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Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
| Allgemein | Während die Weltwirtschaft moderate Zuwächse verzeichnet, ist die |
|---|---|
| wirtschaftspolitische Unsicherheit in Europa, und hier vor allem in den | |
| Ländern Westeuropas, unverändert hoch. Daran konnten auch die wie- | |
| derholten Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank nichts ändern, | |
| da sehr viele Probleme nicht nur konjunkturbedingt sind, sondern auch | |
| strukturelle Schwächen zu Tage treten. Die Produktivitätsentwicklung | |
| konnte mit den hohen Lohnabschlüssen der vergangenen Jahre nicht | |
| Schritt halten, Exporte in den asiatischen Raum werden verstärkt durch | |
| lokale Produktionen substituiert. Fiskalpolitische Unterstützung ist in | |
| dieser Phase aufgrund der vielfach sehr hohen Staatsverschuldungen | |
| aber kaum zu erwarten. Erschwerend wirken auch noch die angekün- | |
| digten möglichen Zölle auf Importe in die USA. |
Österreichs Wirtschaftsleistung ist im Jahr 2024 – wie bereits im Vorjahr - erneut geschrumpft, um -1% gegenüber dem Vorjahr. Auch für die Folgejahre wird nur mit einem zaghaften Wachstum gerechnet. Die Arbeitslosenquote ist im Jahr 2024 auf 7,0% gestiegen (Vorjahr 6,4%), lediglich der Anstieg der Inflation konnte auf rund 3% begrenzt werden (im Jahr 2023 waren es noch 7,8%). Eine ähnliche Entwicklung war auch im benachbarten Deutschland zu verzeichnen (ebenfalls leichtes Schrumpfen der Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr). Dynamischer waren die Volkswirtschaften in Osteuropa, aber auch in Frankreich (Olympische Spiele) und in Spanien.
Für das Jahr 2025 wird mit einer leichten Erholung gerechnet (leichtes Wachstum des BIP im Vergleich zum Jahr 2024). Als Treiber dieser Entwicklung wird aufgrund der Reallohnzuwächse der private Konsum erwartet, die Investitionstätigkeit hingegen wird auch 2025 schwach bleiben. Zusätzliche Risiken bestehen nach wie vor aufgrund geopolitischer Konflikte.
In der Logistikbranche hat die schwache wirtschaftliche Entwicklung zu einer rückläufigen Transportnachfrage geführt, der Margendruck nimmt auch durch steigende Durchführungskosten und aggressives Marktverhalten einiger Teilnehmer weiter zu. Problematisch wirkt sich in der Branche auch der zunehmende Personalmangel aus.
DSV Road Die Firma DSV Road GmbH ist als Speditionsunternehmen in den Bereichen Logistik, Transport und Lagerung tätig. Die Transporte werden seit Mitte 2020 nur noch auf der Straße („Road") durchgeführt, die Luftund Seefrachtaktivitäten („Air & Sea“) wurden zum damaligen Zeitpunkt abgestoßen.
Die Entwicklung im Straßenfrachtbereich hat sich im Jahr 2024 weiter verschlechtert. Gestiegenen Kosten der Frachtführer stand eine gesunkene Nachfrage seitens der Wirtschaft gegenüber.
Dadurch ist ein Preiskampf um die geringeren Aufträge entstanden. Erst Ende 2024 hat sich diese Entwicklung etwas verbessert. Auch die DSV Road GmbH konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen. Vor allem fehlende Auslastung im Lager- und Umschlagsbereich haben zum relativ schwachen Ergebnis beigetragen.
Die DSV Road GmbH ist Mitglied des dänischen Logistikkonzerns DSV A/S.
Die DSV-Gruppe zählt mittlerweile zu den größten Speditionsunternehmen der Welt. Im Jahr 2024 hat die DSV mit rund 73.000 Mitarbeitern (VZE) einen konsolidierten Jahresumsatz von etwas mehr als EUR 22 Mrd. erwirtschaftet.
Zweigniederlassungen
Die österreichische Gesellschaft hat Standorte in Hörsching, Wien und Suben.
Umsätze
Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz um rund 1,4 % gesunken.
| 2024 | Veränderung | 2023 | 2022 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | in % | EUR | EUR | ||
| Umsatzerlöse | |||||
| Zollabfertigungen | 455.200 | 23,1 | 369.700 | 508.800 | |
| Frachten (Straßenfrachten) | 82.853.100 | - | 1.5 | 84.097.500 | 90.393.100 |
| Umschlags- und | |||||
| Logistikleistungen | 5.635.500 | 2.0 | 5.525.100 | 4.642.500 | |
| Sonstige | 1.278.600 | - 16,3 | 1.528.500 | 1.122.600 | |
| 90.220.400 | - | 1,4 | 91.520.800 | 96.667.000 | |
Erträge
Aufgrund der bereits erwähnten Entwicklung ist auch der Rohertrag in Vergleich zum Vorjahr gesunken. Negativ haben sich auch die hohen Lohnabschlüsse ausgewirkt.
Im Überblick haben sich die Ertragskennzahlen des Unternehmens wie folgt entwickelt:
| 2024 | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|
| Rohertrag (in EUR) | 18.158.400 | 19.637.300 | 18.651.200 |
| EBIT (in EUR) | - 1.118.556 | 1.807.900 | 3.259.300 |
| EBT (in EUR) | - 1.359.300 | 1.729.900 | 3.204.600 |
| Umsatzrentabilität | 1.2 % | 2.0 % | 3.4 % |
| Gesamtkapitalrentabilität | 4,3 % | 6,6 % | 11,5 % |
| Verhältnis Roh- | |||
| ertrag/Personalaufwand | 1,67 | 1,98 | 2,15 |
Investitionen,
Cash-Flow
Die Investitionen und der Cash-Flow (aus dem Betriebsergebnis) haben sich wie folgt entwickelt:
| in EUR | 2024 | 2023 | 2022 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Investitionen | 2.841.436 | - 1.294.100 | 174.700 | ||
| Cash-Flow | + | 524.000 | + 2.983.200 | + | 3.980.400 |
| Über-/Unterdeckung | - 2.167.400 | + 1.689.100 | + 3.805.700 | ||
Finanzierung
Die Eigenkapitalquote verminderte sich – bedingt durch den Jahresfehlbetrag – auf 14,7 % (Vorjahr 20,2 %). Insgesamt lagen zum 31.12.2024 Eigenmittel in Höhe von EUR 3.793.700 (Vorjahr TEUR 5.520) vor.
Die Nettoverschuldung (verzinsliches Fremdkapital abzüglich flüssiger Mittel) zum 31.12.2024 betrug EUR 7.671.400 (Vorjahr TEUR 1.620).
Risikomanagement
| Allgemeines Risiko | Das Unternehmen ist als aktiver Marktteilnehmer den allgemeinen wirt- |
|---|---|
| schaftlichen Entwicklungen ausgesetzt. Durch die Einbindung in den | |
| international tätigen DSV-Konzern profitiert man allerdings vom globa- | |
| len Netzwerk und dem Know-how der Unternehmensgruppe, wodurch | |
| allfällige Krisen wohl besser bewältigt werden können, als dies bei vie- | |
| len Mitbewerbern der Fall wäre. Das Unternehmen verwendet zudem | |
| angemessene Controlling-Instrumente, um auf Fehlentwicklungen zeit- | |
| nahe reagieren zu können. | |
| Absatzrisiko | Durch eine breite Fächerung im Kundenportfolio wird das Risiko der |
| Abhängigkeit von Entwicklungen in einzelnen Branchen minimiert. | |
| Preisänderungen | Bestehende Preisänderungen bei Energie- und Treibstoffkosten kön- |
| nen in den meisten Fällen kurzfristig auf die Verkaufspreise (Frachtra- | |
| ten) umgelegt werden. | |
| Ausfallsrisiken | Ausfallsrisiken von offenen Forderungen wird durch Vorkehrungen wie |
| Neukundenbewertung, KSV-Anfragen, Forderungslimits pro Kunde, ei- | |
| nem effizienten Mahnwesen, einer umfassenden Kreditversicherung | |
| sowie durch Vorsorgen für Wertberichtigungen entgegengetreten. | |
| Liquiditätsrisiko | Das Unternehmen kann seinen Finanzbedarf durch konzerninterne Mit- |
| telausnutzung abdecken. | |
| Finanzinstrumente | Die Gesellschaft verwendet keine derivativen Finanzinstrumente. |
| Konflikt Russland – | |
|---|---|
| Ukraine | Das Unternehmen ist nicht unmittelbar vom kriegerischen Ausbruch |
| des Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine im Februar 2022 | |
| betroffen. Allerdings wirken sich die allgemeinen wirtschaftlichen Kon- | |
| sequenzen wie die Verknappung von Rohstoffen und Energieträgern | |
| auf die Kunden und somit auch mittelbar auf die Geschäftstätigkeit der | |
| DSV Road GmbH aus. |
Umwelt- und Arbeitnehmerbelange
| Umweltbelange | Die Logistikbranche ist als wesentlicher Akteur gleichsam mit steigen- |
|---|---|
| den Nachhaltigkeits- und Klimaschutzanforderungen konfrontiert. | |
| Die DSV-Gruppe nimmt diese Herausforderung mit Konzepten und Lö- | |
| sungen hinsichtlich Effizienzsteigerungen bei vorhandenen Kapazitä- | |
| ten, gemeinsamer Nutzung von Transportmitteln, Einsatz künstlicher | |
| Intelligenz und der Förderung neuer Antriebstechnologien bzw. alterna- | |
| tiver Kraftstoffe unter dem Projektnamen „DSV Green Logistics" auf. | |
| Zielsetzung dieses Projektes ist es, die Nettoemissionen aus den | |
| durchgeführten Transporten auf O zu reduzieren. Als Erfolg dieser Be- | |
| mühungen konnten die Co2-Emissionen in der Gruppe – trotz des zwi- | |
| schenzeitlich enormen Unternehmenswachstums - bereits von rund | |
| 20,1 Mio. Tonnen im Jahr 2019 auf rund 13,0 Mio. Tonnen im Jahr 2024 | |
| reduziert werden (- 35,5 %). | |
| Bei jedem Transport werden mittlerweile standardmäßig Umweltgebüh- | |
| ren zur Verrechnung gebracht. Ab 2025 kommt es zusätzlich zur Ein- | |
| führung einer CO2-Bepreisung. | |
| Die Fahrzeugflotte (Firmenfahrzeuge) wurde zwischenzeitlich zur | |
| Gänze auf Hybrid- oder Elektrofahrzeuge umgestellt. | |
| Arbeitnehmerbelange | Zufriedene, motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter stellen einen |
| wesentlichen Erfolgsfaktor der betrieblichen Tätigkeit dar, entspre- | |
| chend wird dieser Bereich gefördert. | |
| Bereits vor der Corona-Pandemie wurden vielfältige Maßnahmen ge- | |
| troffen, um die Gesundheit der Belegschaft zu fördern. | |
| Inklusion und Diversität werden genauso gefördert wie Ausbildungs- | |
| und Fortbildungsmöglichkeiten von Mitarbeitern. | |
| Der Respekt und die Einhaltung der Arbeitnehmerechte, aber auch der | |
| Menschenrechte allgemein steht im Fokus der Unternehmensrichtli- | |
| nien. Die Einhaltung sollte unter anderem durch jährliche Umfragen un- | |
| ter allen Mitarbeitern gewährleistet werden. | |
| Leitende Mitarbeiter nehmen als besondere Motivation am „Stock-Op- | |
| tions-Programm" des Konzerns teil. |
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2025
In Hinblick auf ein weiterhin instabiles und angespanntes wirtschaftliches Umfeld wurden die Erwartungen für das Jahr 2025 deutlich reduziert. Die Entwicklung in den ersten beiden Monaten lag aber deutlich über dem Budget. Durch die – derzeit von den Behörden noch zu prüfende – Übernahme der DB Schenker durch die DSV-Gruppe erwartet man sich eine deutlich verbesserte Auslastung und eine entsprechend positive Ergebnisentwicklung.
Wien, den 28. April 2025
Martin Krukenfellner Geschäftsführer en Ge eschäftsführer