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Geschäftsverlauf
Das im Vorjahr festgestellte Gästeverhalten hat sich im Jahr 2024 bestätigt. Aufgrund der zum Teil geringeren Frequenzen an den Standorten beziehungsweise kürzeren Verweildauer der Gäste an den Universitäten wurden die Standorte 2024 einer Evaluierung unterzogen, ob ein kostendeckender Betrieb zukünftig gewährleistet ist. In Wien, Innsbruck und Salzburg wurden im laufenden Wirtschaftsjahr Standorte geschlossen, für weitere Standorte in Graz wurde die Kündigung ausgesprochen. Im Sommer 2024 wurde ein mehrjähriges Projekt für die zukünftige Ausrichtung der Mensen gestartet.
Der Umsatz erhöhte sich auf € 22,7 Mio (2023: € 21,5 Mio) gegenüber dem Vorjahr.
Die Gästeanzahl blieb mit 2,76 Mio im abgelaufenen Wirtschaftsjahr stabil.
Der Wareneinsatz liegt mit 26,5% vom Nettoerlös auf Vorjahresniveau.
Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr von € 12,16 Mio auf € 12,9 Mio gestiegen. Die Erhöhungen sind vor allem auf den kollektivvertraglichen Lohnanstieg zurückzuführen. Der Abschreibungsaufwand von rund € 530 Tsd liegt mit 2,3% vom Nettoerlös unter dem Vorjahr. Durch die laufenden Betriebsschließung im Wirtschaftsjahr reduzierten sich Ersatzbeschaffungen deutlich.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf rund € 4,4 Mio (2023: € 4,3 Mio), dies bedeutet einen Anteil von rund 19,3% vom Nettoerlös (2023: 20%).
Das Ergebnis vor Steuern beträgt € -718.736,45 (2023: € -1,069.474,19) und setzt sich aus dem ordentlichen Betriebsergebnis von € -726.382,50 (2023: € -1,057.421,40) und einem Finanzergebnis in Höhe von € 7.646,05 (2023: € -12.052,79) zusammen. Nach Abzug der Steuern von Einkommen und Ertrag verbleibt ein Jahresverlust von € 647.759,41 (2023: Jahresverlust € 1,071.406,95).
Finanzielle Leistungsindikatoren
Folgende Kennzahlen werden dazu angeführt:
| 2024 | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|
| Gesamtkapitalrentabilität | -11% | -17% | -42% |
| Eigenkapitalrentabilität | -45% | -55% | -113% |
| Eigenkapitalquote | 24,2% | 30.4% | 37.4% |
Die Eigenkapitalquote von 24,2 % ist im Vergleich zu anderen österreichischen Unternehmen ein guter Wert.
Die Entwicklung der Liquidität (in Tsd €) wird wie folgt dargestellt:
| 2024 | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|
| Stand der liquiden Mittel Anfang | 1.594 | 1.359 | 1.336 |
| Stand der liquiden Mittel Bilanzstichtag | 1.326 | 1.594 | 1.359 |
| Veränderung | -268 | 235 | 23 |
Die Veränderung der Liquidität leitet sich aus folgender Geldflussrechnung her (in Tsd €):
| 2024 | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|
| Nettogeldfluss aus gewöhnlichen | |||
| Geschäftstätigkeit | -359 | -77 | -1.337 |
| Nettogeldfluss aus Investitionstätigkeit | -209 | -188 | -340 |
| Nettogeldfluss aus Finanzierungstätigkeit | 300 | 500 | 1.700 |
| -268 | 235 | 23 |
Der Finanzbedarf des Unternehmens wird aus dem Unternehmen und vom Eigentümer abgedeckt, d.h. Kredite werden nicht in Anspruch genommen. Derivative Finanzinstrumente wurden keine verwendet.
Im Geschäftsjahr 2024 hat das Unternehmen in 13 Städten mit mehreren Betrieben, vorwiegend an Universitäten und höheren Lehranstalten in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Steiermark und Kärnten, sowie in Wien und Salzburg in 42 Betrieben seine Dienstleistungen erbracht. Im Laufe des Wirtschaftsjahres wurden zehn Betriebe geschlossen.
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens, Risiken
Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr stand die Neuausrichtung der Betriebe im Mittelpunkt, um den geänderten Gästebedürfnissen und -frequenzen gerecht zu werden. Die Gästefrequenzen haben sich in den vergangenen zwei Wirtschaftsjahren (2023 und 2024) als stabil erwiesen. Wir gehen davon aus, dass die Frequenzen im Wirtschaftsjahr 2025 nicht markant steigen werden, Distance Learning und Homeoffice wird im selben Ausmaß wie bisher bleiben. Der Arbeitsmarkt stellt sich in den einzelnen Regionen unterschiedlich dar und ist mit Herausforderungen verbunden. Eine Weitergabe der Preisanstiege im Beschaffungsmarkt war nicht in vollem Umfang möglich. Standorte, die mittelfristig keine Kostendeckung erreichen, wurden geschlossen.
Im Sommer 2024 hat der Eigentümer ein mehrjähriges Projekt zur Neuausrichtung der Mensen initiiert. Die Schaffung branchenüblicher Rahmenbedingungen und eine gastronomische Ausrichtung, die den Gästebedürfnissen der Studierenden entspricht, zielt darauf ab, einen nachhaltigen Betrieb sicherzustellen. Im Wirtschaftsjahr 2025 sollte die Kostendeckung aller operativen Betriebe erreicht werden. Ein wöchentliches Monitoring dient der laufenden Beobachtung und Analyse von Umsätzen, Mitarbeiterinnenstunden und Offnungszeiten. So können kurzfristige Veränderungen zeitnah identifiziert und entsprechende Maßnahmen zeitnah umgesetzt werden.
Das Catering im universitären Bereich hat sich für die ÖMBG als stabiler Faktor erwiesen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der geplanten Ergebnisse. Die ÖMBG bietet in allen Städten mit Standortpräsenz Cateringleistungen an.
Die implementierten Maßnahmen und Schließungen haben zu der erforderlichen Stabilisierung beigetragen und werden insbesondere im kommenden Wirtschaftsjahr ihre volle Wirkung entfalten. Das zusätzlich initiierte Projekt zur Neuausrichtung wird ebenfalls einen Beitrag zur weiteren Verbesserung leisten.
Der Eigentümer hat im aktuellen Wirtschaftsjahr Gesellschafterzuschüsse geleistet, um den finanziellen Fortbestand des Unternehmens abzusichen. Bei Eintreffen unserer Annahmen wird das Unternehmen den laufenden Geschäftsbetrieb im Wirtschaftsjahr 2025 ohne weitere Zuschüsse bestreiten können. In der Prognoserechnung gehen wir von einer Verbesserung der Situation aus, die uns bis zum Ende des Wirtschaftsjahres 2025 wieder ein ausgeglichenes Unternehmensergebnis erreichen lässt.
| Österreichische Mensen | ||
|---|---|---|
| Betriebsgesellschaft m.b.H. | ||
| Ma | a MBA Zentrale | Wien, 5. Dezember 2024 |
| Geschäftsführer | ||
| 1040 Wien, Gusshausstraße 15 / Top 9 | ||
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| 443 (0) 74 05-0, Ononi@ifficen at |