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Lagebericht 2025

Gojer, Kärntner Entsorgungsdienst GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 28. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

1.1 Geschäftsverlauf

Der Schwerpunkt der Tätigkeit des Unternehmens liegt in der Entsorgung, dem Transport, der Sammlung und der Behandlung bzw. Aufbereitung von allen Arten von Abfällen.

Der Euroraum verzeichnete im Jahr 2025 nur schwaches bis moderates Wachstum. Exporte litten unter globaler Unsicherheit und gedämpfter Nachfrage aus den Hauptexportmärkten. Der Krieg zwischen Russland und Ukraine sowie Spannungen im Nahen Osten hielten Energie-, Rohstoff- und Sicherheitskosten auf erhöhtem Niveau.

Die Kostensteigerungen betreffen insbesondere die Personalkosten, die auch aufgrund von Personaländerungen und allgemeinen Steigerungen der Löhne bzw. Gehälter entstanden sind, erhöhte Kosten im Entsorgungsbereich und eine negative Erlösentwicklung bei den Wertstoffen. Die Energie- und Treibstoffkosten unterlagen im Jahr 2025 trotz anfänglicher Steigerungen im 1. Quartal einer eher konstanten Entwicklung. Durch zusätzliche Investitionen sind auch die Abschreibungen entsprechend angestiegen. Dem gegenüber steht eine negative Entwicklung der Betriebsleistung.

Allgemein als sehr schwierig wird weiterhin die Personalsituation mit dem Mangel an Fachkräften insbesondere im Bereich der LKW-Fahrer gesehen.

Das Gesamtaufkommen an Abfällen ist gleichgeblieben bzw. hat sich durch einzelne Projekte bei einzelnen Stoffgruppen verändert. Der Wertstoff- bzw. Sekundärrohstoffmärkte wird zunehmend schwieriger – einerseits in der Abnahme von Materialien, andererseits in der wirtschaftlichen Betrachtung.

Es gab keine wesentlichen Veränderungen an der Kundenstruktur. Der stabile Geschäftsverlauf ist einer etablierten Marktposition zuzuschreiben. Sowohl in der Bauindustrie als auch in der Automobil- Zuliefer-Industrie merkt man laufend Rückgänge.

Zusammengefasst gab es zwar im Jahr 2025 keine großen Veränderungen in der Kundenstruktur, jedoch konnten die Tarife nicht in dem Maße angepasst werden, wie es erforderlich gewesen wäre.

Der allgemeine Geschäftsverlauf im Jahr 2025 war im Rahmen der Umstände (interne und externe Beeinflussungen) sehr durchwachsen.

1.2 Wirtschaftliche Lage

Grundsätzlich ist die wirtschaftliche Lage des Unternehmens nach wie vor als positiv zu bewerten. Durch die gute Liquidität wurden einige notwendige Investitionen aus der eigenen Liquidität und nicht durch Leasing getätigt.

Im Jahr 2025 gab es einige personelle Veränderungen, wodurch es auch im operativen Betrieb nicht immer einfach war. In Summe hat sich die Verschlechterung der wirtschaftlichen Gesamtlage auch im Betrieb widergespiegelt.

2. Finanziellen Leistungsindikatoren

2.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
2025 [EUR]2024 (EUR]2023 [EUR]2022 [EUR]
Umsatzerlöse21.270.06021.588.70421.725.97118.595.293
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Umsätze
22000000
21000000
• 2025 [EUR]
20000000
• 2024 [EUR]
19000000
■ 2023 [EUR]
18000000■ 2022 [EUR]
17000000
Umsatzerlöse

2.2 Kennzahlen zur Ertragslage

2.2.1 Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entspricht dem um den Zinsaufwand korrigierten Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Die Berechnung erfolgt folgendermaßen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen gem. § 231 Abs 2 Z 15 bzw. Abs 3 Z 14 UGB
= Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
2025 (EUR]2024 [EUR]2023 (EUR]2022 (EUR]
EBIT334.5791.498.8672.783.0221.533.550
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
EBIT
3000000
2500000
2000000• 2025 [EUR]
1500000• 2024 [EUR]
• 2023 [EUR]
1000000
• 2022 (EUR)
500000
0
EBIT

2.2.2 Kapitalrentabilität

Grundsätzlich werden die Kapitalrentabilitäten auf Basis des Kapitals zum Anfang des Geschäftsjahres berechnet.

2.2.2.1 Eigenkapitalrentabilität (Return on Equity - ROE)

Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zum Eigenkapital und berechnet sich folgendermaßen:

piantonitarentabilis - Ergeb, der gew. Geschäftstätigkeit

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Eigenkapital
2025202420232022
Eigen ka pitalrentabilität4,51%21,18%48,03%-0,49%

Eigenka pitalrentabilität

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
60,00%
50,00%
40,00%• 2025
30,00%• 2024
20,00%• 2023
10,00%• 2022
0,00%
Eigenkapita lrentabilität
-10,00%

2.2.2.2 Gesamtkapitalrentabilität (Return on Equity - ROI)

Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Ergebnis vor Zinsen und Steuern
Gesamtkapitalrentabilität =
Gesamtkapital
2025202420232022
Gesamtkapitalrentabilität2,75%13,22%26,70%9,55%
Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Gesamtka pitalrentabilität
30,00%
25,00%
20,00%• 2025
15,00%• 2024
• 2023
10,00%
• 2022
5,00%
0,00%
Gesamtkapita lrentabilität

2.3 Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage

2.3.1 Nettoverschuldung (Net Debt)

Die Nettoverschuldung ergibt sich als Saldo des verzinslichen Fremdkapitals und der flüssigen Mittel.

verzinsliches Fremdkapital – flüssige Mittelund = Nettoverschuldung

Für das verzinsliche Fremdkapital wurden folgende Posten angesetzt:

• Anleihen • Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten • Rückstellungen für Abfertigungen • Rückstellungen für Pensionen • Rückstellungen für Jubiläumsgelder

Die flüssigen Mittel setzten sich wie folgt zusammen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
• Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten
• Wertpapiere des Umlaufvermögens
2025 [EUR]2024 [EUR]2023 [EUR]2022 [EUR]
Nettoverschuldung-725.2292.345281.856-922.061

2.3.2 Eigenkapitalquote (Equity Ratio)

Die Eigenkapitalquote stellt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital dar.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Eigenkapital
Eigenkapitalquote =
Gesamtkapital
2025202420232022
Eigen kapitalquote57,83%59,89%52,23%63,74%

3. Bericht über voraussichtliche Entwicklung

Die Abfallbranche ist nach wie vor eine stabile und krisensichere Branche. Gesetzliche Anderungen und globale Marktveränderungen (z.B. im Wertstoffbereich) können die Entwicklungen beeinflussen.

Im Jahr 2025 und am Beginn des Jahres 2026 haben aber nicht nur externe Geschehnisse, sondern auch interne Veränderungen den Betriebsverlauf beeinflusst. Die Geschäftsleitung geht für das Jahr 2026 davon aus, dass sich bis Ende des Jahres die Rahmenbedingungen im Unternehmen stabilisieren werden. Das Ergebnis vom Jahr 2025 soll zumindest gehalten werden – es werden Maßnahmen gesetzt, um Verbesserungen langfristig zu erwirken.

Die schwierige Situation am Abfallmarkt (insbesondere im Bereich der Gewerbeabfälle), die steigenden Kosten im Treibstoffbereich und die generelle Rezession in der Wirtschaft (insbesondere in der Bauwirtschaft) hemmen zudem eine weitere positive Entwicklung.

Zusammengefasst sind die Erwartungen für Jahr 2026 eher gedämpft. Der Umsatz soll zumindest gehalten werden, sodass dieser gleich oder leicht unter jenem des Jahres 2025 liegen soll. Das Ergebnis und die Ergebniserwartungen verhalten sich gleich.

4. Bericht über Risiken

Hinsichtlich der Erfüllung der Eigenkapitalquote gem. § 23 URG sind durch die bestehende Eigenkapitalausstattung des Unternehmens keine Risiken gegeben.

Die Haftungen bei beteiligten Unternehmen wurden zum großen Teil im Jahr 2022 schlagend und sind bereits im Bilanzergebnis verarbeitet. Diesbezüglich besteht noch ein überschaubares Restrisiko, welches auch rückgestellt wurde.

Die gesetzlichen Auflagen in der Abfallaufbereitung verursachen Mehrkosten in den Bereichen Verarbeitung, Brandschutz und Sicherheit. Um diese Auflagen zu erfüllen, werden Investitionen in die Behandlung an sich, in die sachgerechte Lagerung und in den Brandschutz getätigt. Dadurch werden Risiken eines Brandes deutlich reduziert.

Die Kosten für Betriebsmittel sind als kritisch anzusehen, müssen aber durch Anpassungen der Tarife gegenüber den Kunden abgefangen werden. Auch die Kosten für die Abfallentsorgung, sowie die volatilen Erlöse im Wertstoffmarkt werden umgehend an die Kunden weiteregegeben, sodass sich da ein abschätzbares Risiko ergibt.

In einem laufenden Prozess wird versucht, die Entsorgungs-, Verwertungs- und Behandlungsmöglichkeiten zu evaluieren und zu verbessern, wodurch dieses Risiko minimiert wird.

5. Bericht über die Zweigniederlassungen

Es existieren keine Zweigniederlassungen.

6. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung gibt es keine nennenswerten Aktivitäten.

Kotidor, 15.9. 26

Oskar Preiţig

Ludwig Gojer

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