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Lagebericht 2025

Wolfgang Ecker Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 29. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Lagebericht

1.1. Geschäftsverlauf

Erläuterungen über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2025 war die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Österreich von einer leichten Erholung geprägt. Laut Statistik Austria wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt um 0,6 % (VJ: -0,7 %) und kehrte damit nach dem Rückgang im Vorjahr wieder in einen moderaten Wachstumspfad zurück.

Diese Entwicklung wurde jedoch weiterhin von einem erhöhten Preisniveau begleitet. Die Inflationsrate lag im Jahr 2025 bei 3,6 %, nach 2,9 % im Jahr 2024 und 7,8 % im Jahr 2023. Treibender Faktor waren insbesondere gestiegene Strompreise infolge des Auslaufens der Strompreisbremse (Statistik Austria). Gleichzeitig entspannte sich die geldpolitische Situation: Der Leitzins im Euroraum sank auf 2,15 % (VJ: 3,15 %) (Statistik Austria). In diesem Umfeld zeigte sich erstmals seit dem dritten Quartal 2022 wieder eine steigende Kreditnachfrage von Unternehmen (vgl. OeNB Report 2025/16), was auf eine vorsichtige Belebung der Investitionstätigkeit hindeutet.

Trotz dieser stabilisierenden Faktoren blieb die wirtschaftliche Lage für viele Unternehmen angespannt. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen stieg im Jahr 2025 um 3,4 % auf 6.810 Fälle. Die seit Dezember 2024 deutlich gestiegene Inflation belastete die Kaufkraft auch im Jahr 2025 erheblich, was sich negativ auf Umsatzentwicklung und Geschäftslage vieler Betriebe auswirkte. Besonders betroffen war die Bauwirtschaft, die weiterhin zu den insolvenzanfälligsten Branchen zählt und im Branchenranking Platz 2 einnimmt (vgl. KSV Statistik Unternehmensinsolvenzen 2025).

Vor diesem Hintergrund entwickelte sich auch der Arbeitsmarkt verhalten. Die Beschäftigung stagnierte im Jahr 2025, wenngleich für die Folgejahre wieder ein Wachstum erwartet wird. Gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote auf 7,4 % (VJ: 7 %). Die Zahl der offen Stellen verringerte sich auf 533.419 (-2,0 % zum Vorjahr) (vgl. AMS Bericht zur Arbeitsmarktlage 2025). Die Investitionsquote blieb mit 23,7 % (VJ: 23,6 %) stabil, jedoch auf einem niedrigen Niveau.

Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen für das Steinmetzgewerbe waren weiterhin eng mit der Entwicklung der Bauwirtschaft verknüpft. Die realen Bauinvestitionen blieben im ersten Halbjahr 2025 laut Statistik Austria rückläufig. Gleichzeitig zeigte sich eine zunehmende Margenbelastung: Die Baupreise stiegen schwächer als die Baukosten, wodurch sich der wirtschaftliche Druck auf die Betriebe erhöhte. Im Jahr 2025 lagen die Kosten für den Wohnhaus- und Siedlungsbau laut vorläufigen Daten von Statistik Austria um 2,3 % über dem Vorjahresniveau.

Zusätzlich wirkten sich öffentliche Sparmaßnahmen dämpfend auf die Nachfrage aus. Die angestrebte Sanierung der Staatsfinanzen führte auf Bundesebene zu einem Sparpaket, das sich auch in den Budgets von Ländern und Gemeinden fortsetzte. Da viele Bau- und Sanierungsprojekte von öffentlichen Förderungen abhängen, kam es trotz bestehender Förderzusagen im Jahr 2025 zu Verzögerungen bei Auszahlungen, was die Investitionstätigkeit zusätzlich hemmte.

Auf der Kostenseite zeigte sich hingegen ein moderater Anstieg der Löhne. Die Kollektivvertragslöhne für Steinmetze und Steinarbeiter wurden ab 1. Mai 2025 um 2,75 % erhöht, wobei diese Anpassung sowohl für KV- als auch IST-Löhne galt. Im Vergleich dazu stiegen die Lohnkosten im Euroraum durchschnittlich um 3,3 % (vgl. Euroindikatoren der Eurostat 2025).

Ergänzend ist die internationale Entwicklung zu berücksichtigen, die insgesamt unterstützend wirkte. Die Weltkonjunktur war bis Herbst 2025 aufwärtsgerichtet: Die globale Industrieproduktion expandierte, und der weltweite Warenhandel zeigte trotz der Zollpolitik der USA eine positive Tendenz. Der Euroraum verzeichnete ein reales Wachstum von 1,6 %. Gleichzeitig gingen die Energiepreise weiter zurück. Der Preis für Rohöl (Brent) lag bei USD 69 je Barrel (VJ: 79,8), während der Erdgaspreis EUR 37 je MWh betrug (VJ: EUR 34,3) (vgl. Monatsbericht 01/2026 WIFO).

Insgesamt zeigt sich, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2025 durch eine fragile Erholung bei gleichzeitig anhaltendem Kosten- und Margendruck gekennzeichnet waren. Für das Steinmetzgewerbe ergaben sich daraus insbesondere durch die schwache Baukonjunktur, verzögerte Fördermittel sowie steigende Kosten weiterhin herausfordernde Marktbedingungen.

Wichtige Ereignisse während des Geschäftsjahres

Das Geschäftsjahr 2025 begann für das Unternehmen zunächst wirtschaftlich stabil. Im ersten Quartal lagen die Umsätze noch über dem Vorjahresniveau, was auf eine weiterhin gute Auslastung aus bestehenden Projekten zurückzuführen war.

Im weiteren Jahresverlauf zeigte sich jedoch eine deutliche Eintrübung der Geschäftsentwicklung. Bereits im zweiten Quartal 2025 kam es infolge des Auslaufens großer Projekte zu einem signifikanten Umsatzrückgang. Parallel dazu reduzierte sich das Volumen öffentlicher Ausschreibungen im Jahr 2025 spürbar, wodurch sich die Auftragslage zusätzlich verschärfte.

Diese Entwicklung wurde durch zunehmenden Wettbewerbsdruck verstärkt. Marktteilnehmer, die üblicherweise in anderen Segmenten tätig sind, drangen verstärkt in den Bereich der Steinmetzarbeiten in der Denkmalpflege vor. Dies führte insbesondere bei größeren Projekten zu einem intensiven Preiswettbewerb. Infolgedessen konnten bedeutende Ausschreibungen – wie etwa eine Ausschreibung in Wien im Juni 2025 mit einem Volumen von EUR 3,6 Mio. – aufgrund massiven Preisdumpings nicht gewonnen werden. Zusätzlich wurde ein Auftrag mit einem Volumen von EUR 700.000 vorzeitig abgebrochen, was die Umsatzentwicklung weiter belastete.

Vor dem Hintergrund der starken Abhängigkeit des Unternehmens von großvolumigen Sanierungsprojekten im öffentlichen sowie im sakralen Bereich wirkten sich diese Entwicklungen besonders negativ aus. Der Rückgang entsprechender Projekte führte unmittelbar zu einer geringeren Auslastung.

Auf der Kostenseite wurde bewusst auf kurzfristige Anpassungsmaßnahmen verzichtet. Ein Abbau der Personalkosten wurde aus strategischen Überlegungen nicht in Erwägung gezogen. Vielmehr stiegen die Personalkosten im Jahr 2025 infolge der Lohnerhöhungen im Mai 2025 weiter an. Hintergrund dieser Entscheidung ist der weiterhin bestehende Fachkräftemangel in der Branche. Ein Abbau von qualifiziertem Personal hätte unmittelbare negative Auswirkungen auf die zukünftige Leistungs- und Produktionsfähigkeit des Unternehmens gehabt.

Im 4. Quartal 2025 sank die Liquidität des Unternehmens und es wurden Zwischenfinanzierungen mit den Hausbanken ausverhandelt. Die Cashflows wurden engmaschiger geplant und der Forecast von einem Monatsreporting auf ein wöchentliches Reporting umgestellt. Es wurden wöchentliche Meetings zur Auftragslage und der Ressourcenplanung eingeführt. Das Reporting wird extern professionell begeleitet und Berichterstattung an die Verhältnisse angepasst. die

Insgesamt war das Geschäftsjahr 2025 somit durch einen deutlichen Rückgang der Umsätze im Jahresverlauf und

einem intensiven Wettbewerbsdruck geprägt.

Bereits im 1. Quartal 2026 gelang es, die Auftragslage und die wirtschaftliche Situation des Unternehmens nicht nur nachhaltig zu stabilisieren, sondern spürbar zu beleben und auf ein deutlich gefestigtes, wieder klar auf Wachstum und Gewinn ausgerichtetes Niveau zu heben.

Finanz- und Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2025 war die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens maßgeblich durch den deutlichen Umsatzrückgang geprägt. Die Umsatzerlöse reduzierten sich von EUR 8.045.000 im Vorjahr auf EUR 5.416.441, was einem Rückgang von 39,45 % entspricht.

Im Zuge der veränderten Auftragslage wurden Leistungen verstärkt mit eigenem Personal erbracht und in geringerem Ausmaß fremdvergeben. Entsprechend sanken die Fremdleistungen um 57 %. Trotz dieser Anpassung blieb der Deckungsbeitrag I positiv, während der Deckungsbeitrag II bereits mit EUR 170.313 negativ ausfiel.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verschlechterte sich deutlich von EUR 828.678 im Vorjahr auf EUR –830.064. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den erheblichen Umsatzrückgang bei gleichzeitig weitgehend unveränderter Kostenstruktur zurückzuführen.

Zwar konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 18 % reduziert werden, jedoch war es nicht möglich, die Auswirkungen des Umsatzrückgangs durch entsprechende Kosteneinsparungen zu kompensieren. Insgesamt spiegeln die Kennzahlen eine deutliche Ergebnisbelastung im Geschäftsjahr 2025 wider.

Investitionsbereich

Es hat im Geschäftsjahr 2025 keine wesentliche Investitionen gegeben.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Vermögenslage
31.12.202531.12.2024+/-
TEURTEURTEUR
kurzfristiges Umlaufvermögen
Vorräte6671 171-503-43,0
Lieferforderungen8621 326-463-35,0
sonstige Forderungen336118217183,7
flüssige Mittel2341-18-44,3
Wertpapiere des Umlaufvermögens78184-106-57,7
Aktive latente Steuern411-7-60,9
1 9712 851-880-30,9
kurzfristiges Fremdkapital
kurzfristige Rückstellungen48341543,8
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten524911-387-42,5
Lieferverbindlichkeiten184474-290-61,2
sonstige Verbindlichkeiten537704-167-23,8
1 2932 123-829-39,1
Working Capital (Netto-Umlaufvermögen)678729-51-7,0
Anlagevermögen
Immaterielles Vermögen36106-70-66,3
Sachanlagen5 0085 155-147-2,9
Finanzanlagen31131110,2
5 3555 572-217-3,9
langfristiges Umlaufvermögen
sonstige Forderungen2 1392 256-117-5,2
Rechnungsabgrenzungsposten4448-5-9,8
2 1832 304-121-5,3
langfristiges Fremdkapital
langfristige Rückstellungen70952418535,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten5 2104 37483619,1
Lieferverbindlichkeiten322416-94-22,6
sonstige Verbindlichkeiten151500,0
Rechnungsabgrenzungsposten05-5-100,0
6 2565 33392217,3
Reinvermögen (Eigenkapital)1 9603 272-1 312-40,1
Stammkapital363600,0
Bilanzgewinn1 9063 236-1 330-41,1
Investitionszuschüsse1721-4-18,3
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
Summe Eigenkapital1 9603 294-1 334-40,5
Summe Fremdkapital7 5497 456931,3
Bilanzsummendifferenz0-2222-100,0
Bilanzsumme9 50910 728-1 219-11,4
Finanzlage

- Liquidität und Verschuldungsgrad

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
31.12.202531.12.202431.12.2023
Liquidität0,010,010,01
Verschuldungsgrad in %385,23226,38235,60

- Kapitalflussrechnung

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
20252024
TEURTEUR
Ergebnis vor Steuern-1 323255
Überleitung auf den Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern
Gewinn aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Investitionsbereichs-410
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sowie auf
Wertpapiere des Umlaufvermögens305329
Erträge aus der Auflösung von Bewertungsreserven aus Investitionszuschüssen-4-4
Geldfluss aus dem Ergebnis-1 063579
Ab-/Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Aktiva999-406
Zunahme der Rückstellungen, ausgenommen für Steuern vom Einkommen20070
Ab-/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
Passiva-55679
90267
Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern-421322
Zahlungen für Steuern
Steuern vom Einkommen-7-95
aktive latente Steuern711
-1-84
Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit-421238
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen)450
Anlagenzugänge It. Anlagenspiegel (ohne Finanzanlagen)-90-177
Finanzanlagenzugänge und sonstige Finanzinvestitionen-20
Investitionszuschüsse00
-47-177
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen/Auszahlungen für die Aufnahme/Tilgung von sonstigen
Finanzkrediten450-87
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes-18-25
Finanzmittelbestand am Beginn der Periode4166
Finanzmittelbestand am Ende der Periode2341

Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 6
20252024+/-
TEURTEURTEUR%
Umsatzerlöse6 2088 656-2 448-28,3
Bestandsveränderungen-792290-1 082k. A.
Betriebsleistung5 4168 946-3 529-39,5
Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen
Materialaufwand356710-353-49,8
Aufwendungen für bezogene Leistungen9562 243-1 286-57,4
Skontoerträge, Boni, Rabatte-10-2514-58,4
1 3022 928-1 626-55,5
Rohertrag I4 1146 018-1 904-31,6
Personalaufwand
Löhne2 0682 092-25-1,2
Gehälter1 1141 062524,9
soziale Aufwendungen1 1031 029747,2
davon Aufwendungen für Altersversorgung davon Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an4253-12-21,6
betriebliche Vorsorgekassen davon Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben543-38-87,3
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge95984111914,1
4 2854 1841012,4
Rohertrag II-1701 834-2 004k. A.
sonstige betriebliche Erträge28917311566,5
sonstige betriebliche Aufwendungen1 0291 259-230-18,3
Aufwendungen aus Finanzanlagen101k. A.
Finanzerträge
Erträge aus Beteiligungen1914536,4
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge6266-4-6,0
818011,3
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)-830829-1 659k. A.
Abschreibungen305329-24-7,3
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)-1 135500-1 635k. A.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen188245-57-23,4
Ergebnis vor Steuern (EBT)-1 323255-1 577k. A.
Steuern vom Einkommen795-88-92,2
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 7
Jahresfehlbetrag/-überschuss-1 330159-1 490k. A.

1.2. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die zukünftige Entwicklung des Unternehmens stellt sich deutlich positiv dar und zeigt eine nachhaltige Rückkehr zu hoher Auslastung und stabiler Ertragskraft.

Für das Geschäftsjahr 2026 liegt bereits ein vollständig vertraglich abgesicherter Planumsatz in Höhe von EUR 8.600.000 vor. Darüber hinaus beträgt der gezeichnete Auftragsstand rund EUR 15.000.000, wodurch die Auslastung auch für die darauffolgenden Geschäftsjahre in hohem Maße gesichert ist. Die nächsten beiden Geschäftsjahre können somit auf einer außergewöhnlich soliden Auftragsbasis geplant werden.

Bereits ab Mai 2026 wird wieder eine vollständige Auslastung des Unternehmens erreicht sein. Diese Entwicklung unterstreicht die erfolgreiche Positionierung des Unternehmens im Markt sowie die nachhaltige Nachfrage nach dessen Leistungen.

Auch auf der Beschaffungsseite bestehen stabile Rahmenbedingungen. Es sind keine Engpässe bei der Materialversorgung zu erwarten. Zudem ist der Materialanteil für das Jahr 2026 preislich abgesichert, wodurch eine hohe Planungssicherheit gegeben ist. Ergänzend dazu weist ein wesentlicher Teil der laufenden Projekte den Charakter von Lohnarbeiten auf, was die Kostenstruktur zusätzlich stabilisiert, und die Margentransparenz erhöht.

Im Personalbereich zeigt sich ebenfalls eine erfreuliche Entwicklung. Es gehen vermehrt Bewerbungen von qualifizierten Fachkräften ein, wodurch sich die personellen Kapazitäten gezielt stärken lassen und die langfristige Leistungsfähigkeit des Unternehmens gesichert wird.

Hervorzuheben ist, dass sich das Unternehmen trotz einer insgesamt noch verhaltenen und nicht nachhaltig verbesserten Auftragslage in der Branche deutlich positiv abhebt. Die dargestellte Auftrags- und Auslastungssituation dokumentiert eine klare Marktstärke und eine überdurchschnittliche Wettbewerbsposition.

Insgesamt ist für die kommenden Geschäftsjahre von einer sehr positiven Entwicklung auszugehen, getragen von einer exzellenten Auftragslage, hoher Auslastung sowie stabilen Kosten- und Beschaffungsstrukturen.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten – Allgemein

Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage für 2026 ist von schwachem Wachstum, erneut erhöhter Unsicherheit und einem energiepreisgetriebenen Inflationsrisiko geprägt. Die OeNB erwartet für Österreich 2026 ein reales BIP-Wachstum von 0,5%, eine HVPI-Inflation von 2,7% sowie eine Arbeitslosenquote (AMS-Definition) von 7,5%; als maßgeblicher Unsicherheitsfaktor wird der seit Ende Februar 2026 eskalierte Krieg im Nahen und Mittleren Osten mit deutlichem Energiepreisschock genannt.

Auf Ebene des Euroraums bleibt die Geldpolitik vorerst restriktiv, da die EZB am 19. März 2026 die Leitzinsen unverändert ließ (Einlagefazilität 2,00%, Hauptrefinanzierung 2,15%, Spitzenrefinanzierung 2,40%) und zugleich festhält, dass der Krieg im Nahen Osten die Unsicherheit erhöht sowie Aufwärtsrisiken für Inflation und Abwärtsrisiken für Wachstum erzeugt.

Für Steinmetzbetriebe (typischerweise mit hohem Lohnkostenanteil und enger Verknüpfung mit Bau-/Sanierungsprojekten und Restaurierung historischer Denkmäler) verstärken sich damit insbesondere: (i) Nachfragerisiken aus öffentlicher Budgetkonsolidierung/Ausschreibungsverhalten, (ii) Margendruck durch

Kostenvolatilität (Energie, Lohn, Transport, Material) bei zugleich intensiverem Wettbewerb sowie (ii) Liquiditätsund Bonitätsrisiken entlang der Wertschöpfungskette (Zahlungsverzüge, Insolvenzen).

In der EU-Herbstprognose (Nov.2025) erwartete die Europäische Kommission für Osterreich 2026 ein reales Wachstum von 0,9% (EU: 1,4%; Euroraum: 1,2%) und verweist zugleich auf das Defizitumfeld/Defizitverfahren. Das WIFO prognostizierte in seiner Konjunkturprognose (Monatsberichte 1/2026) für 2026 ein reales BIP-Wachstum von 1,2% sowie Verbraucherpreise von 2,6% und eine Arbeitslosenquote (national) von 7,3%.

Mit der OeNB-Interimsprognose vom März 2026 wurde der Ausblick jedoch spürbar vorsichtiger: Die OeNB nennt als Auslöser den Energiepreisschock im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten. Ursprünglich erwartete die OeNB für 2026 0,5% reales Wachstum sowie 2,7% HVPI-Inflation (bei 7,5% Arbeitslosenquote nach AMS). Bei einem durchschnittlichen Ölpreis von 100 USD/Barrel und Gaspreis von 70 EUR/MWh (2026) plus stärkeren Zweitrundeneffekten wäre eine Stagnation der Wirtschaftsleistung und eine Inflation „knapp über 4%” im Jahr 2026 möglich.

Branchenspezifische Risiken

Nachfrageseitig bleibt 2026 das zentrale Umfeldrisiko, dass die Bauwirtschaft in Österreich nur sehr langsam aus der Schwäche kommt: Während Euroconstruct europaweit 2026 insgesamt eine reale Bau-Erholung erwartet, wird Österreich als „deutlich trüber“ eingeschätzt; 2026 wird nur ein marginales Wachstum (+0,2%) gesehen, und Konsolidierungsmaßnahmen können die Trendumkehr insbesondere im Tiefbau verzögern. Gleichzeitig zeigen die VGR-Daten 2025, dass das Bauwesen real rückläufig blieb (- 2 9 6). Für Steinmetzbetriebe bedeutet dies: selbst bei guter eigener Auftragslage ist das Preis- und Wettbewerbsumfeld in Ausschreibungen tendenziell schärfer (mehr Bieter, geringere Projektzahl), während die öffentliche Auftraggeberseite – getrieben vom Konsolidierungsdruck (u.. EU-Defizitverfahren) – zu zeitlicher Streckung/Neupriorisierung neigen kann.

Kostenseitig ist der entscheidende Punkt, dass 2026 keine „ruhige Kostenwelt“ ist: Statistik Austria weist für 2025 eine erhöhte Inflation (3,6%) aus und benennt Strompreise als zentralen Treiber. Der Baukostenindex zeigt zugleich, dass Baukosten nicht nur Material, sondern explizit auch Energie-, Transport- und Lohnkosten abbilden; selbst bei moderateren Jahresanstiegen (Wohnbaukosten 2025: +2,3%) kann Projektmargensteuerung in Fixpreis-/Ausschreibungslogik herausfordernd bleiben, weil die unterjährige Volatilität und Nachtragsfähigkeit entscheidend sind. Der OeNB- und EZB-Fokus auf kriegsbedingt unsichere Energiepreise unterstreicht zudem, dass Kostenrisiken 2026 stärker „sprungförmig“ als trendförmig auftreten können.

Finanzierungs- und Liquiditätsseitig ist der Risikoübertrag realistisch, weil Kreditstandards im Euroraum (Q1/2026) moderat weiter gestrafft werden sollen und in Osterreich Banken für Unternehmenskredite (Q1/2026) leichte Verschärfungen erwarten; historisch wurden u.à. strengere Sicherheitenanforderungen und Covenants als Verschärfungskomponenten genannt. In Verbindung mit der weiterhin hohen Insolvenzaktivität (KSV: 2025 6.857 Insolvenzen; 2026 in Summe voraussichtlich ähnlich, wenn Rahmenbedingungen nicht gravierend ändern) steigt der Wert von Bonitäts- und OP-Monitoring in der Projektkette.

Arbeitsmarktlich ist das Bild zweigeteilt: Einerseits erwartet die OeNB 2026 eine Arbeitslosenquote (AMS) von 7,5%. Andererseits betont die WKO, dass die Arbeitskräftesuche trotz schwächerer Wirtschaftsleistung herausfordernd bleibt und der demografische Trend Engpässe strukturell verstärkt. Für arbeitsintensive Handwerksbetriebe ist daher das Risiko relevant, dass Knappheit bei qualifizierten Fachkräften zu Produktivitätsund Margenrisiken führt (Überstunden, Leih-/Subkosten, Terminrisiko), selbst wenn sich die allgemeine

Konjunktur nur langsam erholt.

Unternehmensspezifische Risiken

Die aktuelle Geschäftsentwicklung ist von einer insgesamt positiven Auftrags- und Marktsituation geprägt. Die bestehende Projekt- und Auftragslage gewährleistet derzeit eine gute Auslastung und sichert die Beschäftigung des Unternehmens bis etwa Ende 2027 ab. Gleichzeitig wird laufend an der Akquisition weiterer Projekte gearbeitet, um auch darüber hinaus eine nachhaltige Auslastung sicherzustellen. Eine gewisse Herausforderung stellt weiterhin die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter dar. Aufgrund der angespannten Situation am Arbeitsmarkt ist die Besetzung offener Stellen teilweise mit erhöhtem Aufwand verbunden. Die vorhandenen personellen Kapazitäten ermöglichen jedoch derzeit die ordnungsgemäße Abwicklung der bestehenden Projekte.Im Bereich der Materialbeschaffung ist die Versorgung aktuell gut gewährleistet. Wesentliche Engpässe sind derzeit nicht erkennbar. Positiv entwickelt hat sich zudem die preisliche Wettbewerbssituation, die sich gegenüber den vergangenen Perioden wieder stabilisiert bzw. verbessert hat.Wie bei Tätigkeiten in der Steinmetzbranche üblich, bestehen grundsätzlich branchenbedingte Gewährleistungs-, Haftungs- und Schadenersatzrisiken. Bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses sind jedoch keine wesentlichen Mängel oder Schadenersatzforderungen bekannt. Insgesamt wird die Risikosituation des Unternehmens daher als überschaubar und gut beherrschbar eingeschätzt.

1.3. Forschung und Entwicklung

Es gibt keine Forschung und Entwicklung.

Datum, Unterschrift des Geschäftsführers

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