Inhaltsverzeichnis
Tog A. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
build. siklas sich
1. Allgemeine Änderungen
Im Berichtsjahr erfolgten keine gesellschaftlichen Änderungen.
2. Geschäftsverlauf
2.1 Ertragslage
Nach drei Jahren mit teils heftigen Rückgängen hat sich die österreichische Bauwirtschaft im Jahr 2025 spürbar stabilisiert. Dabei ist jedoch kein unmittelbarer Übergang in einen kräftigen Aufschwung zu sehen, sodass nach der Rezession nun eher verhaltene Jahre zu erwarten sind.*) Laut Prognosen des WIFO's geht man von einer positiven, aber kraftlosen Entwicklung der realen Bauinvestitionen aus: + 0,2% im Jahr 2026 und + 1,0% im Jahr 2027.
Die Sikla Austria Ges.m.b.H. verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 eine Umsatzsteigerung von + 22,8% im Vergleich zum Vorjahr. Diese positive Entwicklung wurde durch neu akquirierte Projekte sowie durch die verbesserte Auftragslage möglich. Für das Jahr 2026 rechnen wir mit einer Reduzierung des Umsatzes aufgrund der Nachfrage am Markt.
Der Rohertrag hat sich gegenüber dem Vorjahreswert um + 23,8% erhöht. Das Ergebnis vor Steuer (EBT) hat einen Anteil an den Umsatzerlösen in Höhe von 10,5%, was eine Erhöhung um +3,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr darstellt.
2.2 Vermögenslage
Das kurzfristige Umlaufvermögen verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang in Höhe von - 33,4%. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung der liquiden Mittel zum Stichtag.
Das kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich um + 49,5% im Vergleich zum Vorjahreswert, aufgrund des Anstiegs der kurzfristigen Rückstellungen sowie Lieferverbindlichkeiten zum Stichtag.
Das Anlagevermögen erhöhte sich um + 111,5% gegenüber dem Vorjahr. Dieser Anstieg resultiert aus den Anlagen in Bau.
Die Eigenkapitalquote liegt bei 77% (VJ 79%).
Es bestand zu keiner Zeit ein Liquiditätsengpass, flüssige Mittel waren und sind ausreichend vorhanden. Alle getätigten Investitionen konnten aus eigenen Mitteln bedient werden.
*) Quelle: Bundesinnung Bau Spezial der WKO 12/2025
2.3 Investitionen
Im Berichtsjahr wurden Planungs- und Bauleistungen in der Höhe von 8.264 TEUR für den Neubau eines Bürogebäudes und Logistikzentrums in Wels getätigt.
2.4 Personalentwicklung
Der durchschnittliche Mitarbeiterstand hat sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 10 Personen auf nunmehr 79 erhöht.
2.5 Betriebliche Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr
Die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr (in Prozent) stellt sich wie folgt dar:
| Betriebsleistung | + 22,8% |
|---|---|
| Personalaufwand | + 15,3% |
| Sonst. betr. Aufwand | + 9,1% |
| EBITDA | +73,0% |
| EBIT | +83,6% |
| EBT | +83,5% |
2.6 Finanzielle Kennzahlen im Vergleich zum Vorjahr
| Lfd. Jahr Vorjahr | ||
|---|---|---|
| Anlagenintensität: | 64,0% | 36,0% |
| Eigenkapitalquote: | 77,0 % | 79,0% |
| Working Capital (TEUR): | 4.390 | 10.068 |
B. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des
Unternehmens
1. Allgemeiner Risiko- und Prognosebericht
Die konjunkturellen Schwankungen im Bau und Baunebengewerbe stellen Risikofaktoren für die Geschäftsentwicklung dar. Da unser Kundenstamm und die Branchenstruktur über das gesamte Land verteilt und breit aufgestellt ist, findet eine Risikostreuung statt.
Das Risikomanagement hat bei uns einen hohen Stellenwert. Unternehmerische Risken werden nur dann bewusst eingegangen, wenn die möglichen Auswirkungen beherrschbar und abgrenzbar erscheinen. Im Veränderungen Rahmen der jährlichen Planungsrechnung werden bekannte und erwartete der Rahmenbedingungen berücksichtigt. Bei Erkennen unerwarteter Entwicklungstendenzen werden die Auswirkungen aufgezeigt und Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet.
Ein effizientes Instrument des operativen Risikocontrollings ist das implementierte Planungs- und Controllingsystem, welches neben einer detaillierten Umsatzplanung, einer Plan-GuV, sowie wesentliche Kennzahlen der Ertragslage, des Wachstums, der Liquidität und der Produktivität beinhaltet. Im Zuge des monatlichen Berichtswesens wird auf Basis des Monatsabschlusses ein Soll/Ist-Vergleich mit Abweichungsanalyse durchgeführt und berichtet sowie eine Vorschaurechnung erstellt. Ergänzt wird das Berichtswesen durch bedarfsorientierte individuelle Auswertungen.
In der Planung für das Jahr 2026 wurde der aktuellen wirtschaftlichen Lage durch bewusst konservative Annahmen Rechnung getragen. Für 2026 wird eine Umsatzentwicklung leicht über dem Niveau von 2024 erwartet, verbunden mit einer positiven Ertragssituation. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden weiterhin laufend beobachtet und analysiert, um frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können.
2. Risikomanagement im Einzelnen
Unser Unternehmen ist keinen speziellen Risken, wohl aber den allgemein üblichen Risken eines Handelsunternehmens, ausgesetzt.
Im Zuge der nationalen Marktbetreuung gibt es kein Währungsrisiko. Es gibt keine längerfristigen oder spekulativen Finanzanlagen. Im Rahmen der Finanzierung des Neubauprojekts wurden im Geschäftsjahr 2026 Bankkredit aufgenommen. Trotz dieser Fremdmittelaufnahme besteht aufgrund der unverändert hohen Eigenkapitalquote und der soliden Liquiditätslage kein maßgebliches Kreditrisiko für die Gesellschaft, Die Liquidität zeigt im Planungszeitraum keine Engpässe auf. Das Forderungsmanagement wird sehr aktiv betrieben. Die Kunden werden auf Bonität überprüft und einzeln mit einem Kreditlimit klassifiziert. Größere Außenstände sind gegen Zahlungsausfall extern durch einen Kreditversicherer abgesichert.
Die Personalfluktuation ist durchschnittlich. Das Risiko eines Abgangs von wichtigen Positionen wird als gering eingeschätzt, ist aber wie bei jedem Unternehmen existent.
Das operative Risiko schätzen wir ebenfalls als gering ein, elementare Ereignisse wurden mit einem entsprechenden Ausfallsplan bedacht und durch Versicherer entsprechend abgesichert, so dass kurzfristig der Geschäftsbetrieb wieder gewährleistet wäre.
In der Beschaffung sind aktuell keine Risiken hinsichtlich Mengen und Preisen zu erwarten.
Das Kundensegment ist sehr breit gestreut, so dass die Abhängigkeiten von Einzelkunden als überschaubar eingeschätzt werden. Im Projektgeschäft ist mit stärkeren Kunden-Abhängigkeiten zu rechnen.
Insgesamt sehen wir keine bestandsgefährdenden Risken für das angelaufene Geschäftsjahr.
3. Prognosebericht
Wir beobachten die weitere Entwicklung der Wirtschaftslage mit hohem Interesse, um rechtzeitig auf sich abzeichnende Auswirkungen reagieren zu können.
Wir verzeichnen für die ersten Monate des Jahres 2026 einen deutlichen Umsatzzuwachs im Vergleich zu den Planwerten. Wir gehen von einer weiteren positiven Entwicklung für 2026 aus.
C. Bericht über die Forschung und Entwicklung
1. Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung wurde am Standort keine betrieben. Diese Aktivitäten erfolgen für die gesamte Gruppe über die Sikla Holding GmbH.
Marchtrenk, am 17.03.2026
Aloif Feichtinger Geschaftsfuhrung