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der Geschäftsführung der Carvatech Karosserie- und Kabinenbau GmbH
zum
GESCHÄFTSJAHR 2024/2025
1.
WIRTSCHAFTSBERICHT:
Die Umsatzerlöse sind im Berichtszeitraum auf EUR 11.198.872,36 gestiegen; die erzielte Betriebsleistung liegt mit EUR 11.254.092,98 im Bereich des Vorjahres. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 25,2 %.
Die Umsatzrentabilität beträgt zum Stichtag 3,6 %.
Erfreulicherweise konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds erneut einen kontinuierlichen Auftragseingang sowie stabile Kennzahlen erzielen. 2024/2025 war geprägt von zahlreichen Aufträgen im Bereich „Großkabinen" (Pendelbahnen/Standseilbahnen). Die Herausforderung, 12 Pendelbahnkabinen zu produzieren und zusätzlich die Revision von 8 Großkabinen durchzuführen, wurde von uns mit Bravour gemeistert. Auch der Exportmarkt für EUB-Kabinen (EinseilUmlaufBahn) blieb stabil und auf gutem Niveau. Unser chinesischer Kunde BMHRI erhielt im Berichtszeitraum 150 Kabinen des Typs CU8, was dem aktuellen Bedarf unseres Kunden entspricht. Erfreulicherweise konnten wir auch für österreichische Kunden diverse Kleinkabinen-Revisionen sowie -Neubauten realisieren und damit das jährliche Absatzvolumen an Kleinkabinen stabil halten. Der Bereich „Fahrzeugbau“ spielt aufgrund der geringen Auftragslage – wir produzieren hier hauptsächlich für die Firma Rosenbauer International AG – und des aktuellen Erfolges im Bereich der Seilbahnkabinen eine untergeordnete Rolle.
In der Sparte „Kundendienst und Ersatzteilverkauf" konnten wir einen steigenden Auftragseingang verzeichnen, der auf die hervorragenden Leistungen im KD-Vertrieb sowie auf gute Ersatzteilverkäufe zurückzuführen ist.
Das EBIT beträgt im Wirtschaftsjahr EUR 409 TSD.
2. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH ENDE DES GESCHÄFTSJAHRES:
Keine.
3. PROGNOSEBERICHT:
Die Prognose für unser Wirtschaftsjahr 2025/2026 (1. April bis 31. März) zeichnet sich insgesamt positiv ab. Bereits sehr früh im Prognosezeitraum konnten wir vielversprechende Aufträge unterzeichnen. Deshalb gehen wir davon aus, die Betriebsleistung und das Ergebnis verbessern zu können. Bei steigenden Umsätzen, besseren Verkaufspreisen, aber konstanten Aufwendungen erwarten wir, die Margen bzw. die Umsatzrentabilität steigern zu können.
Carvatech ist nach wie vor führend in der Entwicklung von Großkabinen.
Wir werden heuer Projekte in Italien, Deutschland und der Schweiz realisieren.
Damit ist der Bereich „Großkabinen* wieder voll ausgelastet.
Im Bereich „Standseilbahnwagen" werden wir 2025/2026 die Projekte Zagreb und Hallstatt fertigstellen.
Darüber hinaus gibt es bereits einen sehr guten Auftragseingang im Bereich „Umlaufbahnkabinen". Für den chinesischen Markt werden wir ca. 100 CU8-Kabinen produzieren; für weitere 60 Kabinen erwarten wir Aufträge unserer österreichischen Kunden. Da wir im Vorjahr erstmals Kleinkabinen nach Japan liefern konnten, erwarten wir aus diesem Erstauftrag weiteres Auftragspotenzial.
Für einen holländischen Kunden werden wir 25 Riesenrad-Kabinen für je 8 Personen herstellen. Da es sich sowohl für uns als auch für den Kunden um einen neuen Kabinentyp handelt, erhoffen wir uns dadurch weitere Folgeaufträge in diesem Segment.
Im Bereich „Kundendienst" dürfen wir für einen Kunden in Osttirol weitere 10 Kleinkabinen renovieren.
Im Laufe des Prognosejahres erfolgt der Produktionsstart des größten Einzelauftrags der Firmengeschichte. Carvatech wird gemeinsam mit DCC (Doppelmayr Cable Car) ein APM-System (Automated People Mover) für den New Yorker Flughafen Newark herstellen. Die sieben Garnituren (35 Wagen) werden von Carvatech in Oberweis gefertigt und sollen bis Ende des Wirtschaftsjahres 2027/2028 ausgeliefert werden.
Das Auftragsvolumen beläuft sich auf EUR 21,6 Mio.
Im Februar konnten wir einen weiteren Auftrag für ein APM-System in Amerika unterzeichnen. Für einen Kunden in Los Angeles werden wir bis 2027 zwei neue Züge mit je drei Wagen realisieren. Im „Fahrzeugbau" ist die Situation unseres Hauptkunden Rosenbauer International AG weiterhin schwierig, und es sind keine namhaften Umsätze geplant.
Für unseren deutschen Kunden Flad & Flad werden wir bis Dezember 2025 einen von uns im Jahr
2008 gebauten Promotiontruck vollständig grundsanieren.
Da wir bereits zahlreiche Angebote für die Folgejahre abgegeben haben und auch unser Mutterkonzern über gut gefüllte Auftragsbücher verfügt, deutet alles auf eine stabile Entwicklung des Seilbahnmarktes hin.
Durch die bereits eingegangenen Aufträge liegt die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2025/2026 bei ca. EUR 14 Mio. und ist somit stabil. Da das Projekt Newark einen großen Einfluss auf die Betriebsleistung hat und wir von vielen Entscheidungen des amerikanischen Kunden abhängig sind, ist der Fertig-stellungsgrad zum Ende des Geschäftsjahres heute noch nicht im Detail absehbar und erschwert uns die Planung. Diese Thematik kann zu Umsatzverschiebungen in das nächste Planjahr führen.
Wir erwarten aber ein gutes Ergebnis und weitere Verbesserungen unserer Kennzahlen.
4. RISIKOBERICHTERSTATTUNG:
| 4.1 | Preisänderungsrisken |
|---|---|
| Der Verkauf von designorientierten Fahrbetriebsmitteln und der fahrzeugtechnische Aufbau von | |
| Spezialfahrzeugen unterliegen grundsätziich den Marktgegebenheiten von Angebot und Nachfrage. | |
| Anderungen der beiden Indikatoren ziehen Anderungen in der Preisgestaltung nach sich. | |
| Carvatech verfügt über ein schnell agierendes Einkaufsmanagement. Trotzdem ist es derzeit noch | |
| sehr schwierig, aktiv auf die sich ständig ändernde Preissituation zu reagieren. Wir binden unsere | |
| Lieferanten bewusst ein, um die Preisänderungsrisiken auf dem Beschaffungsmarkt zu minimieren. | |
| Durch die hohen Lohnabschlüsse in der Metallindustrie sind auch wir gezwungen, unsere Preise | |
| weiter anzupassen, was gerade bei den langen Vorlaufzeiten von Seilbahnprojekten oft zu | |
| Nachforderungen und Risiken führt. | |
| Auch der chinesische Markt hat keinerlei Verständnis für die Preiserhöhungen in Europa. Durch zähe | |
| Verhandlungen konnten wir im Berichtsjahr höhere Verkaufspreise durchsetzen. | |
| 4.2 | Ausfallrisken |
| Beim Bau von Seilbahnanlagen wird die finanzielle Gebarung des Kunden vor Erteilung eines | |
| positiven Baubescheides geprüft. Weiters handelt es sich bei unseren Kunden zu 70% um | |
| verbundene Unternehmen und daher sehr geringe Ausfallwahrscheinlichkeit. | |
| Im „Fahrzeugbau" handelt es sich ebenfalls um langjährige Partnerschaften; auch in diesem Bereich | |
| ist das Ausfallrisiko äußerst gering. | |
| 4.3 | Liquiditätsrisken |
| Im Bereich „Fahrbetriebsmittelbau" (Seilbahnkabinen) werden Aufträge relativ lange vorfinanziert. |
|---|
| Dies kann immer wieder zu temporären Liquiditätsengpässen führen, die jedoch aufgrund der |
| Zugehörigkeit zum Doppelmayr-Konzern gemeinsam mit unserer Treasury-Abteilung bzw. durch |
| internes Cash-Pooling ausgeglichen werden. |
5. BEREICH «FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG»:
Die bestehenden Erzeugnisse werden im Hinblick auf Technik und insbesondere auf Optimierung des Produktionsablaufes ständig verbessert. Durch die permanente Weiterentwicklung der breiten Produktbasis – Seilbahnkabinen, Aufbauten für Spezialfahrzeuge und Promotiontrucks sowie Fahrbetriebsmittel für urbane Systeme – wird die Position von Carvatech im Konzern weiter gefestigt. Jeder Entwicklungsauftrag wird genauestens auf Nachhaltigkeit und Kundenbedürfnisse untersucht.
6. ZWEIGNIEDERLASSUNGEN:
Zweigniederlassungen der Gesellschaft bestanden im Geschäftsjahr 2024/2025 keine und es bestehen diese bis heute nicht. Zu erwähnen ist, dass Carvatech ein technisches Büro mit einem Mitarbeiter im TechnoZ Mondsee betreibt.
Oberweis, 13. Maj 2025
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