Inhaltsverzeichnis
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Einleitung
Die Haider & Co Hoch- und Tiefbau GmbH ist seit Oktober 2019 Teil der Firmengruppe Gebrüder Haider und der Wolte Immobilien und Beteiligungs GmbH mit Sitz in Wernberg.
Die Geschäftsführung wird durch Herrn DI Peter Wolte und Herrn Mario Hochrieser ausgeübt.
Das Leistungsspektrum beinhaltet folgende Geschäftsfelder:
HOCHBAU
-Industriebau -Offentlicher Hochbau -Revitalisierungen und Sanierungen - Generaluntemehmerbauten
INGENIEURTIEFBAU
-Konstruktiver Betonbau -Brücken- und Betonsanierungen -Wind- und Wasserkraftwerke -Lärmschutzbauten -Wildschutzzäune - Tunnelsanierungen
DACH
-Dachdeckerei (Steil- u. Flachdach) -Spenglerei -Schwarzdeckerarbeiten -Bauwerksabdichtung
Im Geschäftsjahr 2025/26 lag der Anteil im HOCHBAU bei 64 %, im INGENIEURTIEFBAU bei 34 % und im DACH bei 2 % der Betriebsleistung (auf Basis der Bauerlöse der Kostenrechnung).
Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2025/26
Das Geschäftsjahr 2025/26 war insgesamt von einer positiven Entwicklung geprägt. Trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds konnte das Unternehmen in den Geschäftsbereichen Hochbau, Ingenieurtiefbau und Dachdeckerei wesentliche Fortschritte erzielen und ein positives Ergebnis erwirtschaften.
Im Geschäftsbereich Hochbau wurde der bereits in den Vorjahren eingeleitete strategische Transformationsprozess konsequent fortgesetzt. Der Fokus liegt verstärkt auf neuen Geschäftsfeldern, für die seit dem Jahr 2024 gezielt Referenzen aufgebaut wurden. Die damit verbundenen Investitionen und Anstrengungen zeigen nun zunehmend Wirkung. Die erzielten Baustellenergebnisse entwickelten sich erfreulich und bestätigen die eingeschlagene strategische Ausrichtung. Diesbezüglich erwies sich der Lagerplatz in der Oberlaaer Straße in Wien erneut als bedeutender infrastruktureller Wettbewerbsvorteil.
Im Bereich Ingenieurtiefbau konnte durch gezielte Maßnahmen zur Effizienzsteigerung ein stabiles und zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden. Im Zuge der operativen Neuausrichtung wurde die Steuerung des Geschäftsbereichs von der Niederlassung Haider & Co in Wernberg auf die Niederlassung Wien übertragen. Parallel dazu wurde die strategische Weiterentwicklung des Bereichs vorangetrieben. Während bestehende Geschäftsfelder mit hoher fachlicher Kompetenz Weiterhin erfolgreich bearbeitet werden, liegt seit 2024 auch hier ein verstärkter Fokus auf neuen Marktsegmenten. Die hierfür aufgebauten Referenzen ermöglichen nun eine erfolgreiche Marktpositionierung. Dies spiegelt sich unter anderem in der Entwicklung des Umsatzanteils am Gesamtumsatz wider, der von 25 % auf 34 % gesteigert werden konnte. Auch die Baustellenergebnisse der neuen Geschäftsfelder entwickelten sich sehr erfreulich.
Im Zuge einer organisatorischen Neustrukturierung wurde der Bereich Dachdeckerei vollständig in den Geschäftsbereich Hochbau integriert. Ziel dieser Maßnahme war die Nutzung von Synergieeffekten, die Steigerung der Effizienz sowie die Vermeidung operativer Doppelstrukturen. Die Integration konnte im Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossen werden und führte zu einer deutlichen Verbesserung der Kostenstruktur.
Ein Wwesentlicher Schwerpunkt des Geschäftsjahres lag auf der gezielten Akquisition wirtschaftlich nachhaltiger Projekle in den neu erschlossenen Geschäftsfeldern. Im Rahmen dieser strategischen Ausrichlung wurde bewusst in Kauf genommen, dass der Umsatz gegenüber dem Vorjahr auf einem stabilen Niveau verblieb. Vorrangiges Ziel war die Sicherstellung einer nachhaltigen Ertragskraft vor einer rein volumenorientierten Umsatzsteigerung.
Der insgesamt positive Geschäftsverlauf bestätigt die Wirksamkeit der eingeschlagenen strategischen Maßnahmen. Auch unter anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnte das Unternehmen durch konsequente Fokussierung, hohe Kostendisziplin und die Erschließung neuer Geschäftsfelder eine nachhaltige positive Entwicklung erzielen,
Ergebnis des Geschäftsjahres 2025/26
Im Geschäftsjahr 2025/26 (endend per 31.03.2026) wurde eine Betriebsleistung von rund 49,7 Mio. EUR erzielt. Das Ergebnis vor Steuern beträgt EUR 747,4 Tsd. und entspricht rund 1,5 % der Betriebsleistung.
| 2023/24 | 2024/25 | 2025/26 | ||
|---|---|---|---|---|
| Betriebsleistung | TEUR | 59.453 | 51.414 | 49.723 |
| Ergebnis vor Steuem | TEUR | -466 | 586 | 747 |
| Jahresergebnis | TEUR | -361 | 445 | 564 |
Die Firma Haider & Co Hoch- und Tiefbau GmbH beschäftigte im Jahresschnitt 118 Mitarbeiter.
Finanz- und Vermögenslage im Geschäftsjahr 2025/26
Die Finanzierung erfolgte im Wesentlichen aus dem operativen Cashflow. Aufgrund der Struktur innerhalb der Unternehmensgruppe, wonach die Schwestergesellschaft Haider & Co Mobilien und Immobilien GmbH die Anschaffung von Immobilien und wesenttichen Sachanlagen übernimmt und diese der operativen Gesellschaft zur Verfügung stellt, beschränkten sich die Investitionen der Gesellschaft überwiegend auf PKW für Angestellte sowie der IT- und Büroinfrastruktur.
Im Berichtsjahr wurde in die IT-Infrastruktur investiert und diese umfassend modernisiert. Sämtliche Mobiltelefone, Tablets und Laptops wurden erneuert und auf einen einheittichen, zukunftsorientierten Standard gebracht. Parallel dazu wurde die Digitalisierung der kaufmännischen und operativen Prozesse konsequent weiter vorangetrieben.
| 2023/24 | 2024/25 | 2025/26 | |
|---|---|---|---|
| Eigenmittelquote | 22,6 % | 28,3 % | 27,6 % |
| Anlagenintensität | 3,4 % | 3,5 % | 2,5 % |
| Umsatzrentabilität | -0,7 % | 1,1 % | 1,4 % |
| Gesamtkapitalrentabilität | -2,1 % | 3,1 % | 3,5 % |
| Eigenkapitalrentabilität | -9,5 % | 10,9 % | 12,6 % |
Es kommen keine derivativen Finanzinstrumente zum Einsatz.
Cashflow und Liquiditätslage
Die Liquiditätslage der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2025/26 durchgehend sehr solide. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt bei EUR 2.730 Tsd. und unterstreicht die nachhaltige Innenfinanzierungskraft des Unternehmens.
Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs sowie der getätigten Investitionen erfolgte ausschließlich aus eigenen Mitteln. Bankverbindlichkeiten bestanden im Berichtsjahr nicht. Ebenso wurden keine Ausschüttungen an die Gesellschafter vorgenommen, wodurch die erwirtschafteten Mittel vollständig im Unternehmen verblieben.
Die liquiden Mittel erhöhten sich zum Bilanzstichtag von EUR 9,1 Mio. auf EUR 11,8 Mio. und unterstreichen die hohe finanzielle Stabilität der Gesellschaft.
Die Eigenkapitalquote blieb mit 27,6 % auf einem weiterhin soliden Niveau. Dies stärkt die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens und verbessert zugleich die Position gegenüber Banken, Geschäftspartnern und Auftraggebern. In Verbindung mit den hohen liquiden Mitteln und dem vollständigen Verzicht auf Fremdfinanzierungen verfügt die Gesellschaft über eine stabile Finanzierungsstruktur und sieht sich für die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs sowie zukünftiger Investitionen sehr gut aufgestellt.
Voraussichtliche Entwicklung für das Geschäftsjahr 2026/27 und Risiken der Gesellschaft
Voraussichtliche Entwicklung für das Geschäftsjahr 2026/27
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2026/27 stellt sich die Auftragslage solide dar. Rund 80 % des geplanten Jahresumsatzes sind bereits vertraglich abgesichert und bilden eine stabile Grundlage für die weitere Geschäftsentwicklung. Trotz der weiterhin herausfordernden Rahmenbedingungen im Bausektor blickt die Gesellschaft dem kommenden Geschäftsjahr zuversichtlich entgegen.
Im Geschäftsbereich Hochbau wird der Fokus weiterhin auf öffentliche Auftraggeber gelegt. Die langjährige Erfahrung sowie die in den vergangenen Jahren aufgebauten Referenzen schaffen hierfür eine gute Ausgangsbasis. Gleichzeitig werden die seit 2024 erschlossenen Geschäftsfelder konsequent weiterentwickelt.
Im Ingenieurtiefbau sollen die verbesserte technische Ausstattung sowie die optimierten organlsatorischen Strukturen genutzt werden, um die Marktposition weiter auszubauen und Projekte in den bestehenden und neuen Geschäftsfeldern effizient und wirtschaftlich abzuwickeIn.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Fortführung der Digitalisierung und dem Ausbau der Automatisierung. Die bereits modernisierte IT-Infrastruktur sowie die etablierten digitalen Prozesse bilden die Grundlage für weitere Effizienzsteigerungen und eine nachhaltige Optimierung und Automatisierung der internen Abläufe.
Risiken der Gesellschaft
Auch das Geschäftsjahr 2026/27 ist mit unternehmerischen Risiken verbunden. Ein etabliertes und laufend weiterentwickeltes Controlling- und Berichtswesen auf Basis der monatlichen Kostenrechnung ermöglicht die frühzeitige Identifikation, Bewertung und Steuerung potenzieller Risiken.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben insbesondere im Bausektor herausfordernd. Neben der anhaltend schwachen Nachfrage im privaten Hochbau werden auch die Auswirkungen budgetärer Einschränkungen der öffentlichen Hand laufend beobachtet. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken durch eine konsequente Ausrichtung auf wirtschaftlich tragfähige Projekte sowie eine flexible Projekt- und Angebotsplanung.
Darüber hinaus stellen kollektivvertragliche Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie die weiterhin bestehende Volatilität bei Material- und Energiepreisen wesentliche Risikofaktoren dar. Durch. Effizienzsteigerungen, Automatisierungsmaßnahmen, langfristige Liefervereinbarungen und den Einsatz von Preisgleitklauseln wird versucht, die Auswirkungen auf die Ertragslage zu begrenzen. Die in den vergangenen Jahren umgesetzten Maßnahmen im Bereich Digitalisierung und Qualitätsmanagement schaffen die Voraussetzungen für schlanke und effiziente Prozesse und stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft nachhaltig.
Insgesamt sieht sich die Gesellschaft aufgrund ihrer soliden Auftragslage, der stabilen finanziellen Basis sowie der konsequenten strategischen Ausrichtung gut aufgestelit, um den Herausforderungen des kommenden Geschäftsjahres erfolgreich zu begegnen und ihre Marktposition weiter zu festigen
Bestandsgefährdende Risiken sind zum Zeitpunkt der Berichterstellung nicht erkennbar.
Zweigniederlassung
Die Zweigniederlassung Wien gewann im Geschäftsjahr 2025/26 weiter an Bedeutung und wurde als zentraler operativer Standort innerhalb des Unternehmens ausgebaut. Insbesondere im Zuge der strategischen Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs Ingenieurtiefbau wurden wesentliche operative und organisatorische Funktionen in Wien gebündelt.
Durch die Konzentration von Fachkompetenzen, die Nähe zu wesentlichen Auftraggebern sowie die effiziente Nutzung der vorhandenen Infrastruktur konnte die Marktposition in Nord- und Ostösterreich weiter gestärkt werden. Die bestehende Standortstruktur erwies sich dabei als leistungsfähig und ausreichend dimensioniert, sodass im Berichtsjahr keine räumliche Erweiterung erforderlich war.
Der Fokus lag auf der Oplimierung interner Abläufe, der Nutzung von Synergieeffekten zwischen den Geschäftsbereichen sowie der weiteren Digitalisierung von Prozessen. Dadurch konnten Effizienz, Reaktionsgeschwindigkeit und Servicequalität nachhaltig verbessert werden.
Eine mögliche Erweiterung der Kapazitäten am Standort Wien wird weiterhin laufend geprüft und hängt insbesondere von der zukünftigen Geschäftsentwicklung sowie dem Projektvolumen in den betreuten Marktregionen ab.
Forschung und Entwicklung
Im Bereich Forschung und Entwicklung haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere Fortschritte gemacht. Unser Ziel bleibt, zukünftig Pläne für Forschung und Entwicklung auszuarbeiten und umzusetzen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft zu stärken.
Die Gesellschaft verfolgt das Ziel, ihre organisatorischen, technischen und digitalen Kompetenzen kontinuierlich weiterzuentwickeln, um ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft nachhaltig zu stärken. Im Geschäftsjahr 2025/26 lag der Schwerpunkt insbesondere auf der Weiterentwicklung von Managementsystemen, der Digitalisierung von Prozessen sowie der Qualifizierung der Mitarbeiter.
Die bereits etablierten Compliance- und Anti-Korruptionsmanagementsysteme gemäß ISO 37301 und ISO 37001 wurden erfolgreich fortgeführt. Die gemeinsame Rezertifizierung erfolgte im August 2024. Beide Zertifikate sind bis September 2027 gültig; das nächste Uberwachungsaudit ist für Oktober 2026 vorgesehen.
Einen weiteren wichtigen Meilenstein stellte die erstmalige Zertifizierung nach ISO 14001 (Umweltmanagementsystem) im Dezember 2025 dar. Damit unterstreicht die Gesellschaft ihr Bekenntnis zu nachhaltigem Wirtschaften und zur kontinuierlichen Verbesserung ihrer Umweltleistung. Das Zertifikat ist bis November 2028 gültig, ein Überwachungsaudit findet im Oktober 2026 statt.
Darüber hinaus wurde das Gütezeichen der Österreichischen Bautechnik Vereinigung (ÖBV) für die Erhaltung und Instandsetzung von Beton- und Stahlbetonbauwerken im März 2026 erfolgreich verlängert. Ebenso bleibt die Zertifizierung nach ISO 9001 für Qualitätsmanagement aufrecht und bestätigt den hohen Qualitätsanspruch der Gesellschaft.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor bleibt die laufende Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Durch gezielte Schulungsmaßnahmen wird die erfolgreiche Umsetzung der weiterentwickelten Managementsysteme sowie der fortschreitenden Digitalisierung sichergestellt. Dies trägt wesentlich
zur Effizienz der Prozesse, zur Einhaltung der Qualitätsstandards und zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Gesellschaft bei.
Auch im kommenden Geschäftsjahr werden die Weiterentwicklung der digitalen Systeme, die Optimierung interner Prozesse sowie Investitionen in Qualität, Umweltmanagement und Mitarbeiterqualifikation zentrale Schwerpunkte bilden,
Wernberg am 26.06.2026
Mario Hochriése er
Dipl. Ing. Peter Wolte