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Lagebericht 2025

Rohrdorfer Baustoffe Austria GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 22. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Rohrdorfer Baustoffe Austria GmbH

1. Allgemeine Wirtschaftslage und Geschäftsverlauf

1. 1 Allgemeine Wirtschaftslage

Im Jahr 2025 erreichte Österreichs Wirtschaft nach zwei durch eine Rezession geprägten Jahren eine geringfügige Konjunkturbelebung. Auch in den zwei Folgejahren dürfte sich die Konjunktur leicht positiv entwickeln, allerdings mit niedrigen Wachstumsraten. Trotz der leichten Belebung bei den Ausrüstungsinvestitionen blieben die Produktionskapazitäten bei Unternehmen nicht ausgelastet. Die Exportsituation ist derzeit aufgrund des aktuellen Weltgeschehens erschwert. Die Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit heimischer Betriebe und der Spardruck im öffentlichen Sektor führten seit Jahresmitte 2025 zu moderaten Lohnabschlüssen, die teilweise unter der Inflationsrate lagen. Dadurch sanken die realen Einkommen der Haushalte und dies bremste in weiterer Folge auch den Privatkonsum. Die Arbeitslosenquote ist derzeit auf hohem Niveau, eine wesentliche Verbesserung ist nicht in Sicht. Die Inflation verharrte 2025 ebenfalls auf sehr hohem Niveau im europäischen Vergleich, dürfte aber 2026 wieder im europäischen Durchschnitt zu liegen kommen. So stellt sich die zu erwartende wirtschaftliche Entwicklung in den Konjunkturberichten sowohl der Österreichische Nationalbank (OeNB) als auch des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) dar.

Auch wenn der wirtschaftliche Tiefpunkt durchschritten sein dürfte und diverse Konjunktur- Tests auf eine Verbesserung der Unternehmensstimmung hindeuten, wird generell nur eine „sehr verhaltene Konjunktur-Entwicklung“ für 2026 erwartet.

Bei der Baukonjunktur im Jahr 2025 spricht Wifo von einer Stabilisierung der Lage, auch wenn die Bauinvestitionen im Jahr 2025 neuerlich sanken. Für die Folgejahre ist davon auszugehen, nicht zuletzt aufgrund der Konsolidierung des öffentlichen Haushalts, dass im Bauwesen keine große Dynamik einkehrt. Der Wohnbau entwickelt sich trotz einer seit 2024 leichten Zunahme an Baubewilligungen unterdurchschnittlich. Der Nicht-Wohnbau wirkt zwar stützend, stagniert allerdings ebenfalls. Die Baubewilligungen im Nicht-Wohnbau waren 2025 rückläufig. Die OeNB spricht explizit davon, dass in der Bauwirtschaft in den nächsten zwei bis drei Jahren keine starken Impulse zu erwarten sind.

Die Entwicklung von Kennzahlen gemäß der Österreichischen Nationalbank (OeNB):

x x x x x x Reales BIP +0,6 % (VJ: -0,8 %), Folgejahre +0,8 % (2026) bzw. +1,1 % (2027) HVPI-Inflationsrate + 3,6 % (VJ: +2,9 %), Folgejahre +2,4 % (2026) bzw. +2,1 % (2027) Arbeitslosenquote 7,5 % (VJ: 7,0 %), Folgejahre 7,5 % (2026) bzw. 7,3 % (2027) Ausrüstungsinvestitionen +7,8 % (VJ: -4,5 %), Folgejahre +2,5 % (2026) bzw. +1,8 % (2027) Wohnbauinvestitionen -4,1 % (-3,3 %), Folgejahre +0,1 % (2026) bzw. +1,1 % (2027) Nicht-Wohnbauinvestitionen +1,8 % (VJ: -9,1 %), Folgejahre +1,1 % (2026) bzw. +0,7 % (2027)

Die für die Rohrdorfer Baustoffe Austria GmbH relevanten Indizes entwickelten sich wie folgt:

x x x x Der Baukostenindex Hoch- und Tiefbau (für Wohnhaus- und Siedlungsbau) der Statistik Austria veränderte sich im Jahr 2025 vorläufig um +2,3 % (Vorjahr +3,6 %). Der Transportbetonindex, ein branchenspezifischer Kostenindex des Fachverbandes der Stein- und keramischen Industrie, stieg per Dezember 2025 im Vorjahresvergleich um +1,6 % (Vorjahr +3,2 %) Der Energiepreisindex der österreichischen Energieagentur (EPI) entwickelte sich im November 2025 vs. 2024 um +10,9 % (Vorjahr -12,1 %) Kollektivvertragliche Erhöhungen in der Stein- und keramischen Industrie: die Stundenlöhne werden nach einem 2-Jahres-Abschluss 2025 ab 1. Mai 2026 um den durchschnittlichen VPI angepasst. Die Ist-Gehälter der Angestellten wurden mit 1.11.2025 um +3,0 %, jedoch maximal um EUR 108,00, erhöht.

Festzuhalten ist, dass die wirtschaftlichen Prognosen einer größeren Schwankungsbreite unterliegen als gewohnt, da diese von der Weiterentwicklung der makroökonomischen Rahmenbedingung (Inflation, Zinsniveau) sowie der Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung abhängen.

Informationsquellen:

Wifo Konjunkturprognose 2025-2027 vom Dezember 2025

https://www.wifo.ac.at/publication/438667/

Gesamtwirtschaftliche Prognose für Österreich 2025-2028 vom Dezember 2025

https://www.oenb.at/Geldpolitik/Konjunktur/wirtschaftsprognosen-fuer-oesterreich.html

1.2 Geschäftsverlauf

Die Rohrdorfer Baustoffe Austria GmbH fungiert als Holdinggesellschaft für Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in Österreich. Der Umsatz, betrug im Berichtsjahr 62,2 Mio. EUR (im Vergleich zu 62,8 Mio. EUR im Vorjahr). Die Position Materialaufwand bildet zum überwiegenden Teil die Einkaufskosten von Rohstoffen ab. Der Personalaufwand beinhaltet die Kosten der zentralen Verwaltung.

Investitionen & Anlagen

Während des Geschäftsjahres 2025 tätigten die Tochtergesellschaften Rohrdorfer Transportbeton GmbH und Rohrdorfer Sand und Kies GmbH, beide 100%-Töchter der Rohrdorfer Baustoffe Austria GmbH, Investitionen in Effizienzprojekte, Ersatzinvestitionen für bestehende Werke und in neue Kiesreserven.

In der Rohrdorfer Transportbeton GmbH wurde 2025 in Ersatzmaschinen, mobile Geräte sowie in dem PKW-Fuhrpark investiert. Weiters wurden laufend Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen getätigt. In der 100 %igen-Konzerntochter Betonlift GmbH wurden Investitionen in den Fuhrpark (Betonpumpen) getätigt.

Weiters wurden in der Rohrdorfer Sand und Kies GmbH neue Förderbänder für den Rohmaterialtransport installiert, Maschinen und Kiesreserven für den Rohstoffabbau erworben. Am Standort Kieswerk Fisching wurde eine PV-Anlage errichtet. Die Rohrdorfer Umwelttechnik GmbH investierte in Deponiebaumaßnahmen in Niederösterreich.

Wesentliche Ereignisse während des Geschäftsjahres

Im Sinne der Standortoptimierung wurde der Betrieb Badersdorf im Burgenland seit 1.1.2025 nicht mehr von Rohrdorfer Sand und Kies GmbH betrieben, gesellschaftsrechtlich abgespalten und veräußert.

Weiters wurden von Rohrdorfer Sand und Kies GmbH 75,1 % der Anteile an der Traisental Kies GmbH erworben.

Alle Tochtergesellschaften und Beteiligungen wurden auf ihre Werthaltigkeit geprüft und erforderliche Anpassungen vorgenommen.

Zweigniederlassungen

Es gibt keine Zweigniederlassungen.

1.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Betriebsergebnis sank im Berichtsjahr um 0,1 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR, im Vergleich zu 3,3 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2024. Dem reduzierten Umsatz stehen im ähnlichen Verhältnis gesunkene Materialaufwendungen gegenüber. Der Jahresüberschuss stieg von 8,8 Mio. EUR in 2024 auf 9,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2025. Die Eigenkapitalrentabilität (Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Eigenkapital) stieg von 10,4 % im Vorjahr auf 11,1 % im Geschäftsjahr 2025. Die Gesamtkapitalrentabilität (Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Gesamtkapital) stieg von 9,7 % im Vorjahr auf 10,4 % in 2025. Die Eigenkapitalquote blieb mit 93,0 % (93,1 % im Vorjahr) konstant hoch.

Das Nettoumlaufvermögen (kurzfristiges Umlaufvermögen abzüglich kurzfristiges Fremdkapital) beläuft sich auf 14,1 Mio. EUR (zum Vergleich im Vorjahr 13,3 Mio. EUR). Die Nettoliquidität (verzinsliches Fremdkapital abzüglich liquide Mittel und Forderungen aus Cash-Pooling) beträgt 4,5 Mio. EUR (Vorjahr Nettoliquidität in der Höhe von 1,6 Mio. EUR).

1.4 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

ArbeitnehmerInnen

Die in der Rohrdorfer Baustoffe Austria GmbH permanent laufenden Programme zur Weiterentwicklung und Förderung der MitarbeiterInnen wurden weiter vertieft. In punkto Personalmanagement unterstützt die Holding ihre Tochtergesellschaften. Serviceleistungen werden auch von der Rohrdorfer Servicegesellschaft „SPZ Service GmbH“ erbracht.

Umweltschutz, Sicherheit

Im Bereich Umweltschutz liegt das Hauptaugenmerk auf der Reduktion des CO2-Ausstoßes in allen Geschäftseinheiten. Als Beispiel wurde in der Rohrdorfer Transportbeton GmbH der „Klimabeton“ weiterentwickelt, der rund 25 % weniger CO2 emittiert als konventioneller Beton. In der Rohrdorfer Sand und Kies GmbH wurden der spezifische Energieverbrauch der eingesetzten Geräte und Maschinen mittels elektronischer Auswertung und telemetrischer Datenübertagung laufend minimiert. Investitionen in Photovoltaik-Anlagen wurden 2025 weiterverfolgt und neue Anlagen in Betrieb genommen.

Im Bereich der Arbeitssicherheit wurden die in den Vorjahren gesetzten Maßnahmen und Initiativen mit großem Engagement weiterverfolgt. In 36 konzernweiten Schulungen und Unterweisungen während des Jahres wurden konzernweit 336 interne MitarbeiterInnen und MitarbeiterInnen von Lieferanten unterrichtet.

Wesentliche Schulungs-Schwerpunkte im Jahr 2025 waren:

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9Ergonomische Bildschirmarbeit im Homeoffice und im Büro;
9Sicheres Stiegen steigen;
9Brandschutz und praktische Verwendung von Handfeuerlöschern;
9Sturz- und Fall-Prävention beim Ein- und Aussteigen aus Baumaschinen durch Drei-
punkttechnik;
9Brandschutz bei Bränden von Lithium-Ionen Batterien;
9Vermeidung von Bodenbrüchen und Umstürzen von Betonpumpen durch fachge-
rechte Abstützfläche für die hydraulischen Stützen.

Ein besonderes Augenmerk lag weiterhin auf der Einschulung von neuen Mitarbeitern.

Beschaffung

Die Beschaffung von wesentlichen benötigten Gütern erfolgt über die Abteilung Zentraleinkauf, wodurch Einkaufsvorteile für alle Tochtergesellschaften lukriert werden können.

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
2.1Zukunftsaussichten

Auf Basis der aktuellen wirtschaftlichen Lage wird ein konstante Marktentwicklung für unsere Branche im Jahr 2026 erwartet.

2.2

Risikomanagement-System

Die Rohrdorfer Baustoffe Austria GmbH verfügt über ein regelmäßiges, internes Berichtswesen, in dem alle wesentlichen Punkte behandelt werden. Das Unternehmen betreibt ein konzernweites Reporting auf Basis von Key Performance-Indikatoren, das auf monatlicher Basis jegliche Abweichungen von Soll-Kennzahlen sofort aufweist.

Personalrisiken:

Personalrisiken sind derzeit nicht erkennbar. Die Mitarbeiterfluktuation ist generell gering. Zusätzlich werden laufend Maßnahmen zur verstärkten Mitarbeiterbindung implementiert.

Operative Risiken:

Die Rohrdorfer Baustoffe Austria GmbH betreibt keine operativen Produktions-Standorte.

Finanzrisiken:

Derivative Finanzinstrumente werden derzeit nicht eingesetzt. Generell stellen Fremdwährungstransaktionen Ausnahmefälle dar und folglich besteht diesbezüglich kein Risiko für das Unternehmen.

Forderungsausfallrisiken:

Forderungsausfallrisiken bestehen in der Rohrdorfer Baustoffe Austria GmbH nur eingeschränkt. Die finanzielle Lage der Kunden im Bereich Zementhandel ist aufgrund der langfristigen Geschäftsbeziehung bekannt. Des Weiteren verfügt das Unternehmen über eine interne Kreditkontrolle und ein laufendes aktives Management der Außenstände. Die Bonität aller gewerblichen Kunden wird regelmäßig überprüft und ein konsequentes Mahnwesen umgesetzt. Die Bonität aller Neukunden wird vor der Belieferung überprüft.

Preisänderungsrisiken:

Ein beschaffungsmarktseitiges Preisänderungsrisiko wird für gewöhnlich durch Rahmenverträge verringert. Alle wesentlichen Rohstoffe werden über Rahmenverträge bezogen. Ein wesentlicher Teil der Rohstoffe wird zudem von Gesellschaften aus dem Konzernverbund bezogen.

Liquiditätsrisiken:

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen erkennt das Management des Unternehmens frühzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung. Die Ausstattung mit Finanzmitteln ist generell sehr gut.

3. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Die Baustofftechnik GmbH, eine 100% Tochter der Rohrdorfer Baustoffe Austria GmbH, ist innerhalb Österreichs für ständige Produktverbesserungen und für die Qualitätskontrolle der in den österreichischen Gesellschaften der Rohrdorfer Gruppe hergestellten Produkte verantwortlich. Im Jahr 2025 waren 3 Mitarbeiter im Bereich F&E tätig. Der Schwerpunkt der Forschungstätigkeit lag auf der der Entwicklung von CO2-minimierten Beton- und Spezialbaustoffrezepturen, Betonzusatzmittel sowie Zementmahlhilfen.

Langenzersdorf, am 24. März 2026

Die Geschäftsführer

Allartin Stel

Markus Stumvoll 24.03.2026 16:16:13 [UTC+1] Dipl.-Ing. Markus Stumvoll

Mike Edelmann 24.03.2026 17:51:36 [UTC+1]

Dipl.-Ing. (FH) Mike Edelmann

Walter Tunka 25.03.2026 15:44:18 [UTC+1] Dipl.-Ing. Walter Tunka, MBA

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