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Die Stora Enso WP Bad St. Leonhard GmbH ist ein Tochterunternehmen der Stora Enso Wood Products GmbH, die seit Ende 1998 zu Stora Enso Wood Products gehört. Stora Enso Wood Products ist eine Division des Stora Enso Konzerns, der weltweit zu den führenden Unternehmen der Forstindustrie zählt. Seit Mai 2025 mit 17 Produktionsstätten in Europa erreicht Stora Enso Wood Products eine Jahreskapazität von 6,1 Mio. m3 Schnittholz. Drei Werke in Finnland (Junnikkala) erhöhen die Kapazität um 700 Tsd m3 im Vergleich zum Vorjahr. Im Fokusbereich „Building Solutions“ werden derzeit 390.000m3 CLT (Cross-Laminated Timber) sowie 85.000m3 LVL (Laminated Veneer Lumber) hergestelt. Damit ist Stora Enso Wood Products einer der größten Schnittholzproduzenten weltweit und die Nummer 2 unter den europäischen Nadelschnittholz-Produzenten. Weiters wird eine Jahreskapazität von 460.000 Tonnen Pellets erreicht. In der Division Wood Products werden weltweit etwas mehr als 3.700 Mitarbeiter beschäftigt.
Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Die Stora Enso WP Bad St. Leonhard GmbH erzeugte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 285.000 m3 Schnittholz. Dieses Ergebnis liegt 3% über dem Niveau des vergangenen Jahres und damit noch immer deutlich unter dem langjährigen Schnitt. Die Produktion des Brettsperrholzwerks lag im Jahr 2025 bei 64.000 m3 und damit um 20% über dem vergangenen Jahr.
Das Jahr 2025 war gekennzeichnet von einer zunächst Hoffnung gebenden, und im zweiten Halbjahr wieder stark gedämpften Nachfrage auf allen Märkten. Die Schnittholzpreise konnten zwar angehoben werden, aber trotz einer sinkenden Inflationsrate und einem geringeren Zinsniveau konnte der Bausektor keine signifikante Nachfragesteigerung verzeichnen. Das Vertrauen der Konsumenten ist aufgrund von Zollstreitigkeiten und verschiedenen Konflikten in wichtigen Regionen noch nicht nachhaltig zurückgekehrt.
Zusätzlich zur schwachen Entwicklung auf den Absatzmärkten erhöhte sich auch noch der Rundholzpreis signifikant im zweiten Halbjahr. Nach Jahren mit größeren Kalamitäten wird der Einschlag zurückgenommen, wodurch die Angebotsmenge auf den Rundholzmärkten nicht mit der Nachfrage Schritt halten kann. Diese Entkoppelung von Schnittholz- und Rundholzmärkten bringt große Herausforderungen mit sich.
Darüber hinaus belasten die Fixkosten, vor allem bedingt durch hohe Lohnabschlüsse in den vergangenen Jahren, massiv das Ergebnis.
Das weltweite Vertriebsnetz versucht durch eine aktive Optimierung der Verkaufsströme zwischen den einzelnen Ländern und Regionen die oben beschriebene Situation optimal auszunützen und negative Effekte zu minimieren.
Zu den regelmäßig diskutierten Fokusbereichen zählt unter anderem die Kostenstruktur, welche laufend beobachtet wird. Um die Fixkostenbelastung an die gesunkenen Produktionsmengen anzupassen, wurden in vielen Bereichen Einsparungen getätigt, welche auch den Austritt von Personal zur Folge hatte. Der Bereich des Working Capital unterliegt strengen Zielsetzungen. Lagerstände, Forderungen (besonderes Augenmerk: überfällige Forderungen) sowie die Verbindlichkeiten werden laufend auf Verbesserungspotential hin überprüft. Auch hier wurde der Fokus im Berichtsjahr noch einmal verstärkt.
Das Ergebnis vor Steuern betrug 2025 TEUR 6.543 (Vorjahr TEUR 2.766). Der Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 4.596 auf TEUR 11.932 erhöht. Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR -1.351 (Vorjahr TEUR -1.443). Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit ergab TEUR 1.808 (Vorjahr TEUR 162). Der Finanzmittelbestand inkludiert bei den Forderungen auch das Cashpooling.
Das ausgewiesene Eigenkapital hat sich von TEUR 30.499 im Jahr 2024 auf TEUR 35.643 zum 31.12.2025 erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt somit bei 65,4 % (Vorjahr 66,7 %).
Die Lagerstände waren am Jahresende auf einem niedrigen Niveau im Vergleich zu den Vorjahren. Der Gesamtlagerstand am Ende des Jahres liegt bei insgesamt 18.700 m3 und damit auf dem niedrigsten Level des vergangenen Jahrzehnts. Ein standardisiertes, monatliches Reporting zu den Lagerständen im allgemeinen sowie zu alten Lagern im speziellen unterstützen die Einhaltung der vorgegebenen Ziele. Bei Bedarf werden gezielte Aktionspläne erarbeitet.
Die Stora Enso Wood Products BSL GmbH ist in die Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik des Stora Enso Konzerns eingebunden. Der Standort ist nach PEFC und FSC (Chain of custody) sowie ISO 9001 (Business Excellence), 14001 (Environmental Management), 50001 (Energy Management) und ISO 45001 (occupational health and safety) zertifiziert.
Der durchschnittliche Personalstand 2025 betrug 262 (Vorjahr 254) Die Mitarbeiter sind in ein konzernweites Aus- und Weiterbildungsschema eingebettet, das den Dienstnehmern angeboten wird. Besondere Aufmerksamkeit wird den Belangen des Arbeitnehmerschutzes gewidmet, wobei das Hauptaugenmerk auf die Arbeitsunfallverhütung gerichtet ist. In diesem Bereich wurden auch weiterhin im Jahr 2025 in allen Werken verstärkt Anstrengungen unternommen, um die Zahl der Arbeitsunfälle zu verringern.
Ausblick
Das Jahr 2026 wird sehr herausfordernd bleiben. Wichtige Indikatoren wie Housing Starts und Baugenehmigungen bleiben auf niedrigem Niveau. Obwohl das Zinsniveau niedriger als in den Vorjahren ist, bleibt ein konjunktureller Impuls aus. Unsere wichtigsten Fremdwährungen, USD und JPY sind schwach und geopolitisch bleiben Lösungen für zahlreiche Krisenherde in weiter Ferne. Vor allem der Konflikt zwischen dem Iran und den USA sowie Israel hat die Unsicherheit auf den Märkten weiter erhöht und die Nachfrage in der Region empfindlich gedämpft sowie die Logistikketten massiv gestört.
Die Versorgung mit ausreichend leistbarem Rundholz wird auch ein Kernthema des laufenden Jahres bleiben. Eine hohe Effizienz der Einkaufsorganisation, gepaart mit Anstrengungen, die Ausbeute weiter zu erhöhen sind Maßnahmen, welche wir unabhängig von der Marktentwicklung kontinuierlich durchführen. Ein maßvoller Abschluss bei den Lohn- und Gehaltsverhandlungen und weitere Anstrengungen zur Senkung der Inflation sollten uns helfen in dieser schwierigen Situation zu bestehen.
Einige grundlegende Trends haben sich jedoch herauskristallisiert beziehungsweise verstärkt:
Durch das steigende Umweltbewusstsein und die verbesserten gesetzlichen Rahmenbedingungen kommt es zu einer immer größeren Akzeptanz des mehrgeschossigen Holzbaus im urbanen Gebiet. Der (Mega-) Trend zu einer nachhaltigen Wirtschaft zeigt hier seine positiven Auswirkungen. Stora Enso wird auch weiterhin seine auf Nachhaltigkeit beruhende Devise („Alles, was heute aus fossilen Rohstoffen erzeugt wird, kann morgen aus Holz hergestellt werden.") einer breiten Offentlichkeit vorstellen. Hierzu werden zum Beispiel die nordischen Schiweltmeisterschaften 2027 in Falun gesponsert, um zu zeigen, wie bei Großveranstaltungen die Substitution von Plastikprodukten durch erneuerbare Rohstoffe funktionieren kann.
Den Herausforderungen der Digitalisierung stellt sich die Division durch die Bereitstellung von digitalen Werkzeugen und Plattformen, um mehr als nur ein Produzent von Holzprodukten zu sein. Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant weiter und mittels Schulungen und Werkzeugen wird die Belegschaft hier gefördert.
Risikoberichterstattung
Unter den strengen Vorgaben der Konzernleitung umfasst das Management der Geschäftsrisiken die kontinuierliche Verfolgung bekannter wesentlicher Risiken nach deren Wahrscheinlichkeit auf allen Ebenen der Organisation. Im Konzern gibt es einen „Crisis Communication Plan“. Dieses Dokument regelt die einheitliche Kommunikation im Krisenfall, benennt verantwortliche Personen („The Crisis Communication Team") und inkludiert eine eigene Checkliste („Check list Communications").
Zusätzlich hat die Division einen sogenannten „Business Continuity Plan" für außerordentliche Ereignisse und Unterbrechungen erstellt.
Ein verstärktes Augenmerk wird auf Back-up Möglichkeiten von Personen in Schlüsselpositionen gelegt.
In den Geschäftsumfeldrisiken wird laufend versucht, durch neue und wettbewerbsfähige Produkte die Wirtschaftlichkeit zu sichern. Laufende Beobachtung des Rohstoffmarktes, proaktives Kostenmanagement und ausreichende Produktivität sollen den steigenden Kostendruck mindern.
Das Geschäftsentwicklungsrisiko wird durch den Strategieprozess des Konzernmanagements überwacht. Die Strategie wird jährlich überarbeitet und strategische Chancen, wie die Konzentration auf weiterverarbeitete, höherwertige Produkte und Serviceleistungen werden gezielt vorangetrieben.
Durch langfristige Partnerschaften und einer Vielzahl von Lieferanten wird versucht, das Zulieferrisiko zu minimieren und ein kontinuierliches Liefervolumen zu erreichen.
Um das Personalrisiko zu mindern, werden die Kompetenzentwicklung des Personals und die Förderung von Schlüsseltalenten als wesentliches Element der Geschäftsentwicklung angesehen. Besonderes Anliegen ist auch die Sicherheit des gesamten Personalstandes, wobei das Hauptaugenmerk auf die Belange des Arbeitnehmerschutzes gerichtet ist.
Zur Absicherung des mit Schwankungen in den Devisenkursen verbundenen Risikos werden Kurssicherungsgeschäfte unterjährig abgeschlossen. Die Abwicklung erfolgt ausschließlich auf Konzernebene entsprechend einer vom obersten Management vorgegebenen Hedging-Richtlinie.
Offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen ein kurzfristiges Kreditrisiko dar. Vom Konzern wurde deshalb eine Kreditpolitik ausgearbeitet, die interne Regeln und Methoden zur Bewertung der Kundenbonität festlegt. Diese Bonität wird laufend einer Überprüfung und falls notwendig, einer Korrektur unterzogen.
Außer den bereits im Jahresabschluss, im Anhang sowie im Lagebericht adressierten Risiken bestehen kunden- und beschaffungsseitig die normalen Marktrisiken eines international agierenden Unternehmens.
Bericht über Forschung und Entwicklung
Die Stora Enso WP Bad St. Leonhard GmbH betreibt keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsprojekte, ist aber in diesem Bereich in die Stora Enso Gruppe miteinbezogen.
Zweigniederlassung
Es besteht eine Zweigniederlassung in Wisperndorf 4, 9462 Bad Sankt Leonhard im Lavanttal. Am Standort der Zweigniederlassung werden ein Sägewerk, ein Hobelwerk und ein CLT Werk betrieben.
Brand, am 10. Juni 2026
Ing. Eduard Reutner
Mag. Albert Sickl