Inhaltsverzeichnis
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens
Geschäftsverlauf
Bericht über den Gegenstand
Der Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Maschinen, Maschinenteilen und technischen Apparaten, sowie von Werkzeugen und Werkzeugproduktionseinrichtungen und technischen Vorrichtungen, die Bearbeitung von Maschinen, Maschinenteilen und Maschinenvorrichtungen, sowie die Erbringung von Dienstleistungen auf damit verbundenen technischen Gebieten.
Bericht über das Geschäftsergebnis
Die Erfolgsanalyse zeigt gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr eine Senkung des Rohergebnisses um 0,45 %. Die gesamten Betriebsaufwendungen inklusive Personalaufwendungen und Abschreibungen sind um rund 2,5 % gesunken. Das Ergebnis vor Steuern beträgt rd. T€ 530 und ist gegenüber dem Vorjahr um rd. T€ 421 gestiegen. Die Ertragslage des Geschäftsjahres 2024/25 ist weiterhin als positiv zu beurteilen.
Bericht über die Lage des Unternehmens
Im Berichtsjahr wurden Anlageninvestitionen in Höhe von rund T€ 236 insbesondere in Maschinen, Betriebsausstattung und Rückdeckungsversicherungen getätigt. Das gesamte kurzfristige Vermögen (Warenvorräte und halbfertigen Leistungen, Forderungen, Abgrenzungsposten) beträgt rd. T€ 12.112 und ist gegenüber dem Vorjahr um rd. 6,1 % gestiegen. Das kurzfristige Fremdkapital (sonstige Rückstellungen, Investitionszuschüsse, Verbindlichkeiten) ist gesunken und beträgt T€ 2.745. Das langfristige Fremdkapital ist um rd. T€ - 872 gesunken. Das in der Bilanz zum 31.05.2025 ausgewiesene Eigenkapital ergibt bezogen auf die Bilanzsumme einen Eigenkapitalanteil von rd. 42 %.
Analyse mittels finanzieller Leistungsindikatoren
Die wesentlichsten finanziellen Leistungsindikatoren des Unternehmens sind:
Vermögensstrukturkennzahlen:
| Anlagenintensität: Anlagevermögen * 100 | |
|---|---|
| Gesamtvermögen | 22 % (Vorjahr 28 %) |
| Abnutzungsgrad Sachanlagen: | kum. Abschreibung Sachanlagen * 100 |
| An.ko. Sachanlagen | 65,1 % (Vorjahr 62,8 %) |
Kapitalstrukturkennzahlen:
| Eigenkapital * 100 Eigenkapitalquote: | |
|---|---|
| Gesamtkapital | 41,8 % (Vorjahr 38 %) |
| Fremdkapital * 100 Verschuldungsgrad: | |
| Gesamtkapital | 58,2 % (Vorjahr 62,1 %) |
Liquiditätskennzahlen / Geldflussrechnung:
Im Geschäftsjahr 2024/2025 (alle Zahlen sind auf € 1.000 gerundet) hat sich der Finanzmittelbestand von T€ 4.333 um T€ 382 auf T€ 4.715 erhöht. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ Investitionstätigkeit in Höhe von minus T€ 218 steht ein Cash Flow aus der -143 und ein Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ 307 gegenüber.
Working Capital:
Working Capital ratio:
Umlaufvermögen -kurzfristige Verbindlichkeiten Nettoumlaufvermögen Umlaufvermögen kurzfristige Verbindlichkeiten 9.563 T€ (Vorjahr 6.647 T€) 631,9 % (Vorjahr 257,3 %)
Rentabilitätskennzahlen:
Eigenkapitalrentabilität: ordentl. Betriebserfolg Eigenkapital 10,3 % (Vorjahr 1,8 %)
Gesamtkapitalrentabilität: ordentl. Betriebserfolg Gesamtkapital 4,3 % (Vorjahr 1,0 %)
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Zur Verkaufsunterstützung haben wir ein Projekt ins Leben gerufen, wo unsere Kunden von einer Internet-Plattform nicht nur Werkzeuge kaufen können, sondern auch Zugriff auf deren elektronischen Daten erhalten, die sie beispielsweise zur Programmierung benötigen (3D Daten, Schnittparameter, digitaler Zwilling, ..). Des Weiteren soll diese Plattform auch die Möglichkeit für unsere Kunden bieten, Sonderwerkzeuge zu konfigurieren.
Das Projekt namens EOS (Engineering Online Solutions) soll über einen herkömmlichen WebShop hinaus für unsere Kunden eine Vielzahl an zusätzlichen Vorteilen bieten.
2. Bericht über die zukünftige Entwicklung und Risiken des Unternehmens
Zukünftige Entwicklung des Unternehmens
Die längste Rezession der österreichischen Nachkriegszeit wurde im ersten Halbjahr 2025 von einer Stagnation abgelöst. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres gingen leicht positive Impulse vom privaten Konsum aus. Demgegenüber standen allerdings rückläufige Entwicklungen bei Investitionen, die großen Einfluss auf unser Geschäft in der Zerspanungsindustrie haben.
Die außenwirtschaftlichen Bedingungen bleiben aufgrund der US-Zollpolitik und der Aufwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar schwierig, was uns ein Wachstum am Exportmarkt erschwert. Neben dem Rückgang der preislichen Wettbewerbsfähigkeit (Personalkosten, Energiekosten) spielte dabei auch die erstarkte Konkurrenz aus China auf den höherwertigen Produktmärkten eine wichtige Rolle.
In dem für Osterreich besonders wichtigen Maschinenbausektor verblieb die Produktion im ersten Halbjahr 2025 ebenso unter dem Vorjahresniveau. Dies ist neben der Automobilindustrie ein Bereich, in dem China seine Weltmarktanteile in den letzten Jahren deutlich ausweiten konnte.
Ebenfalls angespannt dürfte die Investitionstätigkeit im zweiten Halbjahr bleiben, die trotz der bereits erfolgten Senkung der Kreditzinsen noch nicht angezogen hat.
Insgesamt wird die wirtschaftliche Entwicklung Osterreichs in diesem Jahr verhalten ausfallen und hinter dem EU-weiten Wachstumstrend zurückbleiben.
Wir erwarten aber trotz aller Widrigkeiten eine leichte Aufhellung der Industrie bis Ende 2025/Anfang 2026. Darüber hinaus ist aufgrund der Kurzlebigkeit aller Einflussfaktoren nur sehr schwer eine Aussage zu treffen.
Wesentliche Risken und Ungewissheiten
Osterreichs Wachstumsaussichten bleiben im zweiten Halbjahr verhalten. Der Ausblick wird durch ein herausforderndes außenwirtschaftliches Umfeld geprägt: Dazu zählen die protektionistische Handelspolitik der USA, der Verlust an preislicher Wettbewerbsfähigkeit sowie die erstarkte Konkurrenz aus China. Hinzu kommt die Zurückhaltung der Haushalte beim Konsum. Positiv stimmt jedoch, dass die Konjunktur mittlerweile zumindest leicht aufwärtsgerichtet ist. Von den gesunkenen Kreditzinsen sollten in den nächsten Quartalen zudem weitere Impulse ausgehen.
80% des weltweiten Rohstoffbedarfes an Wolframcarbide, welches zur Herstellung unserer Produkte erforderlich ist, liefert China. Die Minen zur Gewinnung des Rohstoffes sind mehrheitlich in chinesischer Staatshand. Durch den Handelskrieg der USA reglementiert China mittlerweile den Export dieses Rohstoffes, was zu deutlichen Preissteigerungen führt und noch führen wird. Um dem entgegenzuwirken, werden wir im Jahr 2025/26 eine Preiserhöhung anstreben!
Das kommende Geschäftsjahr 2025/26 planen wir leichten Wachstum. Der Fokus liegt klar am Exportmarkt und auf wachstumsstarke Sektoren wie Luftfahrt-, Medizinal- und Energietechnik!
Durch monatliche Finanzmeetings, in dem der Fokus auf Umsatz, Profit und Cash gerichtet ist, werden die Risken kontinuierlich analysiert, bewertet und im erforderlichen Ausmaß abgesichert. Die Geschäftsführung ist damit in der Lage, auf Erfolgs- und Liquiditätsschwankungen rechtzeitig zu reagieren.
Da die Gesellschaft verkaufsseitig ausschließlich in Euro fakturiert, unterliegt sie keinem Risiko aus Fremdwährungsschwankungen. Anschaffungsseitigen Preisrisiken wird durch genaue Marktbeobachtung und gegebenenfalls entsprechende Bevorratung begegnet.
Im Hinblick auf die vorliegenden originären Finanzinstrumente (Beteiligungen, Wertpapiere, liquide Mittel) bestehen zum 31.05.2025 keine erkennbaren finanziellen Risiken. Abschreibungen in Folge von Wertminderungen werden erforderlichenfalls vorgenommen. Bei den Lieferforderungen wird dem Ausfallsrisiko durch Bonitätsprüfungen in Abhängigkeit vom Geschäftsvolumen und von der Zahlungshistorie Rechnung getragen. Zu erwartende Forderungsausfälle werden im Jahresabschluss in ausreichendem Maße wertberichtigt.
3. Bericht über die Forschung und Entwicklung
Wir investieren in die ständige Produktverbesserung und Neuentwicklung, um unseren Kunden einen maximalen Mehrwert zu bieten und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben.
4. Bericht über die Zweigniederlassungen
Neben dem Sitz der Gesellschaft in Wien gibt es keine weiteren Zweigniederlassungen.
Die Geschäftsführer:
Ing. Edip Bayizit
Ing. Thomas Fietz
Wien, am le-12-2016