Inhaltsverzeichnis
1. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Aufgrund der Ausweitung des Leistungsangebots in allen vier Kliniken der Burgenländischen Krankenanstalten GmbH (Kittsee, Oberpullendorf, Oberwart und Güssing), kam es gegenüber dem Vorjahr zu einem Anstieg der Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen um TEUR 13.486 auf TEUR70.773, sowie der Personalkosten um TEUR 26.001 auf TEUR 229.984. Im Gegenzug spiegelt sich die Leistungserweiterung im Anstieg der Umsatzerlöse auf TEUR 337.910 wider. Auf Wunsch der Eigentümer wurde die Gewinn- Rücklage iHv. TEUR 18.807 im Zuge der Jahresabschluss-Erstellung 2025 aufgelöst und die Abgangsdeckung des Landes Burgenland im gleichen Ausmaß reduziert. Durch diese Maßnahme resultierte ein Jahresfehlbetrag und eine Reduktion des Eigenkapitals iHv. TEUR 18.807.
| in TEUR | 2023 | 2024 | 2025 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 252.975 | 309.357 | 337.910 |
| Jahresüberschuss/ -fehlbetrag | 0 | 0 | -18.807 |
| Bilanzgewinn/-verlust | 0 | 0 | 0 |
| Bilanzsumme | 453.074 | 492.714 | 523.807 |
| Anlagevermögen | 235.204 | 262.343 | 265.333 |
| Flüssige Mittel | 38.738 | 5.019 | 2.911 |
| Eigenkapital | 77.077 | 77.077 | 58.270 |
| Eigenkapital inkl. Sonderposten für | |||
| investitionszuschüsse | 268.982 | 255.627 | 226.930 |
| 2023 | 2024 | 2025 | |
| Stationäre Aufenthalte | 34.001 | 35.119 | 35.289 |
| Belagstage | 139.305 | 153.743 | 164.281 |
| durchschnittliche Belagsdauer | 4,1 | 4,3 | 4,6 |
| Entbindungen | 949 | 945 | 948 |
| LKF-Punkte (stationär) | 112.554.919 | 120.550.380 | 144.350.542 |
| LKF-Punkte (ambulant) | 24.738.258 | 28.904.411 | 54.961.418 |
Der deutliche Anstieg der LKF-Punkte (Leistungsorientierte Krankenanstaltenfinanzierung) im Vergleich zum Vorjahr zeigt einerseits den Ausbau des Leistungsangebots und andererseits die angestrebte Verlagerung in den ambulanten Bereich.
2. Geldflussrechnung (Cashflow-Statement)
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Ergebnis vor Steuern | -18.807 | 0 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf | ||
| Vermögensgegenstände des Investitionsbereichs | 21.299 | 17.293 |
| Gewinne/Verluste aus dem Abgang von | ||
| Vermögensgegenständen des Investitionsbereichs | -1.265 | 1.462 |
| Beteiligungserträge, Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen | ||
| des Finanzanalagevermögens sowie sonstige Zinsen und | ||
| ähnliche Erträge/Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 4.369 | 2.935 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -10.761 | -13.356 |
| Netto-Geldfluss aus dem betrieblichen Ergebnis | -5.166 | 8.334 |
| Zunahme/Abnahme der | ||
| Vorräte | 10 | -301 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 80 | -405 |
| Forderungen (exkl. verbundene Unternehmen) | -29.543 | -43.931 |
| anderer Aktiva | -760 | -1.584 |
| Rückstellungen (ausgenommen für Ertragsteuern) | -3.118 | 5.165 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | -15.639 | 324 |
| Verbindlichkeiten (exkl. verbundene Unternehmen) | 7.603 | -2.589 |
| anderer Passiva | -2 | 8 |
| Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit vor Steuern | -46.535 | -34.979 |
| Zahlungen für Ertragsteuern | 0 | 0 |
| Netto-Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit | -46.535 | -34.979 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) | 271 | 0 |
| Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und | ||
| sonstigen Finanzinvestitionen | 1.267 | 0 |
| Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) | -23.925 | -45.790 |
| Auszahlungen für Finanzanlagenzugang und | ||
| sonstige Finanzinvestitionen | -638 | -103 |
| Einzahlungen aus Investitionszuschüssen | 872 | |
| Einzahlungen aus Beteiligungs-, Zinsen- und Wertpapiererträgen | 741 | 1.187 |
| Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -21.410 | -44.706 |
| Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und | ||
| der Aufnahme von Finanzkrediten | 78.935 | 57.957 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten | -7.989 | -7.869 |
| Auszahlungen für Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -5.110 | -4.122 |
| Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 65.836 | 45.966 |
| Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und | ||
| Zahlungsmitteläquivalente | -2.108 | -33.719 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Beginn der Periode | 5.019 | 38.738 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 2.911 | 5.019 |
3. Personal
Die Entwicklung des Personalstands (in Köpfen) ist in der nachfolgenden Tabelle ersichtlich. Die Darstellung erfolgt bei den Vertragsbediensteten nach dem Gesamtbeschäftigungsausmaß inkl. Karenzen; bei den Angestellten mit privatrechtlichem Dienstverhältnis handelt es sich um die durchschnittliche Zahl während des Geschäftsjahres.
| 31.12.2025 | dv.Karenzen | 31.12.2024 | dv.Karenzen| | ||||
|---|---|---|---|---|
| Vertragsbedienstete, Bed. 2020 | 2.664 | 119 | 2.520 | 109 |
| Angestellte (privatrechtl. DV) | 110 | 0 | 90 | 1 |
| Lehrlinge | 18 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 2.792 | 119 | 2.610 | 110 |
4. Qualitätsmanagement
Nachdem die Re-Zertifizierung unserer vier Kliniken nach dem internationalen Total-Quality- Managementsystem KTQ® bereits im Vorjahr erfolgreich abgeschlossen worden war, stand das Jahr 2025 im Zeichen der Aufarbeitung und Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen. Der Schwerpunkt lag auf der nachhaltigen Weiterentwicklung des Qualitätssystems sowie der Integration der im Zertifizierungsprozess gewonnenen Erkenntnisse in den klinischen Alltag.
4.1 Qualitätsaudits
Im Berichtsjahr wurden insgesamt 72 Qualitätsaudits sowie 56 Hygieneaudits durchgeführt. Ziel dieser Audits war die systematische Überprüfung, ob bestehende Abläufe und Prozesse den geltenden gesetzlichen, normativen und internen Standards entsprechen und ob die Patientendokumentation vollständig, nachvollziehbar und regelkonform geführt wird.
Ergänzend hierzu erfolgte eine vertiefte, unabhängige Bewertung durch zwei externe Risikoaudits. Diese spezialisierten Audits umfassten die gezielte Analyse klinischer Prozesse, infrastruktureller Gegebenheiten sowie sicherheitsrelevanter Standards. Der Fokus lag dabei auf der frühzeitigen Identifikation potenzieller Risiken sowie der Ableitung und Implementierung geeigneter Maßnahmen zur Risikominimierung. Auf diese Weise leisten die Audits einen wesentlichen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung der Versorgungsqualität und zur Sicherstellung einer höchstmöglichen Patientensicherheit. Ergänzend dazu wurden 20 interne und externe Datenschutz- und IT-Sicherheitsaudits, einschließlich Penetrationstests, durchgeführt. Ziel dieser Prüfungen war die Uberwachung und kontinuierliche Verbesserung der IT-Sicherheit sowie die Sicherstellung eines verantwortungsvollen, datenschutzkonformen Umgangs mit sensiblen und schützenswerten Informationen.
4.2 IVD-Verordnung /ISO 15189
Laut In-vitro-Diagnostika-(IVD)-Verordnung der EU müssen alle medizinischen Labore der Norm ISO 15189 entsprechen, welche Anforderungen an die Qualität und Kompetenz in medizinischen Laboratorien festlegt. In der Burgenländische Krankenanstalten GmbH sind das medizinische Diagnostiklabor sowie die Labore der Pathologie potenziell betroffen. Eine externe Expertise zur Erhebung der Notwendigkeit der Akkreditierung nach der ISO 15189 wurde beauftragt. Ergebnis: das Labor arbeitet bereits normkonform, daher sind keine weiteren Anpassungen notwendig. Die Pathologie hat eine eigene Methode entwickelt und wird sich daher der Akkreditierung stellen, wobei das Qualitätsmanagement engmaschig unterstützt. Im Jahr 2024 wurden zahlreiche Vorgabedokumente mit externer Unterstützung
gemeinsam erarbeitet. Die Einreichung der Unterlagen zur Akkreditierung gemäß EN ISO 15189 ist nach aktuellem Planungsstand bis Ende des Jahres vorgesehen.
4.3 Befragungen
Die Befragungen aller relevanten Stakeholder via evasys erfolgen anonym und beziehen unterschiedliche Interessensgruppen ein (Mitarbeiter*innen, Zuweiser"innen, Patient*innen, Praktikant“innen etc.). Die Durchführung von Befragungen steht grundsätzlich den Führungskräften, dem Zentralen Qualitätsmanagement sowie dem Qualitätsmanagement der Kliniken offen. Die Administration sämtlicher Befragungen sowie der dazugehörigen Daten erfolgt im Zentralen Qualitätsmanagement. Die Erhebungen können sowohl online als auch in Papierform durchgeführt werden. Ziel ist es, den Anteil digitaler Erhebungen kontinuierlich zu erhöhen und die Papierform perspektivisch nur noch dort einzusetzen, wo dies aus organisatorischen, strukturellen oder nutzerbezogenen Gründen zwingend erforderlich ist.
Ein besonderer Schwerpunkt lag im Berichtsjahr auf der Befragung der ambulanten Patient*innen, die alle drei Jahre durchgeführt wird und im Jahr 2025 in allen vier Kliniken erfolgreich umgesetzt werden konnte. Die Ergebnisse zeigen eine sehr hohe Zufriedenheit mit dem Ambulanzbesuch: 79 % der befragten Patient*innen gaben an, sehr zufrieden zu sein, weitere 14 % zeigten sich zufrieden.
Auf Basis der erhobenen Ergebnisse werden gezielte Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung abgeleitet, geplant und umgesetzt. Im Jahr 2025 wurden zu insgesamt 15 unterschiedlichen Themengebieten 284 Befragungen durchgeführt.
4.4 Vorschlagswesen
Unsere Mitarbeitenden sind Expert*innen ihrer täglichen Arbeit und verfügen über ein tiefgehendes Praxiswissen zu Verbesserungspotenzialen in Abläufen und Strukturen. Ihre Ideen, Anregungen und Hinweise sind für uns ein wesentlicher Bestandteil der kontinuierlichen Qualitätsentwicklung und werden ausdrücklich wertgeschätzt. Zur systematischen Erfassung dieses Wissens wurde ein standardisiertes Vorschlagswesen etabliert. Über das Formular „Mitarbeiterfeedback“ haben alle Mitarbeitenden die Möglichkeit, Verbesserungsvors chläge, Wünsche oder auch Hinweise schriftlich an das Qualitätsmanagement (QM)-Team zu übermitteln. Die Einreichung erfolgt niederschwellig über die dafür vorgesehenen QM- Briefkästen. Die eingereichten Themen decken ein breites Spektrum ab und reichen von der Gestaltung der Arbeitsplätze über Arbeitsabläufe und organisatorische Fragestellungen bis hin zu Aspekten des Gesundheits- und Arbeitsschutzes. Sämtliche Vorschläge werden von der Kollegialen Führung sorgfältig geprüft, Ideen mit erkennbarem Mehrwert aufgegriffen und in den jeweiligen Bereichen umgesetzt.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 46 Ideen eingereicht, die dazu beigetragen haben, Arbeitsprozesse zu verbessern, zu optimieren und den Arbeitsalltag zu erleichtern. Dieses hohe Maß an Beteiligung zeigt das Engagement unserer Mitarbeitenden bei der aktiven Mitgestaltung und Weiterentwicklung unserer Kliniken.
Darüber hinaus wurde auch ein Vorschlagswesen für Umweltarbeit implementiert, im Zuge dessen Mitarbeiterinnen Anregungen zum Umweltschutz einbringen können. Einige Vorschläge daraus wurden bereits umgesetzt, wie beispielsweise die Umstellung des „Patientensackerls“ für private Gegenstände von Plastik auf Papier.
5. Umweltarbeit
5.1 Energiemanagementsystem ISO 50001
Die Burgenländische Krankenanstalten GmbH legt besonderen Wert auf einen optimalen und umweltschonenden Energieeinsatz. Nach der Einführung des Energiemanagementsystem nach ISO 50001 mit der Landesholding Burgenland GmbH im Jahr 2020, wird das nun etablierte Energiemanagementsystem laufend evaluiert und entsprechend angepasst.
Dazu werden neben den technischen Energieeffizienzprojekten auch laufend E-Learning- Kurse für die Mitarbeiter in Kooperation mit der Landesholding Burgenland GmbH bereitgestellt, um das Bewusstsein zum schonenden Umgang mit der Ressource Energie zu schaffen und zu schärfen.
Bei den Kliniken Oberpullendorf und Güssing wurde mit der Hochschule Burgenland ein Energiezählerkonzept entwickelt um die Energieläufe bzw. Verbräuche bzw. Maßnahmen besser Monitoren wie auch planen zu können. Die Umsetzung ist aktuell noch am Laufen und die Fertigstellung ist mit Ende 2026 geplant.
Im November 2025 wurde auch das Re-Zertifizierungsaudit mit der TÜV positiv abgeschlossen.
5.2 Nachhaltigkeit und Umweltschutz
Im März 2025 wurde das Projekt der EMAS III Zertifizierung mit einer Kick-Off-Veranstaltung in Oberwart gestartet. Im Laufe des Jahres 2025 wurden das Umweltmanagementsystem in den 4 Kliniken implementiert und im August mit einem ersten internen Audit positiv überprüft. Im November 2025 fand das externe Audit durch die Quality Austria in 2 Klinken (Oberwart und Güssing) statt und die Zertifizierung wurde erfolgreich abgelegt. Seit Dezember 2025 sind die Klinken der Burgenländische Krankenanstalten GmbH gemäß ISO 14001 und seit Jänner 2026 EMAS III zertifiziert.
Die auf dem Gebiet des Umweltschutzes erzielten technischen Fortschritte werden laufend im Hinblick auf ihre Umsetzbarkeit geprüft und fließen in die Planungen des Unternehmens ein. An allen Klinik Standorten werden die umweltrechtlichen Bestimmungen und Auflagen erfüllt. Die erforderlichen technischen Werte unterliegen einer regelmäßigen systematischen Steuerung und Überwachung, mit dem Ziel, Ineffizienzen frühzeitig zu erkennen und kontinuierliche Verbesserungen zu erreichen. Auch im Rahmen der Instandhaltung und Betriebsführung wird laufend der Energieeinsatz evaluiert und optimiert.
Zur besseren Nachvollziehbarkeit der Einhaltung der umweltrechtlichen Bestimmungen wurde ein Softwaretool „Lex-Tool" angeschafft, in dem sowohl die laufende Kontrolle der Einhaltung der umweltrechtlichen Bestimmungen gemonitort als auch die Maßnahmen abgebildet werden. Zusätzlich zu den drei Kliniken Oberpullendorf, Kittsee und Güssing hat nun auch Oberwart als vierte Klinik am Projekt der GÖG „Klimafreundliche Gesundheitseinrichtungen“ teilgenommen. Die Daten wurden zunächst erfasst, ein Maßnahmenkatalog erarbeitet und bereits in Umsetzung gebracht.
An allen Standorten wurde das Abfallkonzept überarbeitet, um mehr Wertstoffe getrennt zu sammeln. Im Rahmen der Vorbereitung der EMAS-Zertifizierung wurde auch die Speisenversorgung in Güssing, Oberwart und Oberpullendorf analysiert und es konnten bei der Verwurfsrate bereits erste gute Erfolge erzielt werden
Sämtliche gesetzte Ziele (Decarbonisierungsfahrplan, Umweltprogramm, etc.) werden im Rahmen der Umweltberichte bzw. der Umwelterklärung kontinuierlich gemonitort und überwacht. Mitarbeiter wurden in diversen Lehrgängen (Klimamanager in
Gesundheitseinrichtungen) weitergebildet, um die Nachhaltigkeit im Unternehmen verstärkt etablieren zu können. Mit Jahresende wurde darüber hinaus die Stelle „klinische Umweltbeauftrage“ ausgeschrieben und konnte mittlerweile bereits erfolgreich besetzt werden.
5.3 Berichtswesen gemäß CSRD-Richtlinie
Gemeinsam mit der Landesholding Burgenland wurde das Berichtswesen gemäß CSRD- Richtlinie (Corporate Sustainability Reporting Directive) in Angriff genommen. Die Wesentlichkeitsanalysen wurden erstellt und im Herbst 2024 präsentiert. Eine Software zur Erfassung der Daten wurde seitens der Landesholding Burgenland beschafft (Luca-Net). Die Burgenländische Krankenanstalten GmbH wird im zweiten Quartal 2026 voraussichtlich zur Erfassung der Daten aufgefordert werden und es ist ein erster Testbericht für das Jahr 2025 geplant.
6. Beteiligungen
6.1 Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe Burgenland GmbH (AGSB)
Im Jahr 2025 wurde die Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe Burgenland GmbH (AGSB) mit Sitz in Pinkafeld als 100%ige Tochtergesellschaft der Burgenländischen Krankenanstalten GmbH gegründet. Die gemeinnützige Gesellschaft hat den Zweck, den steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften im Gesundheits- und Sozialwesen systematisch und nachhaltig zu decken. Zielsetzungen sind insbesondere die Bündelung bestehender Bildungsangebote, die Förderung von Innovation und Digitalisierung in der Ausbildung sowie die Stärkung des Bildungsstandorts im Burgenland. In 2025 wurde ein Jahresüberschuss iHv. EUR 218.058,61 erzielt.
6.2 Burgenländische Pflegeheim Betriebs-GmbH (BPB)
Die Burgenländische Krankenanstalten GmbH ist zu 51% an der Gesellschaft mit Sitz in Bad Tatzmannsdorf beteiligt, 49% hält die Soziale Dienste Burgenland GmbH. Die BPB betreut neben dem Pflegewohnhäusern Neudörfl und Oberpullendorf auch das Pflegezentrum Rechnitz. Mit November 2025 wurde zusätzlich der Betrieb des Pflegewohnheimes Redlschlag übernommen. Erklärtes Ziel der Gesellschaft ist es, neue Wege im Bereich der Pflege und Betreuung zu bestreiten. Besonderes Augenmerk liegt auf der Umsetzung eines bewohnersowie mitarbeiterfreundlichen und zeitgemäßen, modernen Standards.
Die Burgenländische Pflegeheim Betriebs-GmbH schloss das Jahr 2025 mit einem Jahresfehlbetrag iHv. EUR -662.921,09 (VJ: EUR -321.685,27) ab. Unter Berücksichtigung der Auflösung von Kapitalrücklagen reduzierte sich das negative Eigenkapital auf EUR -862.067,01. (VJ: EUR 999.145,92).
6.3 Medizinische Privatuniversität Burgenland GmbH (MPUB)
Die Gesellschaft wurde in 2025 mit Sitz in Pinkafeld gegründet. Die Burgenländische Krankenanstalten GmbH ist zu 49% an der Gesellschaft beteiligt, 51% hält die Landesholding Burgenland GmbH. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer privaten Universität mit Fokus auf
> medizinische und gesundheitswissenschaftliche Studiengänge;
➢ Forschung und Entwicklung in den Bereichen Medizin, Gesundheitswissenschaften, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz; ➢ Aus- und Weiterbildung für Fachkräfte im Gesundheitswesen; ➢ Förderung der regionalen und internationalen Zusammenarbeit mit Hochschulen, Bildungseinrichtungen, Krankenhäusern und Unternehmen des Gesundheitssektors.
Zusätzlich zum anteiligen Stammkapital iHv. EUR 4.900 wurde im Jahr 2025 ein anteiliger Gesellschafterzuschuss in Höhe von EUR 549.111,15 einbezahlt. Der Jahresfehlbetrag der Medizinischen Privatuniversität Burgenland GmbH belief sich in 2025 auf EUR 452.570,05.
6.4 PharmGenetix Burgenland GmbH
Gemeinsam mit der WAB Beteiligungs- und Risikomanagement GmbH (100%igen Tochtergesellschaft der Landesholding Burgenland GmbH) hat die Burgenländische Krankenanstalten GmbH im Jahr 2025 die PharmGenetix Burgenland GmbH mit Sitz in Oberwart gegründet. Ziel der Gesellschaft ist die Integration von pharmakogenetischen Analysen in die Struktur der burgenländischen Krankenanstalten. Es soll ein zukunftsweisendes Kompetenzzentrum für personalisierte Medizin im Burgenland entstehen. Durch den routinemäßigen Einsatz pharmakogenetischer Analysen soll für Patientinnen und Patienten:
➢• die individuell wirksamste und sicherste Medikation identifiziert, ➢•die Wahrscheinlichkeit unerwünschter Arzneimittelwirkungen reduziert, ➢• die Dosierung präziser und schneller eingestellt werden, und ➢• Therapieabbrüche sowie ineffektive Behandlungsversuche minimiert werden.
Die Burgenländische Krankenanstalten GmbH hält derzeit 49% der Anteile. Das anteilige Stammkapital iHv. EUR 49.000 wurde zur Gänze einbezahlt.
6.5 Digital Burgenland GmbH (DiBuG)
Die Burgenländische Krankenanstalten GmbH ist, neben dem Land Burgenland und der Burgenland Energie AG, Drittelgesellschafter der Digital Burgenland GmbH (vormals Erstes burgenländisches Rechenzentrum GmbH). Derzeit werden outgesourcte Leistungen sukzessive in die DiBUG transferiert.
Der Jahresgewinn der Gesellschaft betrug 2024/2025 € 13.103,92 (VJ: Gewinn € 2.112,75).
6.6 Labor Burgenland GmbH
Im Jahr 2025 wurde die Gesellschaft liquidiert. Die Erträge aus Beteiligungen iHv. EUR 1.067.468,11 wurden in der Burgenländische Krankenanstalten GmbH erfasst.
7. Risikobericht und Ausblick
7.1 Risikomanagementsystem
Im Berichtsjahr wurde das unternehmensweite Risikomanagement konsequent weiter verbessert und ausgebaut. Ein wesentlicher Schwerpunkt lag auf der Qualifizierung: Es fand
eine viertägige Ausbildung zum Risikomanager statt, die mit einer Prüfung sowie der Ausarbeitung und Präsentation einer umfassenden Risikoanalyse erfolgreich abgeschlossen wurde.
Weiters wurden im Jahr 2025 mehrere Anpassungen im Meldesystem CIRS vorgenommen. Dazu zählt die Einführung der Registerkarte „Schlagworte“, über die eingegangene Meldungen künftig systematisch verschlagwortet und für spätere Auswertungen genutzt werden können. Zudem wurde eine gemeinsame Meldegruppe etabliert, die es ermöglicht, für alle vier Kliniken relevante Fälle entsprechend zu kennzeichnen und an die CIRS-Systeme aller Häuser weiterzuleiten.
Die Burgenländische Krankenanstalten GmbH verfügt über ein umfassendes Versicherungsmanagement mit z.B. All-Risk-, D&0- sowie Strafrechtsschutzversicherung umgesetzt. Die abgeschlossene Haftpflichtversicherung im Zusammenhang mit Patientenbehandlungen deckt Schäden von bis zu 10 Mio. Euro pro Einzelfall ab. Im klinischen Bereich wird das Risikomanagement durch spezielle Instrumente, wie z.B. CIRS, Feedbackmanagement, Audits sowie der daraus resultierenden Risikoanalysen bzw. Berichte umgesetzt. Zusätzlich wurden externe Risikoaudits für ausgewählte Bereiche beauftragt.
Zur weiteren Stärkung des Risikomanagements wurde das Tool HitGuard neu und flächendeckend implementiert. Dieses dient der strukturierten Nachverfolgung von Maßnahmen sowie der klaren Zuordnung von Verantwortlichkeiten. Erste Schulungen zur Anwendung des Tools haben bereits in den Kliniken stattgefunden, weitere Schulungsmaßnahmen sind vorgesehen.
Aus interdisziplinär erstellten Risikoanalysen wurden gezielte Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet.
7.2 IT-Risiken
Der IT-Betrieb ist großteils an externe Dienstleistungsunternehmen ausgelagert. Die Betriebsführung ist durch klare Service Levels geregelt.
Die eigenen IT-Ressourcen konzentrieren sich im Wesentlichen auf das Auftragsmanagement, die Vergabe von Berechtigungen, die Weiterentwicklung und den Betrieb des Krankenhausinformationssystems i.s.h.med und weiterer medizinischer Anwendungen sowie das Projektmanagement für neue Projekte.
Ein entsprechendes Verfügbarkeitslevel konnte über eine redundante Auslegung und kontinuierliche Erneuerung von Infrastrukturkomponenten erreicht werden. Zur Erhöhung der IT-Sicherheit und Compliance wurden entsprechende Prozesse initiiert.
Die Primäre Anmeldung an den Arbeitsplätzen erfolgt über Chipkarten. Die Anmeldung an den Anwendungen erfolgt über eine von der Chipkarte unabhängige UserlD und Passwort. Die Vergabe von Berechtigungen für die Primäre Anmeldung erfolgt zentral automatisiert und ist durch ein Berechtigungskonzept geregelt.
Im Bereich SAP erfolgen Softwareänderungen auf einem Entwicklungssystem. Die Qualitätssicherung erfolgt auf einem eigenen Qualitätssicherungssystem, welches flächendeckend zur Verfügung steht.
Verbesserung der Compliance erfolgt durch Schulungen der It Mitarbeiter und regelmäßigen interner als auch externe Audits und der Umsetzung der daraus entstehenden Maßnahmenpläne.
7.3 Personal- und Fluktuationsrisiko
Eine effiziente Personalarbeit muss darauf abzielen, Strukturen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine flächendeckende, hochwertige Patientenversorgung durch ausreichend qualifiziertes Personal sicherstellen.
Ärzteoffensive
Die beiden angebotenen Summer School Termine im Mai und September waren auch im Jahr 2025 sehr gefragt. Über 20 Teilnehmer*innen besuchten jeweils die Klinik Oberwart und die Klinik Güssing an je drei Tagen. Neben medizinischen Fachvorträgen und dem Erwerb von Fertigkeiten für den klinisch-praktischen Alltag, hatten die Studierenden viele Möglichkeiten, sich mit unseren Experten*innen auszutauschen. Das Interesse hat beide Male die angebotenen Plätze übertroffen und die Rückmeldung der Teilnehmer*innen sowie das Interesse an einer Basisausbildung in einer der vier Kliniken ist durchwegs positiv. Die Summer School ist ein Teil der Ärzteoffensive der Burgenländische Krankenanstalten GmbH enland.
Ebenso wurde im ärztlichen Bereich das attraktive Angebot für Ärztinnen und Ärzte der Burgenländische Krankenanstalten GmbH konsequent weitergeführt und gezielt ausgebaut. Dazu wurde ein digitaler Fortbildungskalender für die Ärzteausbildung eingerichtet, der eine strukturierte und transparente Übersicht über sämtliche Fortbildungsangebote bietet. Ergänzend dazu wurde das Angebot an Podcasts und Videos erweitert, um fachliche Inhalte zeitgemäß, flexibel und ortsunabhängig zu vermitteln.
Aus-, Fort-, und Weiterbildung + Betriebliche Gesundheitsförderung
Es ist unerlässlich, als attraktiver Arbeitgeber nicht nur für potenzielle neue Mitarbeiter*innen wahrgenommen zu werden, sondern auch für bestehende Mitarbeiter*innen. Aus diesem Grund werden Maßnahmen in den Bereichen Fort- und Weiterbildung sowie Betriebliche Gesundheitsförderung kontinuierlich optimiert. Ein besonderer Schwerpunkt lag im Jahr 2025 auf der Förderung von digitalem und ortsunabhängigem Lernen.
Auch das allgemeine Fort- und Weiterbildungsangebot wurde laufend weiterentwickelt und ausgebaut. Anfang 2025 fand erstmals eine Programmbeiratssitzung statt, bei der die Mitglieder der Kollegialen Führungen aller Kliniken gemeinsam die Inhalte des jährlichen internen Bildungsangebots abstimmten. Darüber hinaus wurde die Digitalisierung im Bereich der Personalentwicklung weiter vorangetrieben. Mit der Einrichtung eines neuen Fortbildungsportals wurde eine zentrale, moderne Plattform geschaffen, die mit Veröffentlichung des Bildungsangebots 2026 online ging.
Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung nahm die Burgenländische Krankenanstalten GmbH im Jahr 2025 an mehreren Laufveranstaltungen teil. Dazu zählten unter anderem der Business Run in Neufeld, bei dem mit rund 120 Teilnehmer*innen ein neuer Teilnehmer*innenrekord erzielt wurde, der Frauenlauf in Stegersbach sowie der Blaufränkisch- Marathon in Deutschkreutz.
Auch das Projekt der Betrieblichen Gesundheitsförderung in Kooperation mit der BVAEB wurde weitergeführt: die Standorte Oberpullendorf und Güssing befanden sich 2025 in der Umsetzungsphase und in der Direktion fand im November 2025 das offizielle Kick-off für dieses Projekt statt.
Ebenfalls im November 2025 wurde eine unternehmensweite Gesundheitswoche an allen Standorten durchgeführt. Im Mittelpunkt der je nach Standort unterschiedlich gestalteten Programme standen Bewegungseinheiten, Fachvorträge sowie individuelle Beratungsangebote.
Employer Branding und Recruiting
Die bereits etablierten Personalmarketingmaßnahmen wurden kontinuierlich weiterentwickelt. Der Außenauftritt wurde inhaltlich und grafisch erweitert, um potenzielle Bewerber*innen noch gezielter anzusprechen. Darüber hinaus wurden die Karriere- und Recruiting-Zielseiten überarbeitet und die Social-Media-Kanäle regelmäßig mit personalrelevanten Themen bespielt.
Zur Gewinnung weiterer Mitarbeiter“innen präsentierte sich die Burgenländische Krankenanstalten GmbH zusätzlich zum Online-Auftritt auf zahlreichen nationalen und internationalen Karrieremessen. Dazu zählten unter anderem die AustroDoc in Innsbruck und Wien, der Karrieretag der Siegmund Freud Universität (SFU) in Wien, die Jobmesse in Bratislava, der MedDay der Arztekammer Wien, die BIBI Burgenland, das GROW Jobfestival, die Mission-Success-Messe an der FH Wiener Neustadt sowie ein Aula-Stand an der Hochschule Burgenland am Standort Pinkafeld. Ergänzend wurden die Gesundheits- und Krankenpflegeschulen (GKPS) sowie deren Ausbildungsangebote an den Standorten Oberwart und Eisenstadt aktiv beworben.
Zur Stärkung des Employer Brandings wurde an den Standorten ein gezielter Bewertungsaufruf auf einer Arbeitgeberbewertungsplattform “Kununu” umgesetzt. Die Bewertungen der Mitarbeitenden tragen wesentlich zur öffentlichen Wahrnehmung der Burgenländische Krankenanstalten GmbH bei.
Das Jahr 2025 stellte ein Recruiting-Rekordjahr bei der Besetzung von Primariats- und Leitungspositionen dar. Insgesamt konnten sechs Primariatsstellen, zwei Positionen in den Arztlichen Direktionen sowie mehrere weitere Leitungsfunktionen erfolgreich besetzt werden.
7.4 Finanzierungsrisiko
Mit Abschluss der Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG über die Organisation und Finanzierung des Gesundheitswesens in Österreich im Jahr 2023 ist die Grundsatzfinanzierung der Krankenanstalten für den Zeitraum 2024-2028 geregelt. Die Höhe der jährlichen finanziellen Zuwendungen an den Burgenländischen Gesundheitsfonds ist jedoch auch von den allgemeinen wirtschaftlichen Gegebenheiten abhängig, was in weiterer Folge bedeutet, dass auch die Fondsmittel an die Burgenländische Krankenanstalten GmbH in unterschiedlichen Höhen fließen. Im Rahmen des Errichtungsvertrages mit dem Eigentümer Land Burgenland im Jahr 1993 wurde daher eine Finanzierungsgarantie seitens des Landes („Abgangsdeckung") abgegeben.
Um kurzfristige Liquiditätsengpässe überbrücken zu können, bedient sich die Burgenländische Krankenanstalten GmbH kurzfristiger Barvorlagen. Aktuell bestehen solche Überziehungsrahmen mit drei Kreditinstituten.
Für größere Investitionen finanziert sich die Burgenländische Krankenanstalten GmbH fristenkongruent am Kapitalmarkt. Dies erfolgt im Regelfall mit einer Haftungserklärung durch das Land Burgenland. Im Jahr 2025 hat die Burgenländische Krankenanstalten GmbH einen Kredit iHv. EUR 24,0 Mio. aufgenommen. Die Kredite haben Laufzeiten zwischen 10 und 20 Jahren und sind mit Fixzinssätzen ausgestattet.
Mögliche Finanzierungsrisiken sind somit als gering einzuschätzen.
8. Investitionen
Uber das gesamte Jahr 2025 wurden an allen Standorten Investitionen zur Optimierung des Betriebes sowie Reinvestitionsmaßnahmen in Betriebsausstattung und Gebäude im üblichen Ausmaß getätigt.
Zusätzlich wurden Investitionsprojekte an allen Standorten begonnen bzw. umgesetzt.
| ➢ Zentral | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ✓ | Der Alarmserver in der Direktion wurde im viertem Quartal 2025 upgegradet bzw. das | ||||||
| Alarmmanagementsystem begonnen weiter zu implementieren. | |||||||
| ➢ Oberwart | |||||||
| ✓ | Es wurde die Phase 1 der Beschaffung der Mi-NCH abgeschlossen und die Geräte | ||||||
| erfolgreich implementiert und in Betrieb genommen. | |||||||
| ✓ | Es wurden die Beschaffungen für die Implementierung der HCH im vierten Quartal | ||||||
| begonnen um, den Betrieb mit ersten Leistungen per 02/2026 zu gewährleisten | |||||||
| ✓ Für die Mi-NCH wurde in gebrauchtes Modulgebäude beschafft und aufgebaut (rd. | |||||||
| 800m2) und die Inbetriebnahme ist für Q/72026 geplant. | |||||||
| ✓ | Im UG des Fingers 7 wurden Reserveflächen als Garderoben für die Mitarbeiter*innen | ||||||
| ausgebaut. | |||||||
| ✓ | Der Eingriffsraum auf der Kinderstation würde erfolgreich auf einen Notsectio-Raum | ||||||
| (für „rote" Sectios" upgegradet. | |||||||
| ✓ | Die Tagesklinik wurde im Rahmen des Projektes mit weiteren Geräten und | ||||||
| Instrumenten ausgestattet. | |||||||
| ✓ | Die neue Abteilung der Gastroenterologie wurde mit neuem Equipment im Q3/2025 | ||||||
| ausgestattet (Endoskopieturm mit Gastro- und Koloskopie-Gräten) | |||||||
| ✓ | 2 Elektro-Schnellladetankstellen wurden errichtet und in Betrieb genommen. | ||||||
| > Güssing | |||||||
| ✓ Im Vorbereich der Klinik wurde der Fahrradabstellplatz bzw. Besucherzone fertigstellt | |||||||
| und in Betrieb übergeben | |||||||
| ✓ | Es wurde die Mammographie in der Radiologie (neue Anlage inkl. Biopsie-Einheit) | ||||||
| implementiert und in Betrieb genommen. | |||||||
| ➢ Oberpullendorf | |||||||
| ✓ Im | Neubau | des | Logistikgebäudes | wurden | die | Reserveflächen | als |
| Besprechungszimmer und Veranstaltungsräume ausgebaut und in Betrieb genommen. | |||||||
| ✓ | Der radiologische Aufnahme-Platz wurde durch ein Refurbiushed-Gerät upgegradet. | ||||||
| ✓ | Der ERCP-Turm wurde beschafft und in der Internen Ambulanz implementiert | ||||||
| ✓ | Die Gebäude der ehemaligen Garderobe und Küche wurden rückgebaut und dient als | ||||||
| zukünftige Erweiterungsfläche. | |||||||
| ➢ Kittsee | |||||||
| ✓ | Das Projekt Umbau der O P-Säle Phase 1 und 2 wurden erfolgreich abgeschlossen und | ||||||
| im Jänner 2026 der Klinik für den Betrieb übergeben. | |||||||
| ✓ 1 | Das Projekt des Umbaus und Erweiterung der Bettenstation für orthopädische | ||||||
| Patienten wurde im Dezember 2025 fertigstellt und im Jänner an die Klinik zum Betrieb | |||||||
| übergeben. | |||||||
| ✓ | Elektro-Schnellladetankstellen wurden errichtet. | ||||||
| ✓ | Umbau Dachgeschoß Büros Phase 1 wurde im Dezember 2025 fertigstellt und den | ||||||
| Nutzern übergeben. | |||||||
9. Verwendung von Finanzinstrumenten
Die wesentlichen durch die Burgenländische Krankenanstalten GmbH verwendeten Finanzinstrumente umfassen Bankdarlehen und kurzfristige Vorlagen, Leasingverträge sowie Schulden aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck der Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit. Die Burgenländische Krankenanstalten GmbH verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus ihrer Geschäftstätigkeit resultieren.
Die Burgenländische Krankenanstalten GmbH nutzt keine derivativen Finanzinstrumente. Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Unternehmens ist es, die notwendige Liquidität zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit sicherzustellen.
10. Forschung und Entwicklung
Die Burgenländische Krankenanstalten GmbH ist im Rahmen von heimischen Studien auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung tätig.
11. Ausblick 2026
Die Ausweitung des medizinischen Leistungsspektrums des Unternehmens wird auch in 2026 in allen vier Kliniken deutlich voranschreiten. Der Bedarf an herzchirurgischen Eingriffen und an minimalinvasiven Interventionen (wie dem Aortenklappenersatz-TAVI) hat im Burgenland in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Gleichzeitig besteht eine zunehmende Ressourcenknappheit in den für das Burgenland laut ÖSG zuständigen herzchirurgischen Abteilungen in Graz und Wien. Dadurch müssen burgenländische Patient*innen mit beträchtlichen Wartezeiten auf elektive Herzoperationen rechnen. In 2026 wird daher der schrittweise Aufbau einer herzchirurgischen Abteilung im Schwerpunktkrankenhaus Oberwart weiter vorangetrieben.
Auch das Spektrum der Neurochirurgie wird am Standort in Oberwart sukzessive erweitert. In der Abteilung für Minimalinvasive Neurochirurgie soll es zwei Schwerpunkte geben: den Bereich minimalinvasive Neurochirurgie (inkl. endovaskuläre Neurointervention), Neuroonkologie und Radiochirurgie und den Bereich (interdisziplinäres Zentrum) für komplexe Wirbelsäulen- und Skoliosetherapie. Aber auch andere Bereiche, wie beispielsweise die Onkologie, HNO oder Gastroenterologie erweitern laufend das Leistungsangebot.
Im Budget für das Jahr 2026 hat die Burgenländische Krankenanstalten GmbH einen Abgang (nach UGB) in Höhe von rund EUR 184,6 Mio. (2025: EUR 140,3 Mio.) budgetiert. Um dem negativen Trend in der Ergebnisentwicklung zu begegnen, wird nach wie vor einerseits nach Kostensenkungspotenzialen und andererseits nach Potenzialen zur Erlössteigerung gesucht. Die größten Kostentreiber befinden sich im Personalaufwand, im Bereich der Zytostatika und den IT-Aufwendungen. Vor allem im Bereich der IT ist auch in Zukunft mit steigenden Kosten zu rechnen.
Die größte Herausforderung bleibt es auch im Jahr 2026, ausreichend Fachpersonal zu rekrutieren, um offene Stellen besetzen zu können. Die in den vergangenen Jahren, seitens des Landes Burgenlandes, verabschiedeten Ärzte- und Pflegepakete haben deutlich zur Attraktivierung der Burgenländische Krankenanstalten GmbH als Arbeitgeber beigetragen.
Insgesamt wird die Burgenländische Krankenanstalten GmbH ihre Rolle als führender Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen im Burgenland weiter stärken, indem sie sich an die sich
burgenland
verändernden Bedürfnisse und Anforderungen anpasst, Innovationen vorantreibt und effektive Partnerschaften fortführt. Durch eine strategische Ausrichtung auf Technologie, Prävention und Zusammenarbeit wird die Burgenländische Krankenanstalten GmbH auch im Jahr 2026 dazu beitragen, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung zu verbessern.
Eisenstadt, am 34 3 2026
Mag. Frang ller, MBA, MPH Geschäftsführer
Urad
Univ. Prof. Dr. Stephan Kriwanek
Geschäftsführer