Inhaltsverzeichnis
1. Geschäftsverlauf
Die Oberger GmbH ist als regionales Busverkehrsunternehmen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), im Gelegenheitsverkehr sowie im Schienenersatzverkehr tätig. Das Geschäftsjahr 2025 war von einer umfassenden strategischen Transformation des Unternehmens geprägt.
Ein wesentlicher Schwerpunkt lag auf der weiteren Umstellung der Fahrzeugflotte auf emissionsfreie Mobilität. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 33 Elektrobusse in Betrieb genommen und die hierfür erforderliche Lade- und Energieinfrastruktur weiter ausgebaut. Die unternehmensrechtlichen Anschaffungskosten der Elektrobusse beliefen sich auf EUR 17.778.000.
Die Betriebsleistung entwickelte sich trotz eines herausfordernden Marktumfeldes stabil und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1.373.567.
Das Jahresergebnis wurde maßgeblich durch einmalige Transformationskosten belastet. Neben den hohen Investitionen in die Elektromobilität führten Anlaufprobleme bei der Einführung der neuen Fahrzeugflotte, erhöhte Schulungs- und Werkstattkosten sowie organisatorische
Anpassungen zu einer deutlichen Ergebnisbelastung. Zusätzlich wirkte sich der Wegfall eines Linienverkehrsauftrages im Burgenland ab Juli 2025 negativ auf die Ertragslage aus.
Das Geschäftsjahr 2025 schloss mit einem Jahresfehlbetrag von rund EUR 0,9 Mio.
2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist durch den Ausbau des Anlagevermögens geprägt. Die Investitionen in Elektrobusse sowie die erforderliche Infrastruktur führten zu einer deutlichen Erhöhung des langfristigen Vermögens. Das Sachanlagevermögen stieg von EUR 2.712.770 im Jahr 2024 auf EUR 19.040.901 im Jahr 2025 an. Insgesamt erhöhte sich damit die Bilanzsumme von EUR 6.593.280 im Jahr 2024 auf EUR 26.296.346 im Jahr 2025.
Die Finanzierung erfolgte durch Eigenmittel, langfristige Bankfinanzierungen sowie öffentliche Förderungen. Die Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres sichergestellt.
Die Ertragslage wurde insbesondere durch Anlaufkosten der Elektromobilität, erhöhte Personal-und Schulungskosten, technische Anfangsschwierigkeiten, den Wegfall eines Linienverkehrsauftrages sowie gestiegene Abschreibungen belastet. Diese Belastungen sind überwiegend als einmalige Transformationskosten zu beurteilen.
3. Zweigniederlassungen
Es gibt keine Zweigniederlassungen.
4. Risiken und Chancen
Zu den wesentlichen Risiken zählen steigende Personal- und Energiekosten, der Fachkräftemangel, technische Risiken neuer Fahrzeugtechnologien sowie Änderungen öffentlicher Ausschreibungen.
Demgegenüber bestehen Chancen durch die steigende Nachfrage nach emissionsfreiem öffentlichen Verkehr, den Ausbau des Schienenersatzverkehrs, zusätzliche Verkehrsleistungen sowie Effizienzsteigerungen durch die Elektrifizierung der Flotte.
5. Forschung und Entwicklung
Eine klassische Forschungs- und Entwicklungstätigkeit wird nicht betrieben. Die Gesellschaft investiert jedoch laufend in neue Technologien im Bereich Elektromobilität, Ladeinfrastruktur, Digitalisierung und Flottenmanagement.
6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Bilanzstichtag ergaben sich keine Ereignisse, welche die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage wesentlich beeinträchtigen. Die Elektrifizierungsstrategie wird planmäßig fortgesetzt.
7. Voraussichtliche Entwicklung
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Geschäftsführung eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung. Durch den Wegfall der Anlaufkosten, zunehmende Betriebserfahrung mit der neuen Fahrzeugflotte sowie Effizienzsteigerungen wird eine deutliche Verbesserung der Ertragslage erwartet.
Neue Ausschreibungen im regionalen Linienverkehr sowie der weitere Ausbau des Schienenersatzverkehrs bieten zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten.
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