichtsjahr weiterhin rezessiv im Falle von Osterreich, stabilisiert auf niedrigem Niveau in Deutschland bzw. einem moderaten Wachstum in der Schweiz, das jedoch unter dem historischen Durchschnitt liegt. Die Industrieproduktion lag weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt. Energieintensive Branchen waren unverändert durch erhöhte Kostenbelastungen gekennzeichnet.

Der Bausektor, als einer der wesentlichen Abnehmer von Stahlprodukten, verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 lediglich eine eingeschränkte Erholung. Die Investitionstätigkeit blieb insgesamt gedämpft. Entsprechend entwickelte sich die Nachfrage in stahlverarbeitenden Industriezweigen verhalten. Die Inflationsrate in Osterreich erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr moderat, blieb aber deutlich unter den Spitzen der Vorjahre. In Deutschland stabilisierte sich die Inflationsrate nahe dem längerfristigen Niveau von vor den Corona Jahren. Trotz im Jahresverlauf eingeleiteter Zinssenkungen blieb das Zinsniveau im Euro-Raum im historischen Vergleich erhöht. Die weiterhin, vergleichsweise hohen Finanzierungskosten belasteten insbesondere investitionsintensive Branchen wie den Bau- und Immobiliensektor.

Der Arbeitsmarkt im DACH-Raum war nach wie vor durch strukturelle Engpässe in einzelnen Qualifikationsbereichen geprägt. Insbesondere in technischen, logistischen und spezialisierten kaufmännischen Funktionen bestand ein anhaltender Fachkräftemangel.

Branchenentwicklung

Die europäische Stahlindustrie war im Geschäftsjahr 2025 weiterhin einem intensiven internationalen Wettbewerbsumfeld ausgesetzt. Im internationalen Vergleich hohe Energiepreise sowie regulatorische Anforderungen im Zusammenhang mit Emissionsreduktion und Dekarbonisierung beeinflussten die Kostenstruktur europäischer Produzenten.

Der Importdruck aus Drittstaaten blieb bestehen. Handelspolitische Schutzmaßnahmen der Europäischen Union sowie die fortschreitende und ab 01.01.2026 definitive Implementierung des CO2-

Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) wirkten teilweise und vorab kompensierend, wobei ein größerer Effekt aufgrund der nach wie vor schwachen Nachfragesituation ausblieb.

Im Bereich Beschaffung und Versorgung war im Berichtsjahr eine stabile Situation festzustellen. Lieferengpässe, wie sie in den Jahren 2021 und 2022 aufgetreten waren, bestanden nicht. Die Verfügbarkeit von Flach- und Langprodukten war im gesamten Geschäftsjahr gegeben. Die Energieversorgung innerhalb der Europäischen Union war sichergestellt, wenngleich auf einem strukturell erhöhten Preisniveau.

Die Preisentwicklung bei Stahlprodukten war im Geschäftsjahr 2025 durch eine überwiegend seitwärts gerichtete Bewegung mit produktspezifischen und regionalen Schwankungen gekennzeichnet. Außergewöhnliche Preisvolatilitäten wie in den Vorjahren waren nicht zu verzeichnen.

Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit

Vor dem dargestellten gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Hintergrund war das Marktumfeld im Stahlhandel im Geschäftsjahr 2025 insgesamt durch eine verhaltene Nachfrageentwicklung bei gleichzeitig relativ stabilen Beschaffungsmärkten geprägt.

Die Absatzentwicklung blieb im Vergleich zu den außergewöhnlich starken Geschäftsjahren 2021 und 2022 auf reduziertem Niveau. Die Geschäftstätigkeit war wesentlich durch die Investitionszurückhaltung im Industrie- und Bausektor beeinflusst.

Die Lager- und Beschaffungspolitik war weiterhin auf Risikobegrenzung, Sicherstellung der Lieferfähigkeit sowie Optimierung des Working Capitals ausgerichtet. Die Bestandsniveaus wurden laufend an die Nachfrageentwicklung angepasst.

Zusammenfassend war das Geschäftsjahr 2025 durch ein insgesamt verhaltenes, gegenüber den Vorjahren jedoch weniger volatiles Marktumfeld gekennzeichnet. Wesentliche Einflussfaktoren waren die gedämpfte Nachfrageentwicklung in den Kernabnehmerbranchen, das erhöhte strukturelle Kostenniveau sowie das weiterhin bestehende geopolitische und regulatorische Umfeld.

1.2. Geschäftsergebnis und Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
(in Mio. Euro)20252024+ 1 -%
Umsatzerlöse182,7192,8-10,1-5,2
Betriebserfolg5.98,1-2,2-27,2
Finanzerfolg-0.9-0.3-0,6-200,0
Jahresüberschuss5,07.8-2,8-35,9

Die Umsatzerlöse verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 5,2%. Grund hierfür war vorranging die durchschnittliche Reduktion der Stahlpreise, die mit Jahresverlauf 2025 in einer Seitwärtsbewegung endete. Der Betriebserfolg sank um 2,2 Mio. EUR auf 5,9 Mio. EUR im Wesentlichen auf Grund der Durchmischung des Lagers mit Neuware und der damit einhergehenden Veränderung der Lagerwertberichtigung.

1.3. Vermögenslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
(in Mio. Euro)20252024+ 1 -%
Anlagevermögen73,974,7-0,8-1,1
Umlaufvermögen77,672,2+5,4+7,5
Eigenkapital106,4106,2+0,2+0,2
Fremdkapital45,140,8+4,3+10,5

1.4. Finanzielle Leistungsindikatoren 2025 / 2024

1.4.1. Kennzahlen zur Vermögens- und Kapitalstruktur (Methode gem. Fachgutachten KFS/BW3)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
20252024
Eigenkapitalquote(§ 23 URG)70,2 %72,2%
Nettoverschuldungsgrad(Gearing)29,8 %27,7 %

1.4.2. Kennzahlen zur Rentabilität (Methode gem. Fachgutachten KFS/BW3)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
20252024
Eigen kapitalrentabilität(ROE)4,5 %7,8 %
Gesamtkapitalrentabilität
vor Zinsen und Steuern:(ROI)3,8 %5,8 %
Umsatzrentabilität I(ROS)3,0 %4,6 %

1.4.3. Kennzahlen gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
20252024
Fiktive Schuldentilgungs-
4,1 Jahre dauer nach § 24 URG3,2 Jahre

1.4.4. Kennzahlen zum Netto-Geldfluss (indirekte Methode gem. Fachgutachten KFS/BW2)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
(in Mio. Euro)20252024+/-
Nettogeldfluss aus Ifd. Ge-
schäftstätigkeit4,916,5-11,6
Nettogeldfluss aus Investi-
tionstätigkeit-4,2-2,5-1,7
Nettogeldfluss aus Finan-
zierungstätigkeit0.2-13,2-13

1.5. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2025 wurden keine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung getätigt. Die Gesellschaft verfügt über keine eigene Forschungsabteilung.

1.6. Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen im Geschäftsjahr.

2. Prognosebericht

Die nachfolgenden Ausführungen zur voraussichtlichen Entwicklung beruhen auf der zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts verfügbaren Informationslage. Die tatsächliche Entwicklung kann aufgrund gesamtwirtschaftlicher, geopolitischer, regulatorischer sowie markt- und preisbedingter Veränderungen wesentlich von den dargestellten Erwartungen abweichen.

2.1. Erwartete gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die erwartete gesamtwirtschaftliche Entwicklung im DACH-Raum ist vor dem Hintergrund der jüngsten Eskalation im Nahen Osten, insbesondere des Kriegs im Iran, neuerdings mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Die energieintensive Stahlindustrie ist dabei in besonderem Maße betroffen: Deutlich gestiegene Preise für Erdgas und Strom infolge der gestörten OI- und LNG- Lieferketten erhöhen die Produktionskosten spürbar, während gleichzeitig steigende Transportund Logistikkosten sowie beeinträchtigte Lieferketten die Margensituation zusätzlich belasten. Die tatsächlichen Auswirkungen sind aktuell nur bedingt einschätzbar und hängen vor allem von der Dauer des Konfliktes und die damit verbundenen direkten Auswirkungen auf die Energiepreise ab.

Parallel dazu dämpfen die inflationsbedingt schwächere gesamtwirtschaftliche Nachfrage und die zurückhaltenden Investitionen in zentrale Abnehmerbranchen wie Bau, Maschinenbau und Automobilindustrie die Absatzperspektiven. Grundsätzlich ist im DACH-Raum aus heutiger Sicht von einer moderaten konjunkturellen Erholung im Vergleich zum Vorjahr auszugehen, wobei diese je nach Verlauf des Kriegs im Iran aktuell mit hoher Unsicherheit behaftet ist. Zusätzlich gibt es im Bereich der handelspolitischen Maßnahmen seitens der EU (v.a. bei Importkontingenten sowie Zöllen auf Stahl- und Aluminiumprodukte) weitere Unsicherheitsfaktoren, die sich sowohl positiv als auch negativ auf das Marktumfeld auswirken können. Diese können beachtliche Auswirkungen auf Handelsströme, Preisniveaus und Investitionsentscheidungen haben.

Zwar können geopolitisch bedingte Angebotsverknappungen kurzfristig zu deutlich steigenden Stahlpreisen führen, jedoch überwiegen aktuell die Risiken einer insgesamt weiterhin verhaltenen Nachfrageentwicklung im europäischen Marktumfeld.

Die fortgesetzte Diversifizierung der Energiequellen dürfte mittel- bis langfristig zu einer erhöhten Versorgungssicherheit beitragen, wenngleich das strukturelle Kostenniveau voraussichtlich über dem Vorkrisenniveau verbleiben wird. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird weiterhin maßgeblich von der Investitionstätigkeit in Industrie und Bauwirtschaft beeinflusst. Für beide Bereiche wird eine schrittweise Stabilisierung erwartet. Eine dynamische Wachstumsphase wird aus heutiger Sicht nicht unterstellt.

Regulatorische Entwicklungen im Nachhaltigkeitsbereich, insbesondere im Zusammenhang mit europäischen Berichtspflichten und klimapolitischen Zielsetzungen, bleiben ein maßgeblicher Einflussfaktor für Investitionsentscheidungen entlang industrieller Wertschöpfungsketten. Zeitpunkt und konkrete Ausgestaltung einzelner Maßnahmen können Auswirkungen auf Markt- und Kostenstrukturen haben.

2.2. Erwartete Branchen- und Marktentwicklung

Für die europäische Stahlindustrie ist aus heutiger Sicht von einer insgesamt stabilen, jedoch weiterhin wettbewerbsintensiven Marktsituation auszugehen. Der internationale Wettbewerbsdruck, insbesondere durch Drittstaatenimporte, dürfte fortbestehen. Energie- und regulatorisch bedingte Kostenunterschiede zwischen europäischen und außereuropäischen Produzenten bleiben dabei ein struktureller Einflussfaktor und haben vor allem durch die jüngste Eskalation im Nahen Osten nochmals an Bedeutung zugelegt.

Die mittel- bis langfristige Transformation hin zu CO2-reduzierten Produktionsverfahren („grüner Stahl“) wird die Branche weiterhin prägen. Die künftige Preisgestaltung entsprechender Produkte sowie die tatsächliche Nachfrage- und Zahlungsbereitschaft der Abnehmer sind derzeit mit Unsicherheiten behaftet. Die weitere Entwicklung wird wesentlich von regulatorischen Rahmenbedingungen (CBAM, Schutzzölle, etc.), technologischen Fortschritten sowie der allgemeinen Konjunktur abhängen.

Auf den Beschaffungsmärkten wird aus heutiger Sicht von einer weiterhin gesicherten Materialverfügbarkeit ausgegangen. Hinweise auf strukturelle Lieferengpässe bestehen derzeit und auf absehbare Zeit nicht. Die Preisentwicklung zeigte zuletzt eine Seitwärtsbewegung. Für das kommende Geschäftsjahr wird unter der Annahme unveränderter Rahmenbedingungen mit moderaten, aber tendenziell kostengetriebenen (Energie und Rohstoffe) Preisbewegungen gerechnet. Eine ausgeprägte Preisvolatilität wird derzeit nicht erwartet, kann jedoch in Abhängigkeit von Rohstoff-, Energie-, handels- und vor allem geopolitischen Entwicklungen nicht ausgeschlossen werden.

2.3. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Vor dem dargestellten gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Hintergrund geht die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2026 aus heutiger Sicht von einer insgesamt stabilen Geschäftsentwicklung aus.

Die Absatzentwicklung wird weiterhin maßgeblich von der Investitionstätigkeit im Industrie- und Bausektor im DACH-Raum beeinflusst. Unter der Annahme einer moderaten konjunkturellen Stabilisierung wird eine leichte Belebung der Nachfrage erwartet. Eine Rückkehr auf das Absatz- und Preisniveau der außergewöhnlich starken Geschäftsjahre 2021 und 2022 wird kurz- bis mittelfristig nicht unterstellt.

Die Unternehmenssteuerung bleibt unverändert auf eine vorsichtige Beschaffungs- und Lagerpolitik, die Sicherstellung der Lieferfähigkeit sowie eine konsequente Optimierung des Working Capitals ausgerichtet. Liquiditätssicherung, Kostenkontrolle sowie eine laufende Beobachtung der Markt- und Preisentwicklung bilden weiterhin zentrale Steuerungsgrößen.

Strategische Initiativen in den Bereichen Digitalisierung, Prozessoptimierung sowie nachhaltige Ausrichtung der Wertschöpfungskette werden auch nach der für den 01.01.2026 geplanten ERP- Systemumstellung fortgeführt. Die strukturelle Transformation der Stahlindustrie kann und wird mittelfristig zu veränderten Marktbedingungen führen. Die konkreten Auswirkungen auf Margen, Preisstrukturen und Wettbewerbsintensität sind aus heutiger Sicht jedoch nicht verlässlich quantifizierbar.

Unter Berücksichtigung der aktuellen Informationslage sind keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Die weitere Entwicklung bleibt jedoch wesentlich von der gesamtwirtschaftlichen Dynamik im DACH-Raum, der Preisentwicklung auf den internationalen Stahlmärkten sowie von geopolitischen und regulatorischen Rahmenbedingungen abhängig.

2.4. Investitionen 2026

Das Investitionsbudget 2026 beträgt 4,2 Mio. EUR.

3. Risikoberichterstattung

3.1. Allgemeine unternehmerische Risiken

Das Unternehmen ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit der operativen Tätigkeit im Stahlhandel verbunden sind. Das Risikomanagement ist darauf ausgerichtet, Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen. Risiken werden grundsätzlich nur im Rahmen der organisatorischen und finanziellen Leistungsfähigkeit eingegangen.

Zur Sicherstellung der Produkt- und Prozessqualität unterliegt der gesamte Beschaffungs- und Distributionsprozess einem dokumentierten Qualitätsmanagementsystem, das nach ISO 9001:2015 zertifiziert ist. Dadurch werden definierte Qualitätsstandards entlang der Wertschöpfungskette gewährleistet.

Beschaffungsrisiken ergeben sich insbesondere aus möglichen Lieferunterbrechungen, Preisveränderungen sowie geopolitischen Entwicklungen. Zur Begrenzung dieser Risiken wird eine diversifizierte Lieferantenstruktur verfolgt. Die Zusammenarbeit mit mehreren, langjährig etablierten Lieferwerken reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Bezugsquellen. Ergänzend erfolgen eine laufende Marktbeobachtung, die Evaluierung der Lieferantenqualität sowie – soweit wirtschaftlich sinnvoll – der Abschluss mittel- bis langfristiger Liefervereinbarungen.

Ausfälle einzelner Lieferquellen, einschließlich mittelbarer Auswirkungen geopolitischer Entwicklungen, konnten in der Vergangenheit durch alternative Bezugsquellen weitestgehend kompensiert werden. Die Lieferfähigkeit gegenüber Kunden war im Berichtszeitraum jederzeit gewährleistet.

Absatzseitig wird dem Risiko einer einseitigen Kundenabhängigkeit durch eine breit diversifizierte Kundenstruktur begegnet. Es bestehen keine wesentlichen Klumpenrisiken. Der größte Kunde repräsentiert einen Anteil von rund 2,3 % am Gesamtumsatz.

Im Bereich der Informationstechnologie bestehen Risiken hinsichtlich Verfügbarkeit, Integrität und Sicherheit der Systeme. Zur Begrenzung dieser Risiken erfolgen regelmäßige Systemaktualisierungen sowie laufende Anpassungen an technologische Entwicklungen. Für zentrale Systeme besteht eine Hochverfügbarkeitslösung mit Backup-Infrastruktur, um die Fortführung wesentlicher Geschäftsprozesse im Falle eines Systemausfalls sicherzustellen.

Personalrisiken ergeben sich insbesondere aus dem strukturellen Fachkräftemangel im DACH- Raum. Zur Sicherung der personellen Kontinuität setzt das Unternehmen auf marktgerechte bzw. über dem Markt liegende Vergütungssysteme, verschiedenste Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber sowie gezielte Maßnahmen zur fachlichen Weiterentwicklung von Mitarbeitenden in Schlüsselpositionen.

3.2. Finanzielle Risiken

Die im Jahresabschluss ausgewiesenen Finanzinstrumente unterliegen einem strukturierten Risikomanagement. Ziel ist die Begrenzung von Ausfall-, Liquiditäts-, Währungs- und sonstigen finanzwirtschaftlichen Risiken im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit.

Das Kreditrisiko resultiert im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Zur Begrenzung dieses Risikos besteht ein systematisches Forderungsmanagement mit laufender Bonitätsprüfung, definierten Kreditlimits sowie einer zeitnahen Uberwachung offener Posten. Wertberichtigungen werden bei Vorliegen entsprechender Risikohinweise vorgenommen.

Aufgrund der Geschäftstätigkeit im DACH-Raum sowie vereinzelter internationaler Geschäftsbeziehungen ist das Unternehmen in begrenztem Umfang Fremdwährungsrisiken ausgesetzt, insbesondere im Zusammenhang mit Transaktionen in Schweizer Franken (CHF). Fremdwährungsumsätze und -aufwendungen wirken teilweise risikomindernd. Die Entwicklung der Wechselkurse wird laufend beobachtet.

Das Liquiditätsrisiko wird durch eine rollierende Liquiditätsplanung sowie durch langfristig zugesicherte Kreditrahmen begrenzt. Zum Bilanzstichtag standen ausreichende liquide Mittel sowie nicht ausgenutzte, zugesagte Kreditlinien zur Verfügung. Die Liquiditätsreserven – definiert als Barmittel zuzüglich zugesagter, nicht ausgenutzter Kreditmittel – werden laufend überwacht und an den Finanzierungsbedarf angepasst.

Zinsänderungsrisiken bestehen im Zusammenhang mit variabel verzinsten Finanzierungen. Die Auswirkungen von Zinsänderungen werden im Rahmen der Finanzplanung berücksichtigt.

Weitere wesentliche Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditäts- oder Cashflow-Risiken, die über die im Jahresabschluss und im Anhang dargestellten Risiken hinausgehen, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

Bestandsgefährdende Risiken im Sinne einer wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts nicht ersichtlich.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

4.1.

Umweltbelange

4.1.1. Gasbedarf

Unsere Heizung im Büro- und Lagerbereich wird umweltschonend mit Gas betrieben. Der Gasverbrauch entwickelte sich wie folgt:

2023 Verbrauch 644.820 KWh 2024 Verbrauch 567.189 KWh 2025 Verbrauch 657.850 KWh

4.1.2. Energieverbrauch

Der Energiebedarf zeigt nachfolgende Entwicklung:

2023 Verbrauch 2.172.477 KWh 2024 Verbrauch 2.194.380 KWh 2025 Verbrauch 2.244.320 KWh

4.1.3. Wasserverbrauch

Die Entwicklung des Wasserverbrauchs ergibt sich wie folgt:

2023 Verbrauch 2.086 ma 2024 Verbrauch 2.008 ma 2025 Verbrauch 2.844 ma

4.1.4. Sonstiges

Der EHG-Fuhrpark wird laufend erneuert und es wird Wert auf möglichst geringe Emissionen durch unsere LKWs gelegt. Alle 24 LKW’s entsprechen der Abgasnorm EEV (= Euro 6).

4.2.

Arbeitnehmerbelange

Wir legen Wert auf Kontinuität bei unseren Mitarbeitern und unsere Fluktuationsrate ist deshalb äußerst gering.

Aus- und Weiterbildung ist in unseren Qualitätszielen beinhaltet.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 8
20252024+ 1 -
durchschn. Beschäftigte252252
Umsatz / Mitarbeiter724.845764.893-40.048-5,2

Dombin. 01/04/26

Ort, Datum

Geschäfsführung und Geselischafter

Gebr. Ulmer Holding GmbH. Dornbirn

Josef Pircher BeteiligungsGmbH, Bregenz

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