Inhaltsverzeichnis
Heilbad Sauerbrunn Betriebsgesellschaft m.b.H., Bad Sauerbrunn
1
Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1.1
Geschäftsverlauf
Die Heilbad Sauerbrunn Betriebsgesellschaft m.b.H. führt seit 1.4.2007 den operativen Betrieb des Gesundheitszentrums Bad Sauerbrunn, welche seit 1985 als Kurbetrieb besteht, und bietet Leistungen der Gesundheitsvorsorge Aktiv (GVA) sowie der Kur für Bewegungs- und Stützapparat an. Im Jänner 2010 wurde das Gesundheitszentrum um die Sonderkrankenanstalt für onkologische Rehabilitation „Der Sonnberghof“ erweitert. Neben dem Kur- und Rehabilitationsbetrieb werden hochwertige Gesundheitsleistungen für Selbstzahler im Bereich Prävention und Rehabilitation angeboten. Mit Februar 2021 wurde der Betrieb des Ambulanten Rehazentrum Eisenstadt aufgenommen, welches als selbständiges Ambulatorium ambulante Rehabilitation in sieben Indikationen anbietet.
Im Geschäftsjahr 2025 wurde im Gesundheitszentrum Bad Sauerbrunn eine Gesamtauslastung von 76,3% erreicht und lag damit unter dem Planansatz von 84,8%.
Im Sonnberghof lag die Auslastung mit 99,3 % über dem geplanten Wert von 97,1 %.
Im ambulanten Rehabilitationszentrum wurden im Berichtsjahr insgesamt 51.424 Therapieeinheiten erbracht.
1.2
Geschäftsergebnis, Ertragslage
Der Jahresabschluss für das Jahr 2025 weist ein Ergebnis nach Steuern in der Höhe von 554.534,99 EUR (VJ 1.380 TEUR) aus.
Im Jahr 2025 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 24.625.163,17 EUR (VJ 24.053 TEUR) erwirtschaftet. Die Umsatzrentabilität beträgt 4,02% (VJ 7,04%). Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt 5,46% (VJ 10,81%).
1.3
Finanzlage
Das Working Capital (Umlaufvermögen abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten ohne Berücksichtigung der Rechnungsabgrenzungsposten) beträgt -134.865,58 EUR (VJ -984 TEUR).
Der Bestand der liquiden Mittel exklusive Cash Pooling und Treuhandkonten beträgt 21.876,49 EUR (VJ 20 TEUR).
Cashflow Darstellung:
| Werte in TEUR | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.311 | 986 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -1.049 | 1.101 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -260 | -2.078 |
Der Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert aus dem laufenden Ergebnis. Der Netto- Geldfluss aus der Investitionstätigkeit im Jahr 2025 betrifft im Wesentlichen die getätigten Investitionen in das Anlagevermögen, sowie die Veränderung im Konzern Cash-Pool. Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus der Tilgung des BTV-Kredits und der Rückzahlung des Konzerndarlehens.
1.4
Vermögenslage
Die Eigenmittelquote gem. URG beträgt 39,42% (VJ 42,08%), die fiktive Schuldentilgungsdauer gem. URG beträgt 10,15 Jahre (VJ 4,48 Jahre).
Beträgt diese Eigenmittelquote weniger als 8% und die fiktive Schuldentilgungsdauer mehr als 15 Jahre, so liegt ein gesetzlich vermuteter Reorganisationsbedarf vor. Aus den Kennzahlen ergibt sich, dass die Vermutung des Reorganisationsbedarfs nicht gegeben ist.
2
Bericht über die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Die Leistungserbringung erfolgt, wie in den vergangenen Jahren, v.a. auf Basis des bestehenden Direktverrechnungsvertrages mit dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger sowie auf Basis bilateraler Verträge mit der Pensionsversicherungsanstalt und einzelner Sozialversicherungsträger und bildet damit den Rahmen für die Patienten- und Gästebelegung. Begleitend dazu leisten ein konsequentes Kostencontrolling, Effizienzsteigerungen im Betriebsablauf sowie laufende Evaluierung von Beschaffungs- und Dienstleistungsverträgen einen Beitrag zur Erreichung der gesteckten Ziele.
3
Risikoberichterstattung
3.1
Wesentliche Risiken, Ungewissheiten und Chancen
Aufgrund der behördlichen Betriebsbewilligung gemäß dem Burgenländischen Krankenanstaltengesetz sowie der damit verbundenen Bedarfsprüfung durch das Land Burgenland, in Kombination mit dem aufrechten Vertragsverhältnis mit dem Dachverband der Sozialversicherungsträger und der Pensionsversicherungsanstalt, ist das Marktrisiko als insgesamt gering einzustufen.
Die mit dem Betrieb als Kuranstalt, selbstständiges Ambulatorium sowie als Sonderkrankenanstalt für Rehabilitation verbundenen Risiken sind im Vergleich zu Akutkrankenhäusern naturgemäß geringer. Etwaige betriebliche Risiken sind durch eine entsprechende Haftpflichtversicherung umfassend abgesichert.
Allgemeine Kostensteigerungen in den Bereichen Energie, Sachaufwand und Personal stellen für den Gesundheits- und Rehabilitationsbereich eine wirtschaftliche Herausforderung dar. Insbesondere steigende Lohn- und Gehaltskosten im Zuge von Kollektivvertragsanpassungen sowie erhöhte Aufwendungen für Verbrauchsmaterialien und Infrastruktur führen zu einer Belastung der Kostenseite. Aufgrund der vertraglich vereinbarten Vergütungsmodelle mit den Sozialversicherungsträgern besteht grundsätzlich eine verlässliche Planungssicherheit.
Der Betrieb begegnet den wirtschaftlichen Risiken mit einem konsequenten Kostencontrolling, der Optimierung interner Abläufe sowie der laufenden Überprüfung von Beschaffungs- und Dienstleistungsverträgen. Trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergibt sich derzeit keine akute Gefährdung der wirtschaftlichen Stabilität des Unternehmens.
Langfristig eröffnen sich zudem Chancen durch den demografischen Wandel und den kontinuierlich wachsenden Bedarf an rehabilitativen und präventiven Gesundheitsleistungen. Der steigende Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung sowie eine zunehmende gesundheitspolitische Ausrichtung auf Prävention, berufliche Wiedereingliederung und nachhaltige Rehabilitation unterstreichen die gesellschaftliche Relevanz entsprechender Angebote und lassen eine stabile bis steigende Nachfrage erwarten.
Außer den bereits im Jahresabschluss und im Anhang berücksichtigten Risiken bestehen keine weiteren Preisänderungs-, Liquiditäts-, Währungs-, Ausfalls- und Cashflow-Risiken.
Es besteht kein Liquiditätsrisiko, da die Liquidität durch die Einbindung in den Cashpool sowie durch konzerninterne Finanzierung sichergestellt ist.
3.2 Berichterstattung zur Verwendung von Finanzinstrumenten Derivative Finanzinstrumente werden von der Gesellschaft nicht verwendet.
4
Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten.
Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.
Bad Sauerbrunn, 6. August 2026
Mag. Paul Pichler
Geschäftsführer
Pa Paul Pic chler