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Lagebericht 2025

Franz Plasser Vermietung von Bahnbaumaschinen Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 07. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

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Lage bericht 2025

Firma: Ersteintragung: Franz Plasser Vermietung von Bahnbaumaschinen Gesellschaft m.b.H. (in Folge: „FP Vermietung“) Eingetragen im Firmenbuch des Handelsgerichtes Wien unter FN 126389 t; Handelsgericht Wien, HRB 10264 am 31.07.1967 Stammkapital: Geschäftsjahr: EURO 1.500.000,— 1.1. bis 31.12.2025 Gegenstand des Unternehmens: Dienstleistungsbetrieb; Tochterfirma von Plasser & Theurer, Export von Bahnbaumaschinen, Gesellschaft m.b.H. Sitz der Firma: Werke: Wien Purkersdorf Anzahl der Beschäftigten: Angestellte: 37 Arbeiter: 75

Geschäftsführung: Georg Skalla (bis 31.01.2026); Daniel Maxera (seit 01.02.2026) Prokuristen: Ing. Markus Schnetz, Ing. Frank Hochegger, Dr. Oliver Rammerstorfer, Florian Pummerer, Dipl.Ing. Bernhard Antony, Stefan Walter

Darstellung der Branchensituation und Konjunktur, Position des Unternehmens in der Branche, sowie Geschäftsverlauf:

Die in 2022 bis 2024 folgend rasant angestiegene Inflation (Ukraine Krieg) und damit massiven Kostensteigerungen bei Energieträgern, Materialien und letztlich auch übermäßigen Steigerungen der Personalkosten in Österreich haben auch im Wirtschaftsjahr 2025 zu zusätzlichen Kostenbelastungen der FP Vermietung geführt. Da diese weiteren Kostensteigerungen speziell in dem sich in der Realität darstellenden Ausmas zu Ende 2024 nicht vorhersehbar und damit budgetiert waren, ist es nur durch für 2024 und auch 2025 geplanten und umgesetzten Einsparungen (Personal, Sachgüter, Schulungen, Urlaubsabbau, Oberstundenmonitoring, Wettbewerbssicherungsklausel, etc.) einerseits und Dank ursprünglich nicht budgetierter Umsätze andererseits zu einem wiederum zumindest positiven Ergebnisses vor Steuer gekommen.

Es zeigte sich auch in 2025 dass im Bereich der systemrelevanten „Infrastruktur Bahn“ weiterhin ein, nahezu ungestörter, basisauslastender Geschäftsablauf aufrecht zu erhalten war. Durch die Geschäftsleitung bzw. in den einzelnen Geschäftsbereichen der FP Vermietung fand wiederum eine laufende Überprüfung der Lage sowie ihrer möglichen Auswirkungen statt. Im Jahr 2025 waren eine Umsatzrückerhöhung und EBIT-Erhöhung zu verzeichnen.

Die weiteren finanziellen Auswirkungen der geopolitischen Lage und der damit ggf. verbundenen Kostensteigerungen (Zölle, Inflation, Lieferketten, Personalressourcen, etc.) lassen sich aus heutiger Sicht für 2026 weder genau abschätzen noch quantifizieren, jedoch ist derzeit noch von einem Rückgang der Inflation und somit der Preissteigerungen auszugehen.

Die Wirtschaftskonjunktur in Österreich und im benachbarten Ausland hat sich im Jahr 2025 branchenspezifisch wiederum gut weiterentwickelt, die Erwartungen an ein moderates Wirtschaftswachstum konnten wiederum branchespezifisch erfüllt werden. Es ist dem Unternehmen daher auch im Jahr 2025 gelungen, ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

Die Umsatzerlöse haben sich von EUR 30,787 Mio. im Jahr 2024, auf EUR 32,018 Mio. im Jahr 2025 erhöht.

Das Unternehmen als Servicedienstleister Bahnbau, Reparaturwerkstätte Bahnbau, und Bahnbauunternehmen im maschinellen Gleisbau befindet sich jedoch aufgrund der nicht unwesentlichen Abhängigkeit in seiner Geschäftstätigkeit von der Konzernmutter als Maschinenbauer und Maschinenlieferantin in einem herausfordernden Markt- und eingeschränkten Wirtschaftsumfeld und es bedarf ständiger Anstrengungen, um im immer intensiver werdenden Zeit- und Wettbewerbsdruck weiter erfolgreich zu bleiben.

Um daher die Zielvorgaben auch in 2026 erreichen zu können, benõtigt das Unternehmen weiterhin die volle Einsatzbereitschaft eines jeden einzelnen Mitarbeiters, um auch die Zukunft der Arbeitsplätze zu sichern und die Vollbeschäftigung gewährleisten zu können.

Größte Herausforderung ist daher weiterhin die Erhaltung und Erweiterung eines qualifizierten Personalstandes.

Konkrete Aufgabengebiete der Gesellschaft umfassen einerseits die Wartung und Reparatur eigener Bahnbaumaschinen sowie auch die von externen Betreibern.

Andrerseits umfass ein weiterer Geschäftsbereich den maschinellen Gleisbau mit eigenen Bahnbaumaschinen. Größter externer Kunde der Gesellschaft ist diesbezüglich weiterhin die ÖBB (ca. 90%) – die Aufträge werden öffentlich ausgeschrieben und an Unternehmen vergeben. Hauptsächlich erfolgt die Vergabe an Arbeitsgemeinschaften (=ARGE). Die ARGEn vergeben in Folge zum Teil noch Subaufträge an Unternehmen. Hauptsächlich arbeitet die FP Vermietung als Subunternehmer für diverse ARGEn ie ARGE ÖBB Stopfen, ARGE Schmalspur, ARGE ÖOBB Reinigung.

Auch in 2025 war die FP Vermietung und wird auch 2026 wiederum in drei aktiven ARGEn tatsächlich ARGE Partner (ARGE Schmalspur MDZ und ARGE RM). Die Verrechnung an die ÖBB erfolgt immer nur durch die ARGE selbst. Die Unternehmen verrechnen ihre Leistungen an die ARGE. Bei Subaufträgen erfolgt die Verrechnung auch an die ARGE. Die Rechnungslegung der ARGE an den Auftraggeber erfolgt in der Regel zeitgleich mit der Rechnungslegung FP Vermietung an die ARGE.

Unter den bestehenden Rahmenverträgen ARGE OBB Stopfen bzw. Reinigung werden seit 2015 maschinelle Stopf- bzw. Schotterbettreinigungsarbeiten auf der Infrastruktur der OBB durchgeführt. FP Vermietung ist im Rahmen von Maschinenbeistellungen mit zwei Stopfmaschinen bzw. nun, auf Grund der Veräußerung einer gleisgebundenen Reinigungsmaschine nur mehr mit einer gleisungebundenen Schotterbettreinigungsmaschine tätig. Der Einsatz der MFS 120 und des ULW/VLA erfolgt analog dazu.

Die Schmalspurstrecken Spurweite 760 mm werden weiterhin im Rahmen der ARGE S-MDZ gemeinsam mit unserem ARGE Partner Fa. Swietelsky betreut.

Der dritte größere Geschäftsbereich der FP Vermietung wird durch die Bearbeitung von Entwicklungsprojekten im Rahmen des Technologie Centers Purkersdorf bzw. Maschineneinstellungen nach Fertigung für die P&T Export dargestellt; auch dieser Bereich wurde 2025 basierend auf vertraglichen Intercompany Vereinbarungen weiter gefestigt und ausgebaut.

Die Franz Plasser Dienstleistungsges.m.b.H. als wiederum 100% Tochter der FP Vermietung und EVU der P&T Österreich Gruppe betreut auch weiterhin den Betrieb der Anschlussbahn in Purkersdorf. Die Probe- und Versuchsfahrten sowie §40 Leistungen für Plasser & Theurer sowie für Drittfirmen werden - wie in den letzten Jahren - unter dem bestehenden EVU durchgeführt.

In Zusammenarbeit mit Kunden und Bahnbauunternehmen wurden und werden vermehrt im europäischen Umfeld Maschinen-, Personal- und Dienstleistungseinsätze abgewickelt.

Arbeitnehmer- und Umweltbelange

Die Basis für die hohe Qualität der erbrachten Leistungen bilden die Qualifikation, Motivation und Flexibilität der Mitarbeiter, Eine seit der Unternehmensgründung auf Kontinuität bedachte Personalpolitik sorgt dafür, dass ihre Erfahrung und Kompetenz im Unternehmen bleibt und damit auch in Zukunft zur Verfügung steht.

Laufende Aus- und Weiterbildung, leistungsgerechte Entlohnung und Motivation sind die Basis für bestens ausgebildete und hoch qualifizierte Mitarbeiter.

Die Schiene ist das umweltfreundlichste Verkehrssystem, da sie am wenigsten Emissionen erzeugt und die eingesetzten Ressourcen am effizientesten nutzt. Alle Maßnahmen, die zur Verbesserung des Systems Schiene beitragen, fördern deshalb auch den Schutz einer lebenswerten Umwelt.

Spezielle wird diesbezüglich auf den Einsatz von ua elektrisch betriebenen Bahnbaumaschinen mit neuerster E3 Technologie vermehrt Augenmerk gelegt.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gesellschaft weist im Berichtsjahr einen Bilanzgewinn in Höhe von T€ 21.464 (2024: T€ 20.526) aus, welcher sich aus dem Jahresüberschuss in Hõhe von T€ 3.939 (2024: T€ 2.611) sowie einem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von T€ 17.526 (2024: T€ 17.915) zusammensetzt.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Wesentliche Kennzahlen:20252024
Eigenmittelquotea58%71%
Fremdkapitalquoteb42%29%

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Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Working Capitall9.235 TEUR7.738 TEUR
Working Capital Ratiob160,1%201,3%
Cash Flow:
Nettogeldflussausderlaufenden2.643 TEUR4.017 TEUR
Geschäftstätigkeit
Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit-145 TEUR-3.581 TEUR
Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit-3.001 TEUR-2 TEUR

Definitionen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
A Eigenmittelquote➢ Eigenkapital x 100
Z Gesamtkapital
Die Eigenmittelquote zeigt das Verhältnis des Eigenkapitals zum Gesamtkapital.
B Fremdkapitalquote:Z Fremdkapital x 100
E Passiva
Die Fremdkapitalquote gibt an, zu wieviel % die Gesellschaft fremdfinanziert ist.

C Working Capital Z kfr Aktiva abz Z kfr Passiva Das Working Capital stellt das kurzfristige Finanzierungspotential dar. Das Working Capital (zuzüglich nicht ausgenutzter Kreditrahmen) sollte immer positiv sein. Das Working Capital steht zur Deckung der durch die Geschäftstätigkeit bedingten Baraufwendungen zur Verfügung.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
D Working Capital RatioZ kfr Aktiva
Z kfr Passiva
Das Working Capital Ratio stellt das Verhältnis von kurzfristigen Aktiva zu kurzfristigen Passiva dar.

Bericht über Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen muss wirtschaftlich erfolgreich bleiben, um im immer intensiver werdenden Wettbewerb zu bestehen. Dafür ist eine aufwendige Forschungs- und Entwicklungstätigkeit erforderlich, die auch mitgetragen durch eine Abteilung der FP Vermietung (Technology Center Purkersdorf) am Standort Purkersdorf für Plasser & Theurer im Konzernverbund erfolgt, Im Berichtsjahr 2025 gab es durch verbundene Unternehmen wiederum diverse Neu- und Weiterentwicklungen und Innovationen, wie z.B. Verbesserungen bei Steuerungstechnik, neues Maschinenmodell mit Hybridantrieb, E-Stopfaggregat. Eine Ausweitung der Produktpalette kann dem sich verschärfenden internationalen Wettbewerb entgegenwirken. Auch Nachhaltigkeit bzw erneuerbare Energiegewinnung ist weiterhin ein immer stärker werdendes Thema. Diesbezüglich ist in 2024 die Installation einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von ca 200 KW am Standort im Zuge einer Montagehallenerneuerung erfolgt.

Risikoberichterstattung

Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der Geseilschaft beziehen sich u.a. auf die In 2026 zunehmende Abhängigkeit von der Muttergesellschaft (P&T Export) ie operative-, budgetäre, umsatz- und kostenseitige Einbindung bzw. der allgemeinen Entwicklung der globalen Konjunktur und den von ihr bedienten Industrien, den Erhalt von Aufträgen und die Erzielung der entsprechenden Umsatzerlöse speziell unter den Gegebenheiten der Inflation, Teuerungen und Personalkostensteigerungen.

Daher werden die gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten bzw. die damit steigenden Löhne und Kosten von bezogenen Leistungen das Betriebsergebnis weiter beeinflussen.

Im Unternehmen ist jedoch ein den Anforderungen des Unternehmens adâquates internes Kontrollsystem eingerichtet (Konzerncontrolling). Mit diesem Kontrollsystem werden Risiken erhoben, analysiert und bewältigt.

Die Geselischaft ist neben produktimmanenten Risiken und aus der Geschäftstätigkeit resultierenden operativen Risiken, hier insbesondere Markt-, Preisänderungs-, Kosten- und Investitionsrisiken, diversen Finanzrisiken ausgesetzt.

Weiteres kann sich die Bonität und Zahlungsfähigkeit der Kunden und Geschäftspartner ändern, die ebenso wie die operativen Risiken den Cashflow des Unternehmens beeinflussen können.

Das Ausfallrisiko, insbesondere das Risiko von Forderungsverlusten, wird durch laufende Kreditauskünfte und ein effizientes Debitorenmanagement gemindert. Ziel ist die präventive Minimierung des Ausfallsrisikos, insbesondere durch Bankgarantien und Exportversicherungen.

Die Finanzierungspolitik des Unternehmens ist weiterhin auf eine langfristige Finanzplanung abgestimmt und wird laufend überwacht. Um die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Unternehmens sicherstellen zu können, wird eine laufende Finanzplanung und rollierende Liquiditätsplanung der liquiden Mittel und möglichen Kreditlinien durchgeführt. Das Liquiditätsrisiko wird durch die Geschäftsführung als gering eingestuft, da ausreichende liquide Mittel zur Verfügung stehen und durch Kreditinstitute falls erforderlich kurzfristig entsprechende weitere Mittel zur Verfügung gestellt werden können.

Aufgrund kurzfristiger Veranlagungen unterliegen insbesondere die liquiden Mittel der Gesellschaft dem Risiko, dass sich die Zinsen ândern.

Zur Sicherung der Vermögenswerte hat die Plasser & Theurer Export von Bahnbaumaschinen Gesellschaft m.b.H., Wien, als Muttergesellschaft entsprechende Versicherungen für die FP Vermietung mitabgeschlossen.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Wien, am26FRANZ PLASSER Vermietung von Bahnbaumaschinen
Gesellschaft m.b.H.
A1010 Wien, Johannesgasse 3
Tel. 01 / 515 72 - 0

Daniel Maxera

Geschäftsführer

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