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Lagebericht 2025

Wuppermann Metalltechnik GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 08. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

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Wuppermann Metalltechnik, Altmünster

1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

1.1 Geschäftsverlauf

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 war von einem anhaltend schwachen gesamtwirtschaftlichen Umfeld geprägt. In Verbindung mit der nach wie vor über dem europäischen Durchschnitt liegenden Inflation in Österreich, konnten keine positiven Impulse nachfrageseitig verzeichnet werden.

Trotz dieses herausfordernden Marktumfelds konnten im Jahresverlauf vielversprechende Neukunden gewonnen werden. Im Segment Rohre und Profile konnten auch im Hinblick auf den Hochlauf des neuen Rohrwerks neue Kundenbeziehungen aufgebaut werden. Zudem wurden notwendige Investitionen getätigt, um den Anlauf eines Automobil- Großprojekts im Bereich der Rohrkomponentenfertigung sicherzustellen. Im Bereich Systemtechnik hat sich die Auftragslage insbesondere in der zweiten Jahreshälfte verbessert.

1.2 Wirtschaftliche Lage

Die WMT konnte im Geschäftsjahr 2025 im Segment Rohre und Profile den Auftragseingang kontinuierlich steigern, sodass zum Jahresende ein gegenüber dem Vorjahr höherer Auftragsbestand besteht. Das Absatzvolumen konnte dahingegen gegenüber dem Vorjahr nicht gesteigert werden. Die im Plan gesetzten Absatzziele im Bereich Rohre und Profile wurden nicht erreicht. Zwar konnte der Hochlauf des neuen hochautomatisierten Rohrwerks im zweiten Halbjahr erfolgreich abgeschlossen werden, die Hochlaufkurve fiel jedoch flacher als geplant aus.

Im Systemtechnikbereich konnte im Jahresverlauf der Auftragseingang gesteigert werden, wohingegen der Umsatz unter dem Vorjahreswert liegt. Insbesondere im ersten Halbjahr konnten die geplanten Umsätze nicht erzielt werden, sodass trotz eines Anstiegs der Umsätze im zweiten Halbjahr das Jahresziel nicht erreicht werden konnte.

Die WMT konnte somit die Ergebnisziele für das Geschäftsjahr nicht erreichen und liegt auch unter dem Ergebnisniveau des Vorjahres. Insbesondere die im Vergleich zum Vorjahr nochmals gestiegenen Personalkosten konnten nicht kompensiert werden.

Die WMT blickt somit auf ein herausforderndes Jahr, das mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden konnte, zurück.

1.3 Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat keine Zweigniederlassungen.

1.4 Leistungsindikatoren

1.4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Trotz des herausfordernden Marktumfelds konnte die Gesellschaft einen positiven Jahresüberschuss erzielen. Das EBITDA als wichtigster finanzieller Leistungsindikator liegt hinter Plan und Vorjahr zurück.

Der Free Cash Flow der WMT ist auch im abgelaufenen Geschäftsjahr maßgeblich beeinflusst durch die hohen Investitionsauszahlungen in Verbindung mit dem Rohrwerk 4.0. Der operative Cash Flow aus dem laufenden Geschäftsbetrieb fiel positiv aus.

Die WMT hat die Investitionsausgaben im Jahr 2025 über das Cash-Pooling System der Gruppe finanziert. Gegenüber der Holding-Gesellschaft, der Wuppermann AG (WAG) weist die Gesellschaft zum Jahresende eine Verbindlichkeit aus. Die Finanzierung der WMT wird über einen Cash-Pooling-Vertrag mit der WAG gesteuert, wodurch eine tägliche Verfügbarkeit der benötigten liquiden Mittel gewährleistet ist.

Die Vermögenslage der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr verändert. Die hohen gesamthaften Investitionsausgaben für das Rohrwerk 4.0 spiegeln sich im Bereich des Anlagevermögens wider. Das Umlaufvermögen sinkt im Vergleich zum Vorjahr, da das als Forderung ggü. verbundene Unternehmen bilanzierte Cash-Pool Guthaben zur Finanzierung der Investitionszahlungen genutzt wurde.

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund des Anstiegs des Anlagevermögens und der Verbindlichkeiten ggü. verbundene Unternehmen aus Cash- Pooling erhöht. Die Eigenkapitalquote ist gegenüber dem Vorjahr gesunken, liegt aber nach wie vor auf einem hohen Niveau i.H.v. 65 Prozent.

Finanzlage

Die Nettofinanzposition (ohne Berücksichtigung der Forderungen ggü. verbundene Unternehmen Cash-Pooling) zum 31. Dezember 2025 i.H.v. 3.359 TEUR hat sich gegenüber dem Vorjahreswert i.H.v. 3.805 TEUR reduziert.

Die Werte stellen sich im Einzelnen wie folgt dar: (in TEUR)

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
20252024
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit2.3054.377
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit-22.632-18.728
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit20.32314.351
Zahlungswirksame (Zwischensumme 1-3)VeränderungdesFinanzmittelfonds-40

Somit hat sich die Finanz- und Liquiditätslage der Gesellschaft im Bereich der langfristigen Verpflichtungen leicht verbessert. Durch die hohen Investitionsausgaben ist eine Cash-Pool Verbindlichkeit ggü. der WAG aufgebaut worden.

1.4.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

1.4.2.1 Personal

Zum 31.12.2025 beschäftigte die WMT 167 aktive und inaktive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (inkl. Lehrlinge). Im Jahresdurchschnitt lag die Zahl bei 165. Im Laufe des Jahres hat zum einen der Umsatzanstieg im Systemtechnikbereich als auch der Hochlauf des neuen Rohrwerks dazu geführt, dass die Anzahl der Leiharbeiter im Jahresdurschnitt von 8,4 auf 12,5 Vollzeitäquivalente (VZÄ) angestiegen ist.

Die Arbeitssicherheit nimmt am Standort die höchste Priorität ein. Als führende Kennzahl wird die Unfallhäufigkeit LTI = Anzahl der Unfälle mit Ausfallzeit (1 Tag und mehr pro 1 Million Arbeitsstunden) genutzt. Im Jahr 2025 ereigneten sich fünf Arbeitsunfälle, die zu einer LTI von 17,5 geführt haben. Diese Entwicklung ist nicht zufriedenstellend. Schon im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden zusätzliche Maßnahmen getroffen. Ein Arbeitssicherheitstag hat allen Mitarbeitern der WMT die Möglichkeit gegeben, sich intensiv

mit dem Thema auseinanderzusetzen. Für das Jahr 2026 sind weitere Maßnahmen geplant, um die Arbeitssicherheit am Standort wieder deutlich zu erhöhen.

Eine große Herausforderung stellt nach wie vor die Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Fachkräften im Produktionsumfeld dar. Neue Wege im Bereich Personalmarketing und Employer Branding wurden im Laufe des Jahres initiiert. Ein noch größeres Augenmerk wird auf die Ausbildung in den Lehrberufen Prozesstechniker, Metalltechniker und Elektrotechniker gelegt. Ziel ist es, die Übernahmequote zu erhöhen und den jungen Mitarbeitern spannende Perspektiven bei der WMT anbieten zu können.

1.4.2.2 Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Die WMT konnte im Jahr 2025 über die eigene PV-Anlage 406 kWh Strom erzeugen. Wie in den Vorjahren wird zu 100% CO2-freier Strom zugekauft. Mit der Inbetriebnahme der Energiezentrale im Rohrwerk 4.0 wurde ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gesetzt. Die Anlage nutzt Wärmerückgewinnung aus dem Produktionsprozess sowie Geothermie mittels Tiefenbohrungen und Wärmepumpen. Dadurch können die Hallen ganzjährig klimatisiert werden, ohne fossile Brennstoffe einzusetzen

2. Voraussichtliche Entwicklung und Risiken des Unternehmens

2.1 Voraussichtliche Entwicklung

Die weitere Entwicklung des Rohrwerks 4.0 wird das Jahr 2026 maßgeblich prägen. Neben dem Hochlauf verschiedener Neukunden und Neuprojekte wird ein Schwerpunkt auf der geplanten Verlagerung der bestehenden Rohrstraße in das neue Gebäude liegen. Für das bestehende Geschäft im Bereich Rohre und Profile gehen wir aufgrund der konjunkturellen Entwicklung von keiner Belebung aus.

Die Umsetzung der Systemtechnikstrategie mit dem Fokus auf Umsatzsteigerung und die Automatisierung der Produktionsprozesse wird weiterverfolgt.

Somit erwarten wir für das Jahr 2026 aufgrund der geplanten Absatzsteigerung in Verbindung mit dem Hochlauf des Rohrwerks 4.0 ein nachhaltiges Umsatzwachstum und eine deutliche Stärkung der Markposition der WMT.

2.2. Risikobericht

Das Unternehmen ist im Rahmen seiner geschäftlichen Tätigkeit unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt, die unmittelbar mit seinem unternehmerischen Handeln verbunden

sind. Unter Risiken verstehen wir allgemein drohende Ereignisse oder Entwicklungen mit negativer Wirkung auf die Möglichkeiten, die Unternehmensziele zu erreichen.

Das Risikomanagement umfasst alle Maßnahmen, die einen systematischen und transparenten Umgang mit Risiken sicherstellen. Die Verknüpfung in den Planungs- und Berichterstattungsprozess der Gruppe ist ein wichtiger Bestandteil eines funktionierenden Risikomanagementsystems.

Gegenüber dem Vorjahr hat sich aus der Analyse und Bewertung der Einzelrisiken keine Veränderung der Gesamtrisikolage ergeben. Nach wie vor liegt der Fokus auf geopolitischen Risiken und den daraus resultierenden operativen Risiken, wie z.B. der konjunkturellen Entwicklung. Beschaffungsrisiken begegnet die Gesellschaft mit Hedging im Bereich Energie. Zudem werden Preissteigerungen im Vormaterialbereich an Kunden weitergegeben.

Aus heutiger Sicht weist das Unternehmen somit keine den Bestand gefährdenden Risiken mit nennenswerter Eintrittswahrscheinlichkeit auf.

3. Forschung und Entwicklung

Der Schwerpunkt im Bereich der Forschung und Entwicklung lag insbesondere in der Produktentwicklung in Verbindung mit der Inbetriebnahme der neuen Rohrstraße. Die Direkteinformungstechnologie der neuen Rohrstraße konnte im Rahmen eines Kundenprojekts zur Serienreife gebracht werden. Ebensokonnten Rohrkomponentenprojekte für die Automobilindustrie mittels eigener Umformtechnologien und dem Einsatz hochautomatisierter Verarbeitungsprozesse umgesetzt werden. Im Systemtechnikbereich wurden neue Komponenten für Maschinen zur Lebensmittelverarbeitung entwickelt, um zusätzliche Kundensegmente zu erschließen. Zur analytischen Aufbereitung wurde mit externen Partnern und auch mit der Wuppermann Engineering zusammengearbeitet.

Altmünster, 02.02.2026

Christoph Bell

Ing. Hans Georg Wildauer

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