Inhaltsverzeichnis
ELEKTRONISCHE VERSION
Firma: Ersteintragung: Stammkapital: Geschäftsjahr: Branche: Plasser & Theurer, Export von Bahnbaumaschinen Gesellschaft m.b.H. Eingetragen im Firmenbuch des Handelsgerichtes Wien unter FN 110595 s; Handelsgericht Wien, HRB 19833 am 7.10,1976 € 11.000.000,00 1.1. bis 31.12.2025 Maschinenindustrie Gegenstand des Unternehmens: Sitz der Firma: Werke: Erzeugung und Export von Bahnbaumaschinen Wien Linz Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten: Angestellte Arbeiter 1.166 (2024: 1.182) 1.066 (2024: 1.063) Geschäftsführung: Johannes Max-Theurer, CEO Ing. Mag. Thomas Schöpf, CSO Dr. Oliver Rammerstorfer, CFO Siegfried Fink, COO, bis 01.08.2025 Ing. Mag. Daniel Tomaschko, MSc, MBA, CTO ab 01.04.2025 Aufsichtsrat: Dr. Peter Michaelis, Vorsitzender Univ.-Prof. Dr. Michael Enzinger, Stellvertreter des Vorsitzenden Dr. Philipp Harmer LL.M., Mitglied Mag, Gerhard Schaler, Mitglied Gunther Baumgartner, vom Betriebsrat entsandt Hubert Nötstaller, vom Betriebsrat entsandt
ELEKTRONISCHE VERSION
Darstellung der Branchensituation und -konjunktur, Position des Unternehmens in der Branche sowie Geschäftsverlauf
Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht im World Economic Outlook vom Januar 2026 von einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,3 % im Jahr 2025 aus. Für 2026 wurde die Prognose leicht nach oben revidiert und liegt nun ebenfalls bei 3,3 %. Für 2027 erwartet der IWF ein Wachstum von 3,2 %. Insgesamt deutet die Prognose auf eine stabile, aber moderate globale Wirtschaftsentwicklung hin. (Quelle: https://www.imf.org/en/publications/weo/issues/2026/01/19/world-economic-outlook-updatejanuary-2026)
USA
Die USA verzeichnen eine Erhöhung des BIP um 2,1%. Die Prognose rechnet mit einem leichten Wachstum auf 2,4% in 2026.
Kanada
Die Erhöhung des BIPs beläuft sich in 2025 auf 1,6%. Für 2026 bleibt der Ausblick gegenüber 2025 unverändert, Das erwartete Wirtschaftswachstum liegt weiterhin bei 1,6%.
Europa
Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone fiel 2025 verhalten aus und lag bei 1,4 %. In Deutschland fiel das Wachstum mit 0,2 % besonders gering aus. Für 2026 wird jedoch eine Erholung auf 1,1 % erwartet. Aufgrund strenger Zulassungs- und Regulierungsanforderungen gestaltet sich der Export in den deutschen Markt für Plasser & Theurer weiterhin herausfordernd.
Andere Länder der Region verzeichneten ein moderates, positives BIP-Wachstum: Frankreich 0,8 %,
Italien 0,5 % und Spanien 2,9 %. Für 2026 wird für diese Länder ein stabiles Wachstum prognostiziert: Frankreich 1,0 %, Italien 0,7 % und Spanien 2,3 %.
In Großbritannien stieg das Wirtschaftswachsum 2025 leicht auf 1,4%. Für das kommende Jahr wird ein stabiles Wachstum von 1,3% erwartet.
Für die übrigen Industrieländer wird ein stabiles Wirtschaftswachstum für 2026 in Höhe von 2,0% prognositziert (2025: 1,8%).
Naher Osten
Im Jahr 2025 wurde ein Wirtschaftswachstum von 3,7% erzielt. Für das kommende Wirtschaftsjahr wird ein Anstieg auf 3,9% erwartet.
Mittel- und Südamerika
Der IWF hat für Lateinamerika und die Karibik ein Wirtschaftswachtsum für 2025 in Höhe von 2,4% angegeben. Für das darauffolgende Jahr wurde die Erwartung leicht auf 2,2% nach unten angepasst.
Asien
Im asiatischen Raum gab es in 2025 ein Wirtschaftswachstum von 5,4%. Für das kommende Jahr wird ein stabiles Wachstum von 5,0% prognosiziert.
In China wurde in 2025 ein Wachstum von 5,0% und in Indien sogar von 7,3% erwirtschaftet.
Die Aussichten für 2026 deuten auf eine leichte Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik hin. Für China wird ein Wachstum von 4,5 % erwartet. Auch Indien weist mit 6,4 % eine geringere Wachstumsrate als im Vorjahr auf.
Erlöse und Ausblick
Die Umsatzerlöse legten von 468,9 Mio. € im Jahr 2024 auf 730,7 Mio, € im Jahr 2025 deutlich zu, Das
Betriebsergebnis verbesserte sich im gleichen Zeitraum von 11,6 Mio. € auf 41,4 Mio. € und verzeichnet damit eine Zunahme von 29,8 Mio. €.
ELEKTRONISCHE VERSION
Die Ergebnisverbesserung ist vor allem auf die starke Steigerung der Umsatzerlöse (+261,7 Mio. €), sowie auf Verkäufe von Bahnbaumaschinen aus dem Anlagevermögen (+33,0 Mio. €) zurückzuführen.
Die Auftragslage für Plasser & Theurer ist weiterhin stabil.
Ein gezieltes Sparprogramm bei Sach- und Personalkosten zeigt weiterhin positive Effekte auf das Ergebnis 2025 und wird konsequent fortgeführt. Zudem bleibt der Unternehmensfokus auf der Modernisierung des Produktstandorts sowie auf Innovationen in den Produktgruppen, Maschinen, Dienstleistungen und der Digitalisierung unverändert bestehen.
Bericht über Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft verfügt über Niederlassungen in Wien, Linz und Purkersdorf.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Gesellschaft weist im Berichtsjahr einen Bilanzgewinn in Höhe von T€ 76.834 (2024: T€ 37.724) aus, welcher sich aus dem Jahresgewinn in Höhe von T€ 39.110 (2024: Verlust T€ -11.319) sowie einem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von T€ 37.724 (2023: T€ 49.043) zusammensetzt.
| Wesentliche Kennzahlen: | 2025 | 2024 |
|---|---|---|
| Eigenmittelquote - A | 36,6% | 35,1% |
| Fremdkapitalquote - B | 63,4% | 64,9% |
| Working Capital - C | 364.926 TEUR | 264.350 TEUR |
| Cash Flow: | ||
|---|---|---|
| Nettogeldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -87,076 TEUR | -157.127 TEUR |
| Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit | 37.279 TEUR | 65.773 TEUR |
| Nettogeldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 14.910 TEUR | 96.079 TEUR |
Definitionen:
| A Eigenmittelquote | Z Eigenkapital x 100 |
|---|---|
| Z Gesamtkapital | |
| Die Eigenmittelquote zeigt das Verhältnis des Eigenkapitals zum Gesamtkapital. | |
| B Fremdkapitalquote: | ^ Fremdkapital x 100 |
|---|---|
| ^ Passiva |
Die Fremdkapitalquote gibt an, zu wieviel % die Gesellschaft fremdfinanziert ist.
| C Working Capital | Umlaufvermögen (ohne Kassa/Guthaben bei Kreditinstituten) |
|---|---|
| Zzgl Aktive Rechnungsabgrenzung | |
| Abzgl. Verbindlichkeiten |
Das Working Capital stellt das kurzfristige Finanzierungspotential dar. Das Working Capital (zuzüglich nicht ausgenutzter Kreditrahmen) sollte immer positiv sein. Das Working Capital steht zur Deckung der durch die Geschäftstätigkeit bedingten Baraufwendungen zur Verfügung.
| D Working Capital Ratio | X kfr Aktiva |
|---|---|
| Z kfr Passiva |
Das Working Capital Ratio stellt das Verhältnis von kurzfristigen Aktiva zu kurzfristigen Passiva dar.
EKTRONISCHE VERSION
Arbeitnehmer- und Umweltbelange
Die Basis für die hohe Qualität der Maschinen bilden die Qualifikation, Motivation und Flexibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine seit der Unternehmensgründung auf Kontinuität bedachte Personalpolitik sorgt dafür, dass ihre Erfahrung und Kompetenz im Unternehmen bleibt und damit auch in Zukunft zur Verfügung steht.
Angebote zur Aus- und Weiterbildung, leistungsgerechte Entlohnung und Wertschätzung bilden die Basis für bestens ausgebildete und hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2025 durchschnittlich 2.232 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2024: 2.245). Der Umsatz pro Mitarbeiterin und Mitarbeiter belief sich auf Mio € 0,33 (2024: Mio € 0,21). Der Anteil der Personalkosten lag 2025 bei 30,8 % vom Umsatz (2024: 47,2 %).
Für das Jahr 2025 wird es zum sechsten Mal in Folge einen Nachhaltigkeitsbericht geben. Dieser dokumentiert seit Start der Berichterstattung laufende Verbesserungen des Unternehmens in diesem Bereich.
Die Bahn ist das umweltfreundlichste Verkehrssystem, da sie am wenigsten Emissionen erzeugt und die eingesetzten Ressourcen am effizientesten nutzt. Alle Maßnahmen, die zur Verbesserung des Systems Bahn beitragen, fördern deshalb auch den Schutz einer lebenswerten Umwelt.
Bericht über Forschung und Entwicklung
Das Unternehmen muss wirtschaftlich erfolgreich bleiben, um im immer intensiver werdenden Wettbewerb zu bestehen. Dafür ist eine intensive Forschungs- und Entwicklungstätigkeit erforderlich. Im Berichtsjahr 2025 gab es diverse Neu- und Weiterentwicklungen sowie zahlreiche Patentanmeldungen.
Forderungen des Marktes
Vermehrte Anstrengungen in der Standardisierung und Modularisierung der Produktpalette können dem sich verschärfenden internationalen Wettbewerb entgegenwirken, Zulassungen und Abnahmen von Maschinen werden immer aufwendiger und kostspieliger und führen zur Aufstockung des Personals. Aufgrund des Klimawandels steigt die Nachfrage nach Produkten mit reduziertem CO2-Ausstoß, um die Klimaziele der Weltgemeinschaft mit dem System Bahn zu erreichen. Weiters wird die Automatisierung von selbstfahrenden Maschinen forciert.
Risikoberichterstattung
Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft beziehen sich u. a. auf die Abhängigkeit von der allgemeinen Entwicklung der globalen Konjunktur und den von ihr bedienten Industrien, den Erhalt von Aufträgen und die Erzielung der entsprechenden Umsatzerlöse. Überraschende politische Ereignisse, anstehende Neuwahlen in wichtigen Industrieländern und terroristische Ereignisse sowie gesundheitsgefährdende Entwicklungen lassen keine gesicherte Prognose zu. Zusätzlich erschweren der Markt für Rohstoffe und deren Preisentwicklung ebenso wie die Probleme in der Supply- Chain eine Einschätzung.
Aufgrund von Lieferverzögerungen seitens Plasser & Theurer, vor allem im Zusammenhang mit einem Großprojekt, entsteht ein erhöhtes Risiko für Pönalezahlungen, welches mit der Dotierung der Pönalerückstellung risikoadäquat berücksichtigt wurde.
Im Unternehmen ist ein, den Anforderungen des Unternehmens adäquates, internes Kontrollsystem eingerichtet. Mit diesem Kontrollsystem werden Risiken erhoben, analysiert und bewältigt.
Die Gesellschaft ist neben produktimmanenten Risiken und aus der Geschäftstätigkeit resultierenden operativen Risiken, hier inbesondere Markt-, Preisänderungs-, Kosten- und Investitionsrisiken sowie diversen Finanzrisiken ausgesetzt.
Weiters kann sich die Bonität und Zahlungsfähigkeit der Kunden und Geschäftspartner ändern, die ebenso wie die operativen Risiken den Cashflow des Unternehmens beeinflussen können.
Das Ausfallsrisiko, insbesondere das Risiko von Forderungsverlusten, wird durch laufende Kreditauskünfte und ein effizientes Debitorenmanagement gemindert. Ziel ist die präventive Minimierung des Ausfallsrisikos, insbesondere durch Bankgarantien und Exportversicherungen.
ELEKTRONISCHE VERSION
Bei Garantien in Zusammenhang mit Maschinen kann es dazu kommen, dass es im Laufe der gerichtlichen Klärung zu Schadenszahlungen außerhalb des Versicherungsschutzes kommt.
Die Finanzierungspolitik des Unternehmens ist auf eine langfristige Finanzplanung abgestimmt und wird laufend überwacht. Um die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Unternehmens sicherstellen zu können wird eine laufende Finanzplanung und rollierende Liquiditätsplanung der liquiden Mittel und möglichen Kreditlinien durchgeführt. Auf die kurz-und mittelfristige Liquiditätssicherung wird geachtet. Der Ausbau der Produktion in Linz wurde bereits in 2024 gestartet und wird durch Gesellschaftermittel finanziert.
Aufgrund kurzfristiger Veranlagungen unterliegen insbesondere die liquiden Mittel der Gesellschaft dem Risiko, dass sich die Zinsen ândern. Aufgabe der zentralen Finanzabteilung ist es u, a., dieses Zinsänderungsrisiko zu steuern und zu optimieren.
Zur Sicherung der Vermögenswerte hat die Plasser & Theurer, Export von Bahnbaumaschinen Gesellschaft m.b.H., Wien, entsprechende Versicherungen abgeschlossen.
Die Abteilung Integriertes Managementsystem führt laufend Prozessoptimierungen und Auditierungen durch und sorgt für einheitliche Prozesse und Produktionsmethoden sowie ein entsprechendes Qualitätsmanagement, Die Einhaltung der in unserem Geschäftsbereich geforderten Normen und Vorschriften wird regelmäßig überwacht und mit entsprechenden Dokumentationen hinterlegt. Die bewährte Compliance-Richtlinie wird durch regelmäßige Schulungen und Informationsveranstaltungen noch intensiver zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie des Unternehmens verankert.
In 2024 wurde die Außenprüfung für die Jahre 2017 – 2021, welche von der österreichischen Abgabenbehörde durchgeführt wurde, abgeschlossen. Entsprechende MAP-Anträge wurden in verschiedenen Ländern 2025 eingereicht.
Plasser & Theurer konnte im Jahr 2025 an den Erfolg des abgeschlossenen Turnarounds aus 2024 anknüpfen und erzielte erneut ein positives EBIT. Die Marktsituation bleibt vorteilhaft, mit stabilen Auftragseingängen, die mindestens bis 2028 gesichert sind. Vor diesem Hintergrund ist für die kommenden Jahre weiterhin von einer nachhaltigen, positiven Ergebnisentwicklung auszugehen.
04. März 2026
sig.
sig.
Johannes Max-Theurer Geschäftsführer
Ing. Mag. Thomas Schöpf Geschäftsführer
sig.
sig.
Ing. Mag. Daniel Tomaschko, MSc, MBA
Geschäftsführer
Dr. Oliver Rammerstorfer Geschäftsführer