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Die Unterfurtner GmbH wurde 1936 von Hans Unterfurtner gegründet. Aus der kleinen Schlosserei entwickelte sich ein erfolgreiches Unternehmen, das stetig weiter wächst. Das Unternehmen wird in zweiter Generation von den Geschwistern Martin Denk, Maria Denk und Alexandra Aichner geführt.
Das Unternehmen gliedert sich in vier Teilbereiche: Metallbau, Maschinenbau, Aluminium- und Fassadenbau und Blechbearbeitung. Abhängig vom jeweiligen Teilbereich umfasst das Leistungsspektrum die Planung, Fertigung und Montage von verschiedensten Metallkonstruktionen. Unterfurtner beschäftigt ca. 90 Mitarbeiter.
Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Geschäftsverlauf
Die sehr schwierige Situation am Markt aus dem Jahr 2023/24 setzte sich auch im Geschäftsjahr 2024/25 fort. Neben dem weiter sehr schwachen Bereich Maschinenbau entwickelte sich auch das Liefergeschäft für die Baustellen im Ausland nicht nach Wunsch. Es wurden diverse Baustellen bemustert aber nicht bestellt oder zwar bestellt, aber die tatsächliche Ausführung ist dann erst in ein bis zwei Jahren geplant. Der positive Effekt dieser Bemusterungen macht sich jedoch in den Auftragseingängen für die Folgejahre bemerkbar.
Neben den stagnierenden Bereichen Maschinenbau und Lieferungen für Auslandsaufträge konnte im Baubereich im Inland aufgrund stark fallender Preise zu wenig Umsatz erwirtschaftet werden. Diese rückläufige Entwicklung konnte leider nicht durch eigene Bau-/Maschinenbauaufträge ausgeglichen werden.
Aufgrund der zu geringen Betriebsleistung und zu hoher Kosten wurde das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen.
Trotz eines negativen Abschlusses sollten jedoch folgende Projekte/Punkte aus dem Geschäftsjahr 2024/2025 positiv herausgehoben werden:
Beginnend mit Oktober 2024 wurde das Projekt Festung Kniepass gestartet. Dieses Bauvorhaben befindet sich am Weg zwischen Unken und Zell am See und stellt ein Vorzeigeprojekt dar. Hier wurde eine Stahl Glasfassade in Sonderformen realisiert. Neben dem positiven Ausgang dieses Projektes ist vor allem die gute Zusammenarbeit mit dem Architekten und der Projektsteuerung hervorzuheben. Als Folge der erfolgreichen Zusammenarbeit konnten weitere zwei Aufträge (Festspiele Salzburg, Salzburger Vorstadt) gewonnen werden.
Wie auch bereits in den letzten Jahren waren die Herstellung und der Transport von Strom ein großes Thema:
Durch das Forschungsprojekt „BIPV-Booster" wurden weitere Erfahrungen im Bereich der PV- Fassaden, PV-Dächer und Sonderkonstruktionen mit PV-Anlagen gesammelt. Durch den stetig steigenden Bedarf an Strom werden auch die Anforderungen an Sonder-PV-Anlagen immer
größer. In diesem Forschungsprojekt konnte viel Erfahrung mit Brandschutz an Fassaden gesammelt werden. Zusätzlich konnten wertvolle Kontakte geknüpft werden. Vorausschauend ist zu erwähnen, dass die hier investierte Arbeit in den nächsten Jahren Früchte tragen wird, da die Vorgaben von Städten und Ländern immer strenger werden und vor allem Neubauten in Städten heute zum Großteil mit zusätzlichen PV-Anlagen ausgestattet werden müssen. Da hier jedoch meist keine konventionellen PV-Anlagen möglich sind, ist es notwendig, diese Anlagen in die Fassade bzw. in das Dach zu integrieren.
Um den erzeugten Strom weiter zu transportieren, investieren die APG sowie regionale Anbieter wie zum Beispiel die Energie AG oder die Salzburg AG in unzählige Umspannwerke. Vorausschauend ist zu erwähnen, dass auch in den nächsten Jahren mit ca. zwanzig weiteren Umspannwerken in ganz Osterreich zu rechnen ist.
Zusätzlich zu den diversen Umspannwerken müssen aufgrund einer Gesetzesnovelle alich infrastrukturell kritische Gebäude (Kläranlagen, U-Bahnstationen, Wasserwerke) mit Einbruchschutzelementen ausgestattet werden. Durch die Erfahrungen, welche in den letzten Jahren gesammelt werden konnten, können somit auch diese Gebäude mit Einbruchschutzelementen ausgestattet werden.
Für das Geschäftsjahr 2025/2026 ist zu erwarten, dass sich neben eigenen Projekten auch das Liefergeschäft im Ausland wieder erholen und der Bereich Maschinenbau nicht weiter zurückgehen wird. Das Auftrags- und Preisniveau wird nicht mehr weiter fallen, sondern sich aufgrund der steigenden Nachfrage aus dem Ausland leicht verbessern.
Bericht über Zweigniederlassungen
Es bestehen keine Zweigniederlassungen der Unterfurtner GmbH
| Finanzielle Leistungsindikatoren | ||
|---|---|---|
| 2024 / 2025 | 2023 / 2024 | |
| Umsatzrentabilität (Basis EBT) | -3,9% | 0,3% |
| Eigenkapitalrentabilitäl (Basis EBT) | -37,6% | 1,9% |
| Gesamtkapitalrentabilität | ||
| (Basis EBT + FK Zinsen) | -9,7% | 1,8% |
| Eigenkapitalquote (URG) | 15,4% | 21,3% |
| Fremdkapitalquote | 84,6% | 78,7% |
| Netto-Geldfluss aus der | ||
| betrieblichen Tätigkeit (gem. AFRAC 36) | TEUR 501 | TEUR 1.005 |
| Netto-Geldfluss aus der | ||
| Investitionstätigkeit (gem. AFRAC 36) | TEUR -363 | TEUR -229 |
| Netto-Geldfluss aus der | ||
| Finanzierungstätigkeit (gem. AFRAC 36) | TEUR -141 | TEUR -777 |
| Personalaufwand / Beschäftigtem | TEUR 62 | TEUR 58 |
Finanzinstrumente
Es werden ausschließlich originäre Finanzinstrumente verwendet. Derivative Finanzinstrumente werden nicht verwendet.
Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens
Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Durch das negative Geschäftsjahr 2024/2025 mussten diverse Anpassungen erfolgen. Es wurde Personal abgebaut und Lieferanten neu bewertet bzw. kostengünstigere Lieferanten gesucht. Es wurden die Strukturen korrigiert, um so wieder konkurrenzfähig am Markt anbieten zu können. Das schwierige Marktumfeld zwingt die Unterfurtner GmbH weiter auf kleinere Aufträge zurückzugreifen, da große Metallbauer diverse Großprojekte am Markt abgreifen.
Es ist geplant keine Kleinstaufträge sowie auch keine Großaufträge anzubieten. Aktuell liegen sinnvolle Auftragsgrößen bei maximal zwei Mio. Euro. Es wird jedoch nicht nur auf die Auftragsgröße, sondern auch auf die Struktur der Aufträge (Aufteilung Schlosser / Fassade) geachtet. Vor einer Angebotsabgabe wird sehr genau geprüft, wie hoch das Risiko des Auftrages ist und anhand dieser Merkmale wird entschieden, ob ein Angebot abgegeben wird oder nicht.
Durch diese Umstellung werden wesentlich mehr Aufträge benötigt, um den geplanten Umsatz zu erreichen. Wobei positiv zu erwähnen ist, dass diese etwas kleineren Aufträge schneller abgeschlossen werden können und das Risiko nicht so groß ist wie bei Großaufträgen.
Es ist weiter vorgesehen, dass sich die Firma Unterfurtner stärker in Richtung Randbereiche und preislich nicht so stark umkämpfte Wirtschaftsbereiche bewegt. Neben den Glasfassaden mit Holz-Unterkonstruktion, werden auch Fassaden mit Stahl-Unterkonstruktionen gebaut. Stahl und Holz ist als Material seltener und wird daher von weniger Konkurrenten angeboten. Wodurch der Preis bei diesen Materialien noch sehr stabil ist.
Ein aktueller Forecast auf das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres 2025/2026 lässt ein ausgeglichenes Ergebnis erwarten.
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Als projektorientiertes Unternehmen ist die Unterfurtner GmbH projektspezifischen Veränderungen und Risiken ausgesetzt. Hier gilt es diese Risiken früh genug zu erkennen und entsprechend gegenzusteuern. Dies passiert durch eine konsequente Überwachung des Projektes und ein regelmäßiges Projektcontrolling. Risiken, welche die G+V und das Ergebnis betreffen, werden durch ein regelmäßiges Berichtswesen und durch monatliche Bereichsleitersitzungen minimiert. Außerdem wird versucht neue Kunden zu generieren, um eine regelmäßige Basisauslastung zu garantieren.
Da die Unterfurtner GmbH nur gewerbliche Kunden hat, wird das Risiko von Forderungsausfällen minimiert. Um dieses Risiko möglichst zu vermeiden, wird vor Vertragsabschluss die Bonität von Neukunden geprüft. Außerdem wird bei der Vertragsgestaltung darauf geachtet,
dass möglichst Anzahlungsrechnungen gestellt werden dürfen bzw. mindestens einmal im Monat eine Teilrechnung gemäß Baufortschritt gestellt werden darf. Ergänzt wird diese Vorgehensweise durch ein konsequentes Mahnwesen.
Derzeit besteht kein zusätzlicher Personalbedarf. Es werden lediglich – wenn nötig - Abgänge ersetzt, wobei sich die Suche nach qualifiziertem Personal nach wie vor schwierig gestaltet. Positiv zu erwähnen ist die Arbeit des Recruitings vor allem bei den Lehrlingen. Um den Fachkräftemangel vorzubeugen, konnten für das Geschäftsjahr 2025/2026 vier neue Lehrlinge gewonnen werden.
Bericht über die Forschung und Entwicklung
Im Bereich Forschung und Entwicklung setzen wir uns weiter mit den Themen PV, Einbruchschutz und Sonnenschutzfassaden auseinander.
Das Projekt „BIPV-Booster" ist neben eigenen Entwicklungen im PV-Bereich ein wichtiges Instrument, um Erfahrung zu sammeln, Kontakte zu knüpfen und vor allem die gesammelten Daten in Aufträge umzusetzen.
Alles um den Bereich Einbruchschutz sind Weiterentwicklung von vorhandenen Konstruktionen von Systemlieferanten. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass für Kunden die Standardvarianten zum Großteil nicht reichen und Neuentwicklungen notwendig sind. Durch die Flexibilität kann die Unterfurtner GmbH ihren Kunden in diesem Bereich der Weiterentwicklung unterstützen und so mit Sonderlösungen auch ein Alleinstellungsmerkmal für uns schaffen.
St. Peter am Hart, am 14.11.2025