Inhaltsverzeichnis
AOS GmbH für das Geschäftsjahr 2024
1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
Die AOS GmbH erbringt als zentrale Servicegesellschaft diverse Dienstleistungen für den Betrieb der Pflegeheime und Seniorenresidenzen innerhalb der Mavida Gruppe.
Ertragslage: Im Jahr 2024 waren die Umsatzerlöse um 8,2% rückläufig und gingen auf 8.309 TEUR zurück (2023: 9.047 TEUR). Bereinigt um die Ausgliederung der zentralen Heimküche zur Mavida Gourmet GmbH und dem damit verbunden Wegfall der Essenserlöse mit Pflegeheimen stiegen die Erlöse jedoch um 29,6%. Der Personalaufwand ging entsprechend um 21,4% auf 2.795 TEUR (2023: 3.559 TEUR) zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt 200 TEUR (2023: 226 TEUR). Die Umsatzrentabilität (EBIT / Umsatz) lag mit 2,4% (2023: 2,5%) in etwa auf Vorjahresniveau, ebenso die Gesamtkapitalrentabilität (EBIT / Bilanzsumme) mit 2,3% (2023: 2,4%).
Vermögenslage: Das Anlagevermögen reduzierte sich durch die Ausgliederung der Heimküche um 211 TEUR auf 4.393 TEUR (2023: 4.604 TEUR). Mit 50,5% ist der Anteil am Gesamtvermögen im Vergleich zum Vorjahr (2023: 49,5%) jedoch nahezu unverändert. Neben den Sachanlagen sind Finanzanlagen (vorwiegend Anteile an verbundenen Unternehmen) in selber Höher wie 2023 von 1.715 TEUR darin enthalten. Das Umlaufvermögen reduzierte sich ebenfalls um 361 TEUR auf 4.261 TEUR (2023: 4.623 TEUR). Durch eine Ausschüttung von 500 TEUR sank die Eigenkapitalquote gemäß § 23 URG zum Bilanzstichtag auf 34,6% (2023: 36,6%).
Finanzlage: Die Nettobankverbindlichkeiten reduzierten sich auf 931 TEUR (2023: 1.046 TEUR), woraus sich ein positiver Free Cash Flow von 115 TEUR für das Jahr 2024 ergibt. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über eine frei verfügbare Kreditlinie in Höhe von EUR 0,75 Mio., wodurch die fortwährende Liquidität zusätzlich abgesichert ist.
2. Risikobericht
Der folgende Risikobericht enthält eine Zusammenfassung der wichtigsten Risiken, denen das Unternehmen gegenübersteht, deren potenzielle Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und finanzielle Lage sowie Maßnahmen des Unternehmens zur Risikominimierung.
Markt- und Wettbewerbsrisiken
Markt- und Wettbewerbsrisiken beziehen sich auf die potenziellen Gefahren und Unsicherheiten, die aus der Dynamik des Marktes und dem Wettbewerb zwischen Unternehmen resultieren. Diese Risiken können eine Vielzahl von Faktoren umfassen, wie z.B. Änderungen in der Marktnachfrage, Zinsänderungen, Preisschwankungen, regulatorische Veränderungen oder gesellschaftliche Trends, die die Marktlandschaft beeinflussen. Durch eine Diversifizierung der Geschäftsbereiche, der regelmäßiger Anpassung der Geschäftsstrategie sowie langfristigen Partnerschaften und Verträgen begegnen wir diesem Risiko.
Liquiditätsrisiken
Die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hat für die Gesellschaft oberste Priorität. Liquiditätsrisiken können insbesondere aus verspäteten Zahlungseingängen oder unerwarteten Mittelabflüssen entstehen. Zur Steuerung dieser Risiken werden regelmäßige Liquiditätsplanungen durchgeführt sowie ausreichende Liquiditätsreserven und langfristig verfügbare Kreditlinien vorgehalten. Durch ein effektives Forderungsmanagement wird dem Risiko von Liquiditätsengpässen entgegengewirkt.
Zinsänderungsrisiken
Die Gruppe ist Marktpreisrisiken in Form von Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Zinsänderungsrisiken bestehen insbesondere im Hinblick auf variable Finanzierungen. Diese Risiken werden durch den Abschluss von Finanzierungen mit Fixzinsvereinbarung sowie derivativen Zinssicherungsgeschäften (z.B. Interest Rate Swaps) begrenzt.
Personalrisiko
Die Personalrisiken des Unternehmens ergeben sich im Wesentlichen aus dem zunehmenden Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte sowie aus den Herausforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt. Ein anhaltender Fachkräftemangel kann zu Verzögerungen bei der Umsetzung strategischer Projekte und zu Produktivitätseinbußen führen. Darüber hinaus besteht das Risiko einer erhöhten Mitarbeiterfluktuation, insbesondere bei Schlüsselpositionen, was den Verlust von Know-how und zusätzliche Kosten für Rekrutierung und Einarbeitung nach sich ziehen kann. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, setzt das Unternehmen auf gezielte Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung, attraktive Arbeitsplätze, ein gutes Betriebsklima und eine systematische Nachfolgeplanung.
Forderungsausfallrisiko
Das Forderungsausfallrisiko besteht in der Gefahr, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen ganz oder teilweise nicht nachkommen. Ein Anstieg der Zahlungsausfälle kann zu Liquiditätsengpässen und direkten finanziellen Verlusten führen. Dieses Risiko kann sich insbesondere bei einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage oder bei einzelnen Großkunden mit schwacher Bonität erhöhen. Zur Begrenzung des Forderungsausfallrisikos setzt das Unternehmen auf ein systematisches Kreditund Forderungsmanagement. Hierzu zählen Bonitätsprüfungen bei Neukunden, laufendes Monitoring bestehender Kundenbeziehungen sowie die Festlegung von Kreditlimiten. Darüber hinaus werden bei Bedarf Forderungsausfallversicherungen abgeschlossen und Forderungen konsequent überwacht und zeitnah angemahnt, um das Ausfallrisiko so gering wie möglich zu halten.
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Risiken nicht abschließend sind und dass weitere Risiken existieren könnten, die derzeit nicht bekannt sind oder hier nicht aufgeführt werden. Das Unternehmen ergreift angemessene Maßnahmen, um diese Risiken zu identifizieren, zu bewerten und zu überwachen, und passt seine Geschäftsstrategie entsprechend an, um die Auswirkungen zu minimieren. Dennoch besteht die Möglichkeit, dass sich die tatsächlichen Auswirkungen der Risiken von den erwarteten unterscheiden könnten.
3. Forschung und Entwicklung
Es wird keine Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Unternehmen unterhalten und wurden auch keine derartigen Aufwendungen im Geschäftsjahr getätigt.
4. Entwicklung des Unternehmens
Die Ergebnisentwicklung im Konzern gestaltet sich weiter sehr positiv und das Geschäft ist durch kontinuierliches Wachstum geprägt. Mit weiteren geplanten Akquisitionen im Pflegebereich ergeben sich Synergien und Ergebnispotential insbesondere durch die konzerneigene Bewirtschaftung (Zentralküche, Wäscherei, Einkauf & Logistik, Bildungsakademie, Verwaltung, etc.). Mit der in 2025 begonnenen Implementierung des Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001 wird ein weiterer Schritt gesetzt, um die Qualität der angebotenen Dienstleistungen und damit einhergehend das Wachstum des Konzerns langfristig sicherzustellen. Größere geplante Investitionen im Dienstleistungsbereich, wie z.B. die Kapazitätserweiterung der Wäscherei in Fürnitz, verringern das Ausfall- und Versorgungsrisiko und stellen die Weichen für weiteres internes als auch externes Wachstum sowie zur Optimierung der konzerneigenen Wertschöpfungskette.
Für 2025 wird durch Zuwächse im Pflegebereich, der Realisierung und der Verwertung von im Bestand befindiichen Immobilienprojekten und weiteren Optimierungsmaßnahmen mit anhaltendem Wachstum im Konzern kalkuliert. Die damit verbundene höhere Verwaltungsumlage sichert die Ertragslage der AOS GmbH auch zukünftig ab. Die größten Herausforderungen für die Gruppe ergeben sich in der Vermarktung von Immobilienprojekten, da sich der Markt aufgrund des aktuellen Zinsniveaus noch in abwartender Haltung befindet sowie in der Rekrutierung von ausreichendem und qualifizierten Personal für die Pflegeeinrichtungen.
5. Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.
6. Finanzinstrumente
Im Jahr 2024 wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
| Villach, | Am |
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| MMag. Christan Polessnig | ||
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Mag. Martin Kolbitsch, M.Sc.