← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2024

MLINE Vertriebs- und Produktions GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2024 · Eingereicht am 30. Sep. 2025

Inhaltsverzeichnis

Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Tätigkeitsbereich

MLINE Vertriebs- und Produktions GmbH, Wien betreibt den Import und Großhandel mit Produkten für die mobile Kommunikation, professionelle Ladelösungen, Kabelmanagementlösungen, Consumer Accessoires- und Rauchkomplementärprodukten, OEM-Zulieferer und Medizintechnik. Die Produkte werden im Wesentlichen in Mitteleuropa, Asien und den USA vertrieben.

USD/EUR-Wechselkurs

Im Jahr 2024 erhielt man für einen Euro durchschnittlich rund 1,08 US-Dollar. Die Preisnotierung gibt an, wie viel eine Einheit der Fremdwährung kostet. Im Schnitt etwa 0,92 Euro mussten im Jahr 2024 für einen US-Dollar gezahlt werden.

Trotz des Drucks aus dem Weißen Haus wird die Fed ihr Zielband für den Tagesgeldsatz It. vielen Prognose bis mindestens Ende 2025 unverändert lassen. Die EZB hingegen dürfte ihren Leitzins noch einmal um einen Viertelprozentpunkt senken. Infolgedessen sollte sich der US- Renditevorteil im kurzfristigen Laufzeitenbereich moderat ausweiten. Das wiederum sollte eine Abwertung des Euro zur Folge haben, und zwar auf 1,10 USD bis zum Jahresende 2025. Die Aufwertung des US-Dollar dürfte damit jedoch etwas hinter dem zurückbleiben, was nach der Entwicklung des sogenannten Transatlantik-Spreads an und für sich angemessen wäre.

Finanzierung und Investitionen

Im Geschäftsjahr 2024 wurden Investitionen in die EDV-Hard- und Software und den Fuhrpark durchgeführt. Weiters wurden Ausleihungen an eine Tochtergesellschaft vergeben. Anders als in den Vorjahren wurden keine Ausschüttungen beschlossen.

Liquidität und Ertrag

Die Liquidität zum Bilanzstichtag hat sich gegenüber jener des Vorjahres halbiert. Sämtliche Investitionen konnten aus dem Cash-Flow finanziert werden. Die Ertragslage verschlechterte sich weiter, da vor allem Preissteigerungen bei den Einkaufspreisen verzeichnet wurden.

Bericht über Zweigniederlassungen

Wir verfügen derzeit über keine Zweigniederlassungen.

Ergebnis und finanzielle Leistungsindikatoren

Im Geschäftsjahr 2024 wurde ein Ergebnis vor Steuern von € 3.172.070,80 (im Vorjahr T€ 2.784,3). Die Eigenkapitalquote erreichte 54,9 % (im Vorjahr 45,8 %); im Geschäftsjahr wurde keine Ausschüttung beschlossen. Das Working-capital erhöhte sich auf M€ 9,2 (im Vorjahr M€ 6,9). Das bereinigte Fremdkapital sank gegenüber dem Vorjahr auf M€ 8,7 (im Vorjahr M€ 9,0). Der Netto-Geldfluss aus derbetrieblichen Tätigkeit/Investitionstätigkeit/Finanzierungstätigkeit beträgt T€ 898,3/-71,7/-1.218,6 (im Vorjahr: T€ 1.854,9/719,1/- 1.474,2). Das EBIT stieg wieder von T€ 2.863,3 auf T€ 3.297,8. Die Eigenkapitalrentabilität ist 34,0 % (im Vorjahr 30,2 %). Die Nettoverschuldung beträgt EUR 4,5 Mio. Die Gesamtkapitalrentabilität erhöhte sich von 15,9 % auf 16,2 %.

Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Ausblick auf das neue Geschäftsjahr

Auch im Jahr 2025 planen wir, den im Jahr 2022 eingeschlagenen Weg konsequent weiter voranzutreiben. Die vielen geopolitischen Konflikte und die unberechenbare US-Handelspolitik sorgen für anhaltende Unsicherheit. Vor allem die weltweite Unsicherheit ist ein Bremsklotz für die Wirtschaft und wird auch weiterhin Anpassungen notwendig machen. Angesichts der

sich ständig ändernden globalpolitischen Rahmenbedingungen kann jede Prognose derzeit nur eine Momentaufnahme sein.

Für das Geschäftsjahr 2025 rechnen wir mit einem Ergebnis nach Steuern, das unter jenem des Jahres 2024 liegen sollte. Alle Planungsunsicherheiten stehen im Jahr 2025 im Zusammenhang mit den weiter anhaltenden geopolitischen Umbrüchen/Konflikten und den damit einhergehenden Herausforderungen bzw. Unsicherheiten. Zusätzlich belasteten die angekündigten Zölle der USA die wirtschaftliche Stimmung, „erratische Änderungen“ würden die Prognosen ebenfalls erschweren. Die Vermögens- und Finanzlage wird sich vermutlich dieses Jahr trotz der genannten Umstände wieder verbessern. Die geplanten Investitionen wurden entsprechend den Gegebenheiten evaluiert und können auch dieses Jahr aus dem Cash-Flow finanziert werden.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Die Umsätze des österreichischen Handels sanken 2024 nominell um -1,0% bzw. um etwa - 3,1 Mrd. Euro auf in Summe rund 307,4 Mrd. Euro (netto). Das entspricht einem realen Rückgang um -1,6% gegenüber 2023. Damit weist der Handel - nach real -1,1% im Jahr 2022 und -3,6% im Jahr 2023 - das dritte Jahr in Folge ein reales Konjunkturminus auf.

Hauptverantwortlich dafür war der Großhandel, der real einen Rückgang von -3,4% hinnehmen musste. Der Einzelhandel (+0,5%) und die Kfz-Wirtschaft (+0,6%) konnten sich hingegen leicht erholen.

Innerhalb des Einzelhandels gab es ebenfalls eine unterschiedliche Entwicklung: Elektro- und Onlinehandel (+2,4%), Bekleidungshandel (+2,1%) sowie Bau- und Heimwerkerbedarf (+1,9%) wuchsen, während Bücher- und Zeitschriftenhandel (-11,5%), Möbelhandel (-9,5%) und Schmuckhandel (-5,3%) starke Rückgänge verzeichneten. Aber auch Schuh-, Sport- und Spielwarenhandel sowie Apotheken und Drogerien waren real im Minus.

Zahl der Insolvenzen im Handel 2024 auf Rekordniveau: Mit 1.085 Insolvenzen im Vorjahr führte der Handel nicht nur die österreichische Insolvenzstatistik an, sondern verzeichnete auch um +17,7 % mehr Pleiten als 2023 sowie um +23,4 % mehr als im Vor- Corona-Jahr 2019.

Die Zahl der Beschäftigten im heimischen Handel ging 2024 um -0,8 % oder knapp 4.500 Personen auf 567.835 zurück. Die Zahl der Arbeitslosen im Handel steigt, jene der offenen Stellen ist rückläufig. Lediglich in der Kfz-Wirtschaft gab es einen leichten Zuwachs an Beschäftigten.

Osterreichs Wirtschaft wird laut Prognose der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) 2025 das dritte Jahr in Folge schrumpfen. Das BIP werde um 0,3 Prozent zurückgehen, so die OECD am Dienstag. Im Dezember hatte die OECD noch ein Wachstum von 1,1 Prozent vorhergesagt. Ein Plus von einem Prozent soll es laut der Organisation 2026 geben.

Die Zahlen des „Economic Outlook" der OECD liegen auf demselben Niveau wie jene der anderen Prognoseinstitute, die ihre Vorhersagen bereits aktualisiert haben. EU-Kommission, IWF und WIFO erwarten heuer ebenfalls einen Wirtschaftsrückgang von 0,3 Prozent, IHS und OeNB sind geringfügig weniger pessimistisch. Für 2026 sehen alle Institute ein Wachstum zwischen 1,0 und 1,2 Prozent voraus.

Laut WIFO und IHS befindet sich die heimische Wirtschaft damit in der längsten Rezession der Zweiten Republik. 2023 war das BIP um ein Prozent gesunken, 2024 um 1,2 Prozent. Als Hauptursache nannten beide Institute die anhaltende Schwäche der Industrie, aber auch Konsumzurückhaltung und das Sparverhalten. Zusätzlich belasteten die angekündigten Zölle der USA die wirtschaftliche Stimmung, „erratische Änderungen“ würden die Prognosen auch erschweren.

WIFO-Chef Gabriel Felbermayr äußerte in einem Webinar der OECD in Berlin die Hoffnung, dass es mit der Wirtschaft wieder bergauf geht. „Die Reise geht nach oben", sagte er. Allerdings werde es nicht deutlich besser, weil viele Probleme ungelöst seien. Dazu gehöre die weiter viel zu hohe Inflation, die durch die stark an die Teuerungsrate gekoppelte Lohnpolitik Jahr für Jahr fortgeschrieben wird.

OECD prognostiziert höhere Inflation als 2024

Auch bei anderen Wirtschaftsindikatoren sieht die OECD in Österreich 2025 keine Verbesserungen. Der auf europäischer Ebene berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) dürfte mit drei Prozent noch höher ausfallen als 2024, im Dezember war die OECD noch von einem deutlichen Rückgang der Teuerung ausgegangen. Das Defizit ist zwar rückläufig, aber auf hohem Niveau mit einer Neuverschuldung von 4,4 Prozent heuer und 4,2 Prozent 2026.

Die Staatsverschuldung wird heuer auf 84,7 Prozent und kommendes Jahr auf 86,6 Prozent zulegen. Die 2024 schon ungewöhnlich hohe Sparquote von 11,7 Prozent dürfte heuer auf 12,3 Prozent und 2026 auf 12,9 Prozent klettern. Immerhin erwartet die OECD eine stabile Arbeitslosenrate von 5,2 Prozent nach EU-Berechnung).

Zollkrieg bremst weltweites Wachstum

Die Weltwirtschaft wird laut OECD-Prognose heuer und nächstes Jahr nur 2,9 Prozent wachsen. Ein Grund dafür ist der von US-Präsident Donald Trump angezettelte Zollkrieg. Die

schwächeren Wirtschaftsaussichten seien insbesondere in Nordamerika und einigen asiatischen Volkswirtschaften, insbesondere China, sichtbar.

Die OECD-Länder können heuer mit 1,4 Prozent nur ein verhaltenes Wachstum erwirtschaften. Die USA mit plus 1,6 Prozent liegen über dem Schnitt, die Euro-Zone mit einem Prozent darunter. Für Deutschland ist die OECD etwas optimistischer als für Osterreich und erwartet ein Wirtschaftsplus von 0,4 Prozent heuer und 1,2 Prozent 2026.

China, das nicht OECD-Mitglied ist, kommt heuer auf ein für seine Verhältnisse unterdurchschnittliches Plus von 4,7 Prozent, das 2026 weiter auf 4,3 Prozent zurückgehen dürfte. Alle Prognosen gehen von der Annahme aus, dass die Mitte Mai verkündeten US-Zölle in beiden Jahren in Kraft sind.

Forschung und Entwicklung, Finanzinstrumente

Unsere Gesellschaft betreibt Forschung und Entwicklung in Zusammenarbeit mit strategischen Partnern. Neben den originären Finanzinstrumenten des Vermögens und des Kapitals wurden keine weiteren eingesetzt.

Wien, am 30. September 2025

Rudolf Happl e.h.

Walter Wiedey e.h.

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.