Inhaltsverzeichnis
der
HF Industriemontagen GmbH für das Geschäftsjahr 2025
1. Grundlagen des Unternehmens
Geschäftsmodell
Die HF Industriemontagen GmbH gehört im deutschsprachigen Raum zu den führenden Unternehmen im Bereich Stahl- und Anlagenmontagen sowie Anlagenumbau und der Arbeitskräfteüberlassung. Das Unternehmen, mit Sitz in Bad Wimsbach-Neydharting, führt für ihre namhaften Kunden aus der Stahlindustrie, der Petrochemischen Industrie sowie aus dem Energie- und Logistikbereich europaweit die mechanische Montage von Industrieanlagen durch. Termintreue und der Anspruch auf höchste Präzision zeichnen unser Unternehmen aus.
2. Wirtschaftsbericht
Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2025 war gekennzeichnet durch eine verhaltene Konjunktur in Europa. Die anhaltenden Konflikte in der Ukraine, im Gazastreifen sowie weitere derzeit vorherrschende Konflikte führten zusätzlich zu gewissen Unsicherheiten am Markt. Die daraus entstandenen terminlichen Verschiebungen und Anpassungen in laufenden Projekten konnten durch organisatorische Maßnahmen und den Einsatz der Belegschaft weitgehend ohne wesentliche Auswirkungen auf das Unternehmen bewältigt werden. Die aktuelle Marktentwicklung in unseren Kernsegmenten, insbesondere in der Stahlindustrie, stimmt uns für die kommenden Jahre zuversichtlich. Bis Mai hatten wir aufgrund eines Umbauprojektes an einer Stranggussanlage eine sehr gute Auslastung. Der mittlerweile etablierte Brückenbau sorgt ebenfalls für eine gewisse Grundauslastung. Zwar verzögern sich auf Kundenseite vereinzelt Projektstarts, diese konnten jedoch stets gut kompensiert werden.
Marktposition/Absatzbereich
Die Marktposition konnte im Jahresvergleich beibehalten werden. Der Hauptabsatzmarkt
umfasste die gesamten EU-Länder.
Beschaffung
Der Beschaffungsbereich hat sich wieder beruhigt. Das Preisniveau ist nach wie vor erhöht zu vor Krisenzeiten. In der Beschaffung setzen wir in Zukunft auf eine Bündelung der Mengen, die abgerufen werden, somit können bessere Einkaufspreise erzielt werden. Am europäischen Personalmarkt hat sich die Situation weiter verschärft. Sowohl der quantitative als auch qualitative Personalzukauf stellt sich als immer schwieriger heraus.
Personal
Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr wurde intensiv an der Ausbildung und Weiterqualifizierung unseres Montagepersonals sowie des Schweißfachpersonals gearbeitet.
Gut ausgebildetes und motiviertes Personal bilden die Grundlage für unseren weiteren Erfolg. Die Nachbesetzung von pensionsbedingten Abgängen stellt eine besondere Herausforderung dar. Führungskräfte sind für längere Auslandseinsätze am österreichischen Arbeitsmarkt nur mehr bedingt verfügbar, was uns dazu zwingt, verstärkt am europäischen Personalmarkt zuzukaufen.
Investitions- und Finanzierungsbereich
Es wurden sowohl Neu als auch Ersatzinvestitionen im Fuhrpark, im Werkzeugbestand sowie in der Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt. Im Jänner 2025 wurde die Luftwärmepumpe nach über 20 Jahren getauscht, da der Verdichter defekt geworden ist. Die bereits abgeschlossene Erweiterung im Magazin wurde finalisiert.
Vermögenslage
Hinsichtlich des Vermögens ist zu erwähnen, dass bei einer Bilanzsumme von TEuro 13.872 das Umlaufvermögen mit einer Höhe von TEuro 9.007 den Hauptteil der Aktiva darstellt.
Ertragslage
Die Ertragslage stellt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt dar.
Es wurde im Berichtszeitraum eine Betriebsleistung i.H.v. TEuro 32.951 (VJ: TEuro 36.425) erreicht. Das Unternehmen erwirtschaftete ein EBT von TEuro 2.231 (VJ: TEuro 1.746). Die Abschreibung hat sich von TEuro 893 (VJ) auf TEuro 946 verändert.
Die Gesellschaft verfügt über Eigenkapital i.H.v. TEuro 6.905 (VJ TEuro 5.967), wodurch
HF Industriemontagen GmbH
| A | CH | |
|---|---|---|
| per 31. Dezember 2025 | ||
sich bei einer Bilanzsumme von TEuro 13.872 eine Eigenkapitalquote i.H.v. 49,80 % ergibt.
Finanzierung
Die Investitionen in das Anlagevermögen sowie das Umlaufvermögen wurden Großteils aus Eigenmitteln finanziert. Um die Finanzierung der laufenden Projekte sicherzustellen, wurde die Büro- und Lagererweiterung teilweise durch Fremdmittel finanziert.
Leistungsindikatoren
Wesentliche, finanzielle Leistungsindikatoren entwickelten sich wie folgt:
| 2023 | 2024 | 2025 | |
|---|---|---|---|
| Anlagenintensität | 18,79% | 33,22% | 35,10% |
| Working Capital | 4.327 | 3.602 | 3.978 |
| |Eigenkapitalquote | 39,30% | 38,20% | |49,80% |
Wesentliche, nicht finanzielle Leistungsindikatoren entwickelten sich wie folgt:
| 2023 | 2024 | 2025 | |
|---|---|---|---|
| Mitarbeiterzahl | 81 | 78 | 75 |
| Betriebsleistung je Mitarbeiter | |||
| TEuro | 464 | 467 | 439 |
3. PROGNOSE- UND RISIKOBERICHT
Prognose
Die wirtschaftliche Situation blieb auch im Jahr 2025 weiterhin schwierig. Zum Ende des Jahres 2025 waren am Markt nur wenige Projekte verfügbar, die zur Angebotslegung geeignet waren. Mit Anfang 2026 hat sich die Lage wieder etwas stabilisiert. In der Stahlindustrie setzen sich die Investitionen zwar fort, jedoch verschieben sich die Projektstarts zunehmend nach hinten. Die laufenden Großprojekte in diesem Bereich sichern weiterhin eine entsprechende Grundauslastung.
Ergebniserwartung
Für das Berichtsjahr 2026 wird von einer stabilen Entwicklung ausgegangen. Aufgrund kundenseitiger Projektverschiebungen sowie der jahresübergreifend laufenden Projekte wird von einem Rückgang der Betriebsleistung gegenüber 2025 gerechnet. Ein negativer Geschäftsverlauf ist nicht zu erwarten.
Maßnahmen
Die Akquise nach zusätzlichen Führungskräften und Mitarbeitern wird intensiviert. Neue Wege im Bereich Personal Recruiting werden eingeschlagen und über Multichannal die Suche ergänzt und durchgeführt.
Die Akquise im Bereich Energie- und Umwelttechnik und Brückenbau sowie in der Stahlindustrie wird weiter intensiviert. Diese Bereiche werden in den nächsten Jahren eine stabile Marktgröße darstellen. Des Weiteren wird verstärkt im Bereich Anlagenservicierung und Anlageninstandhaltung akquiriert. Die Kostenoptimierung durch laufende interne Prozessanalysen sowie Weiterbildungsmaßnahmen ist obligatorisch. Der Wettbewerbsvorteil durch Maximierung des Kundennutzens in Form von internationaler Präsenz neben Termintreue und höchster Qualität wird weiter forciert.
Zukünftige Entwicklung
Aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach CO -neutralen Produkten wird die bereits bestehende Nachfrage aus der Stahlindustrie durch zunehmende Aktivitäten im Bereich Energie- und Umwelttechnik ergänzt. Die Holz- und Baustoffindustrie investiert derzeit zurückhaltender, wird jedoch weiterhin bearbeitet. Im Bereich der Intralogistik gehen wir von einer erneuten Steigerung der Investitionen aus und erhoffen uns aus diesem Titel neue Projekte in den Jahren 2026 und 2027. Der Bereich Brückenbau wird um weitere Kunden ergänzt und wir erhoffen uns dadurch in den Jahren 2026 und 2027 weitere Langläufer aus diesem Segment.
Vor dem Hintergrund der weltweiten Wirtschaftskrise, die nach wie vor durch den Ukrainekrieg sowie den Krieg im Gazastreifen und weitere derzeit vorherrschende Konflikte beeinflusst wird, bleibt der mittel- und langfristige Ausblick mit Planungsunsicherheiten verbunden. Deren konkrete Auswirkungen lassen sich derzeit nicht verlässlich abschätzen, sie gefährden jedoch die Unternehmensfortführung nicht.
Vorausschauend liegen die Chancen in der weiteren Spezialisierung im Segment Anlagenbau sowie dem Aufbau neuer Auslandsmärkte. Ein zusätzliches Hauptaugenmerk liegt in der kontinuierlichen Optimierung der Kernprozesse und einer weiteren Verbesserung der Produktivität.
Risken
Als wesentliche Risken werden das Kalkulationsrisiko, das Projektrisiko in der Realisierungsphase sowie das Debitorenrisiko gesehen.
Kalkulationsrisiko, Projektrisiko
Um im Vertriebsprozess das Kalkulationsrisiko zu minimieren, ist ein zweistufiges Prüfungsverfahren fixiert. Zweistufig bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Grundkalkulation vom verantwortlichen Projektleiter durchgeführt wird. Vor Angebotsabgabe wird die Kalkulation der Geschäftsführung vorgelegt, eingehend besprochen und analysiert. Die Angebotspreise werden im Vieraugenprinzip festgelegt. Bei den Auftragsverhandlungen sind der verantwortliche Projektleiter sowie die Geschäftsführung involviert.
In der Realisierungsphase werden laufend informelle Gespräche zwischen Projektleitung und Geschäftsführung durchgeführt. Die Projektkontrolle wird monatlich für jedes einzelne Projekt durchgeführt. Die entsprechende Auswertung wird durch die Leitung der Finanzabteilung erstellt und der Geschäftsführung übermittelt. Mit den verantwortlichen Projektleitern wird, auf Basis der monatlichen Projektkontrolle, jedes Projekt besprochen, um eventuelle negative Abweichungen frühzeitig zu erkennen. Bei negativen Abweichungen wird versucht, entsprechend gegenzusteuern. Die Maßnahmen werden zwischen Geschäftsführung und Projektleitung festgelegt.
Debitorenrisiko
Unsere Kundenforderungen sind größtenteils über eine Kreditversicherung abgesichert. Bei unzureichenden Versicherungssummen seitens unseres Kreditversicherers wird mit unseren Kunden über alternative Besicherungsformen verhandelt bzw. wird versucht, die Zahlungsmodalitäten entsprechend anzupassen.
Darüber hinaus ist bereits im Vertriebsprozess ein Prüfungsverfahren obligatorisch.
4. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
In unserem Betrieb werden keine Forschung und Entwicklung betrieben.
5. ZWEIGSTELLENBERICHT
Es werden keine Zweigstellen betrieben.
Bad Wimsbach-Neydharting, am 20. Mai 2926
Die Geschäftsführung