Inhaltsverzeichnis
1. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage 1.1. Geschäftsverlauf
Im Jahr 2025 hat sich die Preissteigerungsdynamik im Vergleich zu den Vorjahren abgeflacht. Eine Ausnahme davon bildeten die deutlichen Preissteigerungen im Bereich Rindereinkauf.
Die Schweinepreise im Einkauf haben sich im Sommer 2025 nahezu an die Höchststände aus dem Jahr davor angenähert, sind dann aber in der Folge im 2. Halbjahr auf einen mehrjährigen Tiefststand gefallen. Die Schlachtmengen im Betrieb sind dennoch leicht gewachsen.
Auch 2025 hat es sich gezeigt, wie wichtig eine solide Partnerschaft mit unseren langjährigen Kunden für den Geschäftserfolg ist.
Im Vergleich zum Vorjahr waren im Rindfleischbereich die Schlachtmengen leicht rückläufig und die Zerlegungsmengen annähernd gleichbleibend. Die weltweite Nachfrage nach Rindfleisch war 2025 sehr hoch und führte auch in Österreich zu Rekordrinderpreisen.
1.2. Finanzielle Leistungsindikatoren
1.2.1. Kennzahlen der Ertragslage
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| Umsatz | 324.792.963 | 293.930.782 |
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| Ergebnis vor Steuern | 9.861.791 | 4.111.232 |
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| Eigenkapitalrentabilität in % | 40,80 | 20,83 |
Definition: Die Eigenkapitalrentabilität gibt die Verzinsung des Eigenkapitals an.
Berechnung: Ergebnis vor Steuern x 100 / durchschnittliches Eigenkapital
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| Gesamtkapitalrentabilität in % | 15,86 | 8,25 |
Definition: Die Gesamtkapitalrentabilität gibt die Verzinsung des Gesamtkapitals an.
Berechnung: (Ergebnis vor Steuern + Fremdkapital-Zinsen) x 100 / Gesamtvermögen zu Beginn des Jahres.
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| Personalintensität | 7,51 | 7,76 |
Definition: Die Personalintensität zeigt das Verhältnis von Personalaufwendungen zur Betriebsleistung.
Berechnung: Personalaufwendungen x 100 / Betriebsleistung
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| Materialintensität | 85,93 | 83,58 |
Definition: Die Materialintensität zeigt das Verhältnis von Materialaufwand zur Betriebsleistung.
Berechnung: Materialaufwand x 100 / Betriebsleistung
1.2.2. Kennzahlen der Vermögens- und Finanzlage:
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 25.921.877,87 | 19.137.688,34 |
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| Eigenkapital in % der Bilanzsumme | 34,94 | 27,32 |
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| Anteil des Fremdkapitals in % | 62,94 | 70,24 |
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| fiktive Schuldentilgungsdauer nach § 24 URG | 4,50 | 10,00 |
Berechnung: (effektives) Fremdkapital / Mittelüberschuss aus der Geschäftstätigkeit
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| Verschuldungsgrad in % | 169,82 | 235,97 |
Definition: Der Verschuldungsgrad zeigt die Relation von Fremdkapital zu Eigenkapital und gibt damit Auskunft über die Finanzierungsstruktur.
Berechnung: Fremdkapital x 100 / Eigenkapital
1.2.3. Geldflussrechnung
Die Darstellung der Geldflussrechnung erfolgt gemäß AFRAC 36:
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis | 13.877 | 8.578 |
| Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | 10.318 | 6.376 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | - 4.412 | - 1.841 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | - 5.904 | - 4.530 |
1.3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
1.3.1. Umwelt und Arbeitnehmerbelange
Sowohl in St. Martin als auch am Standort Utzenaich nützen wir die Abwärme unserer stromintensiven Kühlanlagen über einen Pufferspeicher zur Wärmeversorgung. An unserem Standort in St. Martin betreiben wir seit dem Jahr 2003 eine Biogasanlage, aus der wir mit Schlachtabfällen einen erheblichen Anteil des benötigten Strom- und Wärmebedarfs produzieren.
Außergewöhnliche Arbeitnehmerbelange sind nicht vorhanden.
1.3.2. Wichtige Ereignisse während des Geschäftsjahres
Im Jahr 2025 lagen die Investitionsschwerpunkte wieder in der laufenden Adaptierung der Infrastruktur und der technischen Anlagen. Weiters wurde weiterhin in die Optimierung und Digitalisierung der unternehmensinternen Prozessabläufe investiert. Im Jahr 2025 wurde das Bürogebäude in Utzenaich erneuert.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des
UnternehmensRisikobericht
2.1.1. Geschäftsrisiken
Als Unternehmen der Lebensmittelproduktion sind wir uns unserer wichtigen Stellung in der Versorgungskettekette bewusst. Nicht kalkulierbare Risiken, wie Tierkrankheiten bzw. Seuchenfälle, könnten jederzeit eintreten. Dazu haben wir ein Krisenmanagementprojekt mit externer Unterstützung implementiert, um bestmöglich auf derartige Vorfälle vorbereitet zu sein.
Der hohe Standard in der Qualitätssicherung wird durch jährlich stattfindende Audits durch unsere wichtigsten Kunden laufend bestätigt. Das Unternehmen Rudolf Großfurtner
GmbH ist mit seinen beiden Produktionsstandorten nach dem IFS – Standard zertifiziert. Dies gewährleistet eine weitreichende Absicherungunseres hohen Produktionsstandards. Als Grundlage der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe sind vor allem die Managementstruktur, das Planungssystem, sowie das detaillierte Berichts- und Informationssystem anzusehen.
2.1.2. Lieferanten- und Kundenrisiken
Auf Lieferantenseite beziehen wir einen Großteil unserer Rohstoffe von langjährigen Lieferanten aus einem Umkreis von ca. 100 Kilometer. Zu diesen gehören die größten österreichischen Erzeugergemeinschaften im Schweine- und Rinderbereich, ebenso selbstständige Viehhändler und Landwirte, welche die Rudolf Großfurtner GmbH bereits jahrelang beliefern.
Das kundenseitige Risiko der Insolvenz eines Großkunden wird durch eine Kreditversicherung für In- und Auslandsforderungen abgesichert.
2.1.3. Finanzwirtschaftliche Risiken
Derzeit werden alle Geschäfte auf Eurobasis abgeschlossen und es besteht somit kein Wechselkursrisiko.
2.2 Prognosebericht
Für das Wirtschaftsjahr 2026 gehen wir insgesamt in etwa von gleichen Schlacht- und Produktionsmengen wie im Jahr 2025 aus. Die Schweinepreise haben sich zu Beginn 2026 noch einmal stark nach unten bewegt, sind aber in der Folge wieder nach oben und stabilisieren sich auf einem durchschnittlichen Niveau. Die zur Schlachtung angebotenen Schweine sind ausreichend und wir rechnen daher weiterhin, dass wir unseren Anteil an der gesamtösterreichischen Schlachtung künftig erneut ausbauen können.
Im Rindfleischgeschäft gehen wir aktuell von einer schwächeren Entwicklung wie 2025 aus. Die Notierungspreise bei den Rindern bewegen sich seit ca. Anfang März 2026 deutlich nach unten. Eine Preisstabilisierung ist noch nicht abzusehen. Nach den Rekordpreisen 2025 war aber eine deutliche Korrektur zu erwarten. Dennoch gehen wir davon aus, dass die Preise im langjährigen Vergleich auf höherem Niveau bleiben werden.
Im Jahr 2026 sind Investitionen vor allem bei der Erweiterung der Biogasanlage sowie er Errichtung einer Wärmepumpe am Standort Sankt Martin/Innkreis geplant.
3. Forschung und Entwicklung
Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten konzentrieren sich auf die Optimierung der unternehmensinternen Prozessabläufe, sowie die Energie- und Abfalloptimierung an allen Standorten. Im Jahr 2025 wurden die laufenden Kooperationsprojekte mit der IFA-Tulln sowie der TU-Wien weitergeführt.
Utzenaich, 11. Juni 2026
RudolfGroßfurtner Dr. Josef Grünanger Martin Lindinger Alexander Schumergruber