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Lagebericht 2025

Lindner GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 30. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Geschäftsentwicklung und Gesamtleistung

Die Lindner GmbH realisiert Innenausbauprojekte in Osterreich und vertreibt von der Lindner Group hergestellte Produkte (Liefergeschäft). Hier vor allem Doppelboden und Kühldecken. Das Schwergewicht liegt auf Innenausbauprojekten bei denen möglichste mehrere eigene Gewerke/Produkte oder die Leistung anderer Unternehmen der Lindner Gruppe eingesetzt werden können. Daneben gibt es die Abwicklung der Produkte Doppelboden und Metalldecke/Kühldecke als Einzelgewerk. Hier ist jeweils auch das Liefergeschäft angesiedelt. Die Bereiche im Unternehmen sind damit:

• Innenausbau GU (mit und ohne Fremdleistung) • Doppelboden und Liefergeschäft • Trockenbau mit Metall-/ Kühldecke

Ein zum Jahreswechsel 2023/2024 eingegangener Großauftrag (Innenausbau-GU) mit einer Montagelaufzeit für 2024-2025 war wesentlich für die Höchstwerte folgender zwei Kennzahlen zu Beginn unseres Geschäftsjahres 2025. Dem Auftragsbestand von € 43,68 Mio und einer Budgetplanung von € 54,54 Mio.

Sowohl Zusatzaufträge zu bereits vorhandenen Auftragsbeständen als auch neue Aufträge in sämtlichen Geschäftsbereichen ließen unsere operative Gesamtleistung bis zum Jahresende schlussendlich auf € 64,29 Mio anwachsen. Parallel dazu wuchs auch unsere Betriebsleistung im Vergleich zu 2024 deutlich auf € 67,37 Mio an. Für dieses mit neuen Herausforderungen gefüllte und in allen Belangen intensive und lehrreiche Jahr gebührt allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aufrichtiger Dank und großes Lob.

Forschung und Entwicklung wird nach wie vor ausschließlich im Stammhaus betrieben.

Ergebnis und Leistungsindikatoren

Als Folge der Fertigstellung wesentlicher Großprojekte aus unseren Auftragsbeständen und dem Abschluss weiterer unterjährigen Auftragseingänge stiegen im Vergleich zum Vorjahr die Umsatzerlöse auf € 85,14 Mio. Entgegengesetzt dazu wurde der Bestand an halbfertigen Leistungen um € 17,77 Mio abgebaut. Für 2026 verblieb ein HF-Bestand von € 16,55 Mio.

Der sehr erfreuliche operative Betriebserfolgt lag bei € 8,23 Mio. Aus den Beteiligungen wurde ein zusätzlicher Erlös von € 4,33 Mio erzielt. Weiters wurde durch Zinsen ein Betrag von TEUR 954 realisiert.

Die Betriebsleistungsrentabilität (ohne Beteiligungen) stieg auf 13,64% (11,95% in 2024).

Überaus positiv ist der Cashflow aus dem Ergebnis mit € 12,03 Mio. Mit € 12,48 Mio nahezu ident war der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Der Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit ins Sachanlagevermögen betrug TEUR -45. Als Zugang an Anteilen an verbundenen Unternehmen erfolgten € 39,82 Mio.

Die Eigenkapitalquote (mit Beteiligungen) liegt aktuell bei 82 %.

Auftragseingang und –Bestand

Der Auftragseingang betrug € 32,33 Mio und lag damit um rund € 36,00 Mio deutlich unter dem Ausnahmejahr 2024. Als Auftragsbestand für 2026 verblieben zum Jahresende € 12,84 Mio.

Forderungen und Liquidität

Mit 0,32 Monaten im Mittel konnte der Abrechnungsrückstand 2025 im Vergleich zum Vorjahr weiter verbessert werden und lag somit klar innerhalb der Konzernbenchmark von 0,5 Monaten. Zum Jahresende Betrug der Rückstand 0,3 Monate bzw. € 1,45 Mio.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr von € 2,93 Mio auf insgesamt € 6,48 Mio. Ausschlaggebend dafür war die vergleichsweise hohe Anzahl der per 12/2025 erstellten Schlussrechnungen.

Hingegen sanken die fälligen offenen Posten im selbigem Vergleichszeitraum von € 1,62 Mio auf € 1,16 Mio. Darin enthaltene Risiken wurden entsprechend bewertet und sind mit TEUR 81 wertberichtigt.

Die Gesellschaft ist von Banken unabhängig und kann ihre Geschäfte aus eigener Liquidität finanzieren. Dabei wird der wesentlichste Teil der liquiden Mittel bei der Lindner Finanz GmbH als täglich fällig oder als langfristiges Darlehen angelegt. Zum Bilanzstichtag verfügte das Unternehmen über ein Bankguthaben von TEUR 23, zzgl. € 13,39 Mio täglich fällig und € 2,00 Mio Darlehen.

Risikomanagement

Wie oben bereits erwähnt war die größte Herausforderung des letzten Jahres die enorme Leistung. Diese konnte durch die vorrausschauende Personalplanung und vor allem durch den Rückgriff auf Ressourcen anderer Einheiten der Gruppe gemeistert werden.

Trotz leichtem Rückgang in der Anzahl unserer Eigenmonteure bleiben deren Einstellung und Entwicklung weiterhin maßgeblich um die Fach- und Arbeitskraftkompetenz im Unternehmen zu sichern. Die zweite Basis im Montagebereich bilden stabile und partnerschaftliche Geschäftsbeziehungen mit langjährigen Sub- und Nachunternehmer.

Die Überwachung der Bauprojekte, deren Baustellenergebnisse und somit der laufenden Geschäftsentwicklung stellt ein langjährig gewachsenes und umfangreiches Berichtswesen sicher. Dies gewährleistet die Früherkennung von wesentlichen Abweichungen.

Ebenso ist das Liquiditätsrisiko aufgrund der vorhandenen Mittelüberschüsse und einer laufenden Liquiditätsplanung sehr gering.

Mitarbeiter

Im Unternehmen lag der durchschnittliche Mitarbeiterstand der Angestellten bei 64 Personen. Im Bereich der Angestellten wird die bewährte und kontinuierliche Einstellungs- und Ausbildungspolitik fortgeführt, um den Bedarf an neuen Mitarbeitern zu decken.

Die Anzahl der Arbeiter blieb stabil und lag zum Bilanzstichtag bei insgesamt 41 Personen.

Ein großes Dankeschön an alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für das Erreichen dieses sehenswerten Jahresergebnisses.

Voraussichtliche Entwicklung

Auch wenn es am Miet-Markt für Büroimmobilien eine deutlich spürbare Zurückhaltung gibt, sind da doch einige interessante Projekte, um die es allerdings ein intensives Bemühen aller Marktteilnehmer gibt. Wir sind trotz dieses Wettbewerbs zuversichtlich, durch unsere Kompetenz in Produkt und Ausführung wieder die, für die budgetierten Ergebnisse notwendigen, Projekte sichern zu können. Dazu wird auch die noch breiter aufgestellte Vertriebsmannschaft beitragen. Vor allem im Bereich Trennwand und CAS-Rooms beginnen die in 2025 gestarteten Weichenstellungen Früchte zu tragen.

Baden, am 19.08.2026

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 4
Haraldd Mer-AndelbergGünther GreilChristian Bernhard Scherz

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