Inhaltsverzeichnis
WERNER&WEBER GmbH - Lagebericht 2025
WERNER&WEBER GmbH Geschäftsjahr 2025
Erstellt durch die Geschäftsführung
Dipl.-Ing. Walter Weber, MSc
WERNER&WEBER GmbH – Lagebericht 2025
Inhaltsverzeichnis
• 1. Unternehmensprofil • 2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen • 3. Branchenentwicklung • 4. Geschäftsverlauf 2025 • 5. Ertragslage • 6. Vermögenslage • 7. Finanzlage • 8. Kennzahlenanalyse • 9. Investitionen • 10. Forschung und Entwicklung • 11. Produktion und Beschaffung • 12. Personal • 13. Nachhaltigkeit • 14. Chancen • 15. Risiken • 16. Internes Kontrollsystem • 17. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag • 18. Prognosebericht 2026 • 19. Schlussbemerkung
WERNER&WEBER GmbH – Lagebericht 2025
1. Unternehmensprofil
Die WERNER&WEBER GmbH ist ein seit 36 Jahren führender österreichischer Hersteller von Abrollcontainern, Absetzmulden, Presscontainern, stationären Müllpressen und kundenspezifischen Entsorgungssystemen. Das Unternehmen bedient kommunale Auftraggeber sowie Industrie- und Entsorgungsunternehmen im In- und Ausland. Die strategische Ausrichtung basiert auf hoher Fertigungstiefe, technischer Qualität und langfristigen Kundenbeziehungen.
2. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das Geschäftsjahr 2025 war von einer verhaltenen Investitionsbereitschaft, hohen Finanzierungskosten und einer insgesamt schwachen Industriekonjunktur geprägt. Dies wirkte sich insbesondere auf Investitionsgüter aus.
Der Geschäftsverlauf 2025 war durch ein anspruchsvolles Marktumfeld geprägt. Die Umsatzerlöse lagen mit EUR 14,76 Mio. um rund 13,2% unter dem Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBIT) blieb mit rund EUR 0,16 Mio. positiv; das Jahresergebnis betrug aufgrund des Finanzergebnisses und der Ertragsteuern rund EUR -0,04 Mio. Die operative EBITDA-Marge betrug rund 1,9%.
Absatzentwicklung: Die Umsatzerlöse 2025 betrugen EUR 14,76 Mio.
und lagen damit um rund 13,2% unter 2024. Die Inlandsumsätze
entwickelten sich stabiler als das exportorientierte Handelsgeschäft.
Die Miet- und Wartungserlöse konnten gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.
Produktions- und Leistungsbereich: Die bestehenden Produktgruppen wurden weitergeführt; der Fokus lag auf Qualität, Lieferfähigkeit und Kostenoptimierung.
Beschaffungsbereich: Einkauf und Logistik wurden 2025 weiter auf Kosten-, Lieferzeit- und Versorgungssicherheit ausgerichtet.
Investitionen: Der Standort Gattendorf wurde weiterentwickelt; im Anlagevermögen wurden insbesondere Investitionen in das gemietete Betriebsgebäude aktiviert.
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Der Reparatur- und Wartungsstandort in Zwentendorf wurde weitergeführt.
Die Serviceaktivitäten bleiben ein wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells.
3. Branchenentwicklung
Der Markt für Entsorgungstechnik blieb langfristig stabil, kurzfristig jedoch von Projektverschiebungen öffentlicher Auftraggeber beeinflusst.
4. Geschäftsverlauf 2025
Die Umsatzerlöse beliefen sich auf EUR 14.756.483,09 nach EUR 17.007.228,59 im Vorjahr. Das EBITDA betrug EUR 283.199,01. Trotz Umsatzrückgangs konnte ein positives operatives Ergebnis erzielt werden. Die Beschäftigtenzahl blieb mit 43 unverändert.
5. Ertragslage
Die Ertragslage wurde durch konsequentes Kostenmanagement, laufende Optimierung der Fertigungsprozesse und eine disziplinierte Projektkalkulation stabilisiert.
Das Geschäftsergebnis 2025 ist angesichts des schwächeren Umsatzniveaus nur bedingt zufriedenstellend.
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) = Betriebserfolg | 161,9 |
|---|---|
| Umsatzrentabilität (EBIT-Marge) = | 1,1% |
| Eigenkapitalrentabilität = | -0,9% |
| Gesamtkapitalrentabilität (EBIT/Bilanzsumme) = | 1,2% |
| Vereinfachter Cash Flow (Jahresergebnis + Abschreibungen) | 79,1 |
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6. Vermögenslage
Die Vermögenslage ist geordnet. Die Bilanzsumme reduzierte sich deutlich gegenüber 2024 auf EUR 13,975 Mio., dies hatte einen sehr hohen Anstieg der Eigenkapitalquote zur Folge. Der Warenbestand erhöhte sich auf EUR 5,36 Mio.; dadurch stieg die Lagerintensität, gewährleistet jedoch eine sehr hohe Lieferfähigkeit und Ersatzteilgarantie für alle auf den Markt gebrachten Müllpresscontainer und Schneckenverdichtungssysteme der letzten 30 Jahre.
Kennzahlen der Vermögensanalyse:
| Anlagenintensität = | 20,8% |
|---|---|
| Investitionsdeckung (vereinfachter Cash Flow) = | 15,5% |
| Abschreibungsquote (AfA/Umsatz) = | 0,8% |
| Vorräte | 5 362,6 |
| Lagerintensität = | 38,4% |
| Lagerumschlagsdauer = | 177,3 |
| Außenstandsdauer der Forderungen | 125,5 |
| Außenstandsdauer der Verbindlichkeiten = | 65,0 |
7. Finanzlage
Die Liquidität war jederzeit gesichert. Das eingesetzte Factoring unterstützte die
Finanzierung des Umlaufvermögens und das Working Capital.
Die Finanzlage wurde 2025 wesentlich durch die deutliche Reduktion der Bankverbindlichkeiten geprägt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einschließlich Factoring reduzierten sich von rund EUR 10,76 Mio. auf rund EUR 5,81 Mio. zum Bilanzstichtag.
Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf rund 35,4%.
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Kennzahlen der finanzwirtschaftlichen Analyse:
| Eigen kapitalquote | 35,4% | |
|---|---|---|
| Nettoverschuldung = | 5 762,2 | |
| Verschuldungsquote = | 64,6% | |
| Nettoumlaufvermögen | ||
| 2 883,3 | ||
| Finanzmittelentwicklung | ||
| Vereinfachter Cash Flow | 79,1 | |
| Zahlungswirksame Veränderung der Fondsmittel | 43,5 | |
| Anfangsbestand der Fondsmittel Endbestand der Fondsmittel | .. | . 6.6 50,2 |
8. Kennzahlenanalyse
Die Gesellschaft verfügt trotz rückläufiger Umsätze über eine stabile Vermögens- und Finanzstruktur. Die operative Ertragskraft blieb positiv.
9. Investitionen
Investitionen konzentrierten sich auf Produktionsoptimierung, Digitalisierung und Effizienzsteigerung.
Ein wesentliches Potential sieht die Geschäftsleitung in der Anwendung der Lasertechnik in der Blechverarbeitung mit nachfolgender KI- gesteuerter Blechumformung welche dann in der Click and Stack Technik mündet.
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10. Forschung und Entwicklung
Schwerpunkte waren Materialoptimierung, konstruktive Weiterentwicklung und produktionsgerechte Konstruktionen.
Es wird kontinuierlich an Produkt- und Prozessverbesserungen gearbeitet.
Schwerpunkte liegen weiterhin bei Pressensteuerung, Konstruktion, Fertigungsoptimierung sowie bei der Weiterentwicklung von Service-, Wartungs- und Reparaturleistungen.
11. Produktion und Beschaffung
Die Zusammenarbeit mit verbundenen Produktionsstandorten sowie langfristige Lieferantenbeziehungen stärken die Versorgungssicherheit.
12. Personal
Die Qualifikation der Mitarbeitenden bildet eine wesentliche Grundlage des Unternehmenserfolgs. Weiterbildung und Arbeitssicherheit besitzen hohen Stellenwert.
13. Nachhaltigkeit
Materialeffizienz, langlebige Produkte und laufende Prozessverbesserungen tragen zur Ressourcenschonung bei.
14. Chancen
Chancen bestehen durch Ersatzinvestitionen, Export, Produktinnovationen und weitere Prozessoptimierungen.
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15. Risiken
Die wesentlichen Risiken betreffen Konjunktur, Rohstoff- und Energiepreise, Lieferketten, Forderungsausfälle, Zinsen und die Verfügbarkeit von Fachkräften. Durch die 2025 deutlich reduzierte Finanzverschuldung wurde das Finanzierungsrisiko vermindert. Die Eigenkapitalquote von rund 35,4% stärkt die Risikotragfähigkeit des Unternehmens. Forderungsausfallsrisiken werden durch Debitorenmanagement und Factoring begrenzt. Beschaffungs- und Preisrisiken werden durch Marktbeobachtung und alternative Bezugsquellen begrenzt. Operative Risiken werden durch Wartung, Qualitätskontrollen und Versicherungsschutz reduziert. Die Geschäftsführung beurteilt die Gesamtrisikolage derzeit als beherrschbar.
Das KSV Rating per 07.08.2026 ist 278, mit einer Ausfallswahrscheinlichkeit laut Basel III von 0,12% mit Bonitätslabel vermerkt.
16. Internes Kontrollsystem
Die Gesellschaft verfügt über organisatorische Kontrollen in den Bereichen Rechnungswesen, Zahlungsverkehr, Einkauf und Projektkalkulation. Das Risikomanagement wird laufend weiterentwickelt.
Die Gesellschaft verwendet im Wesentlichen folgende Finanzinstrumente:
Forderungen, Bankguthaben und Finanzierungsforderungen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Factoring sowie Lieferverbindlichkeiten
Zins-, Liquiditäts- und Ausfallsrisiken werden laufend überwacht.
Derivative Finanzinstrumente werden nicht in wesentlichem Umfang eingesetzt.
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17. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Es sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die eine Anpassung des Jahresabschlusses 2025 erforderlich machen.
18. Prognosebericht 2026
Die Geschäftsführung erwartet eine Stabilisierung der Geschäftsentwicklung. Schwerpunkte bilden Ertragsverbesserung, Digitalisierung, Fertigungsoptimierung und Ausbau der Marktposition.
Für 2026 erwartet die Geschäftsführung weiterhin ein anspruchsvolles, jedoch grundsätzlich stabiles Marktumfeld. Im Vordergrund stehen die Stabilisierung der Umsätze und die Verbesserung der operativen Marge. Kosten, Lagerbestände, Forderungen und Liquidität werden konsequent gesteuert. Investitionen werden selektiv unter Berücksichtigung der Finanzierung vorgenommen. Produktion, Beschaffung und Service sollen weiter optimiert werden.
Konjunkturelle und geopolitische Unsicherheiten bleiben Prognoserisiken.
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19. Schlussbemerkung
Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insgesamt als geordnet. Ziel bleibt eine nachhaltige Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität.
Gattendorf, August 2026
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Dipl.-IngWalter Weber, MSc
Geschäftsführer
Dipl. G. Mill. Tody 18.