← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2025

Kellogg (Österreich) Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 30. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Kellogg (Österreich) Gesellschaft m.b.H., Wien

Haupttätigkeit

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst die üblichen wirtschaftlichen Tätigkeiten, darunter die Vermarktung, der Verkauf und der Vertrieb von verzehrfertigen Frühstückscerealien (RTEC) und salzigen Snacks auf dem österreichischen Markt unter Marken wie Kellogg’s Corn Flakes, Kellogg’s Special K, Kellogg’s Frosties, Kellogg’s Choco Krispies und Pringles.

Marktentwicklung im Geschäftsjahr 2025

Die Jahre 2022 und 2023 waren durch sehr hohe Inflationsraten im oberen einstelligen Bereich gekennzeichnet, was sich negativ auf die Stimmung der Verbraucher und deren Konsumverhalten auswirkte. Zwar liegt die Inflation nicht mehr auf einem derart hohen einstelligen Niveau, belief sich im Jahr 2025 jedoch immer noch auf 3,6 % (www.statistik.at), ist für die Verbraucher nach wie vor spürbar und beeinflusst weiterhin das Kaufverhalten.

Gemessen an der Tonnage liegt die RTEC-Kategorie im Wesentlichen auf dem Niveau von 2024 und verzeichnete mit 0,7 % nur ein geringfügiges Volumenwachstum. Damit einher gingen jedoch ein Umsatzwachstum von 4,2 % und ein Stückzahlwachstum von 2,4 %. Das Umsatzwachstum wurde zudem durch Preiserhöhungen getrieben. Der Durchschnittspreis pro Kilogramm stieg von 6,56 € auf 6,78 € (+3,3 %).

Die RTEC-Entwicklung von Kellogg im Jahr 2025 war im Vergleich zum Vorjahr deutlich negativ: Der Umsatz sank um 6,5 %, die Tonnage um 5,8 % und die verkauften Einheiten gingen um fast 8 % zurück. Infolgedessen verlor Kellogg RTEC Marktanteile innerhalb der RTEC-Kategorie.

Der wertmäßige Marktanteil sank von 11,7 % auf 10,5 %. Der einzige Grund für diesen Rückgang war die REWE- Handelskette. Langwierige Verhandlungen auf europäischer Ebene führten zu Werbeaussetzungen, reduzierten Sortimenten und damit verbundenen Störungen. Zwar trugen die starke Performance bei SPAR und In-and-Out-Aktionen im Hard-Discount-Kanal dazu bei, die Auswirkungen abzumildern, doch reichten diese nicht aus, um diese Verluste vollständig auszugleichen.

Im Jahr 2025 konnte die Kategorie C&S (Chips & Snacks) in Österreich leider nicht das Umsatzniveau des Vorjahres erreichen. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 % zurück, wobei die Tonnage um 1,6 % und die Anzahl der verkauften Packungen um 2,1 % sanken. Ähnlich wie in Deutschland hängt diese spürbare Zurückhaltung der Verbraucher mit den erheblichen allgemeinen Preissteigerungen zusammen, die in den vergangenen Jahren umgesetzt wurden. Gemessen an der Vergangenheit ist eine stärkere Zurückhaltung im Konsumverhalten zu verzeichnen.

Auch Pringles war von diesem Trend betroffen. Der Umsatz ging um 7,5 % zurück, das Volumen sank um fast 11 % und die Verkaufszahlen sanken gemessen an der Anzahl verkaufter Dosen um fast 6 %. Die Umstellung der Packungsgröße von 185 g auf 165 g führte zu einem deutlichen Anstieg des Preises pro Kilogramm. Zudem bewegten sich die Regalpreise bei mehreren Einzelhändlern in Richtung der 3,00-€-Marke, während die Aktionspreise häufig die Schwelle von 2,49 € überschritten. Bei dieser Preisposition weist Pringles einen erheblichen Aufschlag gegenüber konkurrierenden Marken auf, was zu einer deutlich schwächeren Verbrauchernachfrage führte. Infolgedessen sank der wertmäßige Marktanteil von 11,6 % auf 10,8 %.

Entwicklung der Geschäftstätigkeit und der Finanzlage

Der Gesamtumsatz sank im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 um TEUR 2.875 (10,2 %). Der Rückgang war in erster Linie auf Pringles zurückzuführen, bedingt durch schwächere Werbeaktivitäten und eine insgesamt geringere Verbrauchernachfrage. Infolgedessen sank der Ist-Bruttogewinn um 8 %.

Die wichtigsten Finanzkennzahlen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
20252024
Eigenkapitalquote60,74 %59,50 %
Nettoumsatzrendite2,41 %3,43 %

Der Gewinn nach Steuern für das Geschäftsjahr 2025 belief sich auf TEUR 609 gegenüber dem Vorjahresergebnis von TEUR 955 (-36 %). Nach Ansicht der Geschäftsführung entsprechen die Zahlen für 2025 den Erwartungen.

Risiken

Der Inflationsdruck bei wichtigen Rohstoffen stellt in Verbindung mit ungünstigen makroökonomischen Entwicklungen weiterhin ein Risiko für die Rentabilität der Gesellschaft dar, und zwar nicht nur auf dem österreichischen Markt, sondern auch auf anderen Märkten.

Die Preiserhöhungen der letzten Jahre haben zudem zu Spannungen in den Beziehungen zu einigen großen Einzelhändlern geführt. Um beide Bereiche wieder auf einen Wachstumskurs zu bringen, wird es entscheidend sein, mit diesen Einzelhandelsunternehmen zu einer Einigung zu gelangen.

Die Tatsache, dass sich Einzelhändler im gesamteuropäischen Markt zusammenschließen, stellt ein weiteres Risiko für unsere Nettopreisgestaltung und unsere Ertragskraft dar. Die Gesellschaft beobachtet diese Aspekte kontinuierlich. Das größte operative Risiko der Gesellschaft hängt mit ihrer Fähigkeit zusammen, in Österreich die Marktführerschaft in den Kategorien „verzehrfertige Frühstückscerealien“ und „salzige Snacks“ einnehmen zu können. Um diese Führungsposition behaupten zu können, ist es für Kellanova unerlässlich, ständig an der Spitze der Produktentwicklung zu stehen. Zu diesem Zweck werden von eigenen Kellog-Gesellschaften in den USA und Europa (jedoch nicht in Österreich) Forschungs- und Entwicklungsprogramme durchgeführt.

Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von finanziellen Risiken ausgesetzt, wie beispielsweise den direkten und indirekten Auswirkungen von Veränderungen im Schuldenstand, dem Wechselkursrisiko, dem Kreditrisiko, dem Liquiditätsrisiko und dem Zinsrisiko. Die Gesellschaft verfügt über Risikomanagementprogramme, die darauf abzielen, die Finanzrisken der Gesellschaft durch die Überwachung des Ausmaßes der Fremdfinanzierung und der damit verbundenen Finanzierungskosten unter Kontrolle zu halten.

Kundenzahlungen werden von der Gesellschaft genau überwacht, damit Liquiditätsrisiken auf Kundenseite erkannt und vermieden werden können.

Um Stabilität bei den Mittelabflüssen zu gewährleisten und damit das Zinsrisiko zu steuern, überprüft die Gesellschaft laufend ihren Schuldenstand, die Fälligkeit und Währungen der Verbindlichkeiten sowie die anfallenden Zinsaufwendungen, einschließlich der Aufteilung zwischen festen und variablen Zinsen. Falls erforderlich werden Absicherungsgeschäfte (Hedging) in Betracht gezogen.

Die Gesellschaft trägt das Ausfallrisiko der Kunden in Bezug auf die von ihren Vertriebspartnern verkauften Produkte, sofern der jeweilige Vertriebspartner vorgegebene Bonitätsprüfungen durchführt. Durch die vorgegebenen Verfahrensabläufe der Gesellschaft wird sichergestellt, dass derartige Prüfungen regelmäßig durchgeführt werden.

Liquiditätsrisiko

Die Gesellschaft stellt mittels eines geeigneten Profils lang- und kurzfristiger Fremdfinanzierung sicher, dass sie stets über ausreichende frei verfügbare Liquidität für ihre Geschäftstätigkeit verfügt.

Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft setzt keine derivativen Finanzinstrumente ein.

Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen.

Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zur Erkennung und Nutzung von Marktchancen für neue Lebensmittelprodukte werden von einer anderen Konzerngesellschaft durchgeführt. Die Gesellschaft hatte im Betrachtungszeitraum keine Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zu verzeichnen.

Ausblick für 2026

RTEC-Kategorie

Im Jahr 2026 setzt sich der Trend der vergangenen Jahre in der RTEC-Kategorie fort. Der Markt bleibt mit einem Umsatzwachstum von 0,5 %, einem Mengenwachstum von 0,5 % und einem Stückzahlwachstum von 1,1 % sehr stabil. Kellogg RTEC bleibt im Jahr 2026 weiterhin hinter dem Vorjahresniveau zurück, mit einem Umsatzrückgang von 2,5 % und einem Mengenrückgang von 0,4 %. Der Marktanteil nach Wert seit Jahresbeginn (YTD) 2026 liegt bei 10,2 %. Während traditionelle Cerealiensegmente Marktanteile gewinnen, werden diese Zuwächse durch Vertriebsverluste im Müsli- /Granola-Segment ausgeglichen.

Chips & Snacks

Nach Ablauf von fast sechs Monaten zeigt die Kategorie deutliche Anzeichen einer Erholung. Das Umsatzwachstum von 3,3 % wird durch Zuwächse bei Absatzmenge und Stückzahlen von 4,2 % bzw. 1,3 % gestützt. Natürlich wird erwartet, dass sich die FIFA-Weltmeisterschaft positiv auf die Entwicklung sowohl dieser Kategorie als auch auf die von Pringles auswirken wird. Mit diesem Rückenwind zeigt auch Pringles deutliche Anzeichen einer Erholung: der Umsatz, die Tonnage und die Anzahl der verkauften Packungen liegen alle über dem Vorjahresniveau (+2,3 %, +4,0 % bzw. +2,1 %). Infolgedessen liegt der wertmäßige Marktanteil stabil bei 10,8 %. Im April/Mai kehrte Pringles zur bisherigen

Packungsgröße von 185 g zurück, um ein ausgewogeneres Preis-Leistungs-Verhältnis zu erreichen. Darüber hinaus ist anzumerken, dass die Kellogg-Marke CHEEZ-IT nun ebenfalls in den Chips- und Snacks-Markt eingetreten ist.

Für das Jahr 2026 erwarten wir daher im Vergleich zu 2025 vor allem aufgrund von Pringles und der Einführung von Cheez It einen Anstieg des Gesamtumsatzes und des Betriebsergebnisses um 4-6%.

Wien, am 24. September 2026

Der Geschäftsführer,

unterzeichnet:

Mag. Volker Tratz

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.