Inhaltsverzeichnis
I. Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
1. Aufgaben und Zielsetzung
Die Aspöck Systems GmbH ist Teil der Aspöck Gruppe und ist mit über 40 Jahren Erfahrung Europas führender Hersteller vorgefertigter Lichtanlagen für gezogene Fahrzeuge aller Art. Vom Konzept bis hin zum montagebereiten Produkt entwickelt, produziert und testet Aspöck Lösungen rund um das Thema Licht für Pkw, PKW-Anhänger, Lkw, LKW-Anhänger, Baufahrzeuge, Agrar- und Baufahrzeuge/maschinen, Automotive, Motorräder, Caravans und andere Spezialgeräte- und Spezialfahrzeugehersteller.
Die Planung, Entwicklung und Produktion zukunftsweisender Beleuchtung für unterschiedlichste Fahrzeuge stehen im Fokus des Unternehmens. Höchste Ansprüche an Präzision und Perfektion bestimmen die Verantwortung gegenüber unseren Kunden. Die Aspöck Systems GmbH bietet individuelle und innovative Lösungen für neuartige LED- Beleuchtungs-, aber auch Verkabelungs- und Stecksysteme. Darüber hinaus werden auch richtungsweisende Technologien im Bereich der Fahrzeugelektrik entwickelt und vertrieben. Exemplarisch seien hier Reifendruckmanagementsysteme und Abstandskontrollen genannt.
Die „Strategie 2030“ der Aspöck Gruppe definiert den Weg, um die Marktführerschaft in den oben genannten Produktlinien zu behaupten und auszubauen. Für das Kernsegment im gezogenen Bereich beansprucht das Unternehmen die Technologie- und Marktführerschaft. Ebenso sollen Spezialgerätchersteller und LED-Band-Technologien sowie Agrar- und Baumaschinen tragende Säulen eines diversifizierten Portfolios sein.
Aufträge zur Entwicklung und Serienfertigung von Produkten werden im Aspöck Entwicklungs- und Produktionsnetzwerk ausgeschrieben. Unter Berücksichtigung der Wettbewerbsfähigkeit werden die Produkte in der Gruppe entwickelt / produziert. Automotive Produkte werden zu 100 % in der Gruppe entwickelt und produziert. Im Fokus stehen neben der Entwicklung neuartiger Konzepte auch moderne Designs.
Bei Beauftragung von Serienfertigungen außerhalb der Gruppe wird mittels Lieferantenaudits die Kernkompetenz eruiert und die fortwährende Qualität sichergestellt.
2. Geschäftsverlauf
Das Unternehmen erzielte einen positiven Betriebserfolg in Höhe von EUR 25.007.143,36 und einen positiven Finanzerfolg in Höhe von EUR 1.765.261,17. Nach Berücksichtigung des Steueraufwandes (EUR 6.252.048,37) ergibt sich ein positives Jahresergebnis in Höhe von EUR 20.520.356,16. Der Bilanzgewinn beläuft sich im Wirtschaftsjahr 2024/2025 auf EUR 153.670.651,03.
Auswirkungen der Zinspolitik und der Inflation
Zwischen 01.07.2024 und 30.06.2025 hat die EZB ihren seit Juni begonnenen Lockerungszyklus konsequent, aber in kleinen Schritten fortgesetzt: Der Einlagensatz wurde in sieben 25-Basispunkt-Schritten von 3,75 % Anfang Juli 2024 auf 2,00 % mit Wirkung 11.06.2025 gesenkt, jeweils mit Verweis auf den gut fortschreitenden Desinflationsprozess sowie nachlassende Kerninflation. Parallel dazu ging die Inflation im Euroraum auf rund 2,2– 2,5 % Ende 2024/Anfang 2025 zurück. Die Lohnentwicklung blieb – etwa mit den KV- Erhöhungen im österreichischen Handel, die nach sehr kräftigen Anpassungen 2023/24 inzwischen deutlich moderater ausfallen (z. B. +3,3 % ab 1.1.2025) – zwar spürbar, verlief aber im Einklang mit dem Inflationsrückgang, und der EZB-Wage-Tracker zeigt für 2025 nachlassende Lohnzuwächse, sodass keine selbstverstärkende Lohn-Preis-Spirale einsetzte. Aufgrund dieser Entwicklungen – rückläufige Inflation, abnehmender Lohndruck und sinkende Zinsen – konnten die Personalrückstellungen reduziert werden.
Für die weitere Entwicklung ergeben die Projektionen der EZB und anderer Institutionen ein Bild verhaltenen, aber positiven Wachstums im Euroraum (realer BIP-Zuwachs um rund 0,9– 1,2 % p. a.) bei einer Inflation, die um das 2-%-Ziel schwankt. Das verbessert tendenziell die Planungssicherheit und stützt die Kaufkraft, auch wenn Unsicherheiten durch geopolitische Risiken, Energiepreise und globale Handelskonflikte bestehen bleiben. Für die Hersteller von Trailern (Nutzlastfahrzeuganhängern) ist das Umfeld gemischt: Nach einem kräftigen Aufschwung der Jahre 2021–2023 sind die Neuzulassungen schwerer Nutzfahrzeuge in der EU 2024 wieder gesunken (Lkw-Neuzulassungen –6,3 %), und auch 2025 zeigt sich insbesondere im ersten Halbjahr ein rückläufiger, konjunktursensibler Markt. Insgesamt ist daher von einer
eher seitwärts tendierenden, bis leicht rückläufigen Entwicklung der Trailer-Stückzahlen und des transportierten Ladevolumens auszugehen, mit deutlichen regionalen und branchenspezifischen Schwankungen. Aspöck konnte im Berichtszeitraum, entgegen diesen leicht negativen Entwicklungen, einen positiven Trend verzeichnen durch neue Produkte, Cross-Sales und Erweiterung des Kundenstammes.
3. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Es sind keine relevanten Ereignisse oder Entscheidungen in den Zeitraum der Bilanzerstellung gefallen.
4. Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage
Vermögenslage
Im Wirtschaftsjahr 2024/2025 hat sich das Anlagevermögen um EUR 12.389.211,60 auf EUR 88.981.381,69 erhöht.
Der Vorratsbestand hat sich von EUR 22.299.869,97 auf EUR 22.783.728,60 erhöht.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Wirtschaftsjahr von EUR 22.532.327,02 auf EUR 25.182.461,75 erhõht.
Die Aspöck Systems GmbH weist zum 30.06.2025 liquide Mittel in Höhe von EUR 42.357.573,04 aus (Vorjahr: EUR 46.922.547,09).
Das Unternehmen verfügt über Eigenkapital in Höhe von EUR 163.727.159,01 (VJ EUR 148.206.802,85), wodurch sich eine Eigenkapitalquote (= EK/GK) in Höhe von 90,33 % (VJ 87,33 %) ergibt. Die Fremdkapitalquote beträgt folglich 9,67 % (VJ 12,67 %). Aspöck Systems GmbH ist bestens finanziert. Die Eigenkapitalrentabilität beläuft sich auf 13,16 % (VJ 14,95 %) (= Gewinn / (EK 1.7.+ EK 30.06./2)). Die Eigenmittelquote gemäß § 23 URG beläuft sich nach Abzug der Investitionszuschüsse und der von Vorräten absetzbaren Anzahlungen auf 90,52 % (VJ 87,60 %).
Die Schuldentilgungsdauer nach § 24 URG beträgt ebenso wie im Vorjahr 0 Jahre und komplettiert das Bild des bestens finanzierten Unternehmens.
Der Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich auf TEUR 15.829 (Vorjahr TEUR 30.490).
Finanzlage
Zum 30.06.2025 verbleibt ein vortragsfähiger Bilanzgewinn in Höhe von EUR 153.670.651,03.
Die Abfertigungsansprüche von einer Gruppe von Mitarbeitern wurden im WJ 2014/2015 an ein Versicherungsunternehmen ausgegliedert. Hinsichtlich der verbleibenden Ansprüche ist die Rückstellung für Abfertigungen von EUR 517.263,08 auf EUR 180.905,93 im Wirtschaftsjahr gesunken. Die fiktive Rückstellung für die ausgegliederten Ansprüche beträgt EUR 2.073.539,61. Die Rückstellung für Pensionen wurde um EUR 69.251,70 auf EUR 1.263.829,58 reduziert. Im WJ 2022/2023 wurden die Rückdeckungsversicherungen (Finanzanlagen) mit der Pensionsrückstellung saldiert. Die restlichen Personalrückstellungen (Jubiläumsgelder und Jubelurlaubstage, nicht konsumierte Urlaube, Zeitausgleich, Überstunden, Invalidenausgleichstaxe) betragen zusammen EUR 4.020.476,37 (Vorjahr EUR 4.212.045,78).
Die sonstigen Rückstellungen (exklusive restliche Personalrückstellungen) sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 163.295,18 gestiegen und betragen nun EUR 479.810,64.
Die Verbindlichkeiten betrugen im Wirtschaftsjahr 2024/2025 insgesamt EUR 10.244.404,18 (Vorjahr EUR 12.412.202,89).
Ertragslage
Die Umsatzerlöse belaufen sich im Wirtschaftsjahr 2024/2025 auf EUR 176.499.824,32 (Vorjahr EUR 168.245.929,98 – Steigerung von 4,91 %).
94,01 % des Umsatzes betreffen Exporterlöse (Basis Umsatzerlöse abzüglich Erlösschmälerungen).
Die Umsatzrentabilität (vor Zinsen) beträgt 14,17 % (Vorjahr 14,69 %).
Der Materialaufwand ist auf EUR 113.230.159,96 (Vorjahr EUR 109.363.454,94) um 3,54 % gestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten vorwiegend Erträge aus der Verrechnung von Lizenzgebühren, aus den Erträgen aus der Auflösung von Investitionszuschüssen und aus Versicherungen.
Beim Personalaufwand war im Wirtschaftsjahr 2024/2025 eine Zunahme in Höhe von EUR 3.922.634,68 gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Diese Erhöhung erklärt sich insbesondere durch Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie erhöhten Pensionsverpflichtungen. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitäquivalent) hat sich von 349 auf 350 minimal erhöht.
Die Abschreibungen haben sich im Wirtschaftsjahr um EUR 48.627,20 erhöht.
Unter die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Fracht, Energie, Instandhaltung, Versicherungen, Rechts- und Beratungsaufwendungen, IT-Aufwendungen, Reinigung und Entsorgung, Reisespesen, Miet- und Leasingaufwendungen, Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sowie Messe- und Werbeaufwendungen gegliedert.
Zusätzlich sind aufgrund der Einschätzung des Unternehmens, dass die Feststellung der Betriebsprüfung in Bezug auf nicht sachgerechte Bepreisung des Verkaufs von Produkten an 2 gruppeninterne Unternehmen, falsch ist, 90 % des Umsatzes korrigiert, indem diese 90% ebenfalls als sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst wurden (EUR 186.700,80).
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zeigt zum aktuellen Zeitpunkt ein positives Bild. Werkzeuge / Equipments (=Anlagen) sind vollständig eigenfinanziert.
In die Infrastruktur am Betriebsgelände der Zentrale in Enzing 4, 4722 Peuerbach wird weiterhin investiert, um die auf einem hohen Niveau bleibende Nachfrage nach Aspöck Produkten technologiezentriert und schlank anbieten zu können.
Zweigniederlassungen
Die Aspöck Systems GmbH hat eine unselbständige Betriebsstätte. Diese wurde im Wirtschaftsjahr von Widldorf 40, 4715 Taufkirchen an der Trattnach in die Inkobastraße 2, 4730 Waizenkirchen, verlagert.
II. Umwelt- und Arbeitnehmerbelange
1. Arbeitnehmerbelange
Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter (umgerechnet auf Vollzeitäquivalent) hat sich von 349 auf 350 minimal erhöht.
Darüber hinaus wurde über mehrere Personaldienstleister Leasingpersonal eingesetzt.
Der Fortbildungsaufwand betrug im Jahr 2024/2025 EUR 52.212,54 (Vorjahr EUR 77.293,50). Der Anteil der weiblichen Angestellten und Arbeiter im Unternehmen beträgt 57,65 %.
2. Umweltmanagement
Die Aspöck Systems GmbH ist nach DIN ISO 14001:2015 zertifiziert und verfolgt eine nachhaltige, ressourcenschonende Umweltpolitik die Top Down gelebt und von der Belegschaft mitgetragen und praktiziert wird. Das Unternehmen strebt nach ständiger Verbesserung in den Bereichen Abfallvermeidung und Reduktion der Emissionen durch den Einsatz neuester Technologien. Neue Gebäude werden mittels regenerativer Energiequellen (Photovoltaik) ausgestattet. Investitionen in Speichermedien zur nachhaltigen Verwendung von erneuerbaren Energien wurden ebenfalls getätigt. Nicht zuletzt spiegeln sich diese Technologien in Aspöck Produkten wider, die vor allem auf LED-Basis funktionieren.
3. Nachhaltigkeitsmanagement
Nachhaltigkeit ist für uns eine Verpflichtung gegenüber künftigen Generationen. Wir setzen effiziente Maßnahmen um, um die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen und negative Auswirkungen zu vermeiden. Unsere Strategie basiert auf den Dimensionen Environment, Social und Governance (ESG) und wir durch klare KPIs im IMS abgebildet.
• Klimaziele und CO2-Reduktion: Im Jahr 2023 haben wir erstmals Klimaziele festgelegt, um unsere CO2-Emissionen zu senden und einen Beitrag zu den Klimazielen der EU zu leisten. Bis 2030 wollen wir alle Produktionsstandorte mit 100% Grünstrom betreiben und bis 2026 eine Strategie zur Reduktion von Scope 3 Emissionen entwickeln. • Recycling und alternative Materialien: Wir setzen auf Recycling, alternative Materialien und Produktdesigns, um die ökologische Nachhaltigkeit zu verbessern und Alleinstellungsmerkmale zu schaffen. • Corporate Carbon Footprint: Wir erfassen unseren Corporate Carbon Footprint vollständig und entwickeln Strategien zur Reduktion. • Nachhaltige Beschaffung: Wir entwickeln ein angepasstes Vertragswerk für Lieferantenbewertungen und optimieren die Transportwerte, um nachhaltige Beschaffung zu gewährleisten. • Mitarbeiter:innen und Sicherheit: Wir streben stabile Beschäftigung an allen Standorten an, führen eine standortübergreifende HSE-Policy ein, gewährleisten 5S am Arbeitsplatz und halten hohe Standards in der Produktsicherheit aufrecht. • CSRD-Vorbereitungen: Wir bereiten uns auf die Anforderungen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) vor, die ab dem Geschäftsjahr 2025 relevant wird. Ab diesem Zeitpunkt wird der nichtfinanzielle Bericht integraler Bestandteil des Lageberichts sein.
Sustainable Development Goals (SDGs): Im Zuge des Nachhaltigkeitsprojektes haben wir ein SDG-Mapping durchgeführt und die direkten sowie indirekten Einflüsse auf die Ziele analysiert. Basierend darauf haben wir die für uns relevantesten SDGs identifiziert:
• Gesundheit und Wohlergehen • Industrie, Innovation und Infrastruktur • Weniger Ungleichheiten • Nachhaltiger Konsum und Produktion • Maßnahmen zum Klimaschutz • Partnerschaften zur Erreichung der Ziele
Um das Nachhaltigkeitsmanagement voranzutreiben und die Vorbereitungen auf die CSRD zu forcieren, wurde ein Projektteam gegründet, das sich mit der Implementierung der
Nachhaltigkeitsagenden im Unternehmen beschäftigt. Der Projektleiter berichtet direkt an den CEO und die Fachbereiche der Group Funktionen sind im Projektteam vertreten.
III. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
1. Chancen
Der Umsatz des Wirtschaftsjahres in Höhe von EUR 176.499.824,32 ist trotz der Unsicherheiten in der Industrie im Allgemeinen und der Automotive Industrie im Speziellen der zweitgrößte Umsatz der Firmengeschichte.
Der Umsatz nach dem Berichterstellungszeitraum blieb auf einem ähnlichen Niveau wie während des Geschäftsjahres 2023/24. Unsere Anstrengungen bei Produktverbesserungen, Prozessverschlankungen, Digitalisierungen und Technologisierungen blieben stets aufrecht und konnten auf Basis unseres hohen Marktanteils in unseren Kernsegmenten leichte rückläufige Tendenzen auffangen. Auch neue Produkte im Bereich der Fahrelektrik konnten den Produktmix weiter diversifizieren und bereits relevante Umsatzbeiträge leisten. Die nochmals erweiterte Produktdiversifikation und die bestehende Produktdifferenzierung sind wichtige Voraussetzungen für das stabile und konsequente Wirtschaften der Aspöck Systems GmbH.
Der sehr hohe Marktanteil der Aspöck Systems GmbH blieb ähnlich hoch wie im Vorjahr.
Das Unternehmen kooperiert mit Start-Ups, um die Agilität und den Ideenreichtum solcher Unternehmen für sich zu nutzen. Zielvorgabe ist es, neue Produkte im Rahmen von Kooperationen zu entwickeln, die vor allem neue Technologien und digitale Tools sowie Software einsetzen, um Machine Learning und Lean-Production für eigene Produktreihen und Kundenbedürfnisse zu nutzen.
2. Risiken
Es bestehen keine wesentlichen Preisänderungs-, Liquiditäts- und Cashflow-Risiken. Allerdings ist das Ausfallrisiko signifikant hoch. Es wird erhöhtes Hauptaugenmerk auf das Zahlungsverhalten von Kunden, die Lieferfähigkeit von Lieferanten und auch die interne Produktivität und Effizienz gelegt.
Der Fokus auf stabile Lieferketten blieb bestehen, weswegen für kritische Rohstoffe und Verarbeitung weiterhin aufwendiges Multi-Sourcing gesetzt wird.
Der Preisdruck bleibt aufrecht, da Hersteller versuchen ihre Marge zu behalten, obwohl vor allem im Preiswettbewerb mit ihren Mitbewerbern die Inflation im Preis für Endkunden nicht abgegolten wird.
Diese Risiken können für die Aspöck Systems GmbH durch die Marktführerschaft bei Trailer- Rückleuchten durch Kooperationen mit unterschiedlichsten Partnern und Sicherstellung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft limitiert werden. Für bestimmte Kunden wird aufgrund der sinkenden Nachfrage der Preisdruck größer und eine hohe Liquidität benötigt. Ohne die notwendige Liquidität könnten bei Kunden vermehrt Zahlungsstockung auftreten.
Zahlungsstockungen und potenzielle Insolvenzen von Kunden werden durch eine Warenkreditversicherung und eine Anfechtungsversicherung abgedeckt.
Neben den Nachwirkungen der hohen Inflation, die sich in einer stockenden Konjunktur widerspiegeln, analysiert, identifiziert und bewertet die Aspöck Systems GmbH gemäß der Risikomanagementpolitik sämtliche unternehmensinterne als auch externe Risiken.
Als prädominantes Risiko wird ein Blackout gesehen. Auch der Vorfall eines Cybercrime- / Ransomewarevorfalls muss als realistisches Szenario betrachtet werden, obwohl unterschiedliche Tools im Einsatz sind. Des Weiteren können als externe Risiken instabile Kundenmärkte (z.B. Türkei, Middle East und Russland), die negative Stimmung in der Wirtschaft (wegen Bürokratie etc.) sowie die Rezession identifiziert werden.
Die in Auslandsverbindlichkeiten inhärenten Währungsrisiken wurden durch USD/EUR Swaps gesichert. Darüberhinausgehende Instrumente zur Risikoabdeckung sind nicht erforderlich.
Zur Absicherung des Kupferpreises werden langfristige Kupferkontrakte abgeschlossen, sofern dies unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorteilhaft erscheint.
IV. Forschung und Entwicklung (Forschungsbericht)
Die Entwicklung neuer Technologien, die Weiterentwicklung bestehender Systeme sowie die Absicherung durch Patente gehört auch weiterhin zu den Kernpunkten der Firmenpolitik, wofür weiterhin 34 Mitarbeiter Sorge tragen.
V. Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Sämtliche operative Tätigkeiten sind im ERP-System der Aspöck Systems GmbH abgebildet. Dort werden den einzelnen Usern gemäß ihren Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten Rechte zugewiesen. Hierbei gibt es auch betragliche Grenzen in Abhängigkeit zur jeweiligen Funktion. Für bestimmte Gruppen werden Rollen angelegt. So wird nicht nur sichergestellt, dass nur zuständige Personen Tätigkeiten erledigen können, sondern auch andere Compliance-relevante Themen abgearbeitet werden können, wie unter anderem Datenschutz.
Bei der Eingangsrechnungsbuchung wird das 4-Augenprinzip entweder durch Abgleich und Buchung auf angelegte / freigegebene Bestellungen sichergestellt oder bei nicht bestellbezogenen Rechnungen durch Freizeichnung der Rechnungen außerhalb des ERP- Systems.
Ausgangsrechnungen werden prozesskonform auf Basis von Aufträgen, welche wiederum auf Basis von Kundenbestellungen angelegt werden, ausgestellt.
Durch diesen roten Faden bei Eingangs- und Ausgangsrechnungen sowie der 100%igen Nachvollziehbarkeit bei sonstigen Buchungen (Anlage von Belegen und Änderungsverfolgung) ist eine Abweichung nur innerhalb festgelegter Toleranzen möglich.
Risiken werden innerhalb einer Risikomatrix identifiziert, analysiert und bewertet und im Rahmen einer Management Review laufend überarbeitet und Vorgaben bzw. Anforderungen angepasst.
Peuerbach, A. M. 225
Ort, Datum
Karl Aspöck