Inhaltsverzeichnis
1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
1.1 Struktur und wirtschaftliches Umfeld, sowie Bereiche in denen das Unternehmen tätig ist
Die GEA Austria GmbH ist ein international tätiger Handelsbetrieb mit Sitz in Thalgau. Bis zum dritten Quartal 2025 war das Unternehmen zudem in der Produktion von Hygienemitteln tätig. Im dritten Quartal 2025 wurde die Produktion von Hygieneprodukten eingestellt.
Als Konzerngesellschaft der börsennotierten deutschen GEA Group Aktiengesellschaft vertreibt unsere Gesellschaft Melkanlagen, sowie diverse Produkte für Stalleinrichtung, automatische Fütterung und Gülleentsorgung, und führt fallweise auch die Montage durch.
Neben dem österreichischen Markt bearbeiten wir auch einige Märkte in Osteuropa und sind dort organisatorisch in Form von Exklusivimporteuren, Händlern und Tochtergesellschaften vertreten.
1.2 Geschäftsverlauf
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich unser Umsatz gegenüber dem Vorjahr rückläufig entwickelt. Dieser ist von TEUR 36.228 auf TEUR 32.670 gesunken; ausschlaggebend hierfür war das Schließen unserer Hygieneproduktion und die damit einhergehende Verlagerung nach Polen. Allerdings hat sich die Investitionsbereitschaft unsere Kunden im Agrarsektor nach dem schlechteren Vorjahr deutlich verbessert, wodurch sich der Auftragseingang insbesondere im Bereich "Automatisches Melken" im Jahr 2025 erhöht hat.
Das Ergebnis vor Steuern ist von TEUR 7.030 auf TEUR 3.855 gesunken. Der Grund hierfür liegt zum einen Teil in einer niedrigeren Marge aufgrund des Umsatzrückganges, zum anderen Teil an den mit der Verlagerung unserer Hygieneproduktion einhergenden Restrukturierungskosten.
Eigenkapitalrentabilität, Gesamtkapitalrentabilität und Eigenkapitalquote stellen sich folgendermaßen dar:
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| Eigenkapitalquote | 61,32% | 59,85% |
| Eigenkapitalrentabilität | 38,90% | 66,44% |
| Gesamtkapitalrentabilität | 23,38% | 37,61% |
Die Kennzahlen wurden gemäß Fachgutachten des Fachsenates für Betriebswirtschaft und Organisation KFS/BW3 vom 27.11.2007 berechnet. Als Basis der Kapitalrentabilitäten wurde das Kapital zum Anfang des Geschäftsjahres herangezogen.
Infolge der Desinvestition aufgrund Produktionsverlagerung und damit verbundener Reduktion der Vorräte, sowie Verringerung unserer Konzernforderungen ist die Bilanzsumme im Vorjahresvergleich um 26,9% gesunken.
Unsere Kundenanzahlungen haben sich im Zuge der positiven Geschäftsentwicklung im Jahr 2025 von TEUR 531 auf TEUR 650 erhöht.
Aus dem Cashflow können folgende Kennzahlen abgeleitet werden:
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.831 | 7.567 |
| Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit | 4.169 | -1.104 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -6.000 | -6.500 |
1.3 Zweigniederlassungen
GEA Austria GmbH verfügt über keine Zweigniederlassungen.
2. Voraussichtliche Entwicklung und Risiken
2.1 Voraussichtliche Entwicklung
Für das Jahr 2026 erwarten wir ein weiterhin schwieriges Umfeld. Alle Anbieter kämpfen um Marktanteile und Auslastung ihrer Produktionsanlagen. Der Milchpreis ist bereits um ca. 20% gefallen und hat sich aktuell auf diesem niedrigeren Niveau stabilisiert. Die Bauern sind hinsichtlich schlechter Nachrichten (Mercosur-Abkommen, Handelsabkommen mit AUS/NZ, US- Zollpolitik) verunsichert.
In Ungarn, der Tschlechischen Rebublik und der Slowakei rechnen wir mit einem erhöhten Auftragseingangsvolumen, angesichts der laufenden EU-Förderungsperioden in diesen Ländern.
Unser Umsatz sollte sich auf Basis eines hohen Auftragsbestandes ebenso positiv entwicklen.
Das Investitionsaufkommen der Landwirtschaftsbetriebe verlagert sich weiter in den Bereich "Automatisierung". Die Anzahl der Milchviehbetriebe im Inland sinkt zwar weiter, die Anzahl der Kühe bleibt jedoch annähernd gleich bzw. die produzierte Milchmenge steigt.
Da Melkroboter in der Regel 24 Stunden pro Tag in Betrieb sind, ist ein kontinuierliches Service der Anlagen notwendig, was sich positiv im Bereich des Ersatzteil- und Servicegeschäfts auswirkt.
Der ausgezahlte Milchpreis und Förderzuwendungen für die Milcherzeuger haben einen großen Einfluss auf unseren Geschäftsbereich und ein positives Ergebnis. Insofern ist ein sinkender Milchpreis und Einsparungen auf Seiten der Regierenden nicht besonders förderlich hinsichtlich Auftragseingang.
Die im Wirtschaftsjahr 2025 erfolgte Schließung unserer Hygieneproduktion und Verlagerung nach Polen hat zur Konsequenz, dass wir ab dem Jahr 2026 nur noch in Märkten tätig sind für die wir die Marktverantwortung, wie bisher, tragen. Dies führt zu einer dauerhaften Umsatz -und Ergebnisreduktion im Hygienebereich. Das Melkanlagengeschäft wird von dieser signifikanten Veränderung unbeeinflußt weitergeführt, das Hygienegeschäft auf den reinen Vertrieb von Hygieneprodukten ausgerichtet.
Lagebericht über das Geschäftsjahr zum 31.12.2025
2.2 Risiken
Der Ukrainie-Krieg, wie auch der Iran Krieg haben sich bisher in unserem Geschäftsverlauf nicht wirklich negativ niedergeschlagen. Allerdings ist für uns die weitere Entwicklung nicht absehbar Und daher sind auch die mit diesen Kriegen verbundenen Risiken nicht final abschätzbar.
Inwieweit staalliche Förderungen für Investitionen in der Landwirtschaft in Zukunft zur Verfügung stehen werden, ist jetzt noch nicht absehbar. Das Zinsniveau sinkt wieder, insofern ist eine leichte Erholung bei landwirtschaftlichen Investitionen zu erwarten, da viele Bauern aufgrund der hohen Zinsen diese bislang verschoben haben. Die Tendenz der Jungbauern den Hof aufzulösen (Bauernsterben) ist jedoch leider ungebrochen. Der Milchpreis scheint stabil zu bleiben und das auf hohem Niveau.
Das Thema "Tierwohl" tritt immer mehr in den Vordergrund. Dies bringt für Landwirte weitere Auflagen mit sich, welche oft mit finanziellem Aufwand verbunden sind. Wir stellen fest, dass Genehmigungsverfahren umfangreicher werden und zum Teil länger dauern als früher. Auch ausstehende Finanzierungszusagen ziehen den Ablauf von Bauprojekten in die Länge.
3. Forschung und Entwicklung
GEA Austria GmbH leistet keine Forschungs- und Entwicklungsarbeit.
Thalgau, am 10.07.2026
Seď Roberto Ferrari-Pedruzzi
ppq. Mag. Dieter Sager