Inhaltsverzeichnis
tilo GmbH
per 31. Jänner 2025
A. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Wirtschaftliches Umfeld 2024/25
Im Jahr 2024 hat sich die Weltwirtschaft von den direkten Auswirkungen der Pandemie und den geopolitischen Krisen zwar partiell stabilisieren können, doch Herausforderungen bleiben. Der globale Wachstumstrend war moderat, mit einer insgesamt langsamen Erholung in vielen Regionen, die durch strukturelle Probleme, wie hohe Inflation und unklare geopolitische Spannungen, gedämpft wurde.
Wirtschaftswachstum: Das weltweite Wirtschaftswachstum stagnierte bei etwa 3-4%, mit starken Unterschieden zwischen den Regionen. Während die USA und einige asiatische Länder ein solides Wachstum verzeichneten, kämpften viele europäische Staaten mit einer schwachen Konjunktur.
Inflation und Zinsen: Die Inflation blieb in vielen Ländern, vor allem in Europa und Nordamerika, ein zentrales Thema. Die Zentralbanken setzten weiterhin auf hohe Zinsen, um die Preissteigerungen zu bekämpfen, was die Wirtschaft weiter bremste.
Geopolitik: Die geopolitischen Spannungen, insbesondere in der Ukraine und zwischen den USA und China, haben den globalen Handel beeinträchtigt und zu Unsicherheit in den Märkten geführt. Diese Faktoren beeinflussten insbesondere die Energiepreise und die globalen Lieferketten.
Technologie und Nachhaltigkeit: Technologische Innovationen, insbesondere im Bereich KI, Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien, boten jedoch neue Wachstumsimpulse und eine Umorientierung der Weltwirtschaft auf grüne Transformation.
Wirtschaftliche Entwicklung in Osterreich 2024
Osterreichs Wirtschaft zeigte 2024 insgesamt eine gewisse Resilienz, doch auch hier gab es klare Wachstumsdämpfer und Herausforderungen.
Das Wachstum war moderat, mit einer Wachstumsrate von rund 1,5-2%. Vor allem in der Industrie und im Exportsektor gab es teils Rückgänge, während die Dienstleistungsbranche, insbesondere im Tourismussektor, positive Impulse lieferte. Die Inflation in Osterreich blieb hoch, auch wenn sie etwas von den Spitzenwerten des Vorjahres zurückging. Dies führte zu einer Belastung der privaten Haushalte und einer Schwächung der Kaufkraft.
Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenquote blieb relativ niedrig, aber es gab weiterhin einen Fachkräftemangel, insbesondere in den Bereichen Technologie und Gesundheitswesen. Die Beschäftigung entwickelte sich insgesamt positiv, auch wenn die Reallöhne aufgrund der Inflation stagnierten.
Die Regierung versuchte, die wirtschaftlichen Belastungen durch Steuererleichterungen und Förderprogramme zu lindern, insbesondere für Unternehmen und die ärmeren Schichten der Bevölkerung. Doch die Unsicherheit in der internationalen Politik und Wirtschaft bremste den Effekt dieser Maßnahmen.
Zusammengefasst: 2024 war für Osterreich ein Jahr der Konsolidierung. Während das Land mit den Herausforderungen der globalen Wirtschaft zu kämpfen hatte, blieben langfristige Trends wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Fokus.
Die Holzverarbeitende Industrie im Besonderen in Österreich zeigte 2024 eine herausfordernde Entwicklung. Sie blieb ein zentraler Sektor für die heimische Wirtschaft, mit einer starken Exportorientierung und einer soliden Rolle in der Kreislaufwirtschaft. Dennoch gab es sowohl Chancen als auch Herausforderungen: Der Sektor wuchs moderat, wobei der Umsatz in der holzverarbeitenden Industrie insgesamt stagnierte.
Die Energiekrise und steigende Rohstoffpreise stellten eine Belastung dar. Diese Kostensteigerungen machten sich sowohl in der Produktion als auch in den Endpreisen bemerkbar. Lieferengpässe bei bestimmten Holzarten, auch aufgrund geopolitischer Spannungen, erschwerten die Lage.
Insgesamt war 2024 ein Jahr, in dem die Holzverarbeitende Industrie in Osterreich zwar ihre Resilienz unter Beweis stellte, während sie gleichzeitig mit steigenden Kosten und der Notwendigkeit zur digitalen und nachhaltigen Transformation konfrontiert war.
Geschäftsverlauf 2024/25
Branchenbericht
The European Parquet Industry in 2024
The European parquet market slowed its decrease and started stabilising in 2024
After a difficult year 2023 which was charactensed by a dramatic fall in consumption, the market seems to have reached the bottom in 2024, However, the European parquet consumption continued to decrease but at a slowing pace, reflecting the still subdued construction activity and increased pressure from Chinese imports.
As corsumers' purchasing power has been hit. cheaper alternutives such as fake wood floorngs have been more frequently considered as welt as unfairly priced parquet froin Chinese ongin, In view of a potential then formally confirmed, as of 25 October 2024, registration of imports. incrased flows of multilayer parquet from China have been observed in the EU market, potentially with the aim of building up stocks before the imposition of Anti Dumping measures, Such mparts could. however, be made subject to retroactive collections of the Ant. Dumping duties, if the légal critena ure met,
The production in FEP terrtory fell by 5,29% in 2024 to 51.5 millon square meters. The European production outside fEP countnes is at an estmated 10.7 mithon square meters.
Taking into account the total producton in Europe (FEP countries - non-FEP countnes in Europe) imples that production in 2024 dropped by 3.85% to 62,2 million mr.
Fachverbandes der Holzindustrie Osterreichs © FV HOLZINDUSTRIE
unsicher und bedrohlich – so lässt sich die Wirtschaftslage 2024 mit wenigen Worten beschreiben. Wie Sturm und Borkenkäfer ganze Waldflächen verwüsten, so setzen der Ukrainekrieg, die daraus resultierenden Verwerfungen am Energiemarkt und der Druck der Inflation Wirtschaft und Gesellschaft massiv unter Stress, Für unsere Holzindustrie ist es mittlerweile eine enorme Herausforderung, weiterhin zur Wertschöpfung und Produktivität beizutragen. Kein Unternehmen bleibt von der aktuellen Krise unberührt. Umso bemerkenswerter ist die Resilienz unserer Branche, die mit Innovationen und Anpassungen weiterhin leistungsfähig bleibt.
Als Interessenvertretung setzen wir uns dafür ein, die politische Agenda in Österreich und der Europäischen Union aktiv mitzugestalten. Gemeinsam mit der gesamten Wertschöpfungskette Holz – von der Forstwirtschaft über den Holzhandel bis zur Papierindustrie – fordern wir vernünftige Rahmenbedingungen ein. Dazu gehören insbesondere die Sicherstellung der Rohstoffversorgung und wirtschaftlich tragbare Produktionsfaktoren, Durch frühzeitige, fundierte Vorschläge konnten wir zahlreiche Partner gewinnen. In enger Zusammenarbeit mit Verbänden aus Mittelund Osteuropa, Italien und Deutschland haben wir gemeinsame Positionen erarbeitet und erfolgreich vertreten. So ist es uns gelungen, erheblich an der Verschiebung des Inkrafttretens der EUDR und der aktuellen Anpassung der Regelungen des Green Deals an die Realität mitzuwirken, Unser Appell Lassen Sie uns diesen gemeinsamen Weg mit Kraft und Zuversicht weitergehen – 2025 muss das Jahr spürbarer Verbesserungen für die Wirtschaft werden.
Produktionswert der Holzindustrie 2024
Rückgang in schwierigem Umfeld
| II II III II | II | I II II | II | I | li II | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
to
ND
Starker Lohnstückkostenanstieg belastet die
Wettbewerbsfähigkeit
150 140 130 120 110 100 E
T. 39.5% 6 EU: + 26.6 % : +14
Nominelle Lohnstückkosten (auf Basis von Arbeitsstunden), Index, 2015 = 100
Nachdem die Auftragslage in der Bauwirtschaft in Österreich massiv eingebrochen war, besserte sich die Lage auch 2024 kaum. Der mögliche Weg zurück zur alten Stärke wird noch längere Zeit in Anspruch nehmen.
Aktuelle Entwicklungen der Bauwirtschaft in Osterreich
In den vergangenen Jahren beeinflussten völlig unterschiedliche Aspekte die österreichische Bauwirtschaft stark. Die nachstehende Übersicht zur Bauwirtschaft in Osterreich 2024 und 2025 zeigt, wie verschieden und voneinander unabhängig Einflussfaktoren sind, die jedoch kombiniert zu Turbulenzen in der Branche führen. Die Zinsen für einen Wohnbaukredit waren deutlich gestiegen. Hintergrund war die Entwicklung des EZB-Leitzinses. Dadurch sind Kredite für Privatpersonen, die ein Eigenheim errichten wollen, deutlich schwieriger leistbar geworden. Mitte 2024 wurde die Zinswende mit wieder sinkenden Leitzinsen eingeleitet. Die Kreditkosten sinken wieder etwas und dieser Trend sollte sich auch Anfang 2025 fortsetzen.
Durch die verschärften Regeln für die Vergabe von Krediten können viele Personen, die gewillt sind, ein Eigenheim zu errichten, schlichtweg keinen Kredit mehr bekommen. Auch dadurch wurden weniger Bauaufträge vergeben und die Anzahl der Baugenehmigungen in Osterreich ist rückläufig. Grund für vorsichtigen Optimismus 2026 gibt es dank der rückläufigen Zinsen.
en
Finanzielle Leistungsindikatoren 2024/25
Ertragslage
Die tilo GmbH weist im abgelaufenen Wirtschaftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von EUR 41,6 Mio. aus, verglichen mit den Vorjahresperioden eine Steigerung von knapp 4%.
In einem nach wie vor hochvolatilen Rezessionsumfeld konnte das negative Ergebnis um knapp 20pp verringert werden. Hauptverantwortlich zeichnete Betriebsleistung sowie ein regides Kostenmanagement. hierbei die Steigerung der
Ertragslage
| 2024/2025 | % | 2023/2024 | 6 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzertöse | 41 646 | 101.8 | 40 231 | 104,2 | 3,52 | |
| Bestandsveränderungen | -811 | -2,0 | -1 793 | -4.6 | -54.80 | |
| andere aktivierte Eigenleistungen | 67 | 0.2 | 182 | 0.5 | -63.47 | |
| Betriebsleistung | 40 901 | 100,0 | 38 619 | 100,0 | 5,91 | |
| Aufwendungen für Material und sonstige bezogene | ||||||
| Leistungen | -23 947 | 58.6 | -22 582 | 58.5 | -6.04 | |
| Rohertrag I | 16 955 | 41,5 | 16 037 | 41,5 | 5,72 | |
| Personalaufwand | -9 501 | 23.2 | -9 967 | 25.8 | 4.68 | |
| Rohertrag # | 7 454 | 18,2 | 6 070 | 15,7 | 22,81 | |
| sonstige betriebliche Erträge | 259 | 0.6 | 1 095 | 2.8 | -76.37 | |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | -8 617 | 21.1 | -8 635 | 22.4 | 0,20 | |
| Finanzerträge | 5 | 0.0 | 10 | 0.0 | -50.34 | |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und | ||||||
| Abschreibungen (EBITDA) | -899 | -2,2 | -1 460 | -3,8 | -38,38 | |
| Abschreibungen | -1 231 | 3.0 | -1 359 | 3,5 | 9.42 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -2 130 | 5.2 | -2 818 | -7,3 | -24,41 | |
| Zinsen und âhnliche Aufwendungen | -564 | 1.4 | -623 | 1.6 | 9.50 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -2 694 | -6.6 | -3 442 | -8,9 | -21,71 |
Vermögenslage
Der extreme Spagat zwischen konsequentestem Working Capital Management im Forderungswie auch Verbindlichkeiten-Bereich einerseits, sowie der optimalen Lieferfähigkeit unter Anbetracht der knappen und qualitativ wie auch schwierigen Rohstoffversorgung andererseits, stellte die Hauptherausforderung der Wirtschaftsperiode dar. Das Hauptaugenmerk lag vor allem im Remonetisieren des Working Capitals.
Die Bilanzsumme steht bei 28,6,5 Mio. EUR, die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 36% und weist somit trotz negativem Ergebnis Robustheit aus. Ziel unserer Finanzierungspolitik ist es, unsere Zahlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen, mit Finanzierungen verbundene Risiken zu begrenzen und unsere Kapitalkosten zu optimieren. Das gesamte Bilanzbild ergibt ein robustes Gerüst für die kommenden gravierenden, einschneidenden Herausforderungen des Marktes und der globalen dramatischen Umfeldsituation in all seinen schon bisher zu erleben Facetten. Die Aussichten für die weltwirtschaftliche Entwicklung bleiben gedämpft vorsichtig.
Die Finanzierungsmaßnahmen orientieren sich an den Planungen für das operative Geschäft sowie der strategischen Ausrichtung des Unternehmens und sollen darüber hinaus die finanzielle Flexibilität zur Nutzung strategischer Optionen gewährleisten. Durch ihre langfristig ausgerichtete konservative Finanzierungspolitik ist die tilo GmbH sehr gut auf Wachstum, erkennbare marktwirtschaftliche Verwerfungen und Investitionsvorhaben vorbereitet.
Kennzahlen gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz (URG)
Ermittlung der Eigenmittelquote gemäß § 23 URG:
| 2024/2025 | 2023/2024 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| Eigenkapital laut Bilanz | 10 159 774,76 | 12 873 000,19 | |
| Gesamntkapital (§224 Abs. 3 UGB) | 28 629 279,42 | 34 481 496,34 | |
| - | von den Vorräten absetzbare Anzahlungen | 0,00 | 0,00 |
| - | Investitionszuschüsse | -136 482,12 | -194 142,15 |
| = | Gesarntkapital | 28.492.797,30 | 34 287 354,19 |
| Eigenmittelquote gemäß § 23 URG: | |||
| Eigenkapital x 100 Gesamtkapital | 35.66% | 37,54 % | |
| SCHRATTENECKER | |||
|---|---|---|---|
| tilo | d macht den Boden. | GRUPPE | |
Vermögenslage
| 31.1.2025 | 6 | 31.1.2024 | 6 | +/- | 6 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| kurzfristiges Umlaufvermögen | ||||||
| Vorräte | 18 109 | 63,3 | 20 265 | 58.8 | -2 156 | -10,6 |
| Lieferforderungen | 2 524 | 8,8 | 2 574 | 7.5 | -50 | -1,9 |
| Forderungen gegenüber verbundenen | ||||||
| Untemehmen | 22 | 0.1 | 85 | 0.3 | -62 | -73.7 |
| sonstige Forderungen | 77 | 0.3 | 580 | 1.7 | -502 | -86.7 |
| flüssige Mittel | 1 294 | 4.5 | 3 241 | 9.4 | -1 947 | -60.1 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 980 | 3.4 | 1 082 | 3.1 | -102 | -9.4 |
| 23 006 | 80,4 | 27 826 | 80,7 | -4 820 | -17,3 | |
| kurzfristiges Fremdkapital | ||||||
| kurzfristige Rückstellungen | 1 482 | 5.2 | 1 609 | 4.7 | -127 | -7.9 |
| Verbindlichkelten gegenüber | ||||||
| Kreditinstituten | 10 692 | 37,4 | 12 904 | 37,4 | -2 212 | -17,1 |
| Lieferverbindlichkeiten | 1 005 | 3.5 | 1 232 | 3.6 | -227 | -18,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||||
| verbundenen Untemehmen | 15 | 0.1 | 655 | 1.9 | -639 | -97.7 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 1 567 | 5.5 | 1 678 | 4.9 | -111 | -6.6 |
| 14 761 | 51,6 | 18 078 | 52,4 | -3 316 | -18,3 | |
| Working Capital | ||||||
| (Netto-Umlaufvermögen) | 8 244 | 28,8 | 9 749 | 28,3 | -1 504 | -15,4 |
| Anlagevermögen | ||||||
| Immaterielles Vermögen | 979 | 3,4 | 1 100 | 3.2 | -122 | -11.0 |
| Sachanlagen | 4 117 | 14,4 | 5 010 | 14.5 | -893 | -17,8 |
| Finanzanlagen | 32 | 0.1 | 32 | 0.1 | 0,0 | |
| 5 128 | 17,9 | 6 142 | 17.8 | -1 015 | -16,5 | |
| langfristiges Umlaufvermögen | ||||||
| Aktive latente Steuern | 496 | 1,7 | 613 | 1,5 | 17 | -3,3 |
| langfristiges Fremdkapital | ||||||
| langfristige Rückstellungen | 2 329 | 8.1 | 2 314 | 6.7 | 16 | 0.7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||||
| Kreditinstitulen | 1 242 | 4.3 | 1 023 | 3.0 | 219 | 21.4 |
| 3 572 | 12,5 | 3 337 | 9,7 | 235 | 7,0 | |
| Reinvermögen (Eigenkapital) | 10 296 | 36,0 | 13 067 | 37,9 | -2 771 | -21,2 |
| Stammkapita! | 1 000 | 3,5 | 1 000 | 2,9 | 0 | 0,0 |
| Kapitalrücklagen | 104 | 0.4 | 104 | 0,3 | 0 | 0,0 |
| Gewinnrücklagen | 423 | 1,5 | 423 | 1,2 | 0 | 0,0 |
| Bilanzgewinn | 8 633 | 30.2 | 11 346 | 32,9 | -2 713 | -23,9 |
| Investitionszuschüsse | 136 | 0,5 | 194 | 0,6 | -58 | -29,7 |
| Summe Eigenkapital | 10 296 | 36.0 | 13 067 | 37,9 | -2 771 | -21,2 |
| Summe Fremdkapital | 18 333 | 64.0 | 21 414 | 62,1 | -3 081 | -14,4 |
| Bilanzsumme | 28 629 | 100,0 | 34 481 | 100,0 | -5 852 | -17,0 |
Finanzlage
Die Netto-Geldfluss Entwicklung ist einerseits durch die negative Ergebnisentwicklung und die Gegensteuerung durch Working Capital Managements bei moderaterem Investment gekennzeichnet. Gleichzeitig wurden Finanzierungsrückführungen vorgenommen.
Finanzlage - Geldflussrechnung nach AFRAC
| 2024/2025 | 2023/2024 | |
|---|---|---|
| 1. Ergebnis vor Steuern | -2 694 | -3 442 |
| 2. Abschreibungen/Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des | ||
| Bereichs Investitionstätigkeit | 1 207 | 1 327 |
| 3. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Vermögensgegenständen | ||
| des Bereichs Investitionstätigkeit | -24 | -20 |
| 4. Beteiligungserträge, Erträge aus anderen Wertpapieren und | ||
| Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie sonstige Zinsen | ||
| und ähnliche Erträge/Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 559 | 613 |
| 5. Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis | -953 | -1 522 |
| 6. Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen | ||
| und Leistungen sowie anderer Aktiva | 2 873 | 6 901 |
| 7. Zunahme/Abnahme von Rückstellungen | -111 | -640 |
| 8. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | ||
| Leistungen sowie anderer Passiva | -338 | -1 994 |
| 9. Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern | 1 471 | 2 746 |
| 10. Zahlungen für Ertragsteuern | -2 | -3 |
| 11. Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | 1 468 | 2 742 |
| 12. Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 33 | 21 |
| 13. Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) | -224 | -727 |
| 14. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | o | 0 |
| 15. Investitionszuschüsse | -33 | 7 |
| 16. Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und Wertpapiererträgen | 5 | 10 |
| 17. Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -220 | -690 |
| 18. Einzahlungen/Auszahlungen für die Aufnahme/Tilgung von | ||
| Finanzkrediten | -2 632 | 1 160 |
| 19. Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -564 | -623 |
| 20. Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -3 196 | 536 |
| 21. zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | -1 947 | 2 589 |
| 22. Zahlungsmittel am Beginn der Periode | 3 241 | 652 |
| 23. Zahlungsmittel am Ende der Periode | 1 294 | 3 241 |
Nicht finanzielle Leistungsindikatoren 2024/25
Umweltbelange- Nachhaltige Unternehmensführung
Gemeinsam mit den Geschäftspartnern arbeitet tilo kontinuierlich an der langfristigen Sicherung des Unternehmenserfolgs. Dies schließt neben der ökonomischen und sozialen auch die ökologische Verantwortung ein. Nachhaltig denken und handeln ist für tilo selbstverständlich. Die Produktion ist auf einen schonenden Umgang mit der Umwelt und auf einen sorgsamen und effizienten Einsatz von Ressourcen ausgerichtet. Grundsätzlich strebt tilo Abfall-Vermeidung im Vorfeld statt Entsorgung im Nachgang an. Gezielte Maßnahmen, die umliegende Okosysteme zu schützen und zu bewahren sind für das Unternehmen Teil seiner aktiv wahrgenommenen Gesamtverantwortung.
Humanbilanz „working @ tilo”
Soziale Verantwortung beginnt im eigenen Haus. Gesunde und motivierte Mitarbeiter sind für den Erfolg von tilo unverzichtbar. Dieser Verantwortung ist sich tilo bewusst und arbeitet kontinuierlich an Maßnahmen, um die Unternehmensidentifikation, Motivation und Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern. Neue Mitarbeiter werden anhand maßgeschneiderter Einführungsprogramme im Headquarter in Lohnsburg in die Philosophie, die Produkte und die Kultur von tilo eingeführt.
Um den Anforderungen des Marktes entsprechen zu können, benötigt die tilo GmbH vor allem das Know-How, Kreativität und Leistungsbereitschaft der Belegschaft. Fachspezifische Schulungen ermöglichen unseren Mitarbeitern ihre fachliche wie auch persönliche Kompetenz zusätzlich auszubauen. Besonderes Augenmerk wird auf die betriebsinterne Lehrlingsausbildung gelegt, welche die Nachwuchsführungskräfte auf die Erfordernisse des Berufsalltags gezielt vorbereitet.
Durch Ausbildungsmaßnahmen, Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, freiwillige Sozialleistungen und Initierung gemeinsamer Aktivitäten ist tilo ständig bemüht, seinen Mitarbeitern ein attraktives und soziales Arbeitsumfeld zur Verfügung zu stellen.
Gleichzeitig sieht die tilo GmbH ihre Arbeitnehmervertreter unternehmensweit als Business Partner. Der Umgang mit ihnen ist stets von Offenheit, Ehrlichkeit und Fairness geprägt.
Die tilo GmbH hat eine ambitionierte Unternehmenskultur. Wer ins Innviertel zu tilo kommt, wird persönlich gefordert und gefördert, kann Freiräume eigenverantwortlich nutzen und so die tilo GmbH mitgestalten und bewegen. tilo verfügt über eine große Anzahl an ausgebildeten Arbeitssicherheitsfachkräften und Ersthelfern. Arbeitsmediziner überwachen alle notwendigen Arbeitsschutzuntersuchungen und Maßnahmen zur Gesundheitsprävention.
Marke - tilo macht den Boden
Die Marke tilo wird von Kunden und Stakeholdern in unseren Absatzmärkten als Premium-Marke angesehen. Der hohe Bekanntheitsgrad konnte durch jahreslanges gezieltes Marketing erworben werden. Mit der neuen Positionierung trägt tilo den Marktgegebenheiten Rechnung und erwartet dadurch weitere positive Entwicklungen.
Corporate Social Responsibility
tilo nimmt seine Rolle als verantwortungsbewusstes Mitglied der Gesellschaft seit seiner Unternehmensgründung vor über siebzig Jahren sehr ernst und orientiert sein Handeln an ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten. Unsere Absicht ist es, mit natürlichen Produkten dauerhafte Werte zu schaffen. Bei all unseren gezeigten Aktivitäten hat tilo immer die Entwicklung der Gegenwart und Zukunft im Focus.
B. Risikobericht
tilo ist Teil einer komplexen, globalen Geschäftswelt und daher einer Vielzahl von externen und internen Einflüssen ausgesetzt. Jede unternehmerische Entscheidung wird daher vor dem Hintergrund der damit verbundenen Risiken und Chancen getroffen. Mit Hilfe der Risikomanagementaktivitäten will tilo Risiken frühzeitig erkennen, sie bewerten, steuern und mit entsprechenden Maßnahmen minimieren.
Ein Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) definiert alle Prozesse zur Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit, Verlässlichkeit und Ordnungsmäßigkeit im Zusammenhang mit der Rechnungslegung bzw. der Finanzberichterstattung und allen anderen betrieblichen Abläufen. Es soll die Fehleranfälligkeit von Transaktionen verringern, das Vermögen vor Verlusten durch Schäden und Betrug schützen, die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung sicherstellen und die Übereinstimmung mit den Konzernrichtlinien und den geltenden Gesetzen gewährleisten.
Die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems liegt beim für den betreffenden Geschäftsprozess verantwortlichen Management. Bereichsübergreifende, konzernweitgültige Rahmenbedingungen und Regelungen werden zentral von der Geschäftsleitung vorgegeben.
Das Management ist für die Umsetzung in den jeweiligen Geschäftsprozessen verantwortlich. Alle rechnungslegungsrelevanten Prozesse unterliegen strengen Regeln und Richtlinien, die jegliches damit im Zusammenhang stehende Risiko vermeiden sollen.
Bei der konzerneinheitlich verwendeten Finanzbuchhaltungssoftware handelt es sich um eine Standardsoftware, die gegen unbefugten Zugriff geschützt ist. Für das interne Management Reporting wird eine gängige Planungs- und Reporting-Software verwendet. Für die Übernahme der Ist-Daten aus dem Primärsystem wurden automatische Schnittstellen geschaffen, die Eingabe der Werte für Forecasts erfolgt in einem standardisierten Prozess. Der Beirat der Unternehmensgruppe wird in regelmäßigen Sitzungen über die wirtschaftliche Entwicklung informiert.
Die regelmäßige Bewertung der Risikosituationen und Information an die Geschäftsleitung ermöglichen ein höchst kontrolliertes Eingehen von Risiken und damit eng verbundene Wahrnehmung von Chancen. Gelebtes Risikomanagement stellt somit einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor dar.
Da es sich bei der tilo GmbH um ein Produktionsunternehmen mit starker Verkaufsorientierung handelt und der Mitbewerb vielzählig ist, ist das Marktrisiko nach wie vor von größter Bedeutung. Dem Substitutionsrisiko wird durch Qualitätsführerschaft begegnet. Politische Risiken wie werden laufend beobachtet.
Zur Kontrolle der Qualitäts- und Versorgungsrisiken in der Beschaffung von Materialien, Halbund Fertigfabrikaten betreibt tilo ein intensives Qualitätsmanagement über die gesamte Supply- Chain und führt auch entsprechende Prüfungen von Ort bei Lieferanten durch. Trotz systematischer und effizienter Ausgestaltung können Haftungsfälle nicht zur Gänze ausgeschlossen werden.
Dem Risiko von etwaigen Versorgungsengpässen oder Preissteigerungen bei Hauptmaterialien begegnet das Unternehmen durch laufende Beobachtung der Situation in den relevanten Märkten und die frühzeitige Fixierung der Bezugspreise sowie längerfristigen Lieferverträgen. Trotz alledem, ist die Aufrechterhaltung der Versorgung gerade während und nach der Pandemiezeit bzw. in Zeiten der Inflation die größte Herausforderung.
Grundsätzlich bleiben die Lieferketten weiterhin ein Risikofaktor, welcher sich im Zuge des Ukrainekonflikts noch einmal verstärkt hat.
Ein Kursrisiko besteht in jenen Bereichen, wo Rohmaterialien auf Basis von Fremdwährungen (insbesondere USD) eingekauft werden. Aufgrund variabel verzinster Bankkredit- und Leasingverträge bestehen Risiken aus der Veränderung des Zinsniveaus.
Durch einen Rahmenvertrag für die gesamte Unternehmensgruppe werden Risiken von Schäden an Vermögenswerten, der Produkthaftung der Betriebsunterbrechung minimiert. Um das Risiko von Produktionsausfällen zu minimieren, wird der Gefahr durch Naturkatastrophen mit umfangreichen technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen begegnet.
Die wesentlichsten finanziellen Risiken sind unzureichende Liquidität und Finanzierung. Das Vorhalten ausreichender Liquidität sowie die Aufrechterhaltung und Absicherung der Kapitalbasis sind daher zentrale Anliegen der tilo GmbH.
Zahlungsausfallsrisiken werden durch die sehr rigide Vergabe von Kreditlimits - verbunden mit entsprechenden Genehmigungsverfahren - strikt begegnet. Darüber hinaus besteht eine Kreditversicherung zur Deckung der Ausfallsrisiken. Für die tilo GmbH besteht allerdings kein außergewöhnliches Ausfallsrisiko hinsichtlich seiner Vertragspartner.
C. Prognosebericht
The European Parquet Industry
Outiook for 2025
The parquet sector is expecting an upturn of the construction activity later in 2025 as well as, at a shorter term. the much-needed reilef coming from the imposition of the provisional Anti-Dumping measures by the European Commission since 16 January 2025 against imports of Multilayer Wood Flooring originating in China as published in the Official Journal of the EU on 15 January 2025. FEP and the EU parquet producers will continue actively cooperating with the Commission's Investgation team on the remaming stages of this Investigation process until its formal completion during the summer 2025.
FEP - 2025 CFEP
OeNB REPORTS
Zaghafter Aufschwung nach ausgedehnter Rezession - Reformdruck steigt
Gesamtwirtschaftliche Prognose für Osterreich 2025 bis 2027 vom Juni 2025 (vgl. Prognosebericht OeNB Juni 25)
Die konjunkturelle Erholung der österreichischen Wirtschaft wird durch schwierige außenwirtschaftliche Rahmenbedingungen und strukturelle inländische Schwächen erheblich gebremst. Der Industriestandort bleibt mit grundlegenden Wettbewerbsproblemen konfrontiert - insbesondere in einem Umfeld zunehmender handelspolitischer Unsicherheiten aufgrund der US-Importzölle.
Für 2025 erwartet die Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) einen leichten Anstieg des realen BIP um 0,2 % - nach zwei Jahren der Rezession (2023: -1,0 %, 2024: -1,1 %). Damit lässt Osterreich die längste Rezession der Zweiten Republik hinter sich. Der erwartete konjunkturelle Aufschwung bleibt im historischen Vergleich jedoch schwach. Für 2026 und 2027 wird nur ein moderates BIP-Wachstum von 0,9 % bzw. 1,1 % prognostiziert. Das Vorkrisenniveau von Mitte 2022 erreicht Österreichs Wirtschaft erst nach 2027.
Gleichzeitig bleibt der private Konsum noch verhalten: Konsumentinnen beurteilen die wirtschaftliche Lage und deren Ausblick in Osterreich weiterhin eher vorsichtig. Die Sparquote liegt bis Ende 2027 deutlich über dem Niveau der Jahre 2012 bis 2019. Entsprechend unterdurchschnittlich ist der Beitrag des privaten Konsums zur gesamtwirtschaftlichen Erholung.
Einen zusätzlichen Dämpfer erhält das Wachstum durch die notwendige fiskalische Konsolidierung der neuen Bundesregierung, die in der kurzen Frist geringfügig dämpfend auf die Konjunktur wirkt. Trotz der anhaltenden Konjunkturschwäche zeigt sich der österreichische Arbeitsmarkt bislang resilient. Viele Unternehmen halten an ihren Beschäftigten fest - eine Reaktion auf die Erfahrungen mit dem Fachkräftemangel der vergangenen Jahre. Gleichzeitig wächst das Arbeitskräfteangebot aufgrund der demografischen Entwicklung nur langsam. Dennoch wird 2025 ein weiterer - jedoch weiterhin moderater - Anstieg der Arbeitslosigkeit erwartet.
Hauptergebnisse der OeNB-Prognose vom Juni 2025
| Revision gegenüber | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| März 2025 | |||||||
| 2024| 2025| 2026| 2027] | 2025] 2026] 2027 | ||||||
| in Prozenounktes | |||||||
| Bruttoinlandsprodukt (Veränderung zum Vorahr in %) | -1.1 | 02 | 0.9 | 1.1 | 03 | -0,3 | -0.1 |
| Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPl) | 2.9 | 3,0 | 1,8 | 2.1 | 0.1 | -0.5 | 0.0 |
| Arbeitslasenquote gemäß AMS (in %) | 7.0 | 7.4. | 7.4 | 7.2 | 0,0 | 0.1 | 0.2 |
| Budgetsaldo (in % des nominellen BIP) | -4.71 | -42 | -3.8 | -40 | -0.4 | -0.5 | -0.9 |
Quele. OenB-Prognosen am Moor: 2025 und Jun 2025.
Die österreichische HVPI-Inflation wird 2025 mit 3,0 % auf dem Niveau des Vorjahres verharren (2,9 %). Haupttreiber bleiben die anhaltend hohe Dienstleistungsinflation sowie deutlich gestiegene Energiepreise zu Jahresbeginn, insbesondere im Bereich der Haushaltsenergie. Die Energiepreise bestimmen auch die Inflationsdynamik im Prognosehorizont. Zwar sind die Energiepreise - Olpreise bzw. Großhandelspreise für Strom und Gas - deutlich gesunken. Doch dieser Effekt wird durch das Auslaufen staatlicher Entlastungsmaßnahmen - wie etwa der Strompreisbremse - weitgehend kompensiert. Zudem wirken sich die gesunkenen Energiepreise im Haushaltsbereich nur verzögert aus und entfalten ihre volle, dämpfende Wirkung erst 2026. In der Folge trägt die Energiepreisinflation 2025 positiv zur Gesamtinflation bei, bevor sie im Jahr darauf inflationsmindernd wirkt. dazu geht die Dienstleistungsinflation im Parallel Prognosezeit1 raum schrittweise zurück. Insgesamt wird für 2026 ein deutlicher Rückgang der HVPI-Inflation auf 1,8 % erwartet. Für 2027 wird ein leichter Anstieg auf 2,1 % prognostiziert. Der Budgetsaldo verbessert sich 2025 um einen halben Prozentpunkt auf -4,2 % des BIP. Et
Außenhandel und Leistungsbilanz
| 2024| 2025| 2026 202/| | ||||
|---|---|---|---|---|
| Veränderung zum "Vogahr in % | ||||
| Exporte insgesamt | -3,6 | -1.2 | 13 | 23 |
| Importe insgesamt | -3.3 - | 0.7 | 1.5 | 2.4 |
| in % des nominellen BIP. | ||||
| Leistungsbilanz | 2.41 | 1.8 | 1,9 | 2,0 |
Das außenwirtschaftliche Umfeld
Osterreichs birgt
am aktuellen Rand besondere
Herausforderungen: Obwohl sich der Welthandel nach der Beinahe-Stagnation 2023 bereits 2024 deutlich erholte, schrumpften die österreichischen Gesamtexporte 2024 um 3,6 %.
Der österreichische Exportsektor leidet unter einer deutlich gesunkenen Wettbewerbsfähigkeit und ist mit einem fortlaufenden Verlust an Weltmarktanteilen konfrontiert. Neben den stark gestiegenen Energie- und Lohnstückkosten im Inland dämpft auch das außenwirtschaftliche Umfeld die Nachfrage - im Speziellen die Rezession in Deutschland. Aber auch in den restlichen EU-Ländern bzw. im Euroraum insgesamt erholt sich das Wachstum nur schrittweise.
Am aktuellen Rand führt die erratische Handelspolitik der US-Regierung und die damit einhergehende handelspolitische und Finanzmarkt-Unsicherheit zu deutlich schlechteren Wachstumsaussichten für die US-Wirtschaft, die im ersten Quartal 2025 schrumpfte. Insgesamt führen diese Faktoren zu einem weiteren Rückgang der Exportleistung der österreichischen Wirtschaft um 1,2 % im Jahr 2025. Erst 2026 und 2027 wächst das Exportvolumen wieder - um 1,3 % bzw. 2,3 %. Die Lohnstückkosten Osterreichs sind während der Pandemie- und in den Folgejahren (2020-2024) jährlich im Durchschnitt um 1,2 Prozentpunkte stärker angestiegen als bei unserem wichtigsten Handelspartner Deutschland (+1,7 Prozentpunkte gegenüber dem Euroraum). Im Prognosezeitraum (2025-2027) verbessert sich die Situation zwar deutlich, Osterreich kann die Verluste an Wettbewerbsfähigkeit aber nicht rückgängig machen
Die österreichischen Haushalte haben 2024 einen starken Anstieg ihrer real verfügbaren Haushaltseinkommen erlebt. Dies ist in erster Linie auf die verzögerte Anpassung von Löhnen und Pensionen infolge des Inflationsschocks zurückzuführen. In Summe betrug der Zuwachs 3,4 %. Gleichzeitig entwickelte sich der private Konsum nur schwach (+0,3 %). Die gegenläufige Entwicklung von Einkommen und Konsum führte zu einem starken Anstieg der Sparquote. Die Vertrauensindikatoren der privaten Haushalteó deuten weiterhin auf eine Zurückhaltung im Konsum hin. Es scheint, dass die privaten Haushalte den vergangenen deutlichen Anstieg der HVPIInflation im Vergleich zu den Steigerungen der realen verfügbaren Einkommen als stärker wahrgenommen habe
Reale Haushaltseinkommen und privater Konsum
| 2024 | 2025| | 2026 | 2027 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Veränderung zurn Vorjahe in % | |||||
| Verfügbares Haushaltseinkommen, real | 3,4 | -0,9 | 1,2 | 0.9 | |
| Privater Konsum, real | 0,3 | 1.0 | 1.1. | 1,2 | |
| in % des verfügbaren | |||||
| Haushaftseinkommens. | |||||
| Sparquote | 11,8| | 10.1 | 99 | 9.6 | |
Queile: OeNB-Prognuse vorm jun: 2025.
Für das Jahr 2025 wird mit einem Rück1gang der real verfüg1 baren Haushaltseinkommen in Höhe von 0,9 % gerechnet, was sich- der leichten Erholung des privaten Konsums entsprechend - auf die Sparquote senkend auswirkt. Für das Jahr 2027 wird mit einem stärkeren Wachstum des privaten Konsums gegenüber der real verfügbaren Haushaltseinkommen gerechnet.
Hauptergebnisse der Prognose
| Juni 2025 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2025 2024 | |2026 | 2027 | ||||
| Veränderung zum Vogahr in % | ||||||
| Wirtschaftliche Aktivitiit | ||||||
| (real) | ||||||
| Bruttoinlandsprodukt | -1.1 | 0.2 | 0.9 | 1.1 | ||
| Privater Konsum | 0.3 | 1,0 | 1.1 | 1.2 | ||
| Offentlicher Konsum | 1.5 | 1.6 | 0.3 | 0.7 | ||
| Bruttoanlageinvestitionen | -2.3 | -0.5 | 0.9 | 1.3 | ||
| Exporte gesamt | -3,6 | -1.2 | 1,3 | 2.3 | ||
| importe insgesamt | -3,3 | -0.7 | 1.5 | 2.4 | ||
| in % des norminellen BIP | ||||||
| Leistungsbilanzsaido | 2.4 | 1,8 | 1,9 | 2.0 | ||
| Wachstumsbeitriäge (importbereinigt) | in Prozentpunkten | |||||
| Privater Konsum | 0,3 | 0.4 | 0,3 | 0.3 | ||
| Offentlicher Konsum | 0.3 | 0.3 | 0,0 | 0.1 | ||
| Bruttoanlageinvestitionen | -0.3 | -0,1 | 0.1 | 0.1 | ||
| Inlandsnachfrage (exkl. Lagerveränderung) | 0,2 | 0.7 | 0.5 | 0.6 | ||
| Exporte | -0.9 | -0.3 | 0.3 | 0.5 | ||
| Lagerveränderungen (inkl. statistischer | ||||||
| Diskrepanz) | -0,2 | -0.4 | 0,1 | 0,0 | ||
| Preise | Veränderung zum Vorjohr in % | |||||
| Harmonisierter Verbraucherpreisindex | 2.9 | 3.0 | 1,8 | 2.1 | ||
| Deflator des privaten Konsums | 3,2 | 3.0 | 1,8 | 2.0 | ||
| Deflator des Bruttoinlandsprodukts | 3,3 | 2.6 | 2.4 | 2.3 | ||
| Lohnstückkosten in der Gesantwirtschaft | 9.6 | 3.5 | 2.4 | 1.9 | ||
| Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmenin | 8.3 | 3.6 | 2,8 | 22 | ||
| Arbeitnehmerentgelt je Arbeitsstunde | 10,1 | 3.9 | 3,0 | 24 | ||
| Importpreise | 0.2 | 1.7 | 1.4 | 17 | ||
| Exportpreise | 1.8 | 1.9 | 1,9 | 2.2 | ||
| Terms-of-Trade | 1.6 | 0.2 | 0,5 | 0.5 | ||
| Einkommen und Sparen | Veränderung zum Vorjahr in % | |||||
| Reai verfügbares Haushaltseinkommen | 3.4 | -09 | 1.2 | 09 | ||
| in % des nomineilen verfügbaren | ||||||
| Haushuitseinkommens | ||||||
| Sparquote | 11.8 | 10.1 | 9.9 | 96 | ||
| Arbeitsmarkt | Veränderung zum Vogahr in % | |||||
| Unselbstständig Beschäftigte | 0.1 | 0.1 | 0.6 | 0.8 | ||
| Arbeitsstunden (Arbeitnehmerinnen) | -1.6 | -0.1 | 0.4 | 0,6 | ||
| in % des Arbeitskräfteangebats | ||||||
| Arbeitslosenquote gemäß Eurostat Arbeitslosenquote gemäß AMS | 5.2 7.0 | 5,5 74 | 5.4 7.4 | 5,3 72 | ||
| Budget | in % des nominellen BIP | |||||
| Budgetsaldo (Maastricht) | 4.7 | -42 | -3.8 | -40 | ||
| Staatsverschuldung | 81,8 | 84,2 | 85,8 | 86,6 | ||
Quelle: OeNB-Proanose vom lunı 2025.
to
D. sonstige Angaben
Vorgänge besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht):
Die Aussichten für die weltwirtschaftliche Entwicklung bleiben gedämpft. Nach wie vor prägen die bereits beschriebenen weltwirtschaftlichen Auswirkungen des Nachfrageverhalten in der Branche.
Die weitere Entwicklung der weitweiten Situation und deren Auswirkungen auf tilo bleiben nach wie vor schwierig zu beurteilen und unsicher. Für 2025/26 ist daher weiterhin ein reduziertes Produktions- wie auch Absatzniveau zu erwarten, welchen wir mit Kapazitätsanpassungen und strukturellen Anpassungen begegnen werden. Auch werden wir weiterhin die Covid 19 Situation mit ihren jeweiligen Mutationen streng im Auge behalten.
Forschung und Entwicklung:
Forschung und Entwicklung (F&E) zählt zu den Schwerpunkten der strategischen Planung von tilo und hat einen zentralen Stellenwert im Unternehmen.
Aufgabenschwerpunkte für F&E sind die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung von Produkten sowie die Optimierung von Produktionsprozessen. Ziel von tilo ist es, durch Produktinnovationen sowie Kosten- und Technologieführerschaft Marktpositionen zu sichern und weiter auszubauen.
Zweigniederlassungen:
tilo Simbach
tio GmbH, Magerston 19, A.4973 Telefon 077541409, Fax 07754 480 149 office etilor n 116.0 of - - Lohnsburg, 03. Oktober 2025