Inhaltsverzeichnis
Kraus S. Naimer monomin
Kraus & Naimer Produktion GmbH
für das Geschäftsjahr 2025
1. Wirtschaftsbericht
1.1. Erläuterungen zu Geschäft und Rahmenbedingungen
Der Hauptsitz der Gesellschaft ist Wien, das Fertigungswerk ist in Weikersdorf am Steinfeld. Gegenstand des Unternehmens ist die fabriksmäßige Erzeugung von elektronischen und elektromechanischen Schaltapparaten, Anlage- und Regelgeräten sowie der Vertrieb der eigenen Produkte, auch in überseeischen Gebieten.
Die Gesellschaft hält seit 1966 eine 100%ige Beteiligung an der Kraus & Naimer GmbH, (vorm. bis 31.12.2008 Austro Solenoid Gesellschaft m.b.H.).
Im Geschäftsjahr 2007 wurde die Kraus & Naimer Kft. als Nachfolgegesellschaft der Zweigniederlassung in Pereszteg, Ungarn, gegründet. Mit 1.1.2008 hat sie die Assets der Zweigniederlassung übernommen und führt die Geschäfte der Zweigniederlassung seit diesem Zeitpunkt weiter.
Mit Abtretungsvertrag vom 15. Dezember 2009 wurden von der Kraus & Naimer Produktion GmbH, Karlsruhe sämtliche Anteile an der Kraus & Naimer GmbH, Karlsruhe zu einem Abtretungspreis von € 901.160,00 erworben.
Mit Kaufvertrag vom 22. November 2011 wurde von der Tropa Holding Limited ein 90 %iger Anteil an der Kraus & Naimer s.r.l., Treviglio, Italien zu einem Kaufpreis von € 41.310,00 erworben.
1.2. Analyse des Geschäftsverlaufes, einschließlich Geschäftsergebnisses und der Lage des Unternehmens
Das Geschäftsjahr 2025 war von einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld geprägt. Die weltweite Konjunktur entwickelte sich insgesamt verhalten. Geopolitische Spannungen führten auch 2025 zu schwierigen Verhältnissen. Das führte auch dazu, dass die Warenumsätze sich zum Vorjahr kaum verändert haben. Unser Hauptabsatzmarkt bleibt weiterhin Europa. 70 % der
erzeugten Waren bleiben in Europa, 16 % in Amerika und 14 % in Asien/Ozeanien. Die Verteilung hat sich zum Vorjahr kaum verändert.
1.3. Analyse mittels finanzieller Leistungsindikatoren
1.3.1. Ertragslage
Die Gesamtumsätze sind gegenüber dem Vorjahr um 0,20 % gestiegen. Der Exportanteil verringerte sich von 93,31 % im Vorjahr auf 92,92%. Das Betriebsergebnis betrug - € 1.818.580,70 (2024: - € 797.091,98). Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses und der Körperschaftsteuer verbleibt ein Jahresverlust von - € 1.365.936,11 (2023: - € 846.516,81).
Die Eigenkapitalrentabilität ist aufgrund des Jahresverlustes 2025 von -1,35% auf -2,21% gesunken. Daher ist auch die Gesamtkapitalrentabilität von -1,18% auf -1,77% gefallen.
1.3.2. Vermögenslage, Finanzlage
Die Kraus & Naimer Produktion GmbH weist mit 31. Dezember 2025 ein Eigenkapital in Höhe von € 61.054.299,42 (2024: € 62.420.235,53) aus. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 74,55% (2024: 85,94 %). Demzufolge ist der Fremdmittelanteil auf 25,45% (2024: 14,06%) gestiegen.
Im Berichtsjahr sind die Barmittel von € 5.728.420,25 auf € 3.370.856,23 gesunken. Die Reduzierung begründet sich auf hohe Investitionen im Jahr 2025. Zur Finanzierung der Erweiterung des Produktionsgebäudes am Standort Weikersdorf wurden von Banken Fremdmittel in Höhe von € 12.000.000,00 zur Verfügung gestellt. Mit Stichtag 31. Dezember 2025 waren € 9.003.247,84 ausgenutzt.
1.4. Analyse mittels nicht finanzieller Leistungsindikatoren
Im Herbst 2024 haben wir mit dem Bau einer weiteren Produktionshalle am Standort Weikersdorf begonnen. Die neuen Gebäudeteile wurden Ende 2025 bzw. Anfang 2026 fertiggestellt.
Gemeinsam mit dem Erweiterungsbau wird der komplette Maschinenpark an Spritzgussmaschinen erneuert. Dieses Projekt wurde im 1. Quartal 2026 abgeschlossen.
Der Fokus im Jahr 2026 liegt fast ausschließlich in einer erfolgreichen und zügigen Verlagerung des Produktionsstandortes Karlsruhe (DE) an den Produktionsstandort Weikersdorf (AT).
2. Risikobericht
2.1. Allgemeiner Risikobericht
Grundsätzlich verkauft die Kraus & Naimer Produktion GmbH Fertigschalter an alle Vertriebsfirmen im Konzernverbund, die zum Weiterverkauf in den einzelnen Ländern bestimmt sind. In geringem Umfang werden auch dritte Vertriebsfirmen beliefert. Daher haben die üblichen Risiken wie Absatzrisiko, Forderungsausfälle, Preisverfall etc. die einzelnen Vertriebsfirmen zu tragen.
2.2. Risikobericht im Bereich der Finanzinstrumente
Es bestehen keine nennenswerten Risiken, da die Forderungen im Wesentlichen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen und daher grundsätzlich ein kontinuierlicher Zahlungsfluss gewährleistet ist. Die Geldeinlagen (nur in Euro, kein Wechselkursrisiko) befinden sich ausschließlich bei Instituten bester Bonität.
3. Sonstige Informationen
Die Gesellschaft ist nicht auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung tätig und verfügt über keine Zweigstellen.
In den Planungen für 2026 sind wir von einem ähnlichen Umsatzniveau wie 2025 ausgegangen. Die ersten Monate haben sich überraschend besser entwickelt, sodass wir aus heutiger Sicht auf das Jahr hochgerechnet mit einem Umsatzzuwachs von etwa 9% rechnen können. Aufgrund dieser Entwicklung gehen wir davon aus, dass wir im Jahr 2026 wieder leicht positiv bilanzieren werden.
Im April 2026 wurde die Schließung des Produktionsbetriebes am Standort Karlsruhe in Deutschland verkündet und soll im Anschluss an den Standort in Weikersdorf, Österreich verlagert werden. Es ist geplant die Verlagerung bis Ende 2026 abzuschließen.
Unser Hauptaugenmerkt liegt ab sofort am Gelingen dieses Vorhabens.
Wien, 27. Mai 2026
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