Inhaltsverzeichnis
1.Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens
1.1. Geschäfte und Rahmenbedingungen
Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion und der Vertrieb von tiefgekühlten Lebensmitteln. Das Sortiment umfasst im Wesentlichen typisch österreichische Spezialitäten (v.a. pikante und süße Knödel, Suppeneinlagen, Kartoffelprodukte, Strudel, Kaiserschmarrn und Palatschinken) unter den Marken BAUERNLAND, TONI KAISER, ACKERL sowie HÄNSEL & GRETEL, als auch EIGENMARKEN für den Handel.
Hauptabnehmer der Produkte ist der Lebensmittelgroßhandel, die Lebensmittelindustrie, der Lebensmitteleinzelhandel sowie Großverbraucher.
Die WEINBERGMAIER GmbH ist nach IFS (International Food Standard), IFS-Broker (Handelswaren) BIO, Cibus Trace (herkunftsgesichertes Ei), Vegan (V-Label), Demeter, AMA, AMA Bio Siegel, ja natürlich, AOECS (Association of European Coeliac Societies), RFA (Rain Forest Allianz Kakao) und RSPO (Roundtable on Sustainable Palm OIL) zertifiziert. Die vorgeschriebenen, periodisch stattfindenden Audits stellen darüber hinaus einen wesentlichen Beitrag zum Qualitätsmanagement der Gesellschaft dar.
1.2. Geschäftsergebnis, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Gesellschaft erzielte im Jahr 2025 Umsatzerlöse von 75,2 Mio. EUR (Vorjahr: 75,2 Mio. EUR).
Das Ergebnis vor Steuern betrug 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR). Damit erzielte die Gesellschaft 2025 eine positive Marge (= Ergebnis vor Steuern/Umsatzerlöse) von 2,4% (Vorjahr: +1,3%).
Die Gesellschaft weist per 31.12.2025 eine Eigenmittelquote (Eigenkapital im Verhältnis zu Bilanzsumme) von 38,2% aus; im Vorjahr waren es 35,8%.
Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 einen Cash-Flow (vereinfacht berechnet aus dem Ergebnis vor Steuern zuzüglich Abschreibungen abzüglich Gewinne aus Anlagenabgängen) von +5,4 Mio. EUR (Vorjahr: +4,5 Mio. EUR).
Zum 31.12.2025 übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen die kurzfristigen Vermögensgegenstände um 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: 4,2 Mio. EUR). Auf Basis der vorliegenden Informationen und der laufend mit den Eigentümern geführten Gespräche wird davon ausgegangen, dass die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (im Rahmen des Cash Pooling) auch künftig im erforderlichen Ausmaß fristenkongruent zur Verfügung stehen werden.
1.3. Forschung und Entwicklung
Zur Absicherung und Weiterentwicklung der derzeitigen Marktstellung des Unternehmens ist die strukturierte Arbeit an möglichen Neuprodukten für weitere Geschäftschancen etabliert. Es wird projektorientiert an der Entwicklung von Produktkonzepten für bestimmte Zielgruppen und Verzehranlässe gearbeitet.
1.4. Zweigniederlassungen
Es besteht eine Zweigniederlassung am Produktionsstandort in 1220 Wien (Puchgasse 5).
2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Basierend auf den Plänen und dem wirtschaftlichen Umfeld ist die Geschäftsführung für das Jahr 2025 von einer stabilen Umsatz- und Ergebnisentwicklung und dem Erreichen der Unternehmensziele für das Jahr 2025 ausgegangen.
Trotz der im Jahr 2025 weiterhin allgemein hohen Einkaufspreise, Kostensteigerungen (v.a. Energie, Logistik und Rohstoffe), hoher kollektivvertragliche Lohn- und Gehaltsabschlüsse sowie einer nur eingeschränkt möglichen Weitergabe der Teuerungen an die Kunden, konnten v.a. mithilfe deutlicher Effizienzsteigerungen und Optimierungsmaßnahmen in Produktion und Verwaltung die gesetzten Ziele weitgehend erreicht werden.
Unter der Annahme, dass Gastronomie und Tourismus eine weiterhin gute Besucher- und Nächtigungsentwicklung aufweisen, sowie im Lebensmitteleinzelhandel das Preiseinstiegsegment entsprechend adressiert werden kann, ist die Einschätzung der Geschäftsführung, dass die gesetzten künftigen Umsatz- und Ergebnisziele erreicht werden können.
Im Jahr 2025 wurden schwerpunktmäßig Investitionen in die Weiterentwicklung der Produktionsstandorte gesetzt. So wurden v.a. nachhaltige Investitionen in die Automatisierung und Effizienzsteigerung der Produktionslinien sowie in die Digitalisierung und den Umweltschutz getätigt. Für das Geschäftsjahr 2026 sind weitere Investitionen in die Effizienzsteigerung der Produktion sowie in die Energieoptimierung und Nachhaltigkeit geplant.
Die Prozesse des Unternehmens werden weiter optimiert, um Effizienzsteigerungen zu realisieren.
Durch die genannten Aktivitäten und organisatorischen Maßnahmen geht die Geschäftsführung davon aus, dass das Unternehmen die Anforderungen bestehender und zukünftiger Kunden erfüllen wird und die Unternehmensziele erreicht werden.
3. Risikoberichterstattung
3.1. Allgemeine Risikoberichterstattung
Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Als Grundlage der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe sind vor allem die Managementstruktur, das Planungssystem sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme anzusehen. Bestimmte Einzelrisiken werden regelmäßig überwacht und im erforderlichen Maße abgesichert.
Die Behandlung der jeweiligen operativen Einzelrisiken wird durch verschiedene Management- und Investitionsgrundsätze sowie Richtlinien definiert. Beispielhaft besteht keine Abhängigkeit zu einzelnen Lieferanten und die operativen Geschäfte werden ausschließlich in Euro abgewickelt.
Für spezifische Haftungsrisiken und Schadensfälle werden Versicherungen abgeschlossen, deren Umfang regelmäßig überprüft wird.
Um Risken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen, wettbewerbs-, patent-, kartell-, arbeits-, sozial- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen resultieren, werden Entscheidungen auf Basis entsprechender rechtlicher Beratungen getroffen.
Qualitäts- und Lebensmittelrisiken werden durch ein etabliertes HACCP-Konzept, Qualitätsmanagementsystem, sowie durch die Erfüllung der Anforderungen des „International Food Standard, Version 8.0. (höheres Niveau)“ auf ein minimales Niveau reduziert.
Die Gesellschaft ist zum 31.12.2025 nicht fristenkongruent finanziert. Eine ausreichende Finanzierung stellt aufgrund der Bonität der Gesellschaft und des Konzerns nach Einschätzung der Geschäftsführung zum gegenwärtigen Zeitpunkt kein wesentliches Risiko dar. Die Geschäftsführung geht nach bestem aktuellem Wissen davon aus, dass es zu keinen Liquiditätsengpässen kommen wird und dass die Annahme der Unternehmensfortführung angemessen ist.
3.2. Berichterstattung gemäß § 243 (3) Z 5 UGB
Finanzinstrumente sind auf zivilrechtlichen Verträgen basierende wirtschaftliche Vorgänge, die zahlungswirksam sind.
Aufgrund des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds kann es zu negativen Auswirkungen auf die Liquidität der Kunden kommen. Dem Ausfall von Forderungen wird durch ausreichende Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Liquide Mittel werden nur bei Banken mit möglichst hoher Kreditwürdigkeit gehalten.
Die WEINBERGMAIER GmbH hat im Geschäftsjahr 2025 keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
4. Sondervorschriften für große Kapitalgesellschaften
4.1. Berichterstattung zu Umweltbelangen
WEINBERGMAIER GmbH setzt auf Nachhaltigkeit und bekennt sich zu einem umfassenden Schutz unserer Umwelt. Zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit und des ökologischen Fußabdrucks arbeitet Weinbergmaier kontinuierlich an der Optimierung der internen Prozesse und Abläufe.
Im Jahr 2025 wurden schwerpunktmäßig Investitionen in die Reduktion des Energieverbrauches getätigt.
Ein Schwerpunkt war im Jahr 2025 die weitere Sanierung der Dachflächen. Ein Teil der Dachfläche im Altbau wurde thermisch saniert. Dies hat einen geringeren Bedarf an Heiz- und Kühlleistung zur Folge. Weiters wird der Umstieg von Diesel-PKW auf E-Autos zunehmend forciert.
WEINBERGMAIER GmbH
| Lagebericht |
|---|
| 2025 |
4.2. Berichterstattung zu Arbeitnehmerbelangen
Die Arbeitnehmer/innen stellen einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die Zukunft der Gesellschaft dar. Aus diesem Grund wird hohes Augenmerk auf Mitarbeiterschulungen und laufende Verbesserung der Mitarbeiterqualifikation gelegt.
Die Gesellschaft ist im Rahmen der VIVATIS-Gruppe in die VIVATIS Management Academy eingebunden. Die VIVATIS Management Academy ist ein Ausbildungsprogramm, welches allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern innerhalb des Konzerns hochqualifizierte Weiterbildungsmöglichkeiten bietet. Spezielle Weiterbildungsprogramme für Führungsnachwuchskräfte werden als Teil des strategischen Managements von den Mitarbeitern sehr geschätzt.
Wolfern, am 24. Februar 2026
Die Geschäftsführung
| Dr. Gerald Spitzer | 661 | Chestian Kübek |
|---|