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Lagebericht 2024/25

BMD SYSTEMHAUS GesmbH

Original-PDF

Stichtag 31. März 2025 · Eingereicht am 19. Dez. 2025

Inhaltsverzeichnis

BMD SYSTEMHAUS GesmbH per 31.03.2025

Allgemein

Trotz der schwierigen konjunkturellen Lage konnte wieder eine deutliche Steigerung des Umsatzes erzielt werden. Der große Vorteil von BMD, die Branchenunabhängigkeit spielt hier eine sehr große Rolle. Zusätzlich stehen immer mehr Unternehmen aufgrund der zunehmenden Breitenwirksamkeit von KI vor der Herausforderung, ihre Geschäftsprozesse weiter zu digitalisieren und zu automatisieren, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Grundsätzlich ist daher der eigene Markt als stabil zu bezeichnen. Der Neukundenzuwachs liegt mit 1.293 Kunden (Vorjahr: 1.490) auf sehr gutem Niveau. Bei den Steuerberatungskanzleien gab es einen Zuwachs um 68 Kanzleien (VJ 60). Generell ist anzumerken, dass der Umsatz / Kunde deutlich steigt, also tendenziell größere Kunden gewonnen werden.

Die für BMD wesentlichen Marktpositionen bei Steuerberatern und Unternehmen konnten gut behauptet werden. Die Gesamtkundenbasis beträgt derzeit ca. 35.000 Kunden.

Geschäftsergebnis, Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
Betragsangaben in MEUR2024/20252023/2024Veränd.Veränd.%
Umsatzerlöse96,089,46,67,4%
Betrie sbergebnis9,58,80,78,4%
Finanzergebnis0,81,6-0,9-52,8%
Ergebnis vor Steuern10,310,4-0,1-1,2%
Steuern vwom Einkommen u. Ertrag-2,4-2,60,2-9,2%
Jahresaüberschuss7,97,80,11,5%

Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr um rd. 7,4 % von 89,4 auf 96,0 MEUR gesteigert werden.

Der durchschnittliche Personalstand nach Köpfen erhöhte sich von 723 auf 770 aktive Dienstnehmer. Die Personalkosten stiegen um 9,3 % auf 68,5 MEUR (Vorjahr: 62,7) MEUR. Die Personalkosten in % der Betriebsleistung betrugen 71,5 % (Vorjahr: 70,2 %).

Der Jahresgewinn verbessert sich im Berichtsjahr auf 7,9 MEUR (Vorjahr: 7,8 MEUR). Dabei liegt das Betriebsergebnis um rd. +0,7 MEUR über, das Finanzergebnis um rd. 0,9 MEUR unter dem Vorjahreswert. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Berichtsjahr um rd. 0,2 MEUR niedriger als im Vorjahreszeitraum. Die Verbesserung des Betriebsergebnisses ist primär dem Umsatzanstieg geschuldet. Der Rückgang der Finanzerträge liegt primär in den niedrigeren Erträgen aus der Zuschreibung von Finanzanlagen mit rd. 0,2 MEUR im Berichtsjahr ggü. 1,2 MEUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres, wovon 0,2 MEUR (Vorjahr: 0,5 MEUR) auf die Zuschreibung einer Beteiligung und 0,01 MEUR (Vorjahr: 0,7 MEUR) auf die Zuschreibung von Wertpapieren entfallen.

Eine Zuschreibung von Wertpapieren in vergleichbarer Höhe wie im Vorjahr war im Berichtsjahr aufgrund des Anschaffungskostendeckels (Anschaffungskosten als Bewertungsobergrenze) nicht möglich, da die Wertpapiere zum Bilanzstichtag des Vorjahres bereits zum größten Teil mit den Anschaffungswerten bewertet waren. Aufgrund der Kursentwicklung ergeben sich zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres deutlich höhere stille Reserven als noch im Vorjahr, welche im UGB nicht ausgewiesen werden dürfen. Die Veränderung der latenten Steuern hat das Ergebnis im Berichtsjahr mit 0 MEUR (Vorjahr: 0,15 MEUR) belastet, was einen Rückgang des Steueraufwands bewirkt.

Finanz- und Vermögenslage

Die Finanz- und Vermögenslage war im Bilanzjahr überaus stabil.

Entwicklung der Zahlungsmittel in MEUR:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
2024/20252023/2024
Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit10,012,9
Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit-0.6-1,7
Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit-12,1-0,1
zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel-2,711,1
Zahlungsmittel am Beginn der Periode34,123,0
Zahlungsmittel am Ende der Periode31,434,1
2024/20252023/2024
Working Capital-4,8 MEUR-0,5 MEUR
Eigenmittelquote gemäß § 23 URG28,8 %33,6 %
Fiktive Schuldentilgungsdauer gemäß § 24 URGk.A. (kein effektives (kein effektives
Fremdkapital) Fremdkapital)

Im Working Capital sind passive Erlösabgrenzungen als Rückstellung bzw. als passiver Rechnungsabgrenzungsposten mit gesamt -22,8 MEUR (Vorjahr: -21,0 MEUR) enthalten, sodass die kurzfristigen Verbindlichkeiten jederzeit bedient werden können.

Im Berichtsjahr erfolgten Gewinnausschüttungen von 12 MEUR (Vorjahr 0 MEUR). Der Jahresgewinn ist mit 7,9 MEUR niedriger als die vorgenommenen Gewinnausschüttungen, sodass der Eigenkapitalrückgang von 4,1 MEUR eine Reduktion der Eigenmittelquote von 33,6 % auf 28,8 % bewirkt.

Zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres und des Vorjahres liegt kein effektives Fremdkapital vor.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

UMWELTBELANGE

Es werden weder gefährliche Substanzen erzeugt noch verwendet. Bei allen verwendeten Produktionswerkzeugen (Server, PC) wird auf deren Energieeffizienz geachtet.

ARBEITNEHMERBELANGE

Das gemeinsam mit den Mitarbeitern ausgearbeitete neue Bürokonzept „Arbeitswelt der Zukunft" bewährt sich sehr, was sich nicht nur durch sehr gute Ergebnisse bei kununu (Weiterempfehlungsrate von 98%), sondern auch in der sehr geringen Fluktuation widerspiegelt (kleiner als 2%).

Forschung und Entwicklung

Die Schwerpunkte in Forschung und Entwicklung lagen in diesem Wirtschaftsjahr neben der laufenden Neu- und Weiterentwicklung von verschiedenen NTCS Modulen im weiteren Ausbau unserer KI-Tools und deren Integration in die bestehenden NTCS Module. Sowohl die Steuerberater- als auch die ERP Lösungen der BMD werden konsequent mit weiteren Funktionalitäten angereichert – besonders im Bereich Digitalisierung und Automatisierung. Für die Auslandsmärkte werden laufend länderspezifische Anforderungen adaptiert.

Die langjährige Umstellung der NTCS 1 Technologie auf die künftige NTCS 2 Technologie (die auch WEB-Oberflächen in weiterer Folge unterstützt) ist größtenteils abgeschlossen. Damit sind die BMD Lösungen zukünftig plattformübergreifend auf verschiedensten Endgeräten einsetzbar (Windows, Mac, PAD und SMP). Gerade letzteres zeigt sich durch die Entwicklungen BMD Go und my BMD com. Auch wird strategisch vermehrt in die Richtung gegangen, Lösungen für alle Mitarbeitenden eines Unternehmens zu bieten (z.B. Employee Self Service).

Niederlassungen

Es bestehen fünf Niederlassungen in Wien, Salzburg, Graz, Linz und Neuzeug, wobei es in diesem Jahr keine Veränderungen gab. Ein weiterer Ausbau von Niederlassungen erscheint auch derzeit nicht nötig.

Investitionen

Im Berichtsjahr betragen die Investitionen in das immaterielle Vermögen und in das Sachanlagevermögen in Summe rd. 1,2 MEUR (Vorjahr: 0,9 MEUR) und in das Finanzanlagevermögen rd. 0,4 MEUR (Vorjahr: 1,3 MEUR).

Risiken

SPEZIELLE RISIKEN

Dem steigenden Konkurrenzdruck wird durch intensive Marktbearbeitung entgegengetreten – siehe unter „Allgemein“: Neukundenzuwachs.

BESCHAFFUNGSRISIKO

Ein Beschaffungsrisiko besteht nicht aufgrund der überwiegenden Orientierung auf die Entwicklung von Softwareprodukten.

UMWELTRISIKO

Ein Umweltrisiko wird als eher gering eingeschätzt, da keine umweltgefährdenden Substanzen erzeugt oder verwendet werden.

ABSATZRISIKO

Durch die neuen fertigen NTCS Lösungen für den österreichischen Markt und die internationalen Märkte steigt die Wettbewerbsfähigkeit der BMD Business Software stark. Mit den neuen WEB Lösungen werden die Verkaufschancen der BMD Software Produkte zusätzlich gefördert. Das Absatzrisiko reduziert sich daher stark.

WÄHRUNGSRISIKO

Grundsätzlich gegeben, jedoch aufgrund der Eurobindung eher zu vernachlässigen, BMD hat keine Termingeschäfte zur Absicherung der Auslandsforderungen abgeschlossen, die Auslandsforderungen werden aber entsprechend verzinst.

WETTBEWERBSRISIKO

Durch starke international tätige Mitbewerber (Microsoft, Sage u. SAP bei Unternehmen, Datev, Addison bei Steuerberatern) verstärkt sich der Wettbewerbsdruck. BMD ist mit seinen umfassenden Gesamtlösungen und den vielen Innovationen für Steuerberater und Unternehmen in allen Bereichen sehr gut aufgestellt.

Berichterstattung zu Finanzinstrumenten gem. § 243 Abs 3 Z 5 UGB

1.) Derivative Finanzinstrumente werden nicht verwendet.

2.) Originäre Finanzinstrumente

Bei den originären Finanzinstrumenten im Bereich der vorhandenen Wertpapiere bestehen die üblichen Veranlagungsrisiken einschließlich des Bonitätsrisikos.

Der Kursminderung bestehender Veranlagungen im Verhältnis zu den Anschaffungskosten wurde durch entsprechende Abschreibungen Rechnung getragen.

Ausfallrisiken in Bezug auf originäre Finanzinstrumente wurden, soweit solche erkennbar waren, durch Wertberichtigungen der Forderungen, sowie durch Teilwertabschreibungen im Bereich der Wertpapiere berücksichtigt. Das maximale Ausfallrisiko stellen die in Bezug auf diese Finanzinstrumente in der Bilanz ausgewiesenen Buchwerte dar.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bei kurzfristigen Finanzinstrumenten ist im Übrigen auch bis zur Fälligkeit nicht mit großen Schwankungen zu rechnen.

Ein Liquiditätsrisiko, nämlich ein Risiko derart, dass die Erfüllung der aus den originären Finanzinstrumenten resultierenden Verpflichtungen erforderlichen Finanzmittel nicht zur Verfügung stehen, besteht nicht. Die Verpflichtungen aus originären Finanzinstrumenten können mit den vorhandenen liquiden Mitteln und allenfalls mit zusätzlichen Mitteln aus der Innenfinanzierung gedeckt werden.

Auch mit Finanzinstrumenten verbundenen Cashflow-Risiken bestehen im Wesentlichen nicht.

Voraussichtliche Entwicklung

Im neuen Wirtschaftsjahr 2025/2026 ist die Lage bislang sehr stabil, aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage sind aber die Kunden wie auch schon in den letzten Jahren deutlich preissensibler. Der Neuverkauf läuft trotzdem auf sehr hohem Niveau, jedoch werden vermehrt Mieten abgeschlossen, was auch von unserer Seite forciert wird um den Anteil der wiederkehrenden Umsätze kontinuierlich zu steigern.

Aktuell sehen wir in allen Umsatzbereichen schöne Steigerungen, wobei vor allem die Steigerungen in den wiederkehrenden Umsätzen (Wartung, Softwaremieten und Cloud) erfreulich sind und die Resilienz der BMD erhöhen.

Aufgrund der Eigenkapital- und Liquiditätsreserven geht die Geschäftsführung aber jedenfalls von einem Fortbestand des Unternehmens aus und daher wird der Jahresabschluss 2024/2025 auf Basis des Grundsatzes der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Die in allen Bereichen fertigen Lösungen der neuen BMD Softwaregeneration NTCS 1 und die totale Unterstützung der Kunden im Bereich der Digitalisierung zu einer enormen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Zusätzlich positiv werden sich auch die vielen fertigen WEB Applikationen in der BMD COM und BMD WEB auswirken. Auch wird sich der verstärkte Verkauf von Mietmodellen positiv in Zukunft auswirken (höhere wiederkehrende Umsätze). Dadurch sind auch in den kommenden Jahren steigende Verkaufserfolge sowohl bei Unternehmen als auch bei den Steuerberatern zu erwarten, sofern es zu keinen Einbrüchen im allgemeinen Wirtschaftsgefüge kommt.

Unterschrift des Geschäftsführers

sen, om. 29.11.25

M

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