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L L L Lagebericht
Die Burgenland Holding Aktiengesellschaft hält 49 % am Grundkapital der Burgenland Energie AG. Aus diesem Grund wird bei den Erläuterungen zum energiewirtschaftlichen und -politischen Umfeld im Lagebericht der Burgenland Holding Aktiengesellschaft vorwiegend auf die Burgenland Energie Gruppe (Burgenland Energie) eingegangen.
Energiepolitisches Umfeld
Energie- und Klimapolitik
Europäische Union
Im Februar 2025 hat die Europäische Kommission den EU Clean Industrial Deal als neues industriepolitisches Maßnahmenpaket vorgestellt. Ziel ist es, die Dekarbonisierung der europäischen Industrie gezielt mit Maßnahmen zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu verbinden. Die Förderung Europas als attraktiven Standort für industrielle Produktion im globalen Wettbewerb soll sich positiv auf Beschäftigung und Wirt-schaftswachstum auswirken. Im Juni 2025 veröffentlichte die Europäische Kommission einen neuen Beihilfenrahmen. Dieser legt spezifische Fördermaßnahmen fest, mit denen Investitionen in klimafreundliche, erneuerbare und kohlenstoffarme Technologien erleichtert und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie gestärkt werden sollen.
Ebenfalls im Juni 2025 verabschiedete das Europäische Parlament den Initiativbericht „Stromnetze als Rückgrat des Energiesystems der EU”. Der Bericht unterstreicht die zentrale Rolle leistungsfähiger Stromnetze für das Erreichen der Klima-, Energie- und Wettbewerbsziele der EU. Er richtet klare Forderungen an die Europäische Kommission, darunter die Förderung innovativer Technologien und Flexibilitätslösungen zur besseren Nutzung bestehender Kapazitäten und zum kosteneffizienten Netzausbau. Investitionsanreize sollen die grenzüberschreitende Integration der Energienetze stärken und Engpässe reduzieren. Weitere Forderungen betreffen die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren sowie eine strategisch koordinierte Netzplanung über Ländergrenzen hinweg.
Anfang Juli 2025 veröffentlichte die Europäische Kommission
Dokumente mit vier konkreten Maßnahmen, die zur Umsetzung des Clean Industrial Deal beitragen sollen:
→ Beschleunigung der Genehmigungsverfahren für innovative Technologien und neue Anwendungen im Bereich erneuerbarer Energien → Netzentgeltschemata, die Systemkosten z. B. durch Flexibilität im Verbrauch, effizientere Nutzung der Netzinfrastruktur und kosteneffizienteren Netzausbau senken → Definition spezieller Zielgebiete zur Beschleunigung der Genehmigungsverfahren für Netze und Speicherinfrastruktur → Steuerliche Anreize zur Unterstützung sauberer Investitionen
Gleichzeitig pråsentierte die Europäische Kommission einen Legislativvorschlag zur Ergânzung der EU-Treibhausgasziele. Dessen Kernstück ist ein neues Zwischenziel für das Jahr 2040: Die Nettotreibhausgasemissionen sollen gegenüber dem Basisjahr 1990 um 90 % reduziert werden. Dieses Ziel ergänzt die bestehenden Klimaziele für 2030 und bildet einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2050. Zur Unterstützung der Mitgliedstaaten schlägt die Kommission drei Vereinfachungen vor, die den gesetzlichen Rahmen ergänzen:
→ Sektorübergreifende Ausgleichsmöglichkeiten: Diese sollen nationale Unterschiede berücksichtigen und den Mitgliedstaaten ermöglichen, Emissionsminderungen zwischen verschiedenen Wirtschaftssektoren auszugleichen. → Kompensation von Restemissionen: Nicht vermeidbare Emissionen sollen durch Technologien wie CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS) ausgeglichen werden können. →Begrenzte Nutzung internationaler Emissionsgutschriften ab 2036: Mitgliedstaaten dürfen ab diesem Zeitpunkt in definiertem Umfang internationale Gutschriften zur Kompensation von Emissionen einsetzen.
Österreich
In Osterreich müssen jene EU-Richtlinien und Verordnungen für den Energiebereich in nationales Recht umgesetzt werden, die schon zu einem früheren Zeitpunkt auf EU-Ebene beschlossen wurden. Ein zentraler Schritt dazu ist der Entwurf für ein neues Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG), mit dem das bestehende Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz (ElWOG) abgelöst werden soll. Der Entwurf für dieses neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz hat im Sommer 2025 das parlamentarische Begutachtungsverfahren durchlaufen und ist seither Gegenstand politischer Verhandlungen. Für das EIWG besteht aufgrund verfassungsrechtlicher Bestimmungen das Erfordernis einer Zwei-Drittel-Mehrheit im österreichischen Nationalrat. Auch das Erneuerbaren-Gas-Gesetz, dessen Inkrafttreten ebenfalls eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Nationalrat voraussetzt, ist derzeit Gegenstand politischer Verhandlungen, und auch der Beschluss des Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetzes ist noch nicht erfolgt.
Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld
Wirtschaftliches Umfeld!
Die Weltwirtschaft zeigt sich 2025 widerstandsfähig, steht jedoch unter erheblichem Druck. Das globale Wachstum soll laut IWF etwa 3 % betragen, bleibt aber von Unsicherheiten und geopolitischen Spannungen geprägt. Auch wenn die Inflation in vielen Regionen sinkt, bleibt sie in den USA über dem Zielwert und beeinflusst die Geldpolitik damit weiterhin. Handelskonflikte, insbesondere neue US-Zölle, belasten den internationalen Handel, parallel dazu gewinnen nationale Interessen und eine stärkere Regionalisierung der Wertschöpfungsketten an Bedeutung. Die hohe Staatsverschuldung vieler Länder schränkt den finanzpolitischen Spielraum ein und erschwert Investitionen in Zukunftsbereiche wie Klimaschutz und Digitalisierung. Dennoch treiben technologische Innovationen und neue Handelsabkommen den internationalen Austausch voran. Einige Schwellenländer – allen voran Indien – profitieren von demografischem Wachstum, während China mit strukturellen Herausforderungen kämpft.
In manchen Regionen, etwa im Euroraum, wird die Geldpolitik seitens der Zentralbanken gelockert, um den Konsum zu stützen. Insgesamt bleibt die Weltwirtschaft damit auf einem fragilen Erholungspfad, dessen Verlauf stark von politischen Entscheidungen abhängt. Für den Euroraum wird in diesem Umfeld nach einem Plus von 0,9 % im Jahr 2024 für 2025 mit moderaten Wachstumsraten zwischen 0,9 % und 1,3 % und für 2026 mit Zuwächsen zwischen 1,0 % und 1,4 % gerechnet. Die österreichische Wirtschaft befindet sich 2025 weiterhin in einer schwierigen Phase. Nach zwei Jahren der Rezession ist eine Stabilisierung wahrnehmbar, ein echter Aufschwung zeichnet sich jedoch vorerst nicht ab. Das Bruttoinlandsprodukt stagniert und dürfte 2025 lediglich um 0,3 % wachsen. Gleichzeitig bleibt die Inflation mit rund 4,0 % hoch und liegt damit weit über dem EU-Durchschnitt von 2,3 %. Der Arbeitsmarkt zeigt sich zwar robust, die Arbeitslosigkeit steigt jedoch weiter
an und liegt derzeit über 7 %. Für 2026 wird eine moderate Konjunkturerholung mit einem Plus von etwa 1,0 % erwartet; Osterreich bleibt damit weiterhin unter dem EU-Wachstum.
1) Quellen: „European Economic Forecast, Spring 2024", EU-Kommission, Mai 2024; „Herbst-Prognose der österreichischen Wirtschaft 2024-2025“, IHS, Oktober 2024;
2) „Prognose für 2024 und 2025: Rezession in Österreich hält sich hartnäckig", WIFO, Oktober 2024;
„Global Economic Prospects”, World Bank, Juni 2024;
„World Economic Outlook“, International Monetary Fund, Oktober 2024
Energiewirtschaftliches Umfeld
Das Energiegeschäft der Burgenland Energie ist wesentlich durch externe Einflussfaktoren geprägt. So wird der Vertrieb an Haushaltskund*innen vor allem von der Witterung und vom aktuellen Marktpreisniveau beeinflusst. Milde Temperaturen und Einsparmaßnahmen angesichts hoher Preise können die Nachfrage nach Strom und Gas dämpfen. Dabei hängen die Marktpreise und damit die Beschaffungspreise der Burgenland Energie wesentlich vom energie- und geopolitischen Umfeld ab. Die Nachfrage der Industriekund*innen wiederum ist primär durch die wirtschaftliche Entwicklung bestimmt. In den letzten Jahren spielen auch Veränderungen im Verhalten der Kund*innen, die sich mehr und mehr zu sogenannten Prosumers entwickeln, eine immer größere Rolle. Für die Energieerzeugung sind schließlich das Winddargebot sowie die Sonneneinstrahlung relevant.
Das Berichtsjahr war von deutlich kälterer Witterung geprägt als das vorangegangene Geschäftsjahr. Die Heizgradsumme – sie definiert den temperaturbedingten Energiebedarf – lag in Osterreich deutlich über dem Vorjahreswert und auch knapp über dem langjährigen Durchschnitt. Die Kühlgradsumme, die den Energiebedarf für Kühlung bemisst, lag im Geschäftsjahr 2024/25 unter dem außerordentlich hohen Vorjahreswert und kam deutlich unter dem langjährigen Mittelwert zu liegen. Die Bedingungen für die Stromerzeugung aus Wind zeigten sich in der Berichtsperiode deutlich ungünstiger als im Vergleichszeitraum. So blieb das Windaufkommen in Osterreich
nicht nur hinter den teils sehr hohen Vorjahreswerten, sondern auch hinter dem langjährigen Durchschnitt deutlich zurück, Unterschiedlich entwickelten sich in der Berichtsperiode die Primärenergie- und Energiepreise. Der durchschnittliche EEX- Börsepreis für Erdgas etwa lag zum Bilanzstichtag mit 40,5 MWh deutlich über dem Vorjahreswert von 33,9 Euro pro MWh, getrieben von den im Vergleich zum Vorjahr geringeren Gasspeicherständen in Verbindung mit der kühleren Witterung. Die Preise für CO2-Emissionszertifikate hingegen blieben nach unterjährigen Schwankungen mit 69,6 Euro pro Tonne gegenüber dem Vorjahreswert von 69,1 Euro pro Tonne nahezu unverändert.
Aufgrund der wachsenden Bedeutung erneuerbarer Kapazitäten im Energiesystem ist die unterjährige Entwicklung der Strompreise mittlerweile stark von saisonalen Effekten und den Erzeugungsbedingungen für erneuerbare Energien beeinflusst. Im Berichtsjahr führten die geringeren Erzeugungsmengen aus Wind- und Wasserkraft zu einem deutlichen Anstieg der Marktpreise für Strom: Die Spotmarktpreise für Grund- und Spitzenlaststrom lagen bei durchschnittlich 99,8 Euro pro MWh bzw. 106,3 Euro pro MWh (Vorjahr: 75,2 Euro pro MWh bzw. 85,5 Euro pro MWh).
| Energiewirtschaftliches Umfeld – Kennzahlen | |||
|---|---|---|---|
| 2024/25 | 2023/24 | ||
| Heizungsbedingter Energiebedarft) | 6 | 99,8 | 87,6 |
| Kühlungsbedingter Energiebedarf1) | 6 | 79,6 | 143,4 |
| Primärenergiepreise und CO2-Emissionszertifikate | |||
| Rohöl - Brent | EUR/Barrel | 64,7 | 77,9 |
| Erdgas – THE2) | EUR/MWh | 40,5 | 33,9 |
| CO2-Emissionszertifikate | EUR/t | 69,6 | 69,1 |
| Strom – EPEX Spotmarkt3) | |||
| Grundlaststrom | EUR/MWh | 99,8 | 75,2 |
| Spitzenlaststrom | EUR/MWh | 106,3 | 85,5 |
1) Berechnet nach Heiz- bzw. Kühlgradsummen; die Basis (100 %) entspricht dem bereinigten langjährigen Durchschnitt der Messwerte 2) Trading Hub Europe (THE) – European Energy Exchange (Börsepreis für Erdgas) 3) EPEX Spot – European Power Exchange
Burgenland Holding Aktiengesellschaft
Wirtschaftliche Entwicklung
Analyse des Geschäftsjahres 2024/25
→ Beteiligungserträge mit 12,1 Mio. Euro leicht über dem Niveau des Vorjahres → Anstieg des Jahresüberschusses analog zur Entwicklung der Beteiligungserträge → Vorschlag an die Hauptversammlung: Dividende in Höhe von 4,05 Euro je Aktie
Ertragslage
Der Erfolg der Burgenland Holding Aktiengesellschaft wird im Wesentlichen von der Dividende des Beteiligungsunternehmens Burgenland Energie AG bestimmt. Insgesamt sind der Burgenland Holding Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2024/25 Beteiligungserträge in Hõhe von 12,1 Mio. Euro (2023/24: 11,6 Mio. Euro) zugeflossen. Neben der Dividende der Burgenland Energie AG für das Geschäftsjahr 2023/24 in Höhe von 11,8 Mio. Euro (Vorjahr: 11,3 Mio. Euro) wurde eine Dividende der Wiener Börse AG für das Geschäftsjahr 2024 in Höhe von 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) vereinnahmt.
Die Burgenland Holding Aktiengesellschaft beschäftigt kein
Personal.
Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2024/25 eine Dividende in Höhe
von 4,05 Euro je Aktie (Vorjahr: 3,85 Euro je Aktie) an die Aktionär*innen auszuschütten. Das entspricht einer Dividendenzahlung in Höhe von 12,15 Mio. Euro.
Stabile Vermögens- und Kapitalstruktur
Die solide Bilanzstruktur der Burgenland Holding Aktiengesellschaft blieb im Geschäftsjahr 2024/25 gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Die Bilanzsumme lag mit rund 82,6 Mio. Euro um 0,7 % leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die Eigenkapitalquote zum Stichtag 30. September 2025 betrug 99,99 %.
2. Es gibt keine über die Bestimmungen des Aktiengesetzes hinausgehenden Beschränkungen der Stimmrechte bzw. Vereinbarungen über die Beschränkung der Übertragbarkeit von Aktien. 3. Mehrheitseigentümerin der Burgenland Holding Aktiengesellschaft ist die EVN AG, die unverändert einen Anteil von 73,63 % hält. Die VERBUND AG ist mit über 10 % und die WIEN ENERGIE GmbH mit 5 % bis 10 % beteiligt. Die Anteile der übrigen Aktionär"innen liegen jeweils unter der meldepflichtigen Stimmrechtsschwelle von 4 % bzw. befinden sich im Streubesitz. 4. Es wurden keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten ausgegeben. 5. Eine Kapitalbeteiligung der Arbeitnehmenden existiert nicht, da die Gesellschaft keine Mitarbeitenden beschäftigt. 6. Der Vorstand besteht aus zwei Mitgliedern, die vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen werden. Dabei ist neben den aktienrechtlichen Vorschriften aufgrund der Eigentumsverhältnisse insbesondere auch das Stellenbesetzungsgesetz einzuhalten, das eine öffentliche Ausschreibung vorsieht.
Burgenland Holding Aktie
(Angaben nach § 243 Abs. 1 UGB)
1. Per 30. September 2025 betrug das Grundkapital der Burgenland Holding Aktiengesellschaft 21,81 Mio. Euro und war unterteilt in 3.000.000 Stück auf Inhaber*innen lautende nennwertlose Stückaktien. Die Burgenland Holding Aktiengesellschaft notiert im Segment „Standard Market Auction” der Wiener Börse. Form und Inhalt der Aktienurkunden setzt der Vorstand fest. Der Anspruch auf Einzelverbriefung der Aktien ist ausgeschlossen. Es existiert nur eine Aktiengattung. Alle Aktien haben die gleichen Rechte und Pflichten.
7. Es bestehen keine Befugnisse des Vorstands gemäß § 243a Abs. 1 Z 7 UGB. 8. Zwischen der Burgenland Holding Aktiengesellschaft und der Landesholding Burgenland GmbH besteht ein Syndikatsvertrag in Bezug auf die Burgenland Energie AG. Ein Kontrollwechsel bei einem der beiden Anteilsinhaber"innen der Burgenland Energie AG hätte ein Aufgriffsrecht der Anteile an der Burgenland Energie AG durch die andere Vertragspartnerin zur Folge. 9. Entschädigungsvereinbarungen zugunsten von Organen oder Mitarbeitenden für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots gemäß § 243a Abs. 1 Z 9 UGB bestehen nicht. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite der Gesellschaft unter www.buho.at.
Burgenland Holding Aktiengesellschaft –
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Kennzahlen | ||||
| Mio. EUR | 2024/25 | 2023/24 | in | % |
| Ergebnis vor Steuern | 12,2 | 11,7 | 4,2 | |
| Beteiligungserträge | 12,1 | 11,6 | 4,7 | |
| Jahresüberschuss | 12,1 | 11,7 | 3.9 | |
| Bilanzsumme | 82,6 | 82,0 | 0.7 | |
| Anlagevermögen | 71,3 | 71.3 | ||
| Umlaufvermögen und aktive Rechnungsabgrenzung | 11,2 | 10,6 | 5,7 | |
| Eigenkapital | 82,6 | 82.0 | 0,7 | |
| Fremdkapital | 0,0 | 0,0 | ||
Kennzahlen Geschäftsjahr 2024/25
Kennzahlen zur Ertragslage
| Veränderung | Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2024/25 | 2023/24 | absolut | in % | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | Ergebnis vor Steuern | 12.154 | 11.668 | 486 | 4,2 |
| + Zinsen und ähnliche | |||||
| Aufwendungen gemäß § 231 (2) | |||||
| Z 15 UGB |
Die Geschäftstätigkeit der Burgenland Holding Aktiengesellschaft besteht im Halten und Verwalten von Beteiligungen. Die
Burgenland Holding Aktiengesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2024/25 keine Umsatzerlöse.
| Kapitalrentabilität | Veränderung | |||
|---|---|---|---|---|
| 2024/25 | 2023/24 | in %-Punkten | ||
| Eigenkapitalrentabilität | Ergebnis vor Steuern/ | 14,8 % | 14,3 % | 0,5 |
| durchschnittliches Eigenkapital | ||||
| Gesamtkapitalrentabilität | Ergebnis vor Zinsen und Steuern/ | 14,8 % | 14,3 % | 0.5 |
| durchschnittliches Gesamtkapital |
Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
| Veränderung | Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2024/25 TEUR | 2023/24 | absolut | in % | ||
| Nettoumlaufvermögen Umlaufvermögen | 10.615 11.220 | 605 | 5.7 | ||
| – langfristiges Umlaufvermögen | |||||
| = kurzfristiges Umlaufvermögen | |||||
| – kurzfristiges Fremdkapital | |||||
| Eigenkapitalquote Eigenkapital/Gesamtkapital | 99,99 % 99,98 % | ||||
Die Burgenland Holding Aktiengesellschaft weist sowohl zum Stichtag 30. September 2025 als auch zum Vergleichsstichtag keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus. Das Nettoumlaufvermögen liegt aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegenen Jahresergebnisses über dem Vorjahreswert. Der Nettoverschuldungsgrad (Nettoverschuldung/Eigenkapital) beträgt wie im Vorjahr 0,0 %.
| Geldflussrechnung | Veränderung | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2024/25 | 2023/24 | absolut | in % |
| 11.522 | 11.420 | 102 | 0.9 | |
| Netto-Geldfluss der laufenden Geschäftstätigkeit | ||||
| Netto-Geldfluss der Investitionstätigkeit | 0,00 | 0,00 | ||
| Netto-Geldfluss der Finanzierungstätigkeit | -11.550 | -11.400 | -150 | 1.3 |
| -28 | 20 | -48 | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands |
1) Zusammensetzung des Finanzmittelbestands: Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzmittelbestand Konzern-Cash-Pooling
Ausgehend von einem Jahresüberschuss von 12,1 Mio. Euro (Vorjahr: 11,7 Mio. Euro) konnte ein operativer Cashflow in Höhe von 11,5 Mio. Euro Vorjahr: 11,4 Mio. Euro) erzielt werden. Ausschlaggebend für den höheren Jahresüberschuss waren vor allem die gestiegenen Ausschüttungen der Beteiligungsunternehmen der Burgenland Holding Aktiengesellschaft.
Umweltschutz
Nennenswerte umweltrelevante Aktivitäten finden in der Gesellschaft selbst nicht statt; sie spielen aber in der Beteiligungsgesellschaft Burgenland Energie AG eine große Rolle. Die Burgenland Energie AG leistet als Österreichs größter Windstromproduzent einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz.
Zweigniederlassungen
Die Burgenland Holding Aktiengesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.
Risikobeurteilung und Kontrollmaßnahmen
Die am Rechnungslegungsprozess über einen Dienstleistungsvertrag mit der EVN AG beteiligten Personen sind entsprechend qualifiziert und werden regelmäßig geschult. Das Rechnungswesen der Gesellschaft wird mit dem ERP-Softwaresystem SAP, Modul FI (Finanz-/Rechnungswesen), geführt und durch Zugriffsberechtigungen sowie zwingende automatische sowie manuelle Kontrollschritte geschützt.
Durch eine das Vier-Augen-Prinzip verfolgende Unterschriftenregelung wird die risikominimierende Beauftragung Dritter und die korrekte Erfassung und Bezahlung externer Belege gewährleistet.
Weiters ist die Gesellschaft aufgrund des mit der EVN AG bestehenden Dienstleistungsvertrags in ein internes Kontrollsystem sowie in ein Revisionssystem eingebunden.
Das Kreditrisiko wird vom Unternehmen laufend überwacht. Aufgrund der Veranlagung der liquiden Mittel im EVN Konzern wird das Kreditausfallsrisiko als nicht wesentlich eingestuft.
Der von der Burgenland Holding Aktiengesellschaft festgelegte Verhaltenskodex und die darin zugrunde gelegten Wertvorstellungen gelten für alle für die Burgenland Holding Aktiengesellschaft tätigen Personen. Ein Compliance-Management-System wurde eingerichtet.
Der Vorstand erhält vierteljährlich einen umfassenden Bericht über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, der neben einer Bilanz auch eine Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine Kapitalflussrechnung enthält. Diese Berichte werden
auch dem Aufsichtsrat der Gesellschaft vierteljährlich vorgelegt.
Die Burgenland Holding Aktiengesellschaft richtet zudem großes Augenmerk auf die Kontrolle des Beteiligungsrisikos.
Finanzinstrumente, Risiken und Ungewissheiten
Die bestehenden originären Finanzinstrumente sind in der Bilanz unter den Forderungen und Verbindlichkeiten ausgewiesen. Darüber hinaus bestehen Bankguthaben und Beteiligungen. Derivative Finanzinstrumente gibt es nicht. Das Fremdwährungsrisiko wird als gering eingestuft. Ein Zinsänderungsrisiko im Bereich der Finanzierung besteht im marktüblichen Ausmaß. Aufgrund der Veranlagung im EVN Konzern ist das Kreditausfallsrisiko als gering einzustufen.
Forschung und Entwicklung
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten finden nicht im Unternehmen selbst, sondern in der Beteiligungsgesellschaft Burgenland Energie AG statt.
Ausblick
Für die Burgenland Energie AG wird für das Geschäftsjahr 2024/25 ein Ergebnis in etwa auf gleichbleibendem Niveau erwartet. Die Burgenland Holding Aktiengesellschaft geht daher im Geschäftsjahr 2025/26 von nahezu stabilen Beteiligungserträgen aus,
Eisenstadt, am 20. November 2025
Der Vorstand
Dr. Klaus Kohlhuber LL.M. Mitglied des Vorstands Mag. Sonja Kunert Mitglied des Vorstands
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