Inhaltsverzeichnis
L a g e b e r i c h t für das Geschäftsjahr 2025
1. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
1.1 Geschäftsverlauf und wichtige Ereignisse während des Geschäftsjahres
Die Fresenius Medical Care Austria GmbH beschäftigt sich mit dem Handel von Pharmazeutika und Medizinprodukten für die Blutreinigung sowie der Instandhaltung der gehandelten Geräte. Die Geschäftsfelder des Unternehmens gliedern sich in die Hämodialyse, die Peritonealdialyse, die therapeutische Apherese und Leberunterstützungsverfahren, die Akutdialyse, Therapiebereich Lunge und Herz, die Pharmazeutika und den Technischen Service für die gehandelten Geräte. Der Kundenstamm besteht aus öffentlichen und privaten Kliniken im gesamten österreichischen Bundesgebiet.
Im Geschäftsjahr 2025 gab es einen Umsatzrückgang, der aus Critical Care resultiert. Ausschlaggebend waren geringere Verkäufe im Bereich der Investitionsgüter, die unregelmäßig über die Jahre eintreten. Weiters wurde von ärztlicher Seite das Behandlungsregime adaptiert was zu geringeren Umsätzen bei den Verbrauchsgütern führte.
1.2 Lage des Unternehmens und finanzielle Leistungsindikatoren
Ertragslage und Rentabilität
Der Umsatz ist um rd -0,9% (TEUR 381) gesunken. Das Ergebnis vor Steuern liegt um rd -74,2% (TEUR 2.343) unter dem Vorjahr.
Die Marge ist gegenüber dem Vorjahr leicht gefallen (Rückgang von 41,5% auf 37,2%). Zudem sind die Personalkosten sowohl mit einer absoluten Abnahme um rd TEUR 123 als auch im Verhältnis zum Umsatz gesunken (von rd 17,7% auf rd 17,5%). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist vor allem auf höhere Kosten für Mieten, Fahrzeuge, Reisen,Werbung und Global Hub zurückzuführen.
Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen) ist von rd TEUR 4.133 um rd 50,6% auf rd TEUR 2.041 gesunken. Da das Ergebnis im Verhältnis zum Umsatz gesunken ist, fiel die Umsatzrentabilität von 7,70% auf 2,01%.
Vermögens und Finanzlage
Die Eigenkapitalquote (Eigenmittel *100/Gesamtkapital) ist im Vergleich zum Vorjahr von 35,8 % auf rd 32,3% gesunken. Dies ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass im Geschäftsjahr 2025 Ausschüttungen in Höhe von EUR 1,5 Mio getätigt wurden.
Der Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit lag mit rd TEUR -919 unter dem Vorjahreswert (TEUR 6.729). Grund ist vor allem der Rückgang des Ergebnisses sowie die Veränderung des Produktmixes und eine Erhöhung der Bezugspreise aufgrund der steigenden Energiekosten.
Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit hat sich von rd. TEUR -1.038 im Vorjahr auf rd. TEUR 2.419 verändert und betrifft im Wesentlichen die Investitionen in Maschinen bei Kunden .
Wien, FN 112860x
31.12.2025
Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Dividende von EUR 1,5 Mio ausgeschüttet und den verbleibenden Cash Flow im Konzern-Cash Pool veranlagt. Unter Berücksichtigung der Veränderung der Cash-Pool Forderung ergibt sich ein Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit von rd TEUR -1.500 (Vorjahr: TEUR-5.898).
2. Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung werden von der Gesellschaft als reine Vertriebsgesellschaft nicht betrieben, sondern im Konzernverbund verfolgt.
3. Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft verfügt über keine eingetragene Zweigniederlassung.
4. Risiken des Unternehmens
Da die Fresenius Medical Care Austria GmbH als Vertriebsgesellschaft die konzerneigenen Produkte verkauft, werden viele Risiken an den Konzern verlagert. Die größten Risiken, die in dem Unternehmen verbleiben, sind das Gewährleistungsrisiko, das Kreditausfallsrisiko und das Personalrisiko.
Bei der Gesellschaft sind auf der Aktivseite die Wertpapiere des Anlagevermögens, die Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Forderungen als Finanzinstrumente anzusehen. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten als Finanzinstrumente anzusehen. Die Risken im Zusammenhang mit den Finanzinstrumenten, insbesondere den Forderungen, sind nachfolgend beschrieben.
Die Gesellschaft setzt keine derivativen Finanzinstrumente ein.
Gewährleistungsrisiko: Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Verkaufstätigkeit nach den gesetzlichen Bestimmungen zur Gewährleistung verpflichtet. Für Gewährleistungsfälle wurde eine Rückstellung in ausreichendem Maße gebildet.
Kreditrisiko/Ausfallrisiken: Da unser Kundenstamm hauptsächlich aus öffentlichen Kliniken besteht, wird dieses Risiko als gering eingestuft.
Personalrisiko: Die Fluktuation ist in unserer Gesellschaft gering, dies wird mit attraktiven und wechselnden Aufgaben sowie einer kontinuierlichen fachlichen Förderung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter erreicht.
Lieferantenrisiko: Es werden ca. 95,9 % der gehandelten Waren von Fresenius Konzerngesellschaften eingekauft, dies birgt ein hohes Maß an Sicherheit.
Lagerrisiko: Das Lagerrisiko ist niedrig, da für gehandelte Waren in Hagenbrunn nur zwei Therapiebereiche, ein Lager mit kurzer Reichweite und für alle anderen Therapiebereiche ein Notfalllager mit geringem Wert existiert. Der Großteil der Lieferungen wird aus einem ausländischen Zentrallager nach Österreich eingeführt.
Wien, FN 112860x
31.12.2025
Fremdwährungsrisiken: Da fast ausschließlich nur in EUR bei Fresenius Konzerngesellschaften eingekauft wird, wird dieses Risiko als gering eingestuft.
Versicherungsrisikø: Die Gesellschaft besitzt in Österreich ausreichende Versicherungen für Gebäude, Lagerbestände, Transporte sowie Betriebshaftpflicht. Falls ein darüberhinausgehendes Risiko existiert, wird dieses noch von einer Mastercover des Konzerns abgedeckt.
Liquiditätsrisiko: Die Gesellschaft ist an den konzerneigenen Cash-Pool angeschlossen, hier wird der tägliche positive oder negative Saldo abgeschöpft und auf Verrechnungskonten gebucht. Die Gesellschaft kann sich bei Bedarf der flüssigen Mittel aus dem Bestand bedienen.
EDV-Risiken: Das zentrale IT-System wird von der Konzerntochter Fresenius Digital Technology GmbH in Bad Homburg aus gepflegt und gesichert, darin enthalten sind Buchhaltungs-, Internet/Mailund andere Informationssysteme. In Wien verbleibt die Sicherung der Clientsysteme und des lokalen Netzwerkes, dieses Risiko wird als gering eingestuft.
5. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Unser Gesamtbusiness ist in drei Geschäftsbereiche unterteilt.
Im InCenter Business, welches die chronische Dialyse im Spitalsbereich umfasst, konnten wir im ersten Halbjahr Marktanteile gewinnen, was zu einer Steigerung gegenüber Vorjahr führt.
Im Home Bereich, welcher die Dialysen zuhause umfasst, sehen wir ebenfalls im ersten Halbjahr eine leichte Steigerung, die sich primär aus Preissteigerungen ergibt und sich weiter fortsetzen wird.
Im dritten Bereich Critical Care liegen wir im ersten Halbjahr knapp unter dem Vorjahr, was auf ein verkürztes Behandlungsschema zurückzuführen ist.
In Summe, über alle Bereiche, werden wir eine rund 2 bis 3% Steigerung mit guten Margen erzielen.
Wir sehen der Unternehmensentwicklung für 2026 somit mit Zuversicht entgegen.
Wien, am 27. Juli 2026
Fresenius Medical Care Austria GmbH, Wien Geschäftsführung
Dr. Dietmar Legenstein Detmar Legenstein Dietmar Legenstein • Signed 1 2707.2026, 14.12 UTC-02
Dkfm. Alexander Witte Mag. Michael Zinnagl, LL.M.
Alexander Witte
Michael Zinnagl
Alexander Witte () Signed qua 1 27.07.2 (8) s Michael Zinn