Inhaltsverzeichnis
Wirtschaftsbericht
Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens
1. Geschäft und Rahmenbedingungen
Der Geschäftsführung gehörten zum 28. Februar 2025 folgende Mitglieder an:
| Geschäftsführer | |
|---|---|
| Erstbestellung | |
| Dr. Franz Radatz | 2001 |
| Thomas Zedrosser | 2016 |
Zum 28. Februar 2025 ist die Radatz Fleischwaren-Vertriebsgesellschaft m.b.H. an keinenin- oder ausländischen Unternehmen beteiligt.
Die Radatz Fleischwaren-Vertriebsgesellschaft m.b.H. betreibt außerhalb ihres Stammsitzes 22Filialenim Großraum Wien.
Im Geschäftsjahr 2024/2025 konnte die Kundenfrequenz um 1 Prozent gesteigert werden, insbesonderean Standorten mit einem hohen Imbissanteil. Dadurch erhöhte sich der Umsatzanteil des Imbissbereichsauf rund 47 Prozent, getragen von einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit gezielten Fleischschulungen und der Gründung einer internen Fleischakademie wurden zudem Maßnahmen gesetzt, umden Fleischabsatz nachhaltig zu stärken; erste Erfolge zeigten sich bereits in steigenden Absatzmengenund Umsätzen.
Die Kostenentwicklung blieb weiterhin stark von der Inflation geprägt. Auf Basis der kollektivvertraglichen Erhöhungen im Januar 2024 von bis zu 9,2 Prozent war ursprünglich von einer Mehrbelastungvonrund1 Mio. Euro (Personalaufwand im Wirtschaftsjahr 2023/2024: 11.413 T€.) an zusätzlichen Personalkosten auszugehen – eine Herausforderung in bisher nicht gekannter Größenordnung. Bereits imJanuar 2024 wurden daher gemeinsam mit den Filialleitungen Maßnahmen erarbeitet, um dieser Entwicklungdurch Umsatzsteigerungen und Produktivitätsverbesserungen entgegenzuwirken. Durch interne Einsparungen konnte diese Belastung größtenteils kompensiert werden, sodass die erwartete Erhöhung nicht involler Höhe wirksam wurde.
Positiv wirkte die Entwicklung der Energiepreise: Gegenüber dem Vorjahr konnten die Energiekostenum rund 40 Prozent beziehungsweise 400.000 Euro gesenkt werden. Hinzu kamenstaatliche Energiekostenzuschüsse in Höhe von rund 250.000 Euro. Die verbleibenden Mehrkosten wurdendurch laufende, moderate Preisanpassungen abgefedert, um den Deckungsbeitrag zu sichern.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Stabilisierung der Personalsituation. Der Abbau offener Urlaubetrug dazu bei, Rückstellungen nachhaltig zu senken. Durch gezieltes Recruiting, insbesonderedenEinsatz zusätzlicher Teilzeitkräfte an Samstagen, konnte die Arbeitsbelastung reduziert und denMitarbeitern zusätzliche freie Tage ermöglicht werden.
Auch auf der Investitionsseite wurden wichtige Schritte gesetzt. Zahlreiche Imbissthekenwurden modernisiert, wobei die Umbauten mit nur wenigen Schließtagen umgesetzt werden konnten. Zudemwurde nach mehr als acht Jahren die erste Generation von Bildschirmen durch moderne Systeme ersetzt, wofür auch eine Anpassung der Verkleidung erforderlich war.
2. Analyse unter Einbeziehung der wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren
Ertragslage
| 2024/2025 | 2023/2024 | +/- | |||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | ||
| Umsatzerlöse | 36.902 | 36.235 | 667 | 1,8 | |
| Betriebsleistung | 36.902 | 36.235 | 667 | 1,8 | |
| Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen | |||||
| Materialaufwand | 18.448 | 18.086 | 362 | 2,0 | |
| Skontoerträge, Boni, Rabatte | -8 | -8 | 0 | -1,9 | |
| 18.440 | 18.077 | 363 | 2,0 | ||
| Rohertrag I | 18.463 | 18.158 | 305 | 1,7 | |
| Personalaufwand | |||||
| Löhne | 1.023 | 859 | 164 | 19,1 | |
| Gehälter | 8.410 | 7.930 | 480 | 6,1 | |
| soziale Aufwendungen davon Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche | 2.566 | 2.624 | -58 | -2,2 | |
| Vorsorgekassen davon Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom | 260 | 297 | -37 | -12,5 | |
| Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | 2.539 | 2.372 | 167 | 7,0 | |
| 11.999 | 11.413 | 587 | 5,1 | ||
| Rohertrag II | 6.463 | 6.745 | -282 | -4,2 | |
| sonstige betriebliche Erträge | 431 | 251 | 181 | 72,2 | |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | 4.684 | 4.590 | 94 | 2,1 | |
| Finanzerträge | |||||
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des | |||||
| Finanzanlagevermögens | 5 | 4 | 2 | 42,9 | |
| Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des | |||||
| Umlaufvermögens | 14 | 15 | -1 | -4,8 | |
| sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 77 | 15 | 62 | 410,3 | |
| 96 | 33 | 62 | 188,3 | ||
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 2.306 | 2.439 | -132 | -5,4 | |
| Abschreibungen | 1.334 | 1.484 | -150 | -10,1 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 972 | 954 | 18 | 1,9 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 5 | 5 | 0 | -6.6 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 967 | 949 | 18 | 1,9 | |
| Steuern vom Einkommen | 203 | 196 | 7 | 3,6 | |
| Jahresüberschuss | 764 | 753 | 11 | 1,5 |
Radatz Fleischwaren-Vertriebsgesellschaft m.b.H.
Der Umsatz betrug im Berichtsjahr 2024/2025 T€ 36.902 (Vorjahr T€ 36.235), dies ist eine Steigerung von 1,8 %.
Die Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen zeigen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2023/2024 eine weitgehend unveränderte Struktur und sind entsprechend der Umsatzssteigerung angestiegen. Insgesamt konnte der Rohertrag um 1,68% gesteigert werden.
Die Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr 2024/2025 um 5,14 % angestiegen und werden unter dem Punkt "Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" zahlenmäßig dargestellt.
Die sonstigen betrieblichen Erträge waren im Vergleichszeitraum 2023/2024 um T€ 181 niedriger als im abgelaufenen Berichtsjahr. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigt sich gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von T€ 94.
Die Abschreibungen belaufen sich im Berichtsjahr 2024/2025 auf T€ 1.334.
Der Jahresüberschuss 2024/2025 beträgt T€ 764 (Vorjahr T€ 753).
Umsatzrentabilität
Die Umsatzrentabilität entspricht dem Verhältnis aus Ergebnis vor Steuern und den Umsatzerlösen.
| Berechnung: | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) x 100 | ||
| Umsatzerlöse | 2,6 % | 2,6 % |
Eigen kapitalrentabilität
Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 7 und Z 12) zum Eigenkapital.
| Berechnung: | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (Summe aus Z 7 und Z 12) x 100 | ||
| Eigenkapital zum 1.3.2024 | 22.8 % | 27,0 % |
Gesamtkapitalrentabilität
Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital.
| Berechnung: | 2024/2025 | 2023/2024 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100 | ||
| Gesamtkapital zum 1.3.2024 | 8,8 % | 9,4 % |
Vermögenslage
| 28.2.2025 | 29.2.2024 | +/- | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | % | |
| kurzfristiges Umlaufvermögen | ||||||
| Vorräte | 399 | 3,7 | 352 | 3,2 | 48 | 13,6 |
| Lieferforderungen | 187 | 1,8 | 494 | 4,5 | -306 | -62,1 |
| sonstige Forderungen | 104 | 1,0 | 640 | 5,8 | -536 | -83,7 |
| flüssige Mittel | 4.626 | 43,3 | 3.357 | 30,3 | 1.269 | 37,8 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 44 | 0,4 | 19 | 0,2 | 25 | 132,2 |
| Aktive latente Steuern | 173 | 1,6 | 183 | 1,7 | -9 | -5,1 |
| 5.534 | 51,7 | 5.044 | 45,5 | 490 | 9,7 | |
| kurzfristiges Fremdkapital | ||||||
| kurzfristige Rückstellungen | 997 | 9.3 | 964 | 8,7 | 33 | 3,4 |
| Lieferverbindlichkeiten | 1.354 | 12,7 | 1.790 | 16,1 | -436 | -24,4 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 1.098 | 10,3 | 1.167 | 10,5 | -69 | -5.9 |
| 3.448 | 32,2 | 3.920 | 35,4 | -472 | -12,1 | |
| Working Capital (Netto-Umlaufvermögen) | 2.086 | 19,5 | 1.123 | 10,1 | 962 | 85,7 |
| Anlagevermögen | ||||||
| Immaterielles Vermögen | 48 | 0.4 | 60 | 0,5 | -12 | -20,2 |
| Sachanlagen | 4.715 | 44,1 | 5.602 | 50,5 | -887 | -15,8 |
| Finanzanlagen | 308 | 2,9 | 294 | 2,7 | 14 | 4,7 |
| 5.071 | 47,4 | 5.956 | 53,7 | -885 | -14,9 | |
| langfristiges Umlaufvermögen | ||||||
| sonstige Forderungen | 90 | 0,9 | 90 | 0,8 | 0 | 0,5 |
| langfristiges Fremdkapital | ||||||
| langfristige Rückstellungen | 2.677 | 25,0 | 2.933 | 26,5 | -257 | -8,8 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 3 | 0,0 | 3 | 0,0 | 0 | 0,0 |
| 2.679 | 25,1 | 2.936 | 26,5 | -257 | -8,8 | |
| Reinvermögen (Eigenkapital) | 4.568 | 42,7 | 4.234 | 38,2 | 334 | 7,9 |
Im kurzfristigen Bereich (Working Capital) ist der Lagerbestand einerseits nahezu gleichgeblieben, anderersetis konnten die liquiden Mittel im Geschäftsjahr aufgebaut werden. Auf der Passivseite kam es sowohl bei den Lieferverbindlichkeiten lund den kurzfristigen Rückstellungen zu einem leichten Anstieg. Im langfristigen Bereich zeigt das Sachanlagevermögen sowie die langfristigen Rückstellungen eine weitgehenst unveränderte Struktur.
Das Reinvermögen hat sich im Berichtsjahr 2024/2025 um T€ 334 bzw. 7,9 % auf T€ 4.568 erhöht.
| Vermögensstrukturkennzahlen | |||
|---|---|---|---|
| 2024/2025 | 2023/2024 | ||
| Anlagenintensität | Anlagevermögen | 47,41 | 53,71 |
| Gesamtvermögen | |||
| Sachanlagenintensität | Sachanlagevermögen | 44,09 | 50.52 |
| Gesamtvermögen | |||
| Lagerintensität | Vorräte | 3,73 | 3,17 |
| Gesamtvermögen |
Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr von 53,71 % auf 47,41 % abgesunken, was auf die laufenden Abschreibungen im Bereich des Sachanlagevermögens zurückzuführen ist. Die Lagerintensität beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 3,73 % (Vorjahr 3,17 %).
Verschuldungskennzahlen
| Verschuldungsgrad in %: | 134,1 % | 162,0 % | |
|---|---|---|---|
| Berechnung: | Fremdkapital x 100 | 6.127 x 100 | 6.856 x 100 |
| Eigenkapital | 4.568 | 4.234 |
Der Verschuldungsgrad zeigt die Relation von Fremdkapital zu Eigenkapital an und gibt damit Auskunft über die Finanzierungsstruktur. Eine in der Praxis herausgebildete, grobe Regel besagt, dass der Verschuldungsgrad nicht höher sein soll als 2 : 1 (200 %).
| Nettoverschuldungsgrad | 17,75 % | 46,81 % | |
|---|---|---|---|
| (Gearing) | |||
| Berechnung: | Nettoverschuldung x 100 | 811 | 1.982 |
| Eigenkapital | 4.568 | 4.234 |
Der Nettoverschuldungsgrad (Gearing) zeigt die finanzielle Lage bzw. die Finanzierungsstruktur als Verhältnis der Nettofinanzverschuldung in Relation zum Eigenkapital.
| Eigenkapitalquote in % | 42,71 % | 38,17 % | |
|---|---|---|---|
| Berechnung: | EK x 100 | 4.568 x 100 | 4.234 x 100 |
| Gesamtkapital | 10.695 | 11.090 |
Die Eigenkapitalquote gibt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital an. Je höher die Eigenkapitalquote, umso höher ist die finanzielle Stabilität des Unternehmens und die Unabhängigkeit gegenüber Fremdkapitalgebern. Banken bewerten die Bonität eines Unternehmens bei hoher Eigenkapitalquote höher.
Finanzlage
Geldflussrechnung AFRAC 36
| 2024/2025 | 2023/2024 | ||
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| 1. Ergebnis vor Steuern | 967 | 949 | |
| 2. Abschreibungen/Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des Bereichs Investitionstätigkeit | |||
| a. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen | 1.334 | 1.484 | |
| b. Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen und sonstigen Finanzinvestitionen | -14 | -15 | |
| c. Auflösung Investitionszuschüsse | -30 | -29 | |
| 1.291 | 1.440 | ||
| 3. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Bereichs Investitionstätigkeit | |||
| a. Buchwert ausgeschiedener Anlagen | 50 | 2 | |
| 4. Beteiligungserträge, Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie | |||
| sonstige Zinsen und ähnliche Erträge/Zinsen und ähnliche Aufwendungen | |||
| a. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | -5 | -4 | |
| b. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | -77 | -15 | |
| c. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 5 | 5 | |
| -77 | -13 | ||
| 5. | Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis | 2.232 | 2.379 |
| 6. Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | |||
| a. | Vorräte | -48 | 0 |
| b. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 306 | -302 | |
| c. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 71 | -52 | |
| d. aktive Rechnungsabgrenzungsposten | -25 | -7 | |
| 305 | -361 | ||
| 7. Zunahme/Abnahme von Rückstellungen | |||
| a. Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen | -213 | -172 | |
| b. sonstige Rückstellungen | -161 | 27 | |
| -374 | -145 | ||
| 8. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | |||
| a. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -436 | 250 |
| b. sonstige Verbindlichkeiten | 20 | 183 | |
| -416 | 434 | ||
| 9. | Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern | 1.746 | 2.306 |
| 10. Zahlungen für Ertragsteuern | |||
| a. | Steuem vom Einkommen | -203 | -196 |
| b. sonstige Forderungen aus Ertragsteuerverrechnung | 464 | -155 | |
| c. | aktive latente Steuern | 9 | 6 |
| d. Ertragsteuerrückstellungen | 150 | 137 | |
| e. sonstige Verbindlichkeiten aus Ertragsteuerverrechnung | -89 | -169 | |
| 332 | -376 | ||
| 11. | Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | 2.078 | 1.930 |
| 12. Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) | |||
| a. Zugänge It Anlagenspiegel | -486 | -599 | |
| 13. Investitionszuschüsse | 0 | 0 | |
| 14. Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und Wertpapiererträgen | |||
| a. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 5 | 4 | |
| b. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 77 | 15 | |
| 82 | 19 | ||
| 15. Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -404 | -580 | |
| 16. | Ausbezahlte Ausschüttungen | -400 | 0 |
| 17. Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -5 | -5 | |
| 18. Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -405 | -5 | |
| 19. zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | 1.269 | 1.344 | |
| 20. Zahlungsmittel am Beginn der Periode | 3.357 | 2.013 | |
| 21. Zahlungsmittel am Ende der Periode | 4.626 | 3.357 | |
Radatz Fleischwaren-Vertriebsgesellschaft m.b.H.
Liquiditätslage
Der Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 2.078 (Vorjahr T€ 1.930).
Der Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ -404 (Vorjahr T€ -580).
Der Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit lag im Berichtsjahr 2024/2025 bei T€ -405 (Vorjahr T€ -5).
Der der Geldflussrechnung zugrunde gelegte Finanzmittelfonds "Geld und Geldanlagen" (Liquide Mittel ersten Grades) veränderte sich im Berichtsjahr von T€ 3.357 auf T€ 4.626.
Radatz Fleischwaren-Vertriebsgesellschaft m.b.H.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Analyse unter Einbeziehung der wichtigsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren
1. Arbeitnehmerbelange
Die Belegschaft (im Jahresdurchschnitt) ist gegenüber dem Vorjahr um 4 Mitarbeiter auf 250 Mitarbeiter angestiegen.
Personalstand
| 2024/2025 | 2023/2024 | |
|---|---|---|
| Arbeiter | 33 | 33 |
| Angestellte | 217 | 213 |
| 250 | 246 |
Die Personalaufwendungen betrugen im Berichtsjahr 2024/2025 T€ 11.999.
Entwicklung der Personalkosten
| T€ | ||
|---|---|---|
| 2024/2025 | 2023/2024 | |
| Löhne | 1.023 | 859 |
| Gehälter | 8.410 | 7.930 |
| Sonstige Sozialaufwendungen | 2.566 | 2.624 |
| 11.999 | 11.413 |
2. Forschung und Entwicklung
Als reines Handelsunternehmen führt die Radatz Fleischwaren-Vertriebsgesellschaft m.b.H. keinerlei Forschungs- und Entwicklungstätigkeit durch.
3. Zweigniederlassungen
Die Radatz Fleischwaren-Vertriebsgesellschaft m.b.H. verfügt über keine Zweigniederlassungen.
Prognosebericht
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Die Perspektiven für das Geschäftsjahr 2025/2026 sind insgesamt positiv einzuschätzen. Im Imbissbereich wird mit einem Umsatzplus von rund 8 Prozent gerechnet, getragen von einer steigenden Kundenfrequenz und leichten, marktbedingten Preissteigerungen. Im Fleisch- und Feinkostbereich erwarten wir eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr, unterstützt durch gezielte Verkaufsschulungen, die die Kernkompetenz Fleisch weiter stärken sollen. Insgesamt wird ein Umsatzwachstum von etwa 5 Prozent angesteuert.
Herausfordernd bleiben die steigenden Rohstoffpreise für Rind- und Schweinefleisch, die den Deckungsbeitrag belasten, da Preiserhöhungen nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden können. Die Beschaffung und das Preisniveau für andere Waren und Hilfsmittel sind hingegen stabil. Um die Deckungsbeiträge zu sichern, werden weiterhin laufend kleinere, moderate Preisanpassungen vorgenommen. Der vorsichtige und schrittweise Ansatz der vergangenen Jahre hat sich dabei bewährt.
Die Kostenentwicklung wird maßgeblich durch die allgemeine Teuerung beeinflusst. Für das Gesamtjahr 2025 ist von einer moderaten Inflationsrate zwischen 2,5 und 2,9 Prozent auszugehen. Positiv wirken die jüngsten Entwicklungen am Energiemarkt, dennoch gehen wir langfristig davon aus, dass die Energiekosten auf einem ähnlich hohen Niveau verbleiben werden, sodass die Deckungsbeiträge entsprechend angepasst werden müssen.
Ein besonderes Augenmerk gilt weiterhin den Personalkosten. Die Gehälter stiegen im Januar 2025 um 3,3 Prozent, für 2026 ist bereits eine weitere Anpassung fixiert, die 0,5 Prozent über der rollierenden Inflationsrate liegt und in Stufen umgesetzt wird. Herausfordernd bleiben höhere Krankenstände bei langjährigen Mitarbeitern, während die gesunkenen offenen Urlaube sowie die durch gezielte Leadership-Trainings deutlich reduzierte Fluktuation positiv hervorzuheben sind.
Besonders wichtig ist die Ausbildung eigener Fachkräfte durch die verstärkte Aufnahme von Lehrlingen. Neben der Senkung der Personalkosten soll damit auf die schwierige Situation am Arbeitsmarkt reagiert und langfristig ein höherer Anteil an qualifiziertem Verkaufspersonal aufgebaut werden. Ergänzend werden geringfügig Beschäftigte eingesetzt, um die Filialteams flexibel zu entlasten. Durch neue Ansätze bei der Lehrlingssuche steht ab dem Lehrjahr 2025 wieder ein deutlich größerer Bewerberpool zur Verfügung, was die Qualität und Stabilität der Personalsituation nachhaltig stärkt.
Auch auf der Investitionsseite sind sowohl kleinere als auch größere Projekte vorgesehen. Dazu zählen Modernisierungen zur Effizienzsteigerung und Standortaufwertung, wie der Austausch der Theke am Sonnbergmarkt sowie die Optimierung von Theke und Sitzbereich in der Südstadt. Darüber hinaus ist eine größere Investition in die Einführung einer neuen, zukunftsorientierten Kassenlösung geplant.
Für das Wirtschaftsjahr 2025/2026 ist der Erwerb des Grundstücks 1230 Wien, Erlaaer Str. 136-138 von der Radatz Feine Wiener Fleischwaren GmbH zur Umsetzung eines neuen Konzepts „Markthalle“ geplant, das auf einer Fläche von rund 600 m2alle unsere Geschäftsfelder – Fleischerei, Wurst-Großmarkt, Gastronomie und Schulungszentrum – vereinen soll. Ein solcher Schritt würde nicht nur die Realisierung dieses zukunftsorientierten Projekts ermöglichen, sondern auch einen werthaltigen Sachwert schaffen.
Risikobericht Risikoberichterstattung
1. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist
Qualitätsrisiko
Als Lebensmittelhändler mit einem hohen Anteil an Gastronomie sehen wir uns einem hohen Anspruch an Qualität und Sicherheit der von uns angebotenen Produkte verpflichtet. Mögliche Qualitätsschwankungen in der Herstellung unserer Produkte sollen durch folgende Maßnahmen verhindert werden:
1. Regelmäßige Filialüberprüfungen und daraus abgeleitete Hygieneschulungen legen die Grundlage für die ständige Weiterentwicklung unserer Hygienestandards. 2. Laufende Schulungen der Mitarbeiter, sowie Kochkurse und die Erstellung von Rezeptblättern für die vor Ort zuzubereitenden Speisen sichern einen Qualitätsstandard in allen Filialen. 3. Um Qualitätsschwankungen bei Rohstoffen ausschließlich über die Zentrale bezogen. auszuschließen, werden sämtliche Rohstoffe 4. Die Einhaltung der Kühlketten, sowie laufende Kontrollen der Kerntemperaturen bei heiß angebotenen Produkten gewährleisten die Qualität und die Sicherheit unserer Sortimente. 5. Die Einhaltung der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) wird durch Schulung der Mitarbeiter und die hauseigene IT gewährleistet.
Beschaffungsrisiko
Veränderungen auf den internationalen Rohstoffmärkten, sowie der Ausfall kleinerer Produzenten, können jederzeit zu Engpässen in einzelnen Sortimentsbereichen führen. Das wahrgenommene Bedürfnis der Konsumenten nach österreichischen Produkten soll durch die gezielte Suche und Listung von regionalen Produkten befriedigt werden.
Durch enge Zusammenarbeit mit Produzenten sollen Engpässe in der Beschaffung antizipiert und durch Gegensteuerungsmaßnahmen rechtzeitig behoben werden.
Absatzrisiko
Auf Grund eines breiten Sortiments kann das Absatzrisiko als minimal betrachtet werden. Die gleichmäßige Entwicklung der einzelnen Sortimentsbereiche soll durch laufendes Sortimentscontrolling und daraus abgeleiteten Handlungsmaßnahmen sichergestellt werden.
Radatz Fleischwaren-Vertriebsgesellschaft m.b.H.
2. Risiko im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten
Die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlichen Finanzinstrumente sind die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Risiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 187 zum Abschlussstichtag des Geschäftsjahres 2024/2025 wurden keine Wertberichtigungen abgesetzt.
Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in Euro fakturiert, sodass daraus kein Wechselkursrisiko entstehen kann.
Risiko aus sonstigen Forderungen
Die sonstigen Forderungen in Höhe von T€ 194 bestehen zu 46,54 % aus Forderungen aus Kautionen. Sämtliche Forderungen bestehen in Euro.
Risiko aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.354 bestehen zur Gänze in Euro, sodass wir Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf die Ertragslage ausschließen können. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinst; Zinsschwankungen können somit keine Auswirkungen auf die Ertragslage haben. Für Zwecke der Liquiditätsplanung sind sie als kurzfristig einzustufen.
Risiko aus Sonstigen Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.100 bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Abgabenbehörden und Sozialversicherungsanstalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen zur Gänze in Euro und sind unverzinst. Für Zwecke der Liquiditätsplanung sind sie als kurzfristig einzustufen.
Ein Liquiditätsrisiko in Bezug auf die eingegangenen Verbindlichkeiten sehen wir aus heutiger Sicht nicht.
Wien, am _
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