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Lagebericht 2024

Ball Beverage Packaging Ludesch GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 29. Sep. 2025

Historischer Bericht · Der neueste Jahresabschluss betrifft den 31. Dez. 2025.

Inhaltsverzeichnis

Anlage 4

Geschäft und Rahmenbedingungen

Ball Beverage Packaging Ludesch GmbH gehört seit dem 30. Juni 2016 zum weltweit größten Getränkedosenerzeuger Ball, mit Sitz in USA.

Ball erzielte weltweit 2024 einen Nettoumsatz von USD 11,795 Millionen, gegenüber 2023 mit USD 14,029 Millionen 16% weniger.

Organisation

Die Ball Beverage Packaging Ludesch GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Ball Beverage Packaging Holding GmbH. Die Anteile an Ball Beverage Packaging Holding GmbH werden indirekt zu 100% von Ball, Denver, USA, gehalten.

Die Gesellschaft verfügt über einen Produktionsstandort in Ludesch (Vorarlberg). Die im Werk Ludesch hergestellten Dosen sind im Wesentlichen für den an das Werk angrenzenden Abfüller von Red Bull Dosen bestimmt. Mit der direkten Anbindung an den Abfüller werden nicht nur erhebliche Einsparungen bei den Logistikkosten erreicht, es wird auch mit der damit verbundenen Reduzierung der Transporte ein wesentlicher Beitrag zur Entlastung der Umwelt geleistet.

Die Vertriebstätigkeit in Österreich, der Schweiz und dem CEE-Raum insbesondere für den Kunden Red Bull wird durch die Ball Trading Germany GmbH & Co KG, Gelsenkirchen, Deutschland betreut.

Geschäftssituation

Die Gesellschaft ist in ein Geschäftsmodell des Ball Konzerns in Europa eingebunden, bei dem die Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen der Gesellschaft, dem Konzern und den Kunden vertraglich geregelt sind.

Die Beschaffung der Rohstoffe obliegt einer britischen Schwestergesellschaft (Ball Beverage Packaging Europe Ltd., Luton, Großbritannien), welche diese dem produzierenden Werk für die Herstellung der Dosen beistellt. Für die Lohnveredelung erhält die produzierende Gesellschaft ein vertraglich festgelegtes Entgelt.

Auf der Vertriebsseite wird die Single-Point-of-Sales- Strategie verfolgt. Die

Rechnungslegung an den Kunden erfolgt von den jeweiligen Key-Accounts bzw. den zuständigen Vertriebsorganisationen, unabhängig davon, von welchem Werk im Ball Konzern die Lieferung durchgeführt wird.

Durch die vertragliche Gestaltung des Geschäftsmodells ist das wirtschaftliche Risiko aus der laufenden Geschäftstätigkeit für die Gesellschaft stark reduziert.

Die Umsatzerlöse aus der Lohnfertigung sowie Weiterverrechnungen an

Konzerngesellschaften erreichten im Berichtsjahr eine Höhe von EUR 62,4 Millionen, 10,3% erhöht gegenüber dem Vorjahr mit EUR 56,6 Millionen.

Das Produktionsvolumen der Gesellschaft erreichte im Geschäftsjahr 3,28 Milliarden Dosen, um 11,8% über dem Vorjahr mit 2,94 Milliarden Dosen. Am Werksstandort Ludesch werden 25 cl Dosen hergestellt.

Das Ergebnis vor Steuern lag im Geschäftsjahr mit EUR 5,6 Mio. 7,7% über dem

Vorjahresergebnis von EUR 5,2 Mio. Das Betriebsergebnis im Verhältnis zum Umsatz (ROS) zeigt folgende Entwicklung:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
20242023
Umsatzerlöse (MEUR)62,456,6
Betriebsergebnis (MEUR)6,05,7
Return on Sales (ROS)9,6%10,1%

Der Cashflow ist im Wesentlichen durch die Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie dem Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen gekennzeichnet. Damit erhöhte sich der Finanzmittelbestand gegenüber dem Vergleichsstichtag des Vorjahres um EUR 389.328,58.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf EUR 2,4 Mio. Im Werk Ludesch wurden weitere EUR 1,0 Mio. in eine Wasseraufbereitungsanlage, EUR 0,35 Mio. in Kameras zur Qualitätskontrolle, weitere EUR 0,3 Mio. in den Konzentrator für die Nachverbrennungsanlage sowie EUR 0,25 Mio. in weitere Maßnahmen zur Verbesserung von Qualität, Arbeits- und Werkssicherheit investiert. Aufgrund der erheblich verzögerten Bewilligung einer fünften Produktionslinie wurde die Produktionskapazität in Tschechien aufgebaut. Auf die bereits getätigten Investitionen in Planungen und Infrastruktur wurden im Vorjahr Wertberichtigungen vorgenommen.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufgaben werden von zentralen Stellen im Konzern wahrgenommen, welche auch in produktions- und qualitätstechnischen Fragen intensive Unterstützung leisten.

Im Geschäftsjahr wurden keine Zweigniederlassungen betrieben.

Risikobericht

Zur Erkennung, Analyse und Bewältigung der Risiken, die sich im Rahmen der Geschäftstätigkeit ergeben, sind verschiedene Kontroll- und Steuersysteme sowie die Managementsysteme ISO 9001, ISO 14001, ISO 22001 und ISO 45001 im Einsatz. Diese dienen dem Management der Gesellschaft, die operativen Risiken zu überwachen und an die jeweiligen Stellen im Konzern Bericht zu erstatten, Grundlage hierfür sind die laufenden Soll- /Ist Vergleiche anhand des jährlich festgelegten Budgets sowie deren laufende Überarbeitung in Form von Jahresvorschauen. Eingebunden sind die Jahresbudgets in strategische Mittelfristpläne, welche einmal im Jahr den Marktbedingungen bzw. der Konzernstrategie angepasst werden. Weiter werden in regelmäßigen Abständen Interne Audits vom Konzern

durchgeführt. Vom Konzern wurden standardisierte Systemprüfungen nach dem SOX Standard definiert, die regelmäßig von der internen Revision überprüft werden.

Das Beschaffungs- und Absatzrisiko ist durch das bestehende Geschäftsmodell für die operative Gesellschaft wesentlich reduziert.

Die Beschaffung der Rohstoffe (Aluminium, Farben, Lacke u, a,) erfolgt zentral. Dem Unternehmen obliegen die Planung und Disposition über die Zulieferung der für die Produktion erforderlichen Mengen. Die Steuerung und Kontrolle des Absatzes werden im Konzern zentral wahrgenommen. Der Gesellschaft obliegen die Fertigungsplanung der Kundenaufträge und deren fristgerechte Auslieferung an den Kunden bzw. Abfüller.

Das Fremdwährungsrisiko wird durch den Abschluss von Termingeschäften reduziert. Die Termingeschäfte werden vom Treasury-Bereich zentral bei Ball abgewickelt.

Entsprechend den heutigen Erkenntnissen sind keine Risiken absehbar, welche den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

Umwelt und Mitarbeiter

Das Unternehmen ist ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001 und FSSC 22001 V5 zertifiziert. Programme und Maßnahmen, welche den Umweltbereich und die Arbeitssicherheit betreffen, werden laufend bearbeitet und durch externe Prüfer überwacht.

Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter ist ein wichtiger Aspekt für die Entwicklung des Unternehmens. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden im Durchschnitt 33 Stunden pro Mitarbeiter für Schulungszwecke verwendet. Im Jahr 2023 waren es im Durchschnitt 55 Stunden.

Zum 31. Dezember 2024 waren 203 Mitarbeiter beschäftigt. Damit hat sich der Personalstand gegenüber dem Vorjahresstichtag von 206 um drei Mitarbeiter reduziert.

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Aufgrund der fortlaufenden Tätigkeit als Lohnveredler wird keine signifikante Veränderung der Geschäftsaktivitäten erwartet. Aufgrund der laufenden Abschreibung des Anlagenvermögens wird mit einem sich kontinuierlich reduzierenden positiven Geschäftsergebnis gerechnet. Derzeit sind keine Produktionsunterbrechungen vorgesehen. Ludesch, 17.06.2025 /

Philip James Hocken

Andreas Moun

DI Andreas Mayer

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