Inhaltsverzeichnis
1. Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens sowie Risiken Aufgrund einer Konzernentscheidung wurden das PCV-Geschäft (Pumps, Cyclones, Valves) sowie das Mining Projektgeschäft im Jänner des Jahres 2024 nicht mehr durch die FLSmidth Österreich betrieben, sondern die Aufträge durch andere Konzerngesellschaften abgeschlossen und verrechnet. Dies bedeutet, dass aus dem operativen Geschäft keine Umsatzerlöse aus neuen Aufträgen in Österreich realisiert werden. FLSmidth Österreich fungiert in Zukunft als ausführende Organisationseinheit, deren Kosten von den operativen Gesellschaften abgegolten werden. Die zum Zeitpunkt der Übergabe laufenden Projekte sowie Aufträge wurden bzw. werden von der Gesellschaft bis zu ihrer Abnahme durch die Kunden (2025 und 2026) abgearbeitet. Für die organisatorische Tätigkeiten erhält die FLSmidth GmbH eine Refundierung ihrer Kosten inkl. eines Gewinnaufschlages. Bis zum Jänner 2024 unterteilte sich die FLSmidth GmbH grundsätzlich in zwei inländische Standorte mit sehr unterschiedlicher Geschäftstätigkeit. Der Standort Neusiedl war durch den Großhandel und von einer kontinuierlichen Geschäftstätigkeit geprägt. Dem gegenüber war der Standort Leoben vorwiegend im Projektgeschäft tätig (Vortriebs- und Gewinnungssysteme für den Bergbau, sowie Fördertechnik) und somit mit einem schwankenden Geschäftsverlauf konfrontiert. Insbesondere durch den hohen Anteil an langfristigen Projekten und der Umsatzrealisierung nach der „Completed Contract Methode“ (Umsatzrealisierung erfolgt erst mit Projektabschluss bzw. -übergabe), waren und sind die finanziellen Leistungsindikatoren einer hohen Schwankungsbreite ausgesetzt. Die Vergleichbarkeit der folgenden Zahlen ist daher nur eingeschränkt.
| (in TEUR) | 2025 | 2024 | Veränd. | in% |
|---|---|---|---|---|
| Betriebsleistung (inkl. Bestandsveränderung) | 41 109 | 48 333 | -7 224 | -14,9% |
| Materialaufwand | -20 109 | -47 626 | 27 517 | -57,8% |
| Betriebsergebnis excl. Konzernverrechnungen | 14 273 | -3 841 | 18 114 | -471,6% |
| Ergebnis vor Steuer excl. Konzernverrechnungen | 15 495 | -2 753 | 18 248 | -662,8% |
| Konzernverrechnungen | -1 357 | -1 098 | -259 | 23,6% |
| Ergebnis vor Steuer | 14 138 | -3 851 | 17 989 | -467,1% |
Die Betriebsleistung reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 7.224 TEUR oder -14,9% aus den oben genannten Gründen. In der Betriebsleistung sind auch die Kostenverrechnungen für die organisatorische Tätigkeit der Gesellschaft in Höhe von 4.884 TEUR enthalten. Der Projektumsatz betrug 115.879 TEUR im Gegensatz zum Vorjahr in Höhe von 34.686 TEUR. Der Umsatz aus dem Aftersales Service sowie Handel reduzierte sich von 25.424 TEUR auf 3.443 TEUR im Jahr 2025. Bereinigt um die in der Betriebsleistung enthaltene Kostenverrechnung betrug der Anstieg 18.114 TEUR. Dies ist bedingt durch die Abrechnung eines großen Projekts mit einer hohen Marge. Das Ergebnis vor Steuer verbesserte sich um 15.589 TEUR.
Der Bestand an noch nicht abrechenbare Leistungen (vor Abzug der erhaltenen Anzahlungen) der zum Stichtag bestehenden Projekte ist mit 70.496 TEUR signifikant geringer als im Vorjahr. Diese werden im folgenden Jahr finalisiert und abgerechnet.
Es bestehen keine Zweigniederlassungen.
2. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die folgenden Kennzahlen werden auf Gesamtunternehmensebene berechnet.
Das „Net Working Capital“ verbesserte sich aufgrund der Abrechnungen der Reduktion der erhaltenen Anzahlungen von 30.321 TEUR im Vorjahr auf 40.656 TEUR im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Die Geldflussrechnung zeigt folgende Zahlungsströme (in TEUR):
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Nettogeldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 9 828 | 5 245 |
| Nettogeldfluss aus der Investitionstätigkeit | 0 | -90 |
| Nettogelfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 0 | 0 |
| Veränderung des Fonds | 9 828 | 5 155 |
| Fonds zu Beginn des Geschäftsjahres | 36 850 | 31 695 |
| Fonds zum Ende des Geschäftsjahres | 46 678 | 36 850 |
Der Fond setzt sich aus den liquiden von 388 TEUR und dem Konzern Cash Pool von 46.290 TEUR zusammen. Die Eigenkapitalquote veränderte sich von 39,1 % im Vorjahr auf 55,8 % im Jahr 2025. Die Eigenkapitalrentabilität auf Basis des Ergebnisses vor Steuer verbesserte sich wegen des positiven Jahresergebnisses von -13,2 % im Vorjahr auf 35,1 % im Jahr 2025. Dies spiegelt sich auch in der Umsatzrentabilität wider, welche sich auf Basis des Ergebnisses vor Steuern von -5,7 % im Vorjahr auf 11,4 % in diesem Jahr verbesserte.
3. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Die Anzahl der Mitarbeiter zum Bilanzstichtag ist im Vergleich zum Vorjahr von 35 auf 33 gesunken.
Die FLSmidth Gruppe legt großen Wert auf die Eckpfeiler „Gesundheit“, „Sicherheit“ und „Umwelt“.
| FLSmidth Group | ||
|---|---|---|
| Health | Safety | Environment |
Die Gesundheits- und Sicherheitsstrategie der FLSmidth Gruppe verfolgt unter anderem das Ziel eine Verletzungs- und Letalitätsrate von 0 zu erreichen. Hierfür werden Trainings, E-Learning Einheiten und eine jährliche „Safety week“ abgehalten. Das “H&S Management” widmet sich der Einführung messbarer Ziele und deren Erreichung in der Zukunft. Darüber hinaus legt man Wert auf eine Expansion der HSE Zertifizierung innerhalb der Organisation.
Die Umweltstrategie der FLSmidth Gruppe beruht auf Nachhaltigkeit. Das „Environment Management System“ ist bestrebt das Bewusstsein für Umweltbelange bei allen Mitarbeitern zu erhöhen. Aktuell sind die „Mining“- und Zementindustrie für rd. 10 % des gesamten Co2 Ausstoßes verantwortlich. Mit der „Mission Zero“ wird das Ziel verfolgt, diese Emissionen bis 2030 auf 0 zu reduzieren. Damit übernimmt der FLSmidth Konzern eine führende Rolle, um in den genannten Industrien für eine nachhaltige Zukunft zu sorgen.
4. Forschung und Entwicklung
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Sinne von Engineering für Digitalisierung und Produktinnovationen waren in diesem Geschäftsjahr nur mehr von untergeordneter Bedeutung, da diese ebenso an andere Konzerngesellschaften übertragen wurde.
5. Risikobericht und Ausblick
Aufgrund einer Konzernentscheidung werden das PCV-Geschäft (Pumps, Cyclones, Valves) sowie das Mining Projektgeschäft mit Beginn des Jahres 2024 nicht mehr durch die österreichische Gesellschaft betrieben, sondern die Aufträge durch andere Konzerngesellschaften abgeschlossen und verrechnet. Dies bedeutet, dass aus dem operativen Geschäft keine Umsatzerlöse aus neuen Aufträgen in Österreich realisiert werden. FLSmidth Österreich fungiert in Zukunft als ausführende Organisationseinheit, deren Kosten von den operativen Gesellschaften abgegolten werden.
Unser Unternehmen ist im Rahmen seiner unternehmerischen Tätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Generell definiert das Unternehmen Risiko als Abweichung von festgelegten Unternehmenszielen (klassische Definition) bzw. als potenziellen Gewinnentgang.
Aufgrund der Umstellung der Geschäftstätigkeit von einer operativ am Markt tätigen Gesellschaft (PCV- Geschäft, Projektgeschäft) auf eine ausführende Organisationseinheit mit Abgeltung der Kosten inkl. eines marktüblichen Aufschlages sind die Marktrisiken (Mitbewerber), betriebliche Risiken (Beschaffungsrisiken, Rohstoffpreise) sowie rechtliche Risiken und Umweltrisiken in den Hintergrund geraten.
Durch den Umstand, dass die Gesellschaft die Kostenverrechnung sowie die Abrechnung der noch zu finalisierenden Projekte vorwiegend in der Hauswährung EURO abwickelt, besteht nur ein sehr geringes Risiko bedingt durch Währungsschwankungen. Für den Anteil an Fremdwährungsgeschäften (vorwiegend in USD) ist unser Bestreben, das Währungsrisiko möglichst gering zu halten. Dem Risiko einer Insolvenz von Kunden bzw. Lieferanten und somit ein Forderungsausfall versuchen wir entgegenzuwirken, indem wir verstärkt die Bonität von wichtigen Kunden und Lieferanten regelmäßig überprüfen. Das Guthaben in dem von einem verbundenen Unternehmen geführten Cashpool beläuft sich auf 46.290 TEUR (Vorjahr 36.748 TEUR). Ein Ausfallsrisiko wird aufgrund der Bonität des Konzerns ausgeschlossen.
Die derzeit laufenden Projekte werden von der Gesellschaft bis zu ihrer Abnahme durch den Kunden (2026) abgearbeitet. Die Geschäftsführung geht jedoch davon aus, dass die Projekte vereinbarungsgemäß abgeschlossen werden können und daher keine Bestandsgefährdung eintreten sollte.
Für das Jahr 2026 wird durch die Abschlüsse derzeit laufender Projekte sowie der Verrechnung der Kosten für die organisatorische Tätigkeit mit einem Gewinnaufschlag mit einem positiven Ergebnis gerechnet.
Neusiedl am See, am 10. Juli 2026
Dipl.-Ing. DrRogan van Ommen, Geschäftsführer