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Geschäft und Rahmenbedingungen
Die Paul Klacska Gesellschaft m.b.H. ist im Bereich des Gütertransportes von Mineralöl eines der größten Unternehmen in Österreich. Gemeinsam mit den Tochtergesellschaften in Osteuropa führt die Klacska-Gruppe Mineralöl-, Flüssiggas- und Bitumentransporte im EU-Raum sowie in den angrenzenden Oststaaten insbesondere für Unternehmen der Mineralölwirtschaft durch.
Die Disposition von Tankstellen und der Endverbrauchergeschäfte wird mit einer speziell dafür entwickelten Software durchgeführt.
Zweigniederlassungen
Die Transporte werden von den Standorten 1230 Wien, Ketzergasse 212, mit ca. 43 TKW und 5020 Salzburg, Vilniusstrasse 8, mit ca. 49 TKW durchgeführt. Beide Standorte sind angemietet.
Verbundene Unternehmen
Zum 31.12.2025 werden die Geschäftsanteile (jeweils 100 %) der Tochterfirmen Klacska S.R.O. in Tschechien, Klacska S.R.O. in der Slowakei, Klacska K.F.T. in Ungarn, Klacska E.O.O.D. in Bulgarien, Paul Klacska Polska S.P.Z.O.O., Klacska Jugoslavija D.O.O. in Serbien, Klacska DOO in Serbien sowie Klacska SRL in Rumänien gehalten, die in der Bilanz als Anteile an verbundenen Unternehmen gezeigt werden.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen über TEUR 1.196 Paul Klacska Polska S.P.Z.O.O., TEUR 3.126 Klacska Bulgaria E.O.O.D, TEUR 1.678 Klacska Yugoslavija D.O.O. sowie TEUR 532 Klacska K.F.T. Ungarn sind per 31.12.2025 noch ausständig.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 1.808 EB Trans SA, Luxembourg, TEUR 1.700 Klacska S.R.O. Slowakei sowie TEUR 1.000 Klacska K.F.T. Ungarn.
Seit 2012 besteht ein Cash-Pooling-Vertrag zwischen EB Trans SA Luxembourg und Paul Klacska GmbH, wobei EB Trans SA Luxembourg als Cash-Pool Gesellschaft agiert. Diese Forderung gegenüber der EB Trans SA Luxembourg in Höhe von TEUR 9.051 wird per 31.12.2025 unter Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.
Geschäftsverlauf
Die Umsätze aus Beförderungsleistungen sind im Geschäftsjahr 2025 gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben.
Von den Gesamtinvestitionen TEUR 2.401 entfallen auf Zugänge an Fuhrpark und technischer Ausstattung auf TKWs TEUR 2.351 auf Betriebs- u. Geschäftsausstattung TEUR 32 sowie auf
Investitionen Gebäude auf fremden Grund TEUR 18.
Die Gewinne aus Fuhrparkabgängen beliefen sich auf TEUR 81.
Der durchschnittliche Mitarbeiterstand ist mit 238 Personen gegenüber dem Vorjahr (239) in etwa gleich geblieben. Von den Dienstnehmern entfallen 87 % auf Arbeiter (Fahrer, Mechaniker), für die Verwaltung kommen 13 % der Mitarbeiter zum Einsatz. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden TEUR 65 für Fortbildung, insbesondere für sicherheitstechnische Fahrerausbildungen aufgebracht.
Im Jahr 2025 wurden keine Dividendenausschüttungen getätigt. Das Geschäftsjahr wird mit einem Jahresüberschuss von TEUR 4.180 abgeschlossen.
Lage der Gesellschaft
Aufgrund längerfristiger Belieferungsverträge mit verschiedenen Mineralölgesellschaften ist die Auftragslage auch künftig gesichert.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Eigenkapitalrentabilität ist im Vergleich zum Vorjahr von 36,60 % auf 26,76 % gesunken. Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum Eigenkapital.
Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital (Eigenkapitalquote) beträgt 49,65 % und ist gegenüber 2024 gestiegen (2024: 43,92 %). Diese Eigenkapitalstärkung 2025 ist einerseits auf die positive operative Entwicklung der Gesellschaft zurückzuführen, sowie trugen andererseits Dividendenerträge der Tochtergesellschaften bei.
Die Anlagenintensität (Anteil Anlagevermögen am Gesamtvermögen) ist von 58,69 % in 2024 auf 49,65 % in 2025 gesunken.
Der Cashflow nach der Praktiker-Methode, Jahresüberschuss (EUR 4.179.926,88) abzüglich Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen (EUR 80.979,77), zuzüglich laufende Abschreibungen (EUR 1.995.073,47) und unter Berücksichtigung von Zu- und Abnahmen der langfristigen Rückstellungen (EUR 184.081,35) ergibt 2025 EUR 6.278.101,93 (2024: TEUR 6.359).
Risikomanagement
Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist es, finanzielle Risiken jeglicher Art so gering wie möglich zu halten. Folgende Risiken könnten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens beeinträchtigen:
Durch wechselweise Einsatzmöglichkeit der Dienstnehmer innerhalb der gesamten Klacska-Gruppe gegen entsprechende Kostenverrechnung ist dieses Risiko fast gänzlich ausgeschaltet. Außerdem besteht ein strukturiertes Logistiksystem mit integrierter Datenfernübertragung, wodurch der Dispositionsbedarf beim Kunden unmittelbar erkannt und entsprechende Maßnahmen für die bestmögliche Auslastung der Mitarbeiter rechtzeitig eingeleitet werden können. Es wird am Ende eines Jahres jeweils für das Folgejahr Investitions- und Budgetpläne aufgestellt. Durch monatliche Ist-Budget-Vergleiche sowie durch regelmäßiger Erstellung einer Cash-Flow Vorausschaurechnung können rechtzeitig allfällig notwendige Maßnahmen eingeleitet werden, sodass der Finanzbedarf längerfristig sichergestellt ist. Außerdem ist die Liquidität des Unternehmens durch den Cash-Pooling-Vertrag mit Luxembourg, aber auch durch die gute Eigenkapitalausstattung gesichert.
Durch entsprechende Auswahl der Kunden, langjährige Geschäftsbeziehungen und durch den Umstand, dass die belieferten Mineralölunternehmen allfällige Mehrkosten in der Beschaffung unmittelbar durch Treibstoffpreiserhöhungen an die Letztverbraucher weitergeben können, ist die gute wirtschaftliche Situation der Großkunden und damit die Zahlungsfähigkeit der Kunden gewährleistet. Außerdem werden die Transportleistungen nach Abstimmung der Leistungen mit dem Kunden rasch und regelmäßig (in zweiwöchentlichen oder monatlichen Zeitabständen) an die Kunden weiterbelastet. Das Ausfallsrisiko bezüglich der übrigen aktiven originären Finanzinstrumente kann als gering angesehen werden, da es sich um Geschäftsanteile und Ausleihungen an 100 % Tochtergesellschaften handelt.
a) Auftragsrisiko: Durch langfristige Belieferungsverträge mit den Mineralölfirmen ist dieses Risiko minimiert. b) Risiko der Unterbeschäftigung von Dienstnehmern bzw. Risiko der verspäteten Leistungserfüllung:
c) Kreditrisiko: d) Liquiditätsrisiko: e) Zinsänderungsrisiko: Für originäre Finanzinstrumente, wie Finanzanlagevermögen, Finanzforderungen sind größtenteils fixe Zinssätze vereinbart. f) Währungsänderungsrisiko: Es bestehen ausschließlich originäre Finanzinstrumente in Euro-Währung. g) Risiko im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten: Die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlichen Finanzinstrumente sind Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen bzw. Verbindlichkeiten, Kassenbestand, Bankguthaben und Bankverbindlichkeiten. h) Risiko aus dem Einsatz derivativer Instrumente: Keine
i) Transportrisiko:
Das Unfallrisiko wird durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Maximalfahrzeiten hintangehalten. Dies wird insbesondere durch Zweier- oder Dreierschichten gewährleistet. Außerdem legt das Unternehmen hohen Wert auf die Schulung der Mitarbeiter. Die Fahrer besuchen auf Firmenkosten regelmäßig Fahrsicherheitstrainingskurse, Kurse für defensives Fahren und werden auch verkehrspsychologisch geschult. Die Fahrzeuge werden regelmäßig überprüft und technisch auf modernstem Stand gehalten. Zur Abdeckung allfälliger Schadenersatzansprüche aus Unfallschäden sind Fahrzeuge und Ladung entsprechend versichert.
Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft – Prognosebericht
Unser Unternehmen hat während der letztjährigen Krisen (u. a. COVID-19 Pandemie mit Lockdowns und dem Ukraine/Russland Konflikt) einen Krisenmanagementplan erarbeitet und nachhaltig implementiert, um den langfristigen Fortbestand des Unternehmens zu gewährleisten und die kurz- und mittelfristige Liquidität sicherzustellen, sodass die Gesellschaft auch weiterhin in der Lage ist, die notwendigen und geplanten Investitionen durchzuführen.
Dadurch ist es uns gelungen, das Wirtschaftsjahr 2025 mit einem Anstieg bei den Umsatzerlösen abzuschließen, die erforderlichen Investitionen zu tätigen und die jederzeitige Liquidität sicherzustellen.
Die Mengenentwicklung zu Jahresbeginn 2026 war sehr positiv. Die Auswirkungen des Beginns des Konfliktes zwischen den USA und dem Iran am 28.02.2026 führte zu einem sprunghaften Anstieg der Nachfrage in der unmittelbaren Zeit danach gefolgt von einer abgeschwächten Nachfrage in den Wochen darauf sowie einer Stabilisierung ab April. Gleichzeitig kam es durch die deutlichen Preisunterschiede von Treibstoffen zu den Nachbarländern zu einer erhöhten Transportnachfrage in diesen Ländern welch die gesunkene Nachfrage in Österreich kompensieren konnte. Die Preisentwicklung bei den Treibstoffkosten hatte kurzfristige Auswirkung auf die Ertragslage konnte jedoch durch die Indexierung des Treibstoffpreises in den Verkaufspreisen in den beiden darauffolgenden Monaten kompensiert werden.
Wir erwarten für 2026 eine stabile Entwicklung der Ergebnisse sowie einen leichten Umsatzanstieg und eine ausreichende Liquidität zur Finanzierung der geplanten Investitionen der Gesellschaft. Dieser Ausblick für 2026 erfolgt unter den Annahmen, dass sich die makroökonomischen Entwicklungen im Jahresverlauf nicht deutlich verschlechtern und die aktuellen weltweiten Krisen nicht weitere wesentliche Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung insbesondere in Europa hat.
Jedenfalls gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, dass auf Basis des oben angeführten Maßnahmenkonzeptes der Fortbestand des Unternehmens („Going Concern Prämisse“) gewährleistet ist.
Forschung und Entwicklung
Im Bereich Forschung und Entwicklung wurden keine Aktivitäten gesetzt.
Wien, am 18. Juni 2026
Die Geschäftsführer
Ing. Mag. Alexander Klacska eh
Tng/Alfred Klacska eh