Inhaltsverzeichnis
Mepura Metallpulvergesellschaft m.b.H. Ranshofen
1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen
Der Umsatz im Jahr 2025 ist um 5% gestiegen im Vergleich gegenüber dem Vorjahr bei einer gleichbleibenden Absatzmenge. Ursächlich für den höheren Umsatzanstieg sind die in 2025 im Durchschnitt höheren Metallkosten. Gegenüber dem Durchschnittswerten 2024 waren die Aluminiumpreise vor allem im 1. Quartal 2025 um bis zu 20% teurer, der durchschnittliche Jahrespreis für Aluminium war allerdings im Jahr 2025 nur um 4% höher als im Vorjahr. Der Jahresendwert dagegen lag in etwa auf Höhe des Vorjahresendwert. Die geplante Budget-Absatzmenge wurde um 8% nicht erreicht, aufgrund der niedrigen Rohmaterialkosten gegenüber der Planung wurde der Budgetumsatz um 7,7% unterschritten. Die USD Metall Preise für Aluminium waren im Jahresmittel ebenfalls 9% höher als 2024, der Jahresendwert 2025 notierte dann um 13% über dem Vorjahresendwert. Besondere Schwierigkeiten in der Beschaffung von Rohmaterialien gab es im Jahresverlauf nicht.
Die Metallkosten werden in der Regel an Kunden sowohl bei auf- als auch bei absteigenden Märkten weitergegeben. Aufgrund des hohen Anteils der Metallkosten an den Produktkosten wirken sich sowohl steigende als auch sinkende Materialkosten spürbar auf den Umsatz aus, nicht jedoch auf die Ertragslage des Unternehmens. Im Jahr 2025 wurde der angestrebte Mengenzuwachs nicht erreicht, wodurch auch das Gesamtbudget insgesamt unter Plan blieb.
Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich der Jahresüberschuss (nach Steuern und vor Rücklagenanpassungen bzw. Gewinnabführung) auf € 6.645.058,39 (2024: € 7.199.575,41). Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages beträgt der Bilanzvortrag zum 31.12.2025 weiterhin € 0,00. Die Gewinnrücklagen blieben unverändert und betragen somit zum Stand 31.12.2025 € 8.155.579,68 (2024: € 8.663.280,82).
Trotz des wirtschaftlich schwierigen Umfeldes konnte die Eigenfertigung auf einem guten Niveau konstant gehalten werden. Der Umsatz stieg in 2025 jedoch um 5% von € 58,9 Mio. in 2024 auf € 61,7 Mio. auch aufgrund der gegenüber dem Vorjahr höheren Aluminium- Rohstoffpreise.
Das Mengenvolumen erhöhte sich kaum (0,3%) wobei die Umsätze mit IC-Abnehmern weiter gesunken ist, die Verkäufe zu externen Kunden aber gesteigert werden konnte.
Das Anlagevermögen beträgt 2,46 Mio. € und ist somit um 30 TEUR zum Vorjahr (2,49 Mio. €) gefallen. Die kurzfristigen Vermögenswerte fielen auf 14,0 Mio. € nach 17,2 Mio. € zum Vorjahresende. Das Verhältnis zwischen den langfristigen Vermögenswerten und den kurzfristigen Vermögenswerten betrug 37,9% zu 62,1% (2024: 33,5% zu 66,5%).
Das Verhältnis von Eigenkapital zu Fremdkapital veränderte sich geringfügig auf 40% zu 60% (2024: 35% zu 65%).
Die Bilanzsumme verringerte sich von 25,7 Mio. € um 3,1 Mio. € oder 12,2% auf 22,6 Mio. €. Im Jahr 2025 ergab sich ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 6,4 Mio. € (2024: 4,9 Mio. €). Aus dem Investitionsbereich ergab sich ein Liquiditätsabfluss in Höhe von 0,3 Mio. € (in 2024 Liquiditätsabfluss: € 0,3 Mio.).
2. Wichtige Ereignisse während des Geschäftsjahres
Das Vertrauen von Lieferanten, Behörden und Banken in unsere Fähigkeiten ist weiterhin auf hohem Niveau und drückt sich konsequenterweise in einem guten Kreditrating aus.
Investitionen in der letzten Jahren waren vorrangig auf die Effizienzsteigerung, die Prozessoptimierung und Sicherheits- und Kostenreduktionsmaßnahmen ausgerichtet, welche zu einer weiteren Verbesserung der Leistungsfähigkeit, Kapazität als auch des Sicherheitsstandards führten. Investitionsentscheidungen wurden dabei nach wie vor im Vorfeld budgetiert und konzernweit aufeinander abgestimmt.
Speziell an einem Standort mit hohen Lohn- und Energiekosten sind energie-effiziente und optimierte Produktionsprozesse von höchster Bedeutung. Ebenso bedeutend sind die positiven Aspekte von Umweltschutz und Konkurrenzfähigkeit und daher weiterhin einer unser Tätigkeitsschwerpunkte. Als Konzernziel hat sich die Kymera International daher als Ziel gesetzt 1/3 weniger Treibhausgase im operativen Geschäft zu erzeugen.
Kymera International hat im Jahr 2025 beim Nachhaltigkeits-Rating der EcoVadis eine Silber Medaille beibehalten, wie auch schon in den Jahren 2023 und 2024.
Ein Großteil der Investitionen gilt daher weiterhin dem Bereich Prozess- und Energieoptimierung.
Für 2026 sind ca. € 405.000,- als Investitionsvolumen geplant.
3. Risikobericht / weitere Entwicklung des Unternehmens
Der Einkauf börsennotierter Rohstoffe ist für größere Mengen immer entsprechenden Kundenaufträgen zugeordnet. So werden mögliche Preisrisiken, die sich aus Rohstoffschwankungen ergeben, minimiert.
Neben diesem physischen Hedging (Back to Back transactions) nutzen wir ebenso weiterhin die Möglichkeit von nicht-physischen Hedges, um unsere Rohmaterialstrategie zu komplettieren und unseren Kunden und Lieferanten ein vielfältiges Absicherungsinstrument zur Verfügung zu stellen.
Die zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes notwendige Liquidität konnte im Jahr 2025 durch den operativen Cash Flow erwirtschaftet werden.
Eine 2009 abgeschlossene Warenkreditversicherung wird weiterhin aufrechterhalten. Die Bonität der Kunden wird ständig überprüft und die Zahlungskonditionen an das Kundenrating angepasst.
Die eingeführte Rechtskonformitätssoftware wurde weiterentwickelt und bildet weiterhin eine solide Basis für die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften.
Für 2026 erwarten wir eine gleichbleibende Absatzmengen gegenüber 2025.
Durch fortlaufende Optimierung der Kostenstruktur sowie weiterer Maßnahmen zu Produktivitätsverbesserung, sowie Durchreichen der gestiegenen Einkaufskonditionen an die Kunden erwarten wir das EBITDA wieder deutlich gegenüber dem Vorjahr steigern zu können.
Neue Produkte, weitere Diversifizierungen und das Ziel spürbaren Mehrwert beim Kunden zu generieren, werden auch in Zukunft helfen, mögliche Veränderungen in der Nachfrage und Kundenstruktur zu kompensieren. Diese Potentiale wurden teilweise im
Budget berücksichtigt. Die Produktionsplanung wurde an das Budget angepasst, bietet aber zusätzlich Möglichkeiten auch in Zusammenarbeit mit Intercompany Gesellschaften flexibel auf Nachfrageänderungen zu reagieren.
4. Forschung und Entwicklung
Der Schutz unserer Umwelt und das Wohl unserer Mitarbeiter und die Zufriedenheit unserer Kunden bilden die Basis unseres Handelns und garantieren eine nachhaltige Unternehmensausrichtung.
Auch aufgrund schwankender Energiepreise wird unser Fokus weiterhin auf der Reduktion des Energieverbrauchs und auf der Herstellung von Produkten mit besonderen Qualitätseigenschaften liegen, um den steigenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. In Ubereinstimmung mit den Vorgaben des Bundes-Energie Effizienzgesetzes sind unsere Anstrengungen heute und in der Zukunft darauf ausgerichtet, unsere Energieziele zu erreichen.
Arbeitssicherheit, Energieeffizienz und ein Fokus auf Produktentwicklung sind wesentliche Treiber in der Forschung und Entwicklung.
Hausinterne Prozessoptimierung u. a. Lean Management Initiativen, unterstützt von externen Experten, sollen ohne sicherstellen, dass alle Produktionsfaktoren optimal eingesetzt werden. Gut ausgebildete und kompetente Mitarbeitende sind eine wertvolle Grundlage für das Unternehmen. Konzernweit wurde ein OKR (Objectives and key result) System eingeführt, bei dem mit Quartals- und Jahreszielen in allen Unternehmensbereichen, die-Ausrichtung aller Mitarbeiter über alle Ebenen hinweg auf gemeinsame Ziele, sowohl in kurzfristiger also auch in mittel- bis langfristiger Hinsicht erfolgt.
Begleitet wird dies durch Short and Long Term Incentive Programmen für alle Mitarbeitenden zur Identifikation mit dem Unternehmen selbst, sowie den Unternehmenszielen und damit der möglichen Partizipation am Unternehmenserfolg.
Diese F&E Aktivitäten orientieren sich dabei auch immer an den Preis-, Qualitäts-, und Kostenzielen unserer Kunden und unserem Anspruch an Sicherheit, Nachhaltigkeit und Umweltschutz.
5. Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
6. Finanzinstrumente
Zur Steuerung des Währungsrisikos mit Liefer- und Leistungsverehr mit ausländischen Kunden und Lieferanten werden vereinzelt Devisentermingeschäfte eingesetzt. Die Kontrakte werden über unsere Hausbank abgewickelt.
Ranshofen, am 25. Juni 2026
Die Geschäftsführer
Giorgio Mutti