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Lagebericht 2025

Possehl Spezialbau Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 01. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

zur Bilanz und Gewinn‐ und Verlustrechnung für 2025

der

Possehl Spezialbau Ges.m.b.H.

Alte Hauptstraße 31

9112 Griffen

Der Hauptabsatzmarkt für unsere Bauleistungen war im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 84,77 % (VJ 93,77 %) in Österreich. Der Auslandsumsatz wurde hauptsächlich mit konzernnahen Unternehmen in Deutschland, Niederlanden, Kroatien, Slowenien und Italien erwirtschaftet und stieg um T€ 1.466 auf das Rekordniveau von T€ 2.962.

Das Auftragsvolumen am Inlandsmarkt sank auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Rahmen‐ bedingungen im abgelaufenen Wirtschaftsjahr recht deutlich. Der Umsatzrückgang vor allem im kommunalen bzw. öffentlichen Sektor konnte durch Umsatzzuwächse im Ausland nicht kompensiert werden. Dadurch kam es zu einem Umsatzrückgang von T€ 24.024 auf T€ 19.448 gegenüber dem Vorjahr. Die Betriebsleistung unter Einbezug der nicht abrechenbaren Bauprojekte sank dadurch auch um T€ 3,279 auf T€ 19.091.

1.1.Geschäftslage/Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 1
Bezeichnung/JahrT€20242025
UmsatzerlöseT€24.02419.448
BestandsveränderungT€‐1.654357
BetriebsleistungT€22.37019.091
sonstige betriebliche ErträgeT€118225
MaterialaufwandT€6.0944.764
SubunternehmerleistungenT€1.739979
RohertragT€14.65513.573
PersonalaufwandT€9.2049.156
AbschreibungenT€720701
sonstiger betrieblicher AufwandT€3.4443.340
BetriebsergebnisT€1.287376
FinanzergebnisT€173434
Ergebnis vor SteuernT€1.460810
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Bezeichnung/Jahr20242025
Kennzahlen%%
Umsatzrentabilität (Betriebsergebnis)5,41,9
Eigenkapitalrentabilität (Ergebnis vor Steuern)20,912,1
Gesamtkapitalrentabilität (Betriebsergebnis)12,33,8

Die Bauleistung in Höhe T€ 19.091 (VJ T€ 22.370) verringerte sich gegenüber 2024 um 14,66 %. Die Auftragseinbrüche im kommunalen Bereich konnten nicht zur Gänze durch Auslandsprojekte kompensiert werden. Wir konnten unseren Marktanteil in den Hauptabsatzmärkten behaupten.

Auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen konnte die Bauleistung gegenüber dem Vorjahr nicht gesteigert werden. Die Preissteigerungen bei Material und Energie bzw. steigende Lohnkosten konnten nicht zur Gänze an unsere Kunden weiterverrechnet werden. Der Betriebserfolg sank dadurch auf T€ 376 VJ T€ 1.287. Die Darstellung der Ertrags‐ und Aufwandsstruktur blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Von den Vorjahresergebnissen unserer Tochtergesellschaften wurden 2025 T€ 140 (VJ T€ 90) PSB‐ Slowenien und T€ 310 (VJ T€ 109) PSB‐Kroatien vereinnahmt. Dadurch stieg das Finanzergebnis (VJ T€ 173) auf T€ 434.

1.2.Finanzlage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Bezeichnung/JahrT€20242025
Jahresüberschuss1.155721
+/‐Abschreibung/Zuschreibung auf Vermögensgegenstände des
InvestitionsbereichesT€720701
+/‐ Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des
InvestitionsbereichesT€‐2‐35
+/‐Zu‐/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus L. u. L. sowie anderer
Aktiva, die nicht der Investitions‐ und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sindT€2.178‐528
Veränderung von Verbindlichkeiten L+L, Konzern‐, Beteiligungs‐ und sonstige
VerbindlichkeitenT€‐2.22880
Veränderung RückstellungenT€‐32‐7
Cash Flow aus dem operativen BereichT€1.791932
Zahlungssaldo aus Zu‐ und Abgängen von Sachanlagevermögen und
immateriellen AnlagevermögenT€6741.512
Cash Flow aus der InvestitionstätigkeitT€‐674‐1.512
AusschüttungenT€1.0001.000
Veränderungen der BankverbindlichkeitenT€‐125‐125
Cash Flow aus den FinanzierungsaktivitätenT€‐125‐1.125
Veränderung der liquiden MittelT€‐8‐1.705

Durch die längere Bausaison, es wurde bis Mitte Dezember auf den Baustellen gearbeitet, konnten relevante Bauprojekte erst kurz vor Jahresende abgerechnet werden. Dadurch erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen per Jahresende auf T€ 2.000 (VJ T€ 1.426). Die getätigten Investitionen in Höhe von T€ 1.512 (VJ T€ 674) im abgelaufenen Geschäftsjahr waren der Hauptgrund für die Abnahme der liquiden Mittel. Wie im Vorjahr wurden T€ 1.000 Gewinn an die Gesellschafterin die Possehl Construction GmbH ausgeschüttet.

1.3.Vermögenslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Bezeichnung/JahrT€2024Anteil %2025Anteil %
AktivaT€10.4529.997
langfristiges VermögenT€4.37941,905.21852,20
kurzfristiges VermögenT€6.07358,104.77947,80
PassivaT€10.4529.997
wirtschaftliches EigenkapitalT€7.09267,856.80668,08
langfristiges FremdkapitalT€4784,573523,52
kurzfristiges FremdkapitalT€2.88227.572.83928,40
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Working CapitalT€2.6492.836

Das langfristige Vermögen beträgt rund 52 % der Aktiva, und resultiert aus der regen Investitionstätigkeit der letzten Geschäftsjahre.

Die Eigenkapitalquote beträgt rund 68 % und ist für die Bauwirtschaft ein sehr guter Wert.

Das Working Capital, definiert als Saldo der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Anzahlungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Gegenüber dem Vorjahr konnten alle relevanten Großprojekte auf Grund der längeren Bausaison erst kurz vor Jahresende schlussgerechnet werden. Die Anzahlungen auf nicht abgerechnete Bauprojekte stiegen um T€ 116 gegenüber dem Vorjahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um rund T€ 574 und begründen unter Einbezug der Abnahme der Vorräte um T€ ‐338 den Anstieg beim Working Capital.

1.4.Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung neuer Baustoffe und Verarbeitungstechnologien wird unter der Federführung unserer Muttergesellschaft der Possehl Spezialbau GmbH in Sprendlingen vorangetrieben. In enger Kooperation mit unserer Muttergesellschaft und Einbindung unserer Tochtergesellschaften in Kroatien und Slowenien werden die neu entwickelten Baustoffe und Technologien getestet und analysiert.

2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Auf Grund der leichtsteigenden Nachfrage nach unseren Spezialbauleistungen trotz der angespannten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, gehen wir davon aus, dass wir den Umsatz gegenüber dem Berichtsjahr halten bzw. leicht steigern können. Die 2025 getätigten bzw. 2026 geplanten Investitionen in leistungsfähigere Baugeräte und Fahrzeuge sollten uns im heurigen Geschäftsjahr Vorteile auf der Kostenseite gegenüber Konkurrenzunternehmen verschaffen. Wir sind eine fixe Größe am Markt und haben eine breite und gut aufgestellte Produktpalette.

3. Risikoberichterstattung

Grundsätzlich ist es das Ziel, jedes wesentliche Risiko zu quantifizieren und durch geeignete Maßnahmen nach kaufmännischen Grundsätzen zu reduzieren. Durch die positive Entwicklung in den letzten Jahren, befindet sich das Unternehmen in einer wirtschaftlich ausgezeichneten Situation.

Für Possehl gibt es folgende wesentliche Risiken:

Einführung neuer Produkte und Technologien: Die Umsetzung der Produkt‐ und Technologie‐ entwicklung erfolgt unter der Federführung unserer Muttergesellschaft. Durch deren jahrzehntelange Erfahrungswerte bei der Einführung von neuen Produkten und Technologien reduziert sich das Risiko auf ein Minimum.

Preisänderungs‐ und Ausfallrisiko: Da wir seit Jahren mit namhaften Lieferanten und Subunternehmern zusammenarbeiten, und einen erheblichen Teil unserer Baustoffe von unserer Muttergesellschaft beziehen, ist das Preisänderungs‐ und Ausfallrisiko relativ gering.

Liquiditätsrisiko: Auf Grund des saisonal schwachen 1. Quartals ist ein erhöhter Liquiditätsbedarf gegeben. Mit einer aktualisierten Liquiditätsplanung und entsprechenden Finanzierungsrahmen bei heimischen Banken wird dem gegengesteuert. Zusätzlich besteht noch die Möglichkeit auf Mittel aus dem Finanzmittelpool unseres Konzerns zurückzugreifen.

Das Ausfallrisiko bei Kundenforderungen wird durch Bonitätsprüfungen bei einer führenden Ratingagentur, den Abschluss von Warenkreditversicherungen, Wertberichtigungen und effizientes Debitorenmanagement begrenzt. ein

Zinsrisiko: Der bestehende ERP‐Kredit, aufgenommen für den Ausbau des Firmenstandortes in Griffen, hat eine Laufzeit von 10 Jahren mit fixen Zinssätzen über die Laufzeit des Darlehens. Es besteht daher kein Zinsrisiko.

Personalentwicklung: Qualifiziertes Personal in der Bauwirtschaft ist Mangelware. Trotzdem haben wir es bisher geschafft den Personalstand vor allem beim gewerblichen Personal zu halten bzw. zu erhöhen, um die gesteigerte Nachfrage bedienen zu können. Mit verstärkten externen und internen Weiterbildungsmaßnahmen bieten wir unseren Mitarbeitern die Chance die Karriereleiter in unserem Betrieb aufzusteigen (vom Arbeiter zum Bauleiter), und dadurch die Mitarbeiter langfristig an unser Unternehmen zu binden.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements des Unternehmens und finden in den Buchhaltungs‐ und Bilanzierungsmethoden ihren Niederschlag. Es sind keine derivativen Finanzinstrumente im Einsatz.

Unter der Berücksichtigung der absehbaren Sachlage sehen wir keine nennenswerten Risiken für das Unternehmen.

Eine Niederlassung besteht in 2700 Wiener Neustadt, Badener Straße 8B. Die Niederlassung wird überwiegend als Materiallager für unser Haupteinsatzgebiet den Großraum Wien genutzt.

Griffen am, 2026‐02‐23

Geschäftsführer

Dipl.‐Ing. Wolfgang Kurzmann

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